MoinMoin!
Oder vielleicht lieber Melzer aufs Hutfleisch tropfen?
Ich denke nicht, daß der markant bitter ist. Mit der Hutoberfläche und Farbspektrum kann der auch ganz gut in der Ecke um Cortinarius scaurus zu finden sein.
LG; Pablo.
MoinMoin!
Oder vielleicht lieber Melzer aufs Hutfleisch tropfen?
Ich denke nicht, daß der markant bitter ist. Mit der Hutoberfläche und Farbspektrum kann der auch ganz gut in der Ecke um Cortinarius scaurus zu finden sein.
LG; Pablo.
Salut!
Das sind Bereifte Rotfüßchen (Xerocomellus pruinatus).
Ist allerdings keine Sorte, sondern eine Art. Pilze sind Lebewesen und kein Rasierschaum oder Zahncreme. ![]()
LG; Pablo.
Hallo, Stephan!
Sagen wir mal: Ich hoffe das auch.
Auf der anderen Seite: Röhrlinge in diesem Jahr im Rhein - Neckar - Raum: Totalausfall. Täublinge in der Gegend 2020: Totalausfall. Schleierlinge in diesem Jahr im Gebiet: Totalausfall. Ganz vereinzelte Streufunde einzelner Fruchtkörper von sehr häufigen, trivialen Arten bestätigen das Gesamtbild in der Hinsicht. Soll heißen: Ganz generell fehlen in diesem Jahr ungefähr 90% aller Mykorrhizapilze bzw. liegen sowohl Artenvielfalt als auch Fruchtkörperanzahl bei so ziemlich allen Mykorrhizapilzen mindestens 90% unterm Durchschnitt. Bezogen jetzt auf die Monate Juni bis mitte Oktober.
Klar kann noch was kommen. Die Böden sind feucht (in manchen Wäldern schwer zu beobachten, weil man sich erst durch eine zentimeterdicke Schicht aus Eicheln und Bucheckern graben muss), zu kalt ist es auch noch nicht. Aber ehrlich gesagt erwarte ich nichts mehr. Auch was die späten mykorrhizapilze (Schnecklinge & Ritterlinge) betrifft, habe ich zwar noch ein klein bisschen Hoffnung, aber keinerlei besondere Erwartung mehr.
LG; Pablo.
Hallo, Adrian!
Einige der Pilze sind als Anfragen auch im Nachbarforum aufgetaucht, kann das sein?
In dem Fall: Siehe meine Einschätzungen dort.
Das Kürzel "s.str." steht für "sensu stricto" = "im strengen Sinne".
Das meint, es ist ganz exakt und genau die beschriebene Art. Was man eben meistens dann dazu schreibt, wenn man hinter einem Namen eher eine Gruppe von mehreren, teils schwer trennbaren und / oder strittigen Arten vermutet. Will man dann auf eine konkrete Art aus dieser Gruppe hinweisen, dann würde man "s.str." hinten an den Namen setzen. Würde man die Zuordnung weiter fassen, und ausdrücken wollen, daß man "irgendeine Art aus dieser Gruppe" meint, dann schreibt man hinten dran ein "s.l." oder "s.lat." = "sensu lato" = "im weiteren Sinne".
Beim "Parasol" ist es eben auch so, daß man damit eine ganz konkrete, relativ eng gefasste Art meinen kann (Macrolepiota procera s.str.), oder man kann auch diverse unter dem Taxon teils als Formen (teils aber auch als eigene Arten) beschriebene Taxa zusammenfassen (zB. Macrolepiota permixta, Macrolepiota fuliginosa usw.). Schreibt man dann "Macrolepiota procera s.l." sind diese Formen / Varietäten / nahe verwandten Arten mit eingeschlossen.
Dein Fund oben ist aber auch nicht "Macrolepiota procera s.l.", sondern gehört in eine andere Gattung, nämlich Chlorophyllum (Safranschirmlinge).
LG; Pablo.
Hallo, Thomas!
Bei manchen (wer das denn kenntlich machen will) steht's links neben dem Beitrag im Kurzprofil. bei mir also Mannheim bzw. Rhein Neckar Raum.
LG; Pablo.
Salve!
Olivgelber Holzrittering allerdings. Also tricholomopsis, die haben mit den echten Ritterlingen (Tricholoma) gar nicht mal so viel zu tun. Ist nur eine zufällige Koinzidenz bei der Namensgebung.
Der zweite ist ein Schüppling aus der Artengruppe um den Fettigen (Pholiota adiposa). Die einzelnen Arten in der Gruppe sind meistens nur mikroskopisch bestimmbar.
Der Stachelbart könnte auch Hericium flagellum (Tannen - Stachelbart) sein, der kann auch an Rotbuche vorkommen.
LG; Pablo.
Hallo, Ingo!
Die Schüpplinge dürften entweder flammans sein (Feuerschüppling, an Nadelholz) oder tuberculosa s.l. (Bitterster Schüppling, an Laubholz).
Welche Lorchel die Gyromitra nun ist, wird ohne Mikro in dem Fall schwer zu klären sein, aber bemerkenswert ist das schon. Wenn es eine aus der Gruppe ist (esculenta, gigas etc.) dann dürfte die jetzt eigentlihc gar nicht fruchten wollen. Die sind phänologisch schon einigermaßen streng fixiert, denke ich. So ähnlich wie Morcheln. Ausreißer sind sicherlich möglich, aber auch ein Zeichen, daß da irgendwas schief gegangen ist.
LG; Pablo.
Hallo, Björn!
Nr. 2 ist mit den höckerigen Sporen wohl Hydnellum concrescens.
Nr. 5 ist Cortinarius trivialis.
LG; Pablo.
Hallo, Thomas!
Mein Beineid. Die Kalkgebiete bei mir in der Umgebung sind verödet. Da ist praktisch null Aktivität von mykorrhiza - Pilzen in diesem Jahr.
2) Sieht eher aus wie Cortinarius splendens, elegantissimus wäre nicht ganz so gelb im Schnitt. Ein Tropfen KOH hätte da auch geholfen.
4) Kann natürlich ebenfalls C. anserinus sein. Oder ein anderes Phlegmacium. In dem Entwicklungsstadium sehen nahezu alle Phlegmacien mit gerandeter Knolle identisch aus. Darum braucht man ja junge Fruchtkörper in einer Kollektion, weil die Fruchtkörper in dem Alter eine Bestimmungscchance von 0% bieten. ![]()
5) Tricholoma ustale ist richtg. Ustaloides hätte eine Pseudoringzone.
8) Tricholoma squarrulosum ist das nicht (Geruch in dem Punkt egal). Tricholoma squarrulosum ist viel dunkler und wolliger. Rötet der denn tatsächlich?
11) Links könnte Cortinarius olidus sein, rechts eine Art der Multiformes, also irgednwas um Cortinarius talus und Nachbararten. Oft riecht da die Stielbasis beim Rubbeln nach Honig.
LG; Pablo.
Hallo, Kersten!
1) ist jedenfalls richtig
2) ist ein Schleierling (Cortinarius, subgen. Phlegmacium), der könnte beim Rubbeln stark nach Rote Beete gerochen haben, oder?
3) Könnte ganz gut der Wässrige Mürbling (Psathyrella piluliformis) sein.
LG; Pablo.
Servus, Thomas!
Also wenn du gerne für einige (bei allen wird's freilcih nicht klappen) Bildtitel haben möchtest: Da ist sicherlich was möglich. Die Bilder sind ja gut, so daß sich einiges erkennen lässt. Und warum die Funderfahrung und Formenkenntnis von anderen nicht auszutzen?
Einfacher wär's dann alelrdings, wenn du die Bilder durchnumerierst.
Dann könnte man so zB ein paar Tips geben:
Bild 1 = Einer der Rötlichen Lacktrichterlinge (Laccria spec.)
Bild 2 = Lila Lacktrichterlinge (Laccaria amethystina)
Bild 3 = vermutlich ein Gelbblättriger Ritterling (Tricholoma fulvum s.l.)
Bild 10 = Tompiffge (Craterellus tubaeformis)
Bild 13 = Mehlräslinge (Clitopilus prunulus)
LG, Pablo.
Servus Ingo!
So am Rande: Wie es jetzt aussieht, bleiben die bräunlichen Ritter in meiner Gegend das dritten Jahr in Folge aus.
Ein wenig muss man noch abwarten, letztes Jahr kamen wenigstens ab Ende Oktober noch Pappelritterlinge (bitter; bei Pappeln und Kiefern) und ganz vereinzelt imbricatum.
Und (wie in den letzten Jahren auch) reichlich ustale und fulvum s.l., aber das ist ja nochmal eine andere Baustelle.
Die arvenense - Richtung für deine "lutescens" ist schon was - aber die sind doch auch eher nicht das, was FNE4 als arvenense beschreibt.
LG; Pablo.
Salve!
Ja, bei mir auch so wie bei Nobi: Das sind über 200 Seiten Konversationen...
Am Speicher dürfte es auch nicht liegen, denke ich.
Komisch ist das aber schon, nur warum das bei dir so ist, das kann ich nicht sagen, fürchte ich.
LG, Pablo.
Hallo, Magellan!
Die Faserlinge bei Nr. 4 sehen makroskopisch irgendwie aus wie Psathyrella laevissima. Ohne Mikroskopie aber nur ein wackeliger Arbeitstitel.
Die richtig büschelig wachsenden danach (5) vielleicht Psathyrella piluliformis.
Nr. 6: Schizopora paradoxa kann sowas. Macht sie nicht immer, aber an solchen liegenden Ästen, die auch mal gedreht werden, kommt das durchaus vor.
Nr. 7: Würde ich für Rosablättrige Helmlinge (Mycena galericulata) halten. Unter anderem ein gutes Merkmal für die Art: Lamellen weißlich, ohne Rosaton. ![]()
LG; Pablo.
Servus!
Die Bischofsmützen sind toll. ![]()
Auch so ein Pilz, der schon ewig auf meiner Fundwunschliste steht, sich bisher aber erfolgreich vor mir versteckt.
LG; Pablo.
Hallo, Thorben!
Bei den Arten um impexa passt nix?
In der Gattung kenne ich mich aber auch wirklich kaum aus, schubse das aber mal nach oben. ![]()
LG, Pablo.
MoinMoin!
Ich kann mir bei dem keinen Muschelförmigen am Dung ganz gut vorstellen, daß der mal oberseits behaart war. Sowas ist bei Regenwetter sehr vergänglich, aber so ein paaar radial anliegende Fasern lassen schon in die Richtung denken. Größen sind da - ich sach' mal - nachrangig verlässlich.
LG; Pablo.
Hallo.
Also zumindest zur Genießbarkeit der Riesenschirmlinge kann ich schon mal (angesichts der Umstände, also Beurteilung nur nach Fotos) eine klare Aussage machen:
>Siehe hier<.
![]()
LG; Pablo.
MoinMoin!
Bei dem Farbspektrum (dunkelbraune Fruchtkörper) fällt es mir schwer, darin einen Bergporling zu sehen.
Die Poren bei dem wären schon richtig richtig grob wenn alt, also mehr so:
5 Minuten warten reicht übrigens bei Meripilus giganteus nur in sehr seltenen Ausnahmefällen, um dann schon eine Verfärbung beobachten zu können. Das dauert in der Regel deutlich länger. Hier ist es möglich, daß der PIlz auch schon am Schwärzen ist: Also das dunkle Braun der Oberflächen eine VOrstufe dazu, hervorgerufen durch Witterungsbedingungen. Oder es wäre ein Klapperschwamm (Grifola frondosa) mit sehr ungewöhnlicher Wuchsform, dessen Porengrößen liegen so zwischen Meripilus und Bondarzewia.
LG; Pablo.
MoinMoin!
Danke an Ditte für die Erklärung, auch das mit den bräunenden Lamellenschneiden ist wichtig zu wissen. ![]()
Bei den Ritterlingen: OK, ja, das ist schon gut erkennbares Velum. Hat Tricholoma scalpturatum natürlich auch, aber eben sehr vergänglich. In dem Fruchtkörperstadium sollte es quasi nicht mehr zu sehen sein. Das ist dann jetzt Abwägungssache, denn meistens passen nicht alle merkmale wirklich zusammen. Mit den groben, dunklen Schuppen (auch bei alten fruchtkörpern) und dem deutlichen Gilben Tendenz trotzdem eher richtung scalpturatum - zur Sicherheit müsste man jetzt aber die Sporen kontrollieren. Die unterscheiden sich zwar auch wieder nur marginal, können aber im Gesamtbild ein wichtiger Hinweis sein (oder noch mehr verwirren). ![]()
LG, Pablo.
Servus!
Als kurze Ergänzung noch zu Stefans Ansage:
>Bitte hier lesen<
Da steht im Prinzip alles drin, warum & wieso & weshalb.
Sowie ein paar nützliche Hinweise für den Themenstarter. Ein Zitat aus dem Thema schreibe ich mal eben noch hier rein:
ZitatUnd liebe Psilo - Ausprobierer: Wenn ihr echt meint, daß das sein muss, dann solltet ihr euch entweder so gut in die Pilzkunde einarbeiten, daß ihr euch wirklich auskennt (dauert so 10-30 Jahre), oder bestellt euch ein Zuchtset, wo ihr wenigstens wisst, was ihr da verkonsumiert und wie viel.
Ansonsten lasst uns hier im Forum mit dem Gedöns bitte in Ruhe.
LG; Pablo.
Hi.
Klar, ein Galerinastiel kann das durchaus auch sein unter deiner Squamanita. Wenn das so zusammenpasst, dann ist es ja auch richtig. ![]()
PS.: Dein Ritterling (Nr. 19) sieht halt aus wie einer der Pappelritterlinge. Vermutlich der ganz normal bitter schmeckende Tricholoma populinum.
LG; Pablo.
MoinMoin!
![]()
Das ist bei mir halt so, daß ich für eine solche Vielfalt durchaus in mehrere Wälder muss...
Die Blassgelben Striaten - Tricholoma viridilutescens kommt bei dir auch vor, oder?
Weil, wenn ich das mit dieser Kollektion aus dem Schwarzwald vergleiche:
, dann sind da schon auch ein paar recht blass befaserte Fruchtkörper dabei. Eventuell ist da das Variationsspektrum der Art in Sachen dunkel Hutfasern etwas größer, als vielleicht angenommen wird.
LG, Pablo.
Hi.
Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Bei Trichterlingen gibt's ja immer noch irgendwas, aber ich untersuche nur selten Arten aus der Gattung.
Bei dem war's halt weil's für ein Kartierungsprojekt sein sollte... Beim Schlüsseln war noch irgendeine alpin verbreitete Art extrem ähnlich, wenn ich mich richtig erinnere. Die hätte aber andere ökologische Grundlagen benötigt, und eine andere Reaktion mit KOH, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
Ich halte deine Bestimmung aber durchaus für plausibel, denn Farben können zumindest im Bereich hell / dunkel ja schon variieren.
LG; Pablo.
BonSoir!
D'accord, also nicht Co-Autor, sondern Schlüssel-co-Autor. ![]()
Schade, daß das vergriffen ist. Gut, daß der Verein ein Exemplar im Schrank stehen hat.
Die feingliedrige Streuzersetzer - Koralle mit den grünen Astspitzen allerdings darf man glaube ich makroskopisch durchaus recht sciher Ramaria apiculata nennen. ![]()
Lg; Pablo.
