Die Festigkeit des "Fleisches" lässt sich relativ einfach erklärend darstellen.
Pilze nutzen als stabilisierenden Baustoff Chitin. Der größte Teil davon findet sich zum Beispiel beim Allerweltspilz im tragenden Stiel. Dieser hält das Konstrukt. Im Hut hingegen findet sich bedeutend weniger davon. Beim Schwefelporling kennen wir die Zuwachsstellen als weich und bestes Teil für den Verzehr. Auch dort ist der Chitinanteil gering weil das Chitin noch nicht so sehr gebraucht wird und der Bau damit auch ein bißchen Zeit erfordert. An der Anwuchsstelle ist der Bestandteil am größten. Dort läuft die meiste Last auf. Im Wachstumsbeginn ist das noch nicht so nötig. Da gibt es noch wenig zu stabilisieren. Mit der Zeit und dem Wachstum sind die Anforderungen höher und der Pilz hatte Gelegenheit dort entsprechend zu bauen. Somit sind Alter und Teil des Pilzes ausschlaggebend dafür wo viel Chitin zu finden ist. Das wiederum erkennen wir im Mund ... und spüren es letztlich auch an der Verdaulichkeit denn Chitin bekommt unser Magen nicht klein.
Fazit:
Jung oder (nah an der) Zuwachstelle = Rührei
Reifer oder auch entfernter zum Randbereich = Fleisch
betagter Pilz = Karton im Maul
Wem es nicht gegenwärtig sein sollte: Die Zuwachsstelle ist der Randbereich, also quasi Hutaußenseite.
