Beiträge von Heidrun

    LIebe Pilzfreunde,

    meine Frage richtet sich an die Freunde der Pyrenomyceten bzw. der Winzlinge auf Holz. Ich habe auf einem Stück Buchenrinde kleine schwarze Kugeln (kleiner als 0,5 mm) entdeckt. Diese sind etwas eingesenkt, aber nicht unter der Rinde. So, wie es unter dem Mikroskop aussieht, muss es etwas Anamorphes sein. Die Sporen sind recht unterschiedlich (auch in der Form) und messen 19,3 x 9,59 / 23,098 x 10,87 / 20,09 x 11,33 µm. Ich kann natürlch noch mehr messen, aber man sieht schon, dass es recht unterschieldlich ist. Die Originalfarben sind in den ersten beiden Mikrobilder zu sehen. Ich weiß, dass die Bestimmung von Anamorphen nicht einfach ist und ich selbst kann das, bis auf weinge Ausnahmen, gar nicht. Vielleicht kann mir aber trotzdem jemand weiterhelfen.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Ascofreunde,

    bei mir liegen wieder Becherlinge, bei denen ich mit der Bestimmung nicht weiterkomme. Ich habe das nicht mal selbst gefunden, war aber mit dabei, als sie mitgenommen wurden.

    Fundort war Wald- bzw. Wegrand / Böschung mit Mischwald dahinter. Mischwald = Buche, Eiche, Fichte und so übliche dazwischen. Mittelsachsen, also kein Kalk.

    Es könnte den Sporen und Paraphysen nach etwas aus der Gattung Aleuria sein. Die geläufige A. aulutaria könnte es natürlich sein, die kenne ich allerdings etwas anders. Aber man sollte nichts ausschließen.

    Hier im Forum habe ich diesen Beitrag gefunden:

    Das würde fast passen, allerdings sind die Sporen dafür etwas klein. Aber es gibt ja noch mehr Arten in dieser Gattung, wobei sich die Anzahl der Funde sehr in Grenzen hält. Mein Wissen dazu ist noch beschänkter.

    Meine Bitte wäre nun ob sich evtl. jemand der Sache annehmen könnte.

    Ein paar Maße habe ich noch:

    Asci: 221,27 x 10,85 / 245,47 x 10,14

    Sporen (ohne Ornament) 13,21x 6,78 / 13,78 x 7,27 / 13,78 x 41

    Ich weiß, dass man zu einer Bestimmung viel mehr Sporen messen muss, aber größere habe ich nicht gefunden.

    Viele Grüße

    Heidrun



    Hallo Nobi,

    dann muss es T. spec bleiben. Bessere Bilder krieg ich nicht hin und ich habe auch keinen Becher mehr. Ich hatte das eher zufällig entdeckt und sehr wenig sSubstrat mitgenommen. Aber immerhin hab ich wieder was gelernt.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo noch mal,

    bei der Trichophaea hat sich doch noch was getan und ich konnte mir die Sporen in BWB anschauen. Für mich schaut es wie Tröpfchen aus. Ich hatte schon vorher ein Präparat in KOH gemacht, das sah genausso aus. Das hatte ich aber leider nicht fotografiert.

    Allerdings würde ich doch gern wissen, was die Experten dazu sagen.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo,

    danke, hab ich mir angeschaut. P. convexella ist ja wohl das Synonym für Pulvinula constellatio?

    Von den anderen gibt es nur nur unreife Fruchkörper. Da ich das ganze mit Substrat mitgenommen habe, versuche ich mal, ob es in einer Dose (in Vitro?) noch was wird. Ich melde mich dann wieder.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Nobi,

    ich habe das auch als Pulvinula constellatio abgelegt (Beleg aufgehoben)

    Im Netz habe ich das hier gefunden und mir runter geladen:

    https://www.jstor.org/stable/41753108

    Ist wahrscheinlich nicht ganz der Weisheit letzter Schluss, aber bevor ich gar nichts hatte....

    So konnte ich mir wenigstes einen Überblick verschaffen, was es mit der Gattung auf sich hat.

    Mit dem zweiten hast Du sicher recht, da kann ich allerdings nichts dran machen. Es gibt nur den einen und der ist noch sehr jung. Aber gut zu wissen, was es so alles gibt

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Asco-Freunde,


    ich habe im Thüringer Schiefergebirge kleine, sehr farbenfreudige Becherlinge gefunden. Das Orange ist nur an der Oberfläche, im Schnitt ist das Fleisch weiß. Leider habe ich so gar keine Idee, was das sein könnte. Zuerst dachte ja an eine Scutellinia, aber bei dem Fund sind so gar keine Haare / Borsten am Außenrand. Sie wuchsen am Waldrand (Fichte und typische Waldrand-Laubbäume wie Birke, Hasel und anderes direkt auf der Erde / Schiefersplitt.


    Die Fruchtkörper sind ca bis im Durchmesser und wachsen büschelig. Die Sporen sind rund und warzig (oder sind es Öltropfen?). Maße: 3,98 x 13,54 / 14,66 x 13,17 / 14,83 x 14,12


    Asci sind ca. 231,18 lang und 23,5 breit. Der Inhalt der Paraphysen wird in KOH rötlich und die Sporen gelb.


    Auf dem Foto sind noch andere Becherchen, die wahrscheinliche noch zu jung sind, um etwas damit anfangen zu können.


    Ich würden mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.


    Auch hoffe ich, das mit den Fotos etwas anzufangen ist.


    Viele Grüße


    Heidrun

    Hallo Stefan,

    danke! Kultivieren werde ich das nicht, aber ich heb die Belege auf. Das nur M. laxa die Zweige befällt habe ich bei den Schweizer Pflanzenkrankheiten gefunden. Allerdings wird das bei der anderen Art nicht generell ausgeschlossen.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Pilzfreunde,

    Heute brauche ich mal Hilfe bei einem Pilz ganz anderer Art. Ich bin auch gar nicht begeistert über den Fund; es betrifft nämlich unseren eigenen Sauerkirschbaum.

    Die Zweige sind, nachdem Blätter und Blüten da waren, einfach verdorrt, und an den Stielen und Fruchtansätzen zeigt sich grauer Belag. Unter dem Mikroskop waren auch die für eine Monilinia typischen zitronenförmigen Sporen zu sehen. Die Maße dazu sind bei den Bildern.

    Ich bin da auf M. laxa, auch Zweigdürre genannt, gekommen. Das würde auch mit dem Wirt hinkommen. Die Sporenmaße würden ebenfalls passen. Bevor ich das so ablege, möchte ich doch noch andere Meinungen dazu hören bzw. lesen. Kartiert ist diese Art sehr wenig.

    Einen Tag später sah ich an unserem Nachbargrundstück an Japanischer Zierquitte (Chaenomeles japonica) auch wieder dürre Zweige mit dem gleichen Belag. Auch dort würden die Sporenmaße wieder zu M. laxa passen. An Quitte soll aber auch Monilinia fructigena vorkommen. Diese solle etwas größere Spren haben und mehr orange sein. Gesehen habe ich sie noch nicht, so dass ich keinen Vergleich habe. Im Netz fand ich aber den Hinweis, dass Monilinia an Obstbäumen / -Sträuchern immer eine Fruchtfäule ist und dass nur M. laxa die dürren Zweige verursacht.

    Dann müsste das auf der Zierquitte ebenfalls Monilinia laxa sein, oder?


    PS: Wenn das Thema nicht hierhin gehört kann es gern verschoben werden.


    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Carolin.

    Das letzte Bild zeigt Caloria neglecta, das Orangefarbene Brennnesselbecherchen. Das findet man um diese Zeit in fast in jedem vorjährigen Brennnesselbestand.

    Das Ästchen auf dem ersten Bild sieht aus wie Lärche. Da gibt es zwei ähnliche Becherchen: Lachnellula willkommii (Lärchen-Krebsbecherchen) und Lachnellula occidentalis (Lärchen-Becherchen).

    Das zweite sieht aus wie irgendeine Mollisia.

    Bei den anderen habe ich keine Idee, da braucht man das Substrat und ein Mikroskop.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Pyrenofreunde.

    Am Wochenende war unsere Dresdener Gruppe mal wieder unterwegs und nun ist immer noch Auswertung angesagt.

    Unter anderem gab es auch kleine Pyrenomyceten, mit denen ich nicht weiter komme. Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich hoffe auch, dass man mit den Fotos was anfangen kann.

    Es sind kleine, schwarze Kugeln auf dem Holz. Sie bilden zwar Gruppen, stehen aber einzeln, d.h. die sind nicht miteinander verwachsen.

    Substrat ist Laubholz, mehr kann ich nicht sagen.

    Die Fruchtkörper ähneln einer Rosellinia, vielleicht ist es auch eine. Aber ich will keine Schüsse ins Blaue abgeben

    Die Perithecien haben einen Duchmesser von ca. 1 mm und spitze Ostiolen mit einem Hof.

    Die Asci sind acht-sporig. Einen konnte ich messen (184,25 µm).

    Die Sporen sind einseitig etwas abgeflacht. Das ist nicht immer deutlich zu sehen. Jung sind sie mit ein bis zwei Tropfen, später sind sie dunkel.

    Maße:

    20,34 x 8,36 / 20,41 x 7,25 / 22,45 x 8,27 / 20,31 x 7,39 / 20,20 x 8,68 (alles in µm)

    Keine Farbreaktion in KOH.

    Viele Grüße

    Heidrun

    pilzforum.eu/attachment/470258/

    Wir hatten auf den Brandstellen spezielle Becherlinge, die nur auf diesen vorkommen. U.a zwei Arten Anthracobia. Es gab dort aber auch ganz "gewöhnliche" Arten. Interessant war es allemal und weitere Exkursionen sind geplant. Wir wollten schon im Januar gehen, aber ehe wir zu Potte kamen, war wieder Frost.

    Eine detaillierte Fundliste möchte ich hier nicht veröffentlichen, weil das Projekt noch läuft.Aber ein paar Bilder kann ich mal liefern. Da kann man auch sehen, wie schnell die Natur wieder zum zum Leben erwacht.


    Zu den Weißtannenbeständen möchte ich noch was hinzufügen: Es ist nicht von ungefähr, dass da noch welche da sind. Die meisten (nicht alle) sind an schwer zugänglichen Stellen. Da braucht man schon eine Bergsteigerausrüstung, um dahin zu kommen.

    Kleiner brauner Pilz - Naucoria?



    Liebe Pilzfreunde,


    in einem bachbegleitenden Wald fand ich heute etwas, was ich auf den ersten Blick für eine Naucoria hielt. Das Pilzchen ist sehr klein: Hutdurchmesser ca 5 mm, Gesamtlänge ca. 3 cm, Der Hut ist gerieft, hygrophan und hat einen kleinen, spitzen Buckel. Frisch war der Hut braun, wie man es von dieser Gattung kennt. Beim Liegen wird der bald heller. Die Lamellen sind etwas durchmischt und sind ausgebuchtet. Der Stile ist oben hell ocker und wird zur Basis zu rotbraun. Er ist weißlich überfasert. Leider fand ich nur ein Exemplar.

    würden auch dazu passen.

    Sie messen 10,3 x 5,19 / 11,38 x 5,68 / 11,55 x 5,38 (µm). Die Basidien sind meiner Meinung nach zweisporig.

    Cheilozystiden sind auch vorhanden und die passen so gar nicht ins Schema. Kristalline Enden kenne ich von dieser Gattung nicht! Die Zystiden messen 53,26 x 16,56 / 46,94 x 14,44 (µm). Den Schopf habe ich mit gemessen und die Breite ist in der dicksten Stelle.

    Vom Habitat her ist es Auwald / Mischwald mit Erlen, Eichen, Ahorn und Linde. Ein paar Fichten sind auch da.

    Vielleicht kann mir jemand weiter helfen. Ich würde mich freuen.

    Viele Grüße

    Heidrun


    Die Sporen (Foto)

    Hallo Nobi,

    danke für Deine Hilfe. Ich hatte die Antwort ganz vergessen.


    Inzwischen hat sich noch mehr getan.

    Es ist noch - meiner Meinung nach - Iodophanus carneus (Sporen 19,73 x 9,94 / 18.86 x 7,78 / 18,15 x 9,88) gekommen und einen Podospora. Die Podospora habe als Podospora pleiospora (Sporen 30,61 x 16,72 / 33,84 x, 18,77) gesehen, erstmal als Arbeitsname. Die Asci sind vielsporig, dass es mehr als 64 sind glaube ich nicht, so wie ich das gesehen haben

    Die Sporenmessungen sind natürlich in µm. und die Podospora waren schon sehr reif.

    Viele Grüße Heidrun