Beiträge von Heidrun

    Hallo,

    nun hat sich auf auf dem Dung etwas getan. Es ist was aufgegangen, was ich für Sordaria halte. Ich kenne bis jetzt nur S. fimicola, aber mir fehlen Vergeliche. Die Sporen messen 16,79 x 11,97 / 17,95 x 12,86 / 19,10 x 10,18 (µm), Asci 8-sporig.Die freien Sporen sind mit einer Gelschicht umgeben.

    Auf de nBildern sind noch andere Sporen zu sehen, die sicher zu einer Spororomiella gehören. Leider habe ich da noch keinen Fruchtkörper dazu gefunden. Die letzten beiden Bilder sind was anamorphes (Sporen 4,13 x 2,23). Sowas habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.

    Der Dung kann durchaus vom Muffelwild sein. Ein befreundeter Jäger hat mir bestätigt, dass es dort noch welche gibt.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Dass mein Löwenmaul einging stimmt. Es war ein sehr heftiger Befall. Allerdings waren die Pflanzen aus abgeworfenem Samen aufgegangen und hatten in ersten Jahr "normalen" Befall. Erst im zweiten Jahr war der Rost so heftig, dass es die Pflanzen (alle!) nicht mehr richtig blühten und die Blätter hängen ließen. Ich habe die dann alle entsorgt.

    Seitdem habe ich das nie wieder gehabt. Allerdings sind auch keine mehr aus Samen aufgegangen, sondern ich habe jedes Jahr neue Pflänzchen gekauft.

    Dafür habe ich jetzt Rost an Bibernelle, auch Kleiner Wiesenknopf genannt. (Sanguisorba minor)

    Viele Grüße

    Heidrun

    Lieber Nobi,

    von Muffelwild in der Gegend habe ich zwar mal was gehört, aber ob da noch welche sind, weiß ich auch nicht. Ich kann aber demnächst jemanden fragen.

    Schaf möchte ich nicht ausschließen, wobei es mir doch etwas unwahrscheinlich erscheint. Der erste Fund war im Wald mit viel herum liegenden Totholz und das andere am Waldrand direkt neben einem Gerstenfeld. Vielleicht sind doch Schafe dort gewesen.

    Ich habe das Zeug erstmal in feuchte Dosen gepackt.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Pilzfreunde,

    gestern war unsere Dresdener Gruppe im Osterzgebirge unterwegs und ich fand u.a. auch etwas, was ein Tier hinterlassen hat.

    Leider kann ich es nicht so richtig zuordnen. Reh schließe ich zwar nicht ganz aus, aber ich kenne das anders.

    Damhirsch wurde zwar genannt, aber die sind ja wohl eher in tieferen Lagen und nicht im Gebirge. Könnte das vom Rothirsch sein? Mir fehlt da jegliche Erfahrung. Möglicherweise sind es auch verschiedene Sachen.

    Über Eure Hilfe würde ich mich freuen.

    Viele Grüße

    Heidrun





    Hallo Nobi,

    erstmal bitte ich um Entschuldigung, das ich erst heute antworte. Ich war einige Zeit nicht im Forum.

    Danke für den Hinweis zur Sektion Sacobolus. Mir war nicht ganz klar, wie sich die beiden Sektionen von einander unterscheiden. Das mit der gelben Farbe und der Sporenanordnung (wobei ich selbst da keinen großen Unterschied sehe - da muss man sicher etwas geübter sein) war mir nicht so bewusst.

    Wo kann ich etwas über van Brummelens Schema finden? Ich habe zwar schon im Netz gesucht, aber mit dem, was ich dazu gefunden habe, kann ich nichts anfangen.

    Viele Grüße

    Heidrun



    Hallo Felli,

    danke, das kommt hin. Ich habe sogar einen Schlüssel für die Gattung gefunden.

    Mich haben nur die ganz schwarzen Fruchkörper etwas irritiert, aber wenn man die abmacht, dann sieht man auch die Farbe drunter. Unreife, helle habe ich inzwischen auch gefunden.

    Viele Gräüße

    Heidrun

    Hallo Philipp,

    mikroskopisch könnte es wohl sein. Allerdings kenne ich die nicht so dunkel, sondern makroskopisch mehr wie Ascobolus aussehend. Die violette Farbe täuscht etwas, meine Software zeigt nicht so die richtige Farbe (Wie das hinkriege, hab ich noch nicht rausgefunden). Deshalb auch das andere Foto. Lila Töne sind da zwar auch da, aber nicht so ausgeprägt.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Copro-Freunde

    Es gibt immer wieder was Neues auf Dung zu entdecken, auch wenn der Fundort regelmäßig aufgesucht wird (Ich wohne neben einer Pferdeweide).

    Diesmal sind es kleine, schwarze Halbkugeln mit einem Durchmesser von ca. 0,5 mm, der ganze Pferdapfel ist voll damit. Sie sind nach ca. einer Woche in der Schachtel gekommen.

    Einer Art zuordnen kann ich das so gar nicht und ich hoffe mal wieder auf Hilfe.

    Der Durchmesser der Pilzchen beträgt ca 0,5 mm und die Oberfläche ist nicht glatt, sondern eher samtig. Haare sind aber keine zu sehen.

    Die Asci sind 8 sporig und messen 72,79 x 15,57 / 80,09 x 15,23 / 76,21 x 13,11. Die Breite ist an der dicksten Stelle gemessen.

    Die Sporen selbst sind 11,72 x 5,09 / 13,83 x 5,17 / 11,42 x 4,67 (im Ascus gemessen) Und 14,68 x 5,25 / 13,53 x 5,87 (aUßerhalb). Sie bleiben auch außerhalb des Ascus lange zusammen kleben (?) Diese „Haufen2 messen 28,8 x 9,29 / 30,05 x 9,71 / 30,53 x 10,59

    Alles in µm.

    Das erste Mikrobild zeigt die Originalfarbe.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Uwe,

    Schöne Bilder!

    Wenn ich mir die Artliste anschaue, dann weiß ich, dass es noch viel zu lernen gibt.

    Nächstes Jahr werde ich dabei sein. Ich habe es mir zumindest vorgenommen. Es ist halt sehr weit weg.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Nobi,

    danke! Ja, es sind Becherlinge. Die Gattung war mir bisher unbekannt. Da habe ich wieder was gelernt. Auch dass bei coprophilen Ascomyceten kein Jod dran gemacht wird, wusste ich bisher nicht. Dann mache ich es auch nicht mehr. Vielleicht bekomme ich von der letzteren Art noch ein paar bessere Bilder hin. Die brauchen meiner Meinung nach sehr lange, bis sich was Reifes zeigt.

    Hast Du dazu einen Schlüssel?

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo zusammen,

    nach vier Wochen in der feuchten Kammern sind auf Rehdung zwei Sachen gekommen, die ich nicht kenne.


    Das Erste sind kleine, gipsweiße Kugeln (< 1 mm) die in Scharen auf dem Dung kommen.

    Die Asci messen 101,59 x 26,23 / 90,58 x 24,20 / 83,00 x23,46. Als bisererat würde ich das nicht bezeichenen, die Sporen liegen sehr durcheinander, manchmal fast dreifach. Sie messen 10,46 x 6,74 / 11,18 x 7,60 / 11,34 x 6,14 / 11,18 x 6,78 (alles in µm)

    In Lugol werden manche Ascus-Spitzen orange, aber nicht alle.


    Die anderen sind auch kugelig (Das Foto ist nicht ganz scharf) und etwas größer. Sie sind etwas glasig und nicht ganz so weiß, eher etwas in beige.

    Die Lugol-Reaktion ist blau und die Asci messen 114,73 x 13,62 / 123,91 x 15,83. Die Sporen liegen unisereat und messen 17,48 x 9,86 / 17,13 x 9,72 (µm). Kopfige Paraphysen habe ich auch gesehen.

    Diese Pilze kamen auf dem selben Dung wie die o.g., aber wesentlich weniger.


    Bei beiden Funden habe ich nicht mal eine Ahnung, was für eine Gattung das sein könnte und würde mich über Hilfe sehr freuen.

    Viele Grüße

    Heidrun

    hier sind die Fotos:

    Hallo Nobi,

    vielen Dank! Da habe ich wieder was gelernt.

    Die Kugeln, die ich gefunden habe, hatten tatsächlich keinen Hals.


    PS. Das Seminar in Hornberg, auf das Du aufmerksam gemacht hast, klingt sehr interessant, aber leider passt es jetzt nicht. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder eins gibt. Aber es ist auch so elend weit weg.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Danke!!

    Diese Gattung kannte ich bis jetzt nicht. In meiner Unkenntnis hatte ich tatsächlich gedacht, mit Preussia ist ein Schlüssel gemeint und ich bezog mich vorhin den Schlüssel zu Spororomiella.

    Wie kann ich die beiden Gattungen voneinander unterscheiden und gibt es zu Preussi airgendwo einen Schlüssel?

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Rada,

    normalerweise schaue ich selbst gern nach, aber Preussia sagt mir nichts, ich habe den Schlüssel Ahmed / Cain. Deshalb wäre schon eine Bestimmung gut.

    Eine überreife Melanospora kommt beim zweiten wohl in Frage (da habe ich jetzt nachgeschaut). Aber bis jetzt hatte ich nur den einen Fruchkörper, der hatte auch die Form nicht mehr. Vielleicht kommt da noch was. Der Dung ist allerdings schon etwas hinüber.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo zusammen,Auf Rehdung habe ich eine Spororomiella gefunden, die ich so gar nicht einordnen kann.

    Die winzigen schwarzen Fruchtkörper sind nicht behaart.

    Mein Fund gehört zu den kleinsporigen, vierzelligen Arten. Die Sporen sind mindestens biserat und nicht nicht größer als 30 µm. (23,63 x 4,14 / 24,23 x 4,55 / 25,49 x 4,12 / 28,25 x 5,60) Das ist alles im Ascus gemessen. Ganze Sporen außerhalb habe ich nicht gesehen, sie zerfallen wohl sehr schnell.

    Wenn ich richtig geschaut habe, sogar schon im Ascus. Die Zwischenräume der einzelnen Elemente sind gerade und die Enden abgerundet.

    Die Asci selbst sind lang ausgezogen (Andernfalls hätte ich an Sp. minima gedacht). Sie messen 102,17 – 110,28 x 14,77 – 15,61 (µm). Die „Stiele“ sind bis 42,77 µm lang und sehr schlank. Der Teil mit den Sporen ist dicker, so das das Ganze etwas ballon-artig aussieht.

    Die Keimspalten waren sehr schwer zu sehen und sind meiner Ansicht nach parallel, links, aber auch etwas mittig.

    Mit dem Schlüssel bin ich nicht weiter gekommen und ich würde mit über Eure Hilfe freuen


    Auch auf Rehdung, aber an einem andere Fundort kam nach ca drei Wochen etwas mir Unbekanntes, was ich so noch nicht gesehen habe.

    Etwas anamorphes (nehme ich jedenfalls an) mit kleinen, schwarzen Fruchtkörpern. Bei dem geringen Kontrast gibt meine Technik leider kein Makrofoto her.

    Die Sporen messen 15,95 x 8,45 / 13,59 x 8.99 / 15,22 x 6,91 / 15,96 x 8,84 / 15,91 x 9,31 (µm)


    Fotos dazu sind nach der Spororomiella.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Felli,

    mit Hilfe von Ellis & Ellis habe ich es nun doch noch hin bekommen. Es sollte Valsa ambiens sein. Das kann lt. deren Angaben auch auf Birke wachsen. Mit dem "Handbook of Pyenomycetes" habe ich auch verglichen.

    Viele Grüße

    Heidrun

    Liebe Pyrenofreunde,

    einen Fund auf einem Birkenzweit kann ich mal wieder nicht zuordnen. Makroskopisch könnte man etwas an Melanconis stilbostoma denken. Die unseptierten Sporen passen allerdings so gar nicht dazu, es ist also was ganz anderes. Sie sind leicht gebogen und sehr schmal. Maße: 15,81 x 3,04 / 14,31 x 3,86 / 15,95 x 3,48 (µm)..

    Die Asci messen 63,39 x 9,25 / 63,9 x 9,31 (µm) und sind bisererat. Die Jodreaktion ist negativ. Wenn ich richtig gesehen habe, ist ein Apikalring vorhanden. Vielleicht kann mir jemand weiter helfen?

    Viele Grüße

    Heidrun

    Hallo Felli,

    Hallo Nobi,

    lebende Sporen habe ich jetzt tatsächlich noch gefunden und ich finde, das kommt der Sache schon näher.

    Mit Splanchnonema loricatum habe ich es auch verglichen. Eine helle Basissepte war nicht da und wenn man die Sporen vergleicht, dann sind diese bei letzterer Art an einem Ende auch breiter. Es gibt wohl nicht viel Vergleichsmöglichkeiten. Ich habe das "Handbbok of Acomyceta" vom Björn zu Rate gezogen, im Netz war da wenig zu finden. Somit bin ich wieder bei A. macrospora. Die andere Art ist mit 21 Funden aber auch nicht gerade häufig. Die heutigen Präparate sind in Lugol.

    Viele Grüße

    Heidrun