Hallo Christoph,
ich muss Dir hier leider widersprechen.
Ich halte makroskopisch die auf Bild 11 deutlich erkennbaren eingewachsenen dunkleren Huthautfaserchen auf silbergrauem Grund für ausschlaggebend. Diesen Aspekt kenne ich so von fuscoroseus, gerade auch in diesem relativ jungen Stadium, nicht, es ist überhaupt das beste Unterscheidungsmerkmal beider Arten im Feld.
Der Fruchtkörper ist auch mit diesen rötlichbraunen (aber nicht wirklich altrosa oder kirschroten) Hutpartien (echte Druckstellen, nicht etwa eine durch Wischen freigelegte Subkutis) gar nicht mal einigermaßen untypisch für fechtneri. Insofern muss ich Oehrling vorbehaltlos beipflichten, wenn er hier zu dieser Art tendiert.
Es muss einem beim Abgleich mit Internetfotos, teilweise auch in einschlägiger Literatur, bewusst sein, dass hier auch jede Menge falsch bestimmte Fotos herumgeistern.
Grüße, Jürgen
P.S.: Bei roseogriseus ist das Ausmaß des Blauens, ebenso wie bei fechtneri, durchaus variabel und kann sich auch schon mal über die gesamte Schnittfläche des Hutfleischs erstrecken.
