Beiträge von naturgucker


    OK Chris,


    jetzt werfe ich noch Podospra pleiospora in den Ring. Deren Sporen sind etwas größer als die von Dir gemessenen, liegen aber noch so eben in der Toleranz.
    Wenn man jetzt noch wüsste, ob die Asci 16 oder 32 Sporen enthalten (pleiospora) oder 64 (myriaspora) könnte man so gut wie sicher sein.


    Vielen Dank, Ralf. Leider läßt sich da nicht allzu viel erkennen, aber wenn ich mir die geschwänzten Sporen bei dem Ascus angucke und dann überschlage wie viele von denen da reinpassen (in drei Dimensionen), denke ich, mit 32 hätten wir zu tief gegriffen. Mehr Asci und vor allem "bessere" gab's leider nicht.... hier noch ein Foto, damit ist dann auch schon Ende bei den Asci.


    Dummerweise sehe ich bei den unreifen Sporen auf Deinem Foto sowohl (scheinbar?) septierte, als auch unseptierte. Das bringt mich schon ins Wanken. Möglicherweise ist Deine Probe überaltert, wodurch eben diese teilweise Septierung, das Fehlen vitaler Asci und die kolabierten Pedicell und Caudae hinweisen.
    Auf Grund des transparenten Perithecium, der Sporenform, der Länge des Pedicells und hineininterpretierter Caudae könnte es sich bei Deinem Fund um Podospora myriaspora handeln. Dann müssten die Asci aber vielsporig sein.


    Wow, Ralf, da hast du heute nacht ja eine wahre Doktorarbeit hingelegt.
    Ja, es stimmt schon, es kommt ganz wesentlich darauf an, daß man schon in etwas weiß, worauf man achten muß.
    Ich hänge hier erst nochmak zwei Fotos an. Trotz der Septierungen bei manchen unreifen Sporen tendiere ich eher zu unseptiert, vielleicht entstehen die Septen erst später? Und die Asci scheinen mir deutlich vielsporig zu sein (gatte das Foto erst nicht mit eingestellt, weil es nichts allzu scharfes zeigt... siehe oben).
    Vielleicht kommen wir ja hier schon weiter.
    Soviel erstmal und danke nochmals
    Chris

    Hallo!


    Auf einem am 5.2. in Mecklenburg mitgenommenen Hasenkötel sind winzige Pilzlein gewachsen. Sie stecken tief im Kötel, sind undefinierbar durchsichtig-hellbräunlich gefärbt und gucken zumeist nur mit ihrem schwarzen Hals heraus. Die Sporen sind grün oder meistens dunkelbraun und haben manchmal gelatinöse "Schwänzchen"; daneben sieht man spermienartige Sporen, vielleicht sind das unreife?


    Von der Sporenlänge her scheintmir am ehesten Podospora communis passen, aber meine Sporenmmaße sind evtl etwas zu breit?


    Kommentare willkommen!


    Danke & Gruß Chris

    Hallo und guten Morgen.


    Gestern fand ich auf Rehkötel diese dünngestielten Pilzlein mit goldener Kugel obenauf (Bild 1 & 2). Ich dachte erst an Pilobolus, es fehlten mir aber die Sporen.


    Heute früh sind die dünnen Stiele zu langen Fäden gewachsen Bild 3), so daß ich denke, irgend einen Mucor vor mir zu haben. Auf dem auf einem knapp 50 µ breiten Stielchen sitzenden Köpfchen finde ich nun alles voll mit unregelmäßigen Sporen (Bild 4), Sporenmaße sehr unterschiedlich, um 6-9 x 4-7, mit Ausnahmen (Bild 5).


    Wer kann mir hierzu Erleuchtung geben? Danke!


    Chris

    Vielen Dank für deine Antwort, Nobi.
    Was mich halt irritiert: Ich habe ja nur einen einzigen Fruchtkörper unters Mikroskop gelegt, und der war nach den an der Basis breiten Haaren und großen Sporen eben ciliatus. Und DA DRINNEN bzw dazwischen finden sich, wie auf dem Foto zu sehen, schmälere Asci mit kleineren Sporen....
    Da ich nur einen einzigen FK genommen habe, würde ich nicht von zwei verschiedenen Arten ausgehen. Einzelne Sporen oder auch Sporengrüppchen verfliegen sich mal von einem Pilz auf einen anderen, aber ganze Asci?
    Insofern bleibt das für mich erst einmal unerklärlich....
    Gute Nacht für heute
    Chris

    Das mit den unterschiedlichen Sporen(maßen) ging mir nicht aus dem Kopf.
    Habe darum eben nochmal einen FK untersucht.
    Alles ciliatus - AUSSER diesen anderen, unter 20 µ kleinen anderen Sporen, die sich in geringerer Zahl auch dort befinden. Sehen auch etwas anders aus.
    Was ist das wohl?
    danke & Gruß
    Chris

    Bilder

    • 400x normale & kleine Sporen_tn.jpg

    Vielen Dank, Nobi.
    Immer ist alles viel komplexer als gedacht...
    Habe heute nochmal ein neues Präparat mit einem anderen Fructkörper gemacht. Was meine Sporenmaße angeht, gab es eine Überraschung: habe heute 18,3-23 x 12,6-13,8 gemessen.
    Die Haare sind im unteren Bereich bis 35 µ dick.
    Also insoweit klar ciliatus.


    Nun frage ich mich, habe ich mich gestern vermessen? Habe das Präparat nochmal rausgeholt, etwas Wasser dazu - die kleineren Maße stimmen.
    Kann das ein unreifer FK gewesen sein?
    Oder wachsen in einem Kötelhaufen zwei Arten nebeneinander?


    Immer gibt es mehr Fragen als Antworten...


    Danke und viele Grüße
    Chris

    Bilder

    • 200x Haare 375x35µ_tn.jpg
    • 1000x Spore 22x12 Maße_tn.jpg

    Hallo,


    den hier will ich eigentlich als Lasiobolus ciliati ablegen, aber da es ja auch noch einen cuniculi gibt, zu dem ich verwirrend unterschiedliche Sporenmaße finde, frage ich hier lieber nochmal nach. "Meine" Haare waren mindestens 360 µ lang, die Asci um 160 µ und die Sporen 15,7 - unter 20 µ. Ein paar kleinere (unreife?) gabs auch noch.


    Für ciliatus spräche für mich die gelbe Farbe und die überwiegend unsieriat angeordneten Sporen.


    Oder übersehe ich etwas?


    Danke und Gruß
    Chris

    Bilder

    • Lasiobolus 170218 Torfabbau Breesen (01)_tn.jpg
    • Lasiobolus 170218 Torfabbau Breesen (02)_tn.jpg
    • Lasiobolus 170218 Torfabbau Breesen (08)_tn.jpg
    • 100x Haare 360µ_tn.jpg
    • 200x Asci 160µ_tn.jpg
    • 400x Ascus 160µ_tn.jpg

    Uups, Stefan, auf keinen Fall wollte ich deine Kompetenz bezweifeln, eher umgekehrt, habe mich etwas unglücklich ausgedrückt. Daß Du damit wenigstens etwas anfangen kannst, indem du die Idee hattest, es könnte sich um Pyknidien o.ä. handeln, fand ich sehr aufschlußreich und wichtig.


    Da ich nun so schöne Sporen hatte, wollte ich die nach eigener vergeblicher Recherche nicht gleich als unbestimmbar wegwerfen. Werde die Bilder bis auf weiteres erstmal unter "indet. Anamorphe cf" ablegen.


    Also danke nochmal und schönen Sonntag
    Chris

    Vielen Dank, Stefan.
    Nein, sicher bin ich mir mit garnix, eben weil die Asci fehlten und der Sporenbrei alles an einer Stelle war. Vielleicht lag der Köttel friedlich da, und - schwups - ist da irgendwas was ganz anderes draufgeraten....
    Deine Antwort hilft mir schon, denn wenn auch du damit nix anfangen kannst, liegt es zumindest nicht nur an meiner Unbedarftheit...
    danke & Gruß
    Chris

    Hallo Dungpilzfreunde,


    heute habe ich mal einen vor ein paar Tagen gefundenen Hasenkötel unters Mikroskop gelegt. Fast alle der schwarzen Pilzlein waren leer, aber bei einem Quetschpräparat quollen an einer Stelle doch noch Sporen hervor, die ich aber nicht zuordnen kann. Asci fand ich keine verwertbaren. Sporen (0-)1-3 fach septiert, Sporenlänge je nach Anzahl der Septen 7,3 - 15,2 µ, in Melzer keine Reaktion.


    Guckt's euch gerne mal an, vielleicht kann ja jemand etwas damit anfangen.


    Danke und schöne Grüße ins Wochenende
    Chris

    Hallo.
    Auf Rehkötel, vorige Woche gesammelt, heute einen kleinen Krümel rausgepuhlt und folgendes gefunden:
    Sporen um 28-30 x 15-17, keine Keimspalte zu sehen, Gelhülle vorhanden, IKI negativ.
    Danach sollte es superba sein.
    Wieder was Neues gefunden, freu.... ! :-)
    Beste Grüße
    Chris

    Bilder

    • 400x_tn.jpg
    • 1000x (01) Masse_tn.jpg
    • 1000x (06)Lugol_tn.jpg
    • 1000x (07)Lugol_tn.jpg

    Hallo Ulla, ganz vielen Dank. Also war meine erste Vermutung doch richtig. Vor kurzem gab's hier eine Badhamia utricularis hängend an gelben Stielchen, da war es etwas einfacher...


    << ...Beim nächsten Badhamia-Fund solltest Du beim Mikroskopieren eventuell auch darauf achten ob die Sporen in Klümpchen zusammenhängen. >>


    Hab ich gemacht, und es fiel mir auf, daß die überhaupt nicht klumpten, sondern alle schön einzeln waren. Ich wußte allerdings nicht, daß das bestimmungsrelevant sein sollte.


    Also danke nochmal und besten Gruß
    Chris

    Hallo,


    hier kommt ein Schleimpilz aus Nordwestmecklenburg, am Wochenende gefunden an liegendem Laubholz. Jetzt im Winter denkt man bei so grauweißen Kügelchen vielleicht an Badhamia utricularis, aber dafür fehlen mir die gelben Stielchen. Badhamia panicea sollte ein weißes Plasmodium haben, vielleicht affinis? Oder bin ich komplett auf dem Holzweg? Sicher weiß hier jemand mehr...


    danke & Gruß Chris

    Guten Abend erstmal.
    Na ob man damit was anfangen kann?
    Liebe Dungpilzfreunde, auf Hasenkötel entdecke ich kleine schwarze Pilzchen, im Substrat eingesenkt, die aber mit ihrem Köpfchen bzw Stiel rausgucken, kaum größer als 1 mm.
    Schwierig herauszulösen, ohne verdaute Pflanzenteile mitzunehmen, ob viel quetschen oder wenig, es finden sich keine Asci, nur massenweise braune Sporen, manche davon mit hyalinem Anhängsel. Die allermeisten Sporen um 15-15,6 x 9-10 µ, ein paar wenige auch deutlich größer um 23-25 x 11-13,5 µ.
    Ich hätte vielleicht Hypocopra brefeldii erwartet, aber die Sporengröße stimmt überhaupt nicht–¦ und keine Asci ist auch irgendwie dumm.
    Na nun habe ich das Pilzlein mikroskopiert, vielleicht hat ja jemand zumindest eine Idee–¦. Danke!
    Gruß von Chris


    Hallo Chris,


    das müßte Tomentella atramentaria sein, wenn deine Sporenmaße stimmen. Die Mikromerkmale passen und auf Erde wächst diese Art auch gern mal, was bei Mykorrhizapilzen ja nicht unnormal ist.


    Beste Grüße
    Frank


    Super, Frank, das paßt, vielen Dank !!!!!
    Meine heutigen Sporen waren 8,9-11,2 x 7,7-9,6 µm. Nochmal 2 Fotos anbei.
    Nochmal danke und ein schönes Wochenende
    Chris

    Bilder

    • FR-1000x (03)a-c_tn.jpg
    • FR-1000x (02) Masse_tn.jpg

    Liebe Myko-Freunde,
    mit dieser Tomentella komme ich nicht weiter, vielleicht ja hier noch jemand eine Idee?


    Gefunden letzte Woche in einer Kiesgrube in Mecklenburg, auf sandig-lehmigem Boden wachsend, Bezüge von oft mehr als Dezimetergröße, aus Distanz grau-rotbraun bis schwärzlich wirkend, bei näherem Hinsehen mit filziger Oberfläche. Wachstum meist an senkrechten Stellen, also vertikal.


    An den Septen oft mit Schnallen, etliche blasig-keulige Elemente, Basidien zylindrisch bis ausgebuchtet und 4-sporig, Sporen irregulär rundlich mit dicken Knubbeln, 9-11(-13) x 8-10 µm. Keine erkennbare Reaktion in KOH.


    Erster Gedanke war Tomentella terrestris, die soll aber kleinere Sporen haben.


    Für weitere Erleuchtung wäre ich dankbar.
    Gruß von Chris

    Bilder

    • 161126 Pinnower Kiesgrube (125)_tn.jpg
    • 161126 Pinnower Kiesgrube (145)_tn.jpg
    • 161126 Pinnower Kiesgrube (146)_tn.jpg
    • PB261179_tn.jpg
    • PB261181_tn.jpg
    • Tag 2 - 1000x (02) beschriftet_tn.jpg
    • KOH 1000x Basidie hellbraun mit Maßstab_tn.jpg
    • KOH 1000x Sporen_tn.jpg
    • Sporen 1000x (06)det Maße_tn.jpg
    • KOH 1000x Masse_tn.jpg

    Danke, liebe Pilzfreunde, für euer Lob und die aufmunternden Kommentare.
    Es freut mich sehr, daß ich auch als Nicht-Nur-Pilzler einen Platz bei euch habe.


    @ Thomas / Bergwald: Ja, die Maurische Landschildkröte (Testudo graeca) lebt dort in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet. Man findet sie allerdings nicht häufig.


    Beste Grüße und nochmal danke von Chris

    Hallo.
    Wer Lust hat, kann hier mal in meinem Bulgarien-Fotobuch blättern.
    Manche Bläulinge, Erebien und andere fand ich gar nicht so einfach. Sollte jemand Fehler entdecken, gerne her damit.
    Ansonsten - viel Spaß beim Blättern:
    [font="Calibri"]
    https://as.photoprintit.com/we…b1e8df3a31102c7a55b8201bd

    Grüße von Chris
    [/font]

    PS Sorry, bin im falschen Forum gelandet.... na vielleicht hat ja jemand trotzdem Spaß daran und ich werde nicht gleich rausgeschmissen.. ;-)

    Hallo und guten Abend.
    Sonntag, den 16.10.2016 in einem Buchenwaldabschnitt in Mecklenburg in kleiner Gruppe auf bzw bei Totholz wachsend.
    Makroskopisch könnte Simocybe centunculus passen:
    Hutdurchmesser bis 28 mm, Hut am Rand etwas blasser und gerieft.
    Stiel fein weiß behaart.
    Lamellen mit heller gezähnelten Schneiden.
    ABER weniger passen die Mikromerkmale:
    Sporen -10 manuelle Messungen: 7-8,5 x 5-5,5 (Durchschnitt: 7,8 x 5,1), 15 Messungen mit Computer-Messprogramm: 7,7-10,0 x 4,7-5,3 (Durchschnitt: 8,4 x 5,0)
    Für Simocybe centuculus finde ich folgende Sporenmaße:
    Collins = 5-7 x 4-5. Internet: MushroomExpert = 6-8 x 4-5. Bon = 6-8 x 4,5-5,5
    Besser passen würde Simocybe sumptuosa: Collins = 7-9 x 4-5. Internet: Actafungorum.org = 7-10,5 x 4,5-5,5. Bon n.a.
    Fazit: Sporen passen gut zu sumptuosa, sind zu groß für centuculus.
    Auch die Cheilos passen nicht zu centunculus:centuculus soll keulig-flaschenförmig Cheilos haben, sumptuosa kopfige Zystiden.
    Ich füge mal ein paar Fotos an, auch von Sporen und Cheilos.
    Ich würde also eher bei S. sumptuosa landen, was meint ihr?
    Danke & Gruss Chris

    Tja, Pablo, vielen Dank erstmal.
    Die Mikromerkmale sind ja ganz gut für Pluteus dietrichii.
    So rechte Alternativen sind ja nicht in Sicht.
    Vielleicht ist der Pilz aufgrund von Trockenschäden im allzu trockenen September etwas untypisch ausgefallen...?
    Besten gruß & schönen Abend
    Chris

    Vielen Dank Pablo, den Gröger habe ich nicht.
    Nach dem "Blätterpliz-Prinzip" sehe ich, daß es nicht viele Pluteus-Arten mit passender Sporengröße gibt. Eine von den Sporen her passende Art, bei der man ebenfalls keine Zystiden an der Lamellenfläche findet, und die radialrissig aufreißende Hüte hat, wäre Pluteus diettrichii. Den werde ich mal mit Fragezeichen notieren.
    Schönen Abend noch
    Chris


    Hallo Pablo,
    an einen Dachpilz dachte ich schon wegen der Sporenpulverfarbe und dem Wuchsort.
    An der Lamellenschneide gab es kaum Zystiden, fast nur Basidien, ich hänge nochmal ein Foto an.
    Ein schöner HDS-Schnitt ist mir nicht geluingen, was ich gesehen habe waren eine Schicht liegender Zellen und ansonsten viele kugelige, auch da hänge ich zwei Fotos an.
    Gruss Chris

    ...habe ich heute diesen fotogenen Pilz gefunden - leider nur mit diesem einen Exemplar.
    Er wuchs in der Aalbekniederung / Schleswig-Holstein auf einem in Weidengebüsch feucht liegenden, schon ziemlich angemorschten Weiden(?)-Ast.
    Hutdurchmesser 25 mm.
    Stiel 28 mm lang, Durchmesser an der Basis 5 mm, an der Spitze 3 mm.
    Kein Geruch.
    Sporenpulver hell, aber nicht weiß, eher hellocker.
    Sporen glatt, rundlich bis unregelmäßig elliptisch, 6-8 x 7-10 µm, einzelne mit angedeutetem Keimporus.
    An der Lamellenschneide fett bauchige Cheilos (siehe Foto).
    Basidien oben um 9 µm breit, mit 4 bis zu 4 µm langen Sterigmen.
    Rest siehe Fotos.
    Sicher kennt hier jemand diesen Pilz - ganz vielen Dank vorab!
    Gruß Chris