Beiträge von naturgucker

    Hallo und guten Abend.


    Colbitzer Lindenwald, 1.11.2018. Leider (warum bloß?) habe ich nur dieses eine Foto gemacht....

    Wegen des relativ dicken, weißen Stieles tendiere ich hier zu Physarum globuliferum... Anmerkungen, Korrektur oder etwaige Bestätigung willkommen - danke!


    Hallo Matthias,


    danke sehr für deine Rückmeldung - das mit der Amyloidität hatte mich doch so gewurmt, daß ich heute nochmal in den Wald gegangen bin und habe tatsächlich noch zwei Pilzlein an der Stelle gefunden. Habe dann mal eine Lamellenschneide in Melzer gelegt... und siehe da, es zeigten sich gräulich gefärbte Sporen... siehe Foto.


    Also vielen Dank nochmal, Matthias und Karl, eine nichtmilchende Gruppe von Mycena galopus.... war mir neu, einen schönen Abend - Chris



    Hallo Matthias,


    interessante Frage - auf die Idee, das makroskopisch zu prüfen, bin ich noch nie gekommen, gibt es da einen Unterschied?


    Also unter zugabe von Melzers findet unter dem Mikroskop kein Farbwechsel der Sporen statt, weder zu braun/rot noch zu blau/grau. Es wird aber natürlich das ganze Gesichtsfeld gelb eingefärbt.


    Was schlußfolgerst du daraus?


    Beste Grüße von der Ostseeküste Chris

    Hallo Karl, vielen Dank für deine Antwort. Bei diesen kleinen Arten habe ich so meine feinmotorischen Probleme, HDS u.ä. sauber herauszuarbeiten. Das was ich von der Huthaut gesehen habe, wirkte auf mich ziemlich "kruschelig", ich würde hinter die Auswüchse mal einen Haken setzen.

    Dumm ist, daß ich keine Scheinwurzel habe - da hatte ich aber auch nicht drauf geachtet, die kann gut beim Entnehmen abgebrochen sein.

    In Literatur und internet finde ich zu manchen Merkmalen recht unterschiedliche Angaben, zB. hat der Schlüssel bei M. atropapillata von Horak (bei dem sie M. radicifera heißt) Sporen von 8,5-11 x 5,5-6,5 während die Sporen im Mycena-Band von Aronsen 8-13 x 6-9 µm haben, also in der Länge um 2 µ und in der Breite um 2,5 µ divergieren. Meine Sporen passen zu Aronsen (und zu 123pilze.de), aber nicht zu Horak. Die Cheilos werden in einem Beitrag auf Pilze, Pilzfotos, Pilz-Forum : www.pilzepilze.de als zylindrisch wellig bis pfriemförmig beschrieben, bei Aronsen als variabel in der Form, zylindrisch bis keulenförmig, niemals bauchig, apikal stumpf - da kann ich mir was aussuchen.


    Vorausgesetzt ich habe das undeutliche Gekruschel auf der Huthaut richtig als divertikulate Hyphen interpretiert, komme ich mit Horak zu radicifera, was ein Synonym zu atropapillata sein sollte. Aronsen kommt ohne die Huthauthyphen aus und kommt über die inamyloiden Sporen im mikroskopischen Schlüssel nach 4 Schritten zu atropapillata.


    Ich würde sie mal - mit kleinem Fragezeichen - so notieren.


    Danke und Gruß Chris

    Hallo und guten Abend.


    ich hab die Art noch nie gefunden, habe ich hier Mycena atropapillata erwischt?


    Heute zwischen Moosen auf Erde auf dem Wurzelteller eines umgestürzten Laubbaumes.


    Hüte 5-10 mm, braun, radial gefurcht, mit schwarzer Spitze.


    Lamellen angeheftet, weiß, mit gleichfarbigen Schneiden.


    Stiel bereift, an der Basis mit dichtem weißem Filz.


    Cheilos fast ein Band bildend, zylindrisch bis etwas unregelmäßig.


    Sporen inamyloid und mit 11-12,5 x 5,5 - 6,5 µ ziemlich groß.


    Danke fürs Angucken!


    freue mich auf Reaktionen - danke!


    Chris



    Bilder

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    Hallo Pablo,


    Danke vielmals!


    G. autumnalis wäre auch eine interessante Option, bei der viele Merkmale passen - allerdings sollen dort die Sporen (nach LUDWIG) in KOH strohgelb färben.

    Bei mir wurden sie in KOH dunkelbraun..... das paßt dann doch zu marginata.....


    Dank und Gruß, Chris


    PS

    Eigentlich vollte ich von Galerina die Finger lassen, ist jetzt schon die zweite diesen Herbst die ich angucke....

    Passen würde makro- und mikroskopisch Agrocybe praecox. Es gibt vereinelt Funddaten aus dem Herbst, bei Ludwig ist als Erscheinungszeit IV-VII (IX) angegeben.

    Mikroskopisch passt die Form der Sporen (mit KP!) und die Sporengröße (gemessen 8-9,5 x 5-5,7 µ),

    ebenso die Cheilozystiden (mäßig häufig, vielgestaltig, meist utriform, Größe gemessen mit 36-59 µ (mach Ludwig 35-65 µ).

    Etwas ungewöhnlich der Wuchsort und die Jahreszeit, aber was besseres fällt mir derzeit nicht ein.

    Oder könnte Galerina marginata so ausehen?

    Danke und Gruß Chris

    Bilder

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    Hallöle,


    seit gestern rätsele ich an diesem Pilzchen hier aus dem Leonorenwald (Mischwald in MV) herum. Hut beim "großen" 3,5 cm, glatt (ohne Velumreste o.ä.), fast ein wenig "fettig" aussehend (aber trocken), hygrophan.

    Den Ring finde ich markant, darauf dürfte braunes Sporenpulver sein. Wuchs im Moos auf liegendem Holz. Leider habe ich keine Idee, welche

    Gattung oder Art ich da vor mir habe, ich denke vielleicht an Agrocybe, aber jetzt Anfang Oktober und an einem solchen Wuchsort?

    Wenn ich eine Gattung hätte käme ich vielleicht weiter, aber vielleicht kennt ja hier jemand diesen Pilz auf Anhieb?


    danke sagt der Chris




    Auch wenn hier bereits bessere Fotos als meines von Lactarius trivialis, dem Nordischen Milchling, eingestellt wurden, so will ich doch nochmal auf diesen zurückkommen.

    Ich kannte diese Art bisher noch nicht persönlich. In den Tagen zuvor hatten andere Teilnehmer des F2-Kurses in Hornberg diesen Pilz bereits gefunden, aber ich hatte irgendwie Pech gehabt und war offenbar mehrfach blind daran vorbeigelaufen (naja, dafür hatte ich andere schöne Sachen, aber das gehört nicht hierher).

    Als nach der Exkursion am Bruchsee nun wieder fast alle Leute außer mir den Nordischen Milchling gesehen hatten, stahnd mein Entschluß fest: da muß ich nochmal hin, es sollte doch diesmal klappen!

    Das hat es dann auch.

    Ich bin ganz verzückt. ;-)

    Hier meine kleine Doku dazu - mit lieben Grüßen von Chris

    So, nach einem vollen (Arbeits-)Tag heute abend noch etwas Bestimmungsarbeit gemacht.

    Den hier hatte ich versprochen noch herauszufinden:

    Mycena purpureofusca (Lilaschneidiger Helmling), gefunden am 30.09.2018 bei der Exkursion im Obernkirchener Steinbruch auf liegendem Nadelholz. Die genauere Untersuchung erbrachte lilaschneidige Lamellen und unter dem Mikroskop an der Lamellenschneide ein steriles Band rundlicher, urtriformer bis subzylindirscher Cheilozystiden.

    Sollte also passen. Liebe Grüße!



    Bevor die ganzen Pilze hier reinsporen, von mir erstmal ein Foto der hübschen Raupe, die wir am Samstag am Thüster Berg gesehen haben: die Raupe der Grasglucke (Euthrix potatoria), einem Nachtschmetterling...



    Falls sich jemand fragt, warum ich mich hier "naturgucker" nenne: mich interessieren nicht nur Pilze (incl Flechten), sondern die Natur insgesamt, insbesondere auch Schmetterlinge/Nachtfalter, Vögel usw.

    Es hängt im Reich der Natur auf die eine oder andere Weise alles zusammen. Das macht die Artenvielfalt aus und die unterschiedlichen Strategien des Lebens....


    Liebe Grüße wieder aus Lübeck

    Chris

    Super Tipp, Norbert.

    Habe nochmal ein wenig mikroskopiert.

    Nach Vergleich mit LUDWIG scheint so ziemlich alles zu passen: makroskopisch die Abbildungen im Ludwig, der Ring, der Stiel, die Lamellen, mikroskopisch die Sporengröße, die 2-sporigen Basidien und die polymorphen, häufig kopfigen Zystiden. Der Wuchsort zwischen Moosen oder Pflanzenresten könnte auch passen.

    Werde noch etwas dranbleiben, aber so schaut das schonmal gut aus, danke!

    Chris


    Die Idee ist erstmal nachvollziehbar. Aber: Galerina paludosa soll an Sphagnum wachsen - diese hier wuchs aber an Ton (Sphagnum habe ich im Gebiet, wo die Pilze wuchsen, keines gesehen) und hzat größere Sporen (paludosa wird mit 9-12 µ angegeben, hier habe ich 12-14 µ gemessen).

    Insofern bin ich noch nicht so recht zufrieden...

    Hier zeige ich mal einen an Galerina erinnernden Pilz mit braunem Sporenpulver (12-14 x 7 µ), gefunden heute massenhaft (!!) in einem Norddeutschen Moor auf Ton-Boden.

    Sehr markant finde ich das Velum sowie die intensive Lamellenfarbe.

    Wer hat eine Idee, welcher Pilz das sein bzw. in welcher Gattung ich ihn finden könnte?

    Danke!


    Bilder

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    Liebe Dungpilzfreunde,

    diese Pyrenos wachsen auf Hasen-Köteln, die ich vor 4 Wochen im Breesener Moor / MV aufgesammelt hatte.

    Fruchtkörper halbeingesenkt, rundlich, oben mit "Flaschenhals".

    Sporen einzellig, uniseriat zu 8 im Ascus, der oben abgeflacht. KOH negativ.

    Sporen dunkelbraun bis fast schwarz, ein paar hellere (unreif?) mit feiner Granulierung, Maße 28-35 x 18-22 µ.

    Von den Mikromerkmalen her komme ich zu Sordaria macrospora. Da ich diese Art aber noch nie hatte, frage ich hier lieber mal nach.

    Danke!

    Und Grüße von Chris

    Bilder

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