Beiträge von Shroom!

    Zwar kein Pilz, aber ein Vorbote: Der Bärlauch ist jetzt auch bei mir an manchen Stellen in sammelbarer Größe zu finden.


    Erfahrungsgemäß kann man in den folgenden 20 bis 30 Tagen mit den ersten Verpeln und Morcheln rechnen.


    LG Christopher

    Mein bestes Habitat für Stockschwämmchen (großes, frisches Substrat) kann einmal im Monat fruchten, wenn die Bedingungen passen. Meistens gibt es zeitig nach üppigem Regen einen Schub. Den Startschuss nach der Winterpause geben in der Regel die ersten warmen Tage mit 15°C und darüber. Die ersten Stockschwämmchen gab es bei mir 2024 auch im März. Es sind aber nicht alle Habitate so vorhersehbar. Ich kenne auch viele, wo sie nur ein bis zweimal im Jahr fruchten. Viel Erfolg!


    LG Christopher

    Genau, Stoppeliger / Abgestutzter Drüsling. Kommt vorwiegend an Eichen vor. Diese aderige und leicht matte / stoppelige Optik ist ganz typisch bei der Art.

    Bei mir diesen Winter auch überaus häufig und mit großen Fruchtkörpern zu finden, wenn es gerade feucht ist. Besuche das Habitat mal direkt nach ergiebigen Regenfällen, dann sehen sie noch prächtiger aus.


    LG Christopher

    Ich merke mir jede Stelle wo es was zu Essen gibt 8o

    Austern sind leckerer, das stimmt. Aber Judasohren sind in Asia-Küche halt auch wichtig - und nebenbei noch ein guter Heil- und Vitalpilz. Finde die Konsistenz toll, aber da sind die Geschmäcker halt verschieden.


    Unweit von dem Austern-Habitat lag noch eine relativ frisch umgefallene Kirsche. Die dürfte dort auch liegen bleiben, da in dem Waldstück nichts gemacht wird. Habe mir mal erlaubt dort die Rinde etwas anzuritzen und ein paar überständige Austern darauf platziert. Bin gespannt, ob sich daran in den nächsten Jahren was tut.


    LG Christopher

    Hallo zusammen!


    Der Wetterausblick für Februar war in meiner Region schonmal nicht korrekt. Eigentlich sollte es trocken bleiben. Stattdessen ist seit gestern Dauerregen angesagt und das wird wohl auch noch bis Freitag anhalten. So war heute trotz Regen mal wieder eine Pilzrunde angesagt. Ich wollte noch an ein paar anderen Stellen um den Waldrand vom Hauswald laufen. Dort hat es immer wieder mal Holunderbüsche. Ziel waren natürlich die Judasohren.


    Wie es so oft ist, fand ich dann aber nicht das, wonach ich gesucht habe. Kein Judasohr weit und breit. Dafür stand ich plötzlich vor einem Baum, der von unten bis oben mit Austern eingehüllt war.


    Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht mehr damit gerechnet, nochmal welche zu finden. Entsprechend groß auch die Freude über den Fund. Für den Korb war auch noch einiges Brauchbares dran. Und von den Pilzfliegen wurde das Habitat auch verschont.


    Im weiteren Verlauf gab es dann noch einen Weiden-Stumpf zu sehen, den sich der Orange Seitling mit dem Samtfußrübling teilt. Wunderschöne Farbtupfer bei diesem grauen Wetter.


    Nachdem hier so schönes junges Wachstum zu sehen ist, wird die Wochenend-Pilztour wahrscheinlich wieder in Richtung Auwald gehen. Da lohnt sich das Sammeln der Samtfüße mehr.


    LG Christopher

    Ja, hier ist leider auch kein nennenswerter Niederschlag mehr angesagt. Wenn's so kommt, wird es dann wohl doch eine Durststrecke im Februar geben. Aber immerhin scheint es mit den Temperaturen langsam bergauf zu gehen. Das lässt dann für den März hoffen. Stichwort Morcheln.


    LG Christopher

    Getrocknet oder teilgetrocknet kann man die durchaus auch sammeln, sofern der Zustand gut ist. Die Judasohren können ja eintrocknen und anschließend bei Regen wieder aufleben und weiterwachsen.


    Meine Tour war heute nicht so ergiebig. Eine kleine Traube Samtfüße gab es an einer stehenden Buche. An einem liegenden Buchenstamm gab es ein paar noch feuchte Judasohren. Von Holunder nochmal eine Handvoll eingetrocknete. Der letzte Regen ist jetzt mittlerweile zu lange her.


    LG Christopher

    Ein Teil der vielen Judasohren von der letzten Runde hat sich heute in leckere gebratene Nudeln verwandelt. Zusätzlich kamen noch Samtfußrüblinge, Shiitake, und Abgestutzte Drüslinge mit rein. In der Sauce wurde Parasolsalz als MSG Ersatz genutzt (funktioniert super) und zwei Langstielige Knoblauchschwindlinge zum Aromatisieren kamen auch rein.


    Frisch gestärkt geht es jetzt auf die Suche nach neuen Habitaten. Mal schauen, ob es für einen neuen Thread reicht. :)


    LG Christopher

    Hey,


    ich habe letztes Jahr das Trocknen von Maipilzen getestet. Fazit: Vergiss es. Stinkt beim Trocknen wie Champignon und schmeckt am Ende auch ähnlich wie getrocknete Champignons. Also nicht, dass das schlecht wäre, aber mit Maipilz hat es dann nichts mehr zu tun.


    Besser ist es, sie zu vakuumieren und in den Froster zu legen. Wenn man sie dann kräftig durch die Pfanne schlüpfen lässt, sind die wie frisch.


    Ich esse sie einmal im Jahr, sozusagen als Begrüßung der Speisepilze im neuen Jahr und dann ist es gut

    Dass sie richtig gut schmecken, muss man sie wirklich kräftig braten. Die dürfen richtig braun werden. Erst dann sind sie wirklich gut. Ich gebe dann auch gerne noch etwas frischen gehackten Bärlauch und Giersch dazu.


    Was auch ziemlich fein ist, ist dieses italienische Rezept: https://www.falstaff.com/de/re…/penne-mit-prugnoli-sauce

    Gebe da ganz gerne auch noch einen Schluck Weißwein dazu.


    LG Christopher

    Du musst Areale finden, wo es viel Holunder hat (das ist bei mir bisher immer das Problem gewesen), idealerweise mit älterem Bestand. Wenn es dann noch ein etwas windgeschützter Standort ist, in dem sich die Feuchtigkeit fängt oder es häufiger neblig ist (Steinbrüche, Senken, Täler, an Flüssen) hast du praktisch eine Garantie dort welche zu finden.

    Üppiger Regen gefolgt von Frost ist bei der Suche auch hilfreich, dann trocknen die Fruchtkörper nicht so schnell aus und man hat mehr Zeit neue Habitate zu erschließen.


    Viel Glück!

    Ich suche jetzt seit bestimmt zwei Jahren nach üppigen Judasohr-Habitaten. Gefunden habe ich sie bisher spärlich idR. an Buchenholz und kaum an Holunder. Dass es jetzt mal mit zwei großartigen Habitaten an Holunder geklappt hat, ist den vielen Kilometern und der Hartnäckigkeit geschuldet. Und ich gehe ja wirklich viel in die Wälder. Zwei Touren sind bei mir pro Woche das Minimum.


    Also, nicht aufgeben, Kilometer machen, neue Gebiete erkunden und keine Angst vor Regen haben. ;)


    LG Christopher

    Farbe passt, Wuchsform passt, Lamellen laufen am Stiel herab - da spricht nichts gegen den Austernseitling. Typischer können junge Austern ja fast nicht aussehen.

    Natürlich keine Verzehrfreigabe. ;)


    LG Christopher

    Hallo in die Runde!


    Kleiner Anschlusspost aus dem Februar: noch geht's gut weiter.

    Habe einen alten Steinbruch entdeckt, der komplett mit alten, dicken Holunderbüschen zugewachsen ist. Da drin ist auch ein richtiges Paradies für die Judasohren.


    Das Habitat könnte durch die geschützte Lage auch ganzjährig eine gute Stelle sein. Da bin ich gespannt.


    LG Christopher

    Einen schönen Sonntag euch allen!


    Heute kann ich mal ein Update zu meinen Erfahrungen mit dem Gelbstieligen Muschelseitling von einem anderen Substrat liefern. Ich habe zuletzt welche an Birke gefunden.


    Zubereitet habe ich sie der Vergleichbarkeit halber identisch mit Teriyaki, Sweet Chili und Sesam. Resultat: Keine Spur von Herb / Bitter wahrnehmbar. Eventuell liegt das doch am Substrat. Geschmacklich richtig gut.

    Da ich gerade hier im Thema war aus aktuellem Anlass ein Update: Die Birke hat mittlerweile auch bitterliche Exemplare geliefert. Liegt also nicht am Substrat. Einfach eine Art der Varianz so scheint es mir. Denn das Alter der Fruchtkörper kann es auch nicht sein.


    Diesmal landeten sie als Topping auf gebratenen Nudeln mit Gemüse, Judasohren und Samtfüßen. Hat hervorragend gepasst.


    LG Christopher

    Spannender Fund. Ist halt eine extreme Wuchsanomalie. Kommt nicht so häufig vor, aber grundsätzlich kann sowas bei jeder Art mal passieren. 2023 habe ich mal einen Steinpilz gefunden, bei dem die Röhren oben mittig "ausgequollen" sind und die Unterseite fast vollständig mit der Huthaut bedeckt war. Die Ursachen für solche Phänomene können wohl vielfältig sein. Von externen Einflüssen über Gendefekte bis hin zu parasitierenden Pilzen ist da wohl alles möglich. Manche Arten wie z.B. Pfifferlinge und Täublinge sind anfälliger für Wuchsanomalien.


    LG Christopher

    Hallo zusammen!


    Bin heute zur Mittagspause in den Hauswald gelaufen - die letzte Pilzrunde im Januar. Der Drüslings-Wahnsinn der letzten Runde ist mittlerweile mangels Regen wieder abgeebbt. Hier und da findet man noch Fruchtkörper, sie trocknen aber schon deutlich an.


    Ein neues Habitat des Birkenporlings hat sich beim Streifzug durch ein bisher unbekanntes Areal entdecken lassen. Überraschenderweise scheinen sie dort frisch zu fruchten. Ich war bisher der Meinung, dass die Art nur im Herbst bis Spätherbst frische Fruchtkörper produziert. Diese hier müssen allerdings frisch sein - perfekter Zustand. Beim letzten Bild sieht man links einen Fruchtkörper aus dem Herbst. Dieser ist deutlich dunkler gefärbt und fleckig in der Porenschicht.


    Dann kam leider eine Durststrecke für den Rest des Streifzuges. Auf dem Heimweg hatte ich jedoch noch die Idee, mal durch die Schlehen-Hecke zu schlüpfen, welche den Weg zum Wald säumt. Schön dumm, dass ich das nicht längst mal gemacht habe. Dahinter versteckt sich tonnenweise Holunder. Und was findet man an Hollunder? Judasohren - in Massen!


    Und nicht nur das: An einem Holunder fanden sich sogar Austernseitlinge in gutem Zustand. Klein aber fein.


    Resultat: Eine Dose voll Judasohren (es blieb natürlich mehr als genug zurück) und ein kleiner Nachschub für die Austern im Froster.


    Nun bin ich mal echt gespannt, wie es hier im Februar weiter geht. Ist ja häufig der Pilz-ärmste Monat. Es soll allerdings erstmal feucht und kühl bleiben. Von daher bin ich optimistisch.


    Euch allen einen schönen restlichen Freitag und ein gutes (pilzreiches) Wochenende!

    Christopher

    Wäre toll, wenn du uns mit deinen Erfahrungen mit der Glucken-Zucht auf dem Laufenden halten könntest. Nach dem, was ich bisher gehört habe, soll die nicht ganz einfach sein in der Zucht. Außerdem soll sie gezüchtet anders schmecken als wild gewachsen.


    Stockschwämmchen und Austernseitling könntest du wahrscheinlich auch auf Nadelholzspänen züchten. Wild kommen sie dort ja auch gelegentlich vor.


    LG Christopher

    Natürlich erkennst du keine Ohrform bei seitlichem Ablichten eines aufgrund des Gewichtes flachgedrückten Fruchtkörpers. Wobei man beim ersten Bild die Ohrform eigentlich schon recht gut erahnen kann. Aber egal, ich habe sowohl Schmutzbecherling als auch Abgestutzten Drüsling schon gefunden, kann die Arten also durchaus auseinanderhalten.


    Und ich bleibe dabei, der Schmutzbecherling sieht völlig anders aus. Sowohl Form als auch Farbgebung und Textur der Unterseite (Abgestutzter Drüsling leicht glänzend-aderig, Schmutzbecherling eher matt mit rötlich-brauner Färbung im Alter), Anwuchsstelle (Abgestutzter Drüsling meist seitlich wie beim Judasohr, Schmutzbecherling meist zentriert) die von dir benannte Verfärbung und auch die bereits genannte Farbe der "Füllung". Schmutzbecherling ist auch meist eher rund und mit Vertiefung geformt, der Abgestutzte Drüsling tendiert meist zur Ohrform. Aber da gibt's tatsächlich viel Variabilität. Konsistenz ist finde ich beim Schmutzbecherling auch anders. Deutlich fester. Der Abgestutzte Drüsling ist weicher, gelee-artiger.


    Fast schon schade, dass der Schmutzbecherling bei mir relativ selten auftritt, sonst wäre ich mal extra losgezogen, um eine Fotoserie mit Gegenüberstellung zu machen. :)


    Edit: Uwe58 Ich kann keinerlei Ähnlichkeit zum Abgestutzten Drüsling erkennen. Anscheinend habe ich andere Augen oder ein anderes Hirn :D


    Schönen Abend dir

    Christopher