Beiträge von mik

    Hallo Wolfgang,


    so richtig typisch kam mir die Hutdeckschicht ja gerade auch nicht vor, siehe meine ursprüngliche Anfrage. Danke für die Hinweise und Erklärungen! (Ich habe gerade auch noch diese Zusammenfassung gefunden, die nach meinem Verständnis die Problematik ähnlich beschreibt.)


    Ich wollte morgen nochmal an der Fundstelle vorbeigehen, dann würde ich einen Fruchtkörper mitnehmen für einen Sporenabdruck und natürlich gerne auch ein Exsikkat. Gibt es irgendwas, das ich beim Trocknen beachten sollte? Den ganzen Fruchtkörper? Ein kleineres Stück vom Hut? Sonstige Hinweise?


    Vielen Dank,

    mik.

    Vielen Dank für die sehr hilfreichen Antworten! Die Sporenpulverfarbe war mir als Kennzeichen durchgerutscht, weil ja doch die meisten Riesenschirmlinge weißes Sporenpulver haben. Aber halt nur die meisten, danke Tricholomopsis für den Hinweis. Vielleicht kann ich die Farbe noch nachliefern. Auch wenn Macrolepiota rhodosperma auch so schon konsens zu sein scheint.

    mik.

    Hallo Forum,


    ich habe hier einen Riesenschirmling, bin mir bei der Artbestimmung aber unsicher. Ich schreibe im Folgenden mal meine Überlegungen dazu. Ich habe mir schon Einiges angesehen, was an Arten in Frage kommen könnte, bin mir aber unsicher bei der Einordnung bzw. "Gewichtung" der Merkmale. Wäre super, wenn Kundige mir da ein bisschen helfen könnten, möglichst nicht nur "Ist diese oder jene Art", sondern auch an welcher Stelle ich richtig liege oder wo ich falsch abgebogen bin...


    Vorneweg: Gefunden vor ein paar Tagen im nördlichen Niedersachsen in einem Laubmischwald. Nicht am Waldrand und auch nicht direkt am Weg. Der Ring ist klar verschiebbar, Riesenschirmlinge sollte also passen.


    (a) Den Gemeinen Riesenschirmling (Macrolepiota procera) würde ich ausschließen. Wuchsort und schächtige Erscheinung sprechen schon ein bisschen dagegen. Klar dagegen spricht nach meinem Verständnis das, wenn auch nur leichte, Röten der Stielrinde im Schnittbild, siehe Bild (5). Ist das bisschen Röten schon ausreichend? Weiterhin würde ich die Stieloberfäche (Bild 4) zwar als genattert interpretieren, aber viel feiner als ich das von M. procera kenne.


    (b) Safranschirmling würde ich ausschließen, weil nach meinem Verständnis nicht nur die Stielrinde, sondern auch das Fleisch röten müsste, was es nicht tut. Also scheidet die gesamte Gattung Chlorophyllum aus...


    (c) ...und ich lande bei Macrolepiota. Der Zitzen-Riesenschirmling (M. mastoidea) könnte ein Kandidat sein, oder vielleicht der Sternschuppige Riesenschirmling (M. rhodosperma). Aber eine ausgeprägte Zitze sehe ich auf Bild 1 eher nicht. Und eine ausgeprägte große und Sternförmige Schuppe? Naja... Leicht ablösbare Schuppen, ja, die gibt's, das würde zumindest halbwegs passen.


    Und dann lese ich noch über Eigenschaften und Ausprägungen des Rings, aber da komme ich mit den Beschreibungen/Unterscheidungen nicht wirklich zurecht.


    So, jetzt würde ich mich sehr über eure Kommentare und Hilfestellungen freuen. Danke!

    mik.


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    Vielen Dank für die Kommentare und Vorschläge. Ich war heute nochmal am Fundort, um die aufgekommen Fragen zu klären:

    1. Nein, keine Pappel weit und breit. Neben den bereits im ursprünglichen Post genannten Arten (Eiche, Buche, Ahorn, Fichte) stehen dort außerdem noch Ulme, Kirsche und Birke.

    2. Die Lamellen verfärben sich nicht auf Druck.


    Nach der Info, die ich im Internet finden konnte, scheint Gerhardtia borealis in der Tat ein plausibler Kandidat zu sein. Ich habe einen Sporenabdruck und ein Exsikkat gemacht, zur weiteren Klärung fehlt mir aber die Ausstattung und die Expertise. Falls jemand interessiert ist, bitte gerne Bescheid sagen.


    Danke nochmal an alle!

    mik.

    Hallo zusammen, ich würde mich über Vorschläge/Hilfe zu unten abgebildetem Fund freuen. Gefunden am Wegrand in einem Mischwald in Norddeutschland (Eichen, Buchen, Ahorn, Fichte,...). Zuerst dachte ich an Tellerlinge, aber auch die älteren Exemplare zeigten an den Lamellen keinen Rosastich. Und in der Tat, das Sporenpulver ist fast weiß, vielleicht mit einem ganz leicht cremefarbenen Stich. Sind das vielleicht doch Raslinge? Eigentlich habe ich den Büscheligen Rasling (Lyophyllum decastes) schon öfters gefunden, aber nie so schmächtig und nie so hellbraun. Würde mich sehr über Hinweise bzw. Vorschläge freuen!


    Geruch war nicht sehr auffällig, vielleicht ein bisschen mehlig, aber da bin ich unsicher in der Beurteilung. Die sonstigen Merkmale sollten sich auf den Bildern (trotz mittelmäßiger Bildqualität) halbwegs erkennen lassen. (Gegabelte Lamellen und Zwischenlamellen vorhanden, Lamellen ausgebuchtet angewachsen, Huthaut trocken.) Hier die Bilder:

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    Danke für die Hinweise! Zwei Fruchtkörper, beide ungefähr gleichen Alters, gab's an der Fundstelle. Aber ich komme dort öfters vorbei, vielleicht habe ich ja ein andermal mehr Glück und finde eine Kollektion.


    C. collocandoides hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm, das war ein sehr hilfreicher Tipp! Scheint ja ein bisschen "C. purpurascens ohne Nadelbäume" zu sein ;) Ich habe hier https://www.sciencedirect.com/…cle/pii/S1468164115000043 einen Schlüssel für die betreffenden Arten gefunden. "Usually in acidic oak woods" für C. collocandoides würde schon halbwegs zu meinem Fund passen, aber ohne Sporenmessung etc. wird es wohl bei Vermutungen bleiben.


    Wieder was gelernt, danke schön!

    Die Verfärbung ist an der Stelle entstanden, an der ich den Fruchtkörper angefasst habe, um ihn herauszudrehen. Ist es das, was Öhrling mit den "purpurnen Flecken" gemeint hat?


    Die Fundstelle war direkt unter einem Bergahorn, in der näheren Umgebung gab's außerdem Feldahorn, Esche, Eiche, Weide (die letzteren beiden nicht näher bestimmt). Nach Nadelbäumen habe ich explizit Ausschau gehalten, da waren keine im weiteren Umkreis.

    Hallo Oehrling,


    danke für die Rückmeldung. Wo und welcher Art genau müssten die purpurnen Flecken denn sein? Ich habe eine ganze Reihe von Artbeschreibungen durchgelesen, aber nichts Erhellendes dazu gefunden.


    Lugol oder Melzer habe ich leider (noch) nicht. Mir ist im Prinzip schon bewusst, dass Cortinarien ohne Chemie und Mikroskop schwierig ist. Aber manchmal geht ja trotzdem was.


    Hast du vielleicht noch konkretere Artenvorschläge, mit denen ich vergleichen könnte?


    Vielen Dank nochmal!

    mik.

    Hallo zusammen,


    ich habe gestern diesen Cortinarius gefunden, bei einem kleinen Baumbestand zwischen Wiesen im nördlichen Niedersachsen. Hutdurchmesser ca. 8cm, Lamellen ausgebuchtet angewachsen. Ein starker pilziger Geruch, den ich als angenehm würzig empfinde, wie von einem guten getrockneten Pilzpulver. Sporenpulver Kastanien- bis dunkelbraun, so wie man es von den verfärbten Lamellen in Bild 3 her erwarten würde. Das Fleisch ist beim Anschnitt hell mit einem Violettstich, wird dann innerhalb von ein paar Minuten etwas kräftiger lila, so wie auf Bild 4 zu sehen. Mein makroskopischer Bestimmungsversuch bringt mich zu Thaxterogaster purpurascens (auch: Cortinarius purpurascens), dem Purpurfleckendem Klumpfuß. Was mir nicht so gut zu passen scheint ist einerseits die trockene Huthaut (trotz zumindest halbwegs feuchter Witterung) sowie das völlige Fehlen von Nadelbäumen in der Umgebung des Fundorts. (In der Literaur finde ich Nadelwald und Nadelmischwald als Biotop angegeben.) Und ein bisschen auch die Tatsache, dass es in ganz Niedersachsen nur 4 Kartierungen gibt.


    Was meint ihr zu diesem Bestimmungsvorschlag? Geht ihr da mit? Oder habt ihr andere/bessere Vorschläge? Vielen Dank schon mal!


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    Hallo liebes Forum! Ja, ich weiß, Cortinarien auf Artebene sind schwierig, nochmal mehr für jemanden wie mich, der nicht mikroskopiert. Ich wäre trotzdem sehr interessiert an euren Kommentaren und Vorschlägen zu unten beschriebenen Funden. Meine Arbeitshypothese ist der Braunviolette Dickfuß (C. anomalus), aber ich bin mir nicht mal sicher, ob die Bilder ein und dieselbe oder zwei verschiedene Arten zeigen. Alle Bilder sind letztes Wochenende im Umkreis von 50m in einem Buchenwald im niedersächsischen Flachland aufgenommen.

    Der glimmerige Schimmer der Huthaut haben mich zu C. anomalus gebracht, Zwischenlamellen sind ebenfalls reichlich vorhanden, Geschmack mild. Geruch leicht eklig, aber nicht so schlimm, dass ich die Geschmacksprobe verweigert hätte.

    Verwirrt hat mich jetzt aber, dass die gefundenen Fruchtkörper entweder richtig dick und stämmig waren, wie auf den ersten 4 Bildern zu sehen:

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    Oder schmal und schlank, wie auf Bild 5-8:

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    "Zwischenstufen", also so mittelkräftige Fruchtkörper, waren nicht dabei.

    Seht ihr hier eine oder zwei Arten? Geht ihr bei C. anomalus mit? Was käme sonst in Frage? Vielen Dank schon mal im Voraus!

    mik.

    Hallo Chorknabe,

    In meinen Exkursionen erwähne ich den Dickblättrigen Schwärztäubling immer als Beispiel dafür, dass er gemäß der Täublingsregel (mild =essbar) essbar wäre, aber eben nicht lecker sei.

    ich nehme den gern als Beispiel, dass ihn manche für ungenießbar halten, und ich ihn recht lecker finde. So sind die Geschmäcker verschieden, aber das ist ja wunderbar so... :S

    Hallo Peter & Daniel,


    im Winkler/Keller (Pilze Mitteleuropas) steht bei Lactarius deterrimus als Vorkommen "vorwiegend bei Fichte", auf pilzwelten.de heißt es "Erscheinen im Nadel- und Mischwald mit Nadelholz, gern bei Fichte", was ich in beiden Fällen so interpretiere, dass die Anwesenheit von Fichte nicht zwingend ist. Nachweise werden dort nicht geführt, woher die Aussagen stammen, weiß ich also nicht. Vielleicht handelt es sich auch nur um unglückliche Formulierungen, bei mir hat es auf jeden Fall dazu geführt, dass ich für meinen Fund L. deterrimus als mögliche Art in Betracht gezogen habe, obwohl weit und breit keine Fichte vor Ort war.


    Gruß,

    mik.

    Hallo Jörg,

    vielen Dank, dieses "Teilen von Erfahrungswerten" ist genau die Art von Information, die ich an diesem Forum so schätze! Mir ist natürlich schon bewusst, dass nur manche Merkmale "streng", also wirklich immer, bei einer Art auftreten, andere dagegen eher Tendenzen sind und die Gesamtheit mehrerer Merkmale zur Bestimmung berücksichtigt werden muss. Aber wie man die verschiedenen Merkmale in Kombination dann gewichtet, dafür benötigt es doch einiges an Erfahrung. Wenn in der Literatur "nicht blauend" steht oder "bei Fichte", dann bleibt oft genug leider unklar, ob "streng nicht blauend" oder "tendenziell eher nicht blauend" gemeint ist, oder "streng bei Fichte" bzw. "meist bei Fichte". Und so ist es mir eben auch mit den Grübchen auf dem Stiel gegangen... (Ob der Fichtenreizker nun streng an Fichten gebunden ist, wie manche Quellen behaupten, oder meist bei Fichte, aber unter Umständen auch bei anderen Nadelbäumen auftritt, wie andere behaupten, hat sich für mich immer noch nicht geklärt.)

    Vielen Dank nochmal an alle, die sich an der Diskussion beteiligt haben!

    mik.

    Vielen Dank an Alle für die hilfreichen Kommentare!


    Zitat

    das ist keine Freigabe zum Verzehr sondern nur ein Test, wie sich der Pilz unter Hitzeeinwirkung verfärbt

    Danke, Claudia, das Gammelfleisch hatte ich gleich im Wald gelassen, ebenso den Raufuß und die Reizker. Aber jetzt weiß ich zumindest, wie ich im Zweifelsfall beim nächsten Fund vorgehen kann.


    Austernseitling: Danke, die Blauverfärbung von Leccinum cyaneobasileucum passt in der Tat gut zu meinem Fund. Den Stiel hätte ich mir idealerweise noch wolliger vorgestellt, aber vielleicht ist mein etwas älteres Exemplar da nicht mehr so typisch.


    Peter: Lactarius semisanguifluus hatte ich mir auch mal angeschaut, aber wegen der fehlenden Grübchen im Stiel verworfen. Können die nach deiner Erfahrung auch mal fehlen? Leider habe ich die Fruchtkörper nicht mitgenommen, um die Verfärbungen über längere Zeit zu beobachten. Nächstes Mal bin ich schlauer...


    Vielen Dank nochmal für alle eure Anmerkungen und Hinweise!

    mik.

    Liebes Forum,


    vermutlich 3 recht häufige Arten, die ich gefunden habe und hier kurz vorstellen möchte, aber ich bin über einige Details etwas verwirrt und verunsichert, würde mich daher über Kommentare zu meinen Bestimmungsversuchen freuen!


    (1) Diesen hier habe ich zunächst für einen Kuhröhrling (Suillus bovinus) gehalten, aber dann hat er doch recht deutlich geblaut, auch im Stielfleisch. Für einen Sandröhrling (S. variegatus) war er aber (an einem sonnigen Tag) doch ausgesprochen feucht-schmierig. Auch sehen mir die eckig-länglichen Röhrenöffnungen und der schmächtige Habitus insgesamt eher nach einer Kuh aus. Kennt ihr S. variegatus so schmächtig-schmierig? Oder kann S. bovinus doch mal so stark blauen?

    1a.

    1b.

    1c.


    (2) Diesen hier hätte ich als "normalen" Birkenpilz (Leccinum scabrum) verbucht, wäre da nicht dieser bläuliche Fleck im Stielfleisch. Darf der das? Oder deutet das doch auf eine der anderen Raufußröhrlingsarten hin? Das Foto 2a habe ich sehr kurz nach dem Anschnitt gemacht, farblich hat sich danach für mindestens 10 Minuten nichts mehr verändert.

    2a.

    2b.

    2c.

    2d.

    2e.


    (3) Und zum Abschluß ein Reizker. Grübchen kann ich am Stiel keine erkennen und lande damit beim Fichtenreizker (Lactarius deterrimus). Die Milch verfärbt sich später auch von orange zu weinrot, so wie es sein soll. Nur war weit und breit keine Fichte vor Ort, nur Kiefern mit ein paar eingestreuten Laubbäumen. Nun schreiben zumindest manche Quellen, dass L. deterrimus streng an Fichten gebunden ist. Ist der damit also raus? Wenn ja, welchen Reizker sehr ihr als Alternativkandidaten?

    3a.

    3b.

    3c.

    3d.

    3e.

    3f.


    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

    mik.

    Hallo Uwe,

    vielen Dank für die Rückmeldung!

    Zitat

    Ist das Velum unterhalb der Cortina mehr bräunlich oder Ockergelb?

    Also unterhalb der vom Sporenpulver zimtbraun gefärbten angedeuteten "Ringzone"? Da würde ich klar "ockergelb" sagen.

    Sporen mikroskopieren gehört leider noch nicht zu meinen Kompetenzen, da muss ich passen. Damit, dass Telamonien nicht leicht auf Artebene zu bestimmen sind, hatte ich schon gerechnet. Meine Hoffnung war, dass das reine (Buchen-)Laubwaldhabitat vielleicht so viele Arten ausschließt, dass sich was sagen lässt. Aber da war ich wohl zu optimistisch...

    Vielen Dank nochmal auf jeden Fall! Gruß,

    mik.

    Der folgende Fund lässt mich rätseln, und bei der Recherche komme ich nicht so recht weiter. Über Hilfestellung würde ich mich sehr freuen!


    Also, zum Fund: Ich hätte den bei den Gürtelfüßen eingeordnet. Habitat war ein Buchenwald im nördlichen Niedersachsen, kein Nadelbaum weit und breit. Schwacher, aber für meine Nase uncharakteristischer Geruch, milde Geschmacksprobe. Hutdurchmesser des größeren Exemplars ca. 10cm. Die Huthaut ist trocken und matt-samtig, daher würde ich farblich ähnlich aussehende Schleimkopfarten (C. varius, C. delibutus) ausschließen. Ein Buchen-Klumpfuß (C. anserinus) sollte es auch nicht sein, da fehlen die violetten Farben, insbesondere des Stielfleisches. Hier kommt die zugehörige Bildergalerie:

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    Welche Arten kämen hier denn möglicherweise noch in Frage? Für Vorschläge und Hinweise wäre ich sehr dankbar!

    Viele Grüße,

    mik.

    Hallo Claus,


    welche neue Aussage? Rot- und Schwarzverfärbung waren in meinem ersten Beitrag ebenso erwähnt wie die scharfe Geschmacksprobe. Tut mir leid, dass du offenbar verärgert bist, aber worüber genau eigentlich? Wenn du Vorschläge hast, wie ich meine Beiträge klarer formulieren oder strukturieren kann, damit Informationen nicht überlesen werden, dann bin für Tipps immer dankbar.


    Russula soriora schaue ich mir nochmal genauer an, danke auch an Thiemo für den Vorschlag. Den kleineren der beiden Fruchtkörper hatte ich stehenlassen, hoffentlich komme ich morgen dazu, diesen auch noch zu ernten um nochmal einen Sporenabdruck zu versuchen.


    Viele Grüße,

    mik.

    Vielen Dank für eure Einschätzungen! Einen Sporenabdruck hatte ich versucht zu machen, war aber erfolglos, da kam gar nichts, zur Sprenpulverfarbe kann ich also leider nichts sagen. Den Geruch hätte ich als "pilzig-waldig" beschrieben, aber das ist natürlich sehr unspezifisch.


    Zu Claus Vorschlag: Für einen Fruchtkörper, der sich nach Verletzung zunächst rötlich und dann graubraun verfärbt, und den ich bei der Geschmacksprobe aufgrund der sich entwickelnden Schärfe ausspucken muss, hätte ich einen Frauentäubling nicht mal in Erwägung gezogen. Hast du solches Eigenschaften beim Frauentäubling schon erlebt? Auch sind die nach meiner Erfahrung Frauentäublinge auch Stunden nach dem Anschnitt (oder anderen Verletzungen) noch so ziemlich reinweiß. (Biegsame Lamellen treten ja nicht exklusiv beim Frauentäubling auf.) Ich bin verwirrt.


    Zu Thiemos Vorschlag: Die regelmäßigen Zwischenlamellen kenne ich von R. densifolia, wusste aber noch nicht, dass es sich um eine Eigenschaft aller Schwärztäublinge handelt. Wenn die Schwärztäublinge tatsächlich raus sind, dann wird mein Bestimmungsversuch ohne Chemie und ohne Sporenpulverfarbe allerdings ein recht hoffnungsloses Unterfangen, so fürchte ich...


    Vielen Dank nochmal für die Kommentare!

    mik.

    Die beiden nachfolgend gezeigten Fruchtkörper habe ich gestern in einem Mischwald in Norddeutschland gefunden, abgesehen von einer Lärche war eine wilde Mischung an Laubbäumen in der direkten Umgebung (Kirsche, Buche, Pappel, Ulme,...). Mit Schwärztäubling sollte ich hoffentlich richtig liegen, oder?

       

    Die Lamellen waren für einen Täubling recht weich und splittern kaum. Den Dickblättrigen (R. nigricans) würde ich aufgrund der Lammellendichte ausschließen. Die Geschmacksprobe war anfangs mild, nach 10 oder 20 Sekunden dann deutlich scharf, sowohl im Stiel als auch in den Lamellen. Geschmacksprobe in Kombination mit dem Vorkommen im Laubwald scheinen auch nicht recht zum Dichtblättrigen Schwärztäubling (R. densifolia) zu passen. Die Huthaut ließ sich etwas mehr als halb abziehen, siehe nächstes Bild.

    An Verletzungen sieht man zunächst ein Röten, siehe obere Hälfte des folgenden Bildes ca. eine halbe Stunde nach Abziehen der Huthaut. (Das Schnittbild auf dem Foto ist dagegen ganz frisch, daher noch weiß.)

    Am nächsten Tag sind sowohl die Lamellen als auch Schnitte und Verletzungen schwarzbraun verfärbt.

     

    Ich bin bei meinem Bestimmungsversuch beim Scharfblättrigen Schwärztäubling (R. acrifolia) gelandet. Würdet ihr da mitgehen? Chemikalien zum Testen besitze ich leider (noch) nicht. Gibt es sonst noch etwas, worauf ich achten bzw. testen sollte? Über Kommentare und Einordnungen würde ich mich freuen!

    Hallo Oehrling, diese Aussage über 123-pilze habe ich schon mehrfach, und auch weniger vorsichtig formuliert gehört. Deshalb hatte ich auch weiter gesucht und die gleiche Aussage auch in anderen (Internet-)Quellen gefunden. Aber das hilft natürlich auch nur bedingt, weil falsche Aussagen, wie Uwe58 schon schreibt, abgeschrieben und weiterverbreitet werden. Bleibt die "seriöse" Literatur wie Fungi Europaei, aber da habe ich keinen Zugriff (und vermutlich auch noch nicht die nötige Expertise). Naja, ich arbeite dran!

    Danke für die hilfreichen Kommentare! Jans Vorschlag, dass es sich bei meinem Fund um einen Mäuseschwanzrübling (Baeospora myosura) handeln könnte, klingt recht plausibel: Hutriefung, Farbgebung und Stielbereifung passen da eigentlich gut, wohl besser als zum KiZaRü. Und außerdem wurde ich durch die Kommentare auch wieder mal daran erinnert, noch kritischer zu sein, welchen Quellen ich Glauben schenke...