Beiträge von mik

    Ganz herzlichen Dank an alle Kommentarschreiber!

    Zu 1: Da kann ich nächste Woche nochmal vorbeischauen und, wie vorgeschlagen, ein Schnittbild anfertigen zur Unterscheidung zwischen Ocker- und Schmetterlingstramete. Werde ich dann hochladen.

    Zu 2: Jans Kommentar erwähnt die Farbe der Trama im alten, getrockneten Zustand. Also Fruchtkörper ernten, trocknen lassen (wie lange?), und dann aufschneiden? Welche Farbe erwartet man dann für resinosum bzw. benzoinum?

    Zu 4: Leider hab ich nur dieses schlechte Bild, auf dem nicht zu erkennen ist, ob es sich um Stacheln handelt. Schade, einen Stachelbart hätte ich gerne mal gefunden!

    Zu 6: Im Prinzip könnte ich noch einen Beleg einsammeln, wenn's denn interessant genug zu sein scheint, der Fundort ist nur ein paar hundert Meter von meinem Wohnort entfernt. Aber Mikroskopieren lernen steht bei mir zumindest in absehbarer Zeit nicht auf dem Programm. Werde ich also erstmal als unbekannten Schleimpilz verbuchen.

    Zu 7: Ja, jetzt wo ihr es alle sagt, Geweihförmige Holzkeule sieht passend aus. Mein Fund scheint ein bisschen weniger gegabelt als die Abbildungen in Bestimmungsbüchern, aber das liegt dann wohl innerhalb der natürlichen Variation.

    Danke schön!!!

    Ich versuche gerade erst, ein bisschen mehr Erfahrung zu sammeln mit der Bestimmung von Pilzen, die sich im Winter so finden lassen. Dafür würde ich gerne ein paar Fotos hier im Forum präsentieren zusammen mit meinen Bestimmungsversuchen, in der Hoffnung, ein bisschen Feedback zu bekommen. Meist sind es nur ein oder zwei Handybilder, die vielleicht nicht immer klar genug sind, aber ich bin für jede Art von Kommentar zur Gattung oder Arteingrenzung dankbar, oder auch für Anmerkungen, worauf ich in Zukunft achten sollte. Danke!


    1. Hier bin ich bei meinen Bestimmungsversuchen bei der Ockertramete (Trametes ochracea)) gelandet. Kann das stimmen? Eichen und Buchen waren in der Nähe gestanden, das Substrat würde ich für Eiche halten, bin mir aber nicht sicher. Die Größe der Fruchtkörper sollte aus dem Vergleich mit dem Buchenlaub ersichtlich sein. Das dritte Foto zeigt die Unterseite mit creme- bis ockerfarbenen Poren. Bei einer Schmetterlingstramete sollten wohl mehr dunkle Farbtöne dabei sein. Oder liege ich schon mit der Tramete falsch?

       



    2. Vielleicht ein Laubholzharzporling (Ischnoderma resinosum)? Guttationstropfen waren keine zu sehen, der Geruch war auffallend pilzig bis süßlich. Substrat sollte ein Eichenstumpf sein, Buchen gab's ansonsten auch noch.

           



    3. Hier tippe ich auf einen Schichtpilz. Vielleicht der Striegelige Schichtpilz (Stereum hirsutum)? Mir ist leider nicht mal vom Begriff her klar, wie sich eine "striegelige" Oberseite von einer "samtigen" unterscheidet. Das zweite Bild zeigt die glatte Unterseite, was nach meinem Verständnis auf einen Schichtpilz hinweisen sollte, richtig?

     


    4. Hier lässt sich vermutlich wenig sagen, weil ich nur das eine Bild habe. Aber könnte ein Saftporling hier in die richtige Richtung gehen?


    5. Eigentlich sieht mir das nach einem Samtfußrübling aus, nur habe ich die bisher immer in Büscheln gesehen, nie so ein vereinzeltes und recht kleines Exemplar (Hutdurchmesser ca. 2cm). Kommt da irgendetwas anderes in Frage?

     


    6. Ein Stäublingsschleimpilz? Kohlenkrusten sehen vielleicht auch ein bisschen ähnlich aus, sollten aber nach meinem Verständnis eine festere Konsistenz haben als dieses recht staubige Gebilde, oder?


    7. Hier tappe ich völlig im Dunkeln. Ein Pilz? Also vielleicht etwas Holzkeulenartiges? Oder eine Flechte?

       


    Vielen Dank schon mal im Voraus!

    mik.

    Dankeschön! Climbingfreak: lauter Neuigkeiten für mich! Pilz123 schreibt von Nadel-, seltener Laubwald als Habitat von S. pseudocyanea, Magerrasen wird da nicht erwähnt. Ebenso tauchen die weißen Lamellenschneiden in der Beschreibung nicht auf. Hast du einen Literaturtipp für mich, oder ist das aus deiner eigenen Erfahrung berichtet?

    Mit Träuschlingen habe ich bislang keine Erfahrung, aber ich denke, die untenstehenden Bilder sollten einen zeigen. Nur welchen? Beim Bestimmungsversuch bin ich beim blauen (Stropharia caerulea) oder dem weißblauen (S. pseudocyanea) gelandet. Was meint ihr? Gefunden im nördlichen Niedersachsen in einem Mischwald, direkt neben einem geschotterten Fahrweg. In der Nähe standen Hainbuchen, Eichen und Kiefern. Hutdurchmesser ca. 5cm, Stiellänge 8cm. Hutoberseite SEHR schleimig, schönes Gelbgrünblau. Der Stiel ist deutlich flockig, innen hohl und man sieht die Überreste eines Rings. Die Lamellen würde ich als rosabräunlich beschreiben, Sporenabdruck habe ich leider nicht gemacht. Ein Unterscheidungsmerkmal zwischen Blauem und Weißblauem Träuschling soll der pfefferige Geruch des zweiteren sein. Gerochen habe ich, habe aber nur einen "leicht pilzigen" Geruch registriert. Aber mit der Geruchszuordnung stehe ich ohnehin ein bisschen auf Kriegsfuß, da ist meine Nase wohl nicht sensibel genug. Kann jemand mit mehr Träuschlingserfahrung aus den Bildern noch etwas herauslesen, was für die eine oder die andere Art spräche? Vielen Dank schon mal!

           

    Hallo Stefan, vielen Dank für deine Einschätzung. Ich hab sonst immer deutlich hellere B. edulis gefunden. Aber wenn die abgebildeten noch gut ins Farbspektrum passen, dann ist's auch recht. Dann darf ich die jüngeren davon wenigstens auch ganz offiziell verspeisen;)

    Viele Grüße, mik.

    Bei meinem Bestimmungsversuch der unten abgebildeten Fruchtkörper bin ich beim Lungenseitling (P. pulmonarius) gelandet. Kann das hinkommen? Für mich ein Erstfund, daher wollte ich gerne hören, was andere dazu meinen. Viel Stiel ist nicht dran, aber für einen Ohrförmigen Seitling (P. porrigens) erscheinen mir auch schon die jungen Fruchtkörper nicht weiß genug, oder? Gefunden im November im nördlichen Niedersachsen auf einem Baumstamm, den ich als Kirsche oder Traubenkirsche einschätzen würde. Vielen Dank schon mal!

         

    Ich habe die Beschreibungen der Steinpilzarten hin und her gewälzt, klarer ist mir dennoch nichts geworden. Mag mir jemand weiterhelfen? Gefunden Anfang November im nördlichen Niedersachsen in der Nähe von Eichen und Buchen. Würde ich jetzt nicht als Fichtensteinpilz einstufen. Sommersteinpilz im November? Was sonst? Für B. aereus ist der nicht dunkel genug, oder?

     

    Und nochmal vielen Dank! Ich war im Urlaub, daher die späte Antwort. Wieder was gelernt: das rostbraune Sporenpulver schafft es also typischerweise nicht, eine sehr dunkle Lamellenfarbe zu überdecken, richtig? C. malachius schaut in der Tat recht ähnlich aus, auch wenn diese Aussage vermutlich auf noch ein paar andere Arten zutrifft. Viele Grüße, mik.

    Hallo Adrian, vielen Dank, der Bittere Schleimkopf sieht wirklich nach einer guten Arbeitshypothese für meinen Fund aus. Zu einer sicheren Bestimmung werde ich jetzt wohl nicht mehr kommen, aber bei einem ähnlichen Fund wüsste ich in Zukunft, worauf ich noch genauer schauen sollte. Vielen Dank & Grüße,

    mik.

    Hallo Oehrling, vielen Dank für den nützlichen Hinweis, das war mir nicht bewusst. Da wären nämlich durchaus auch jüngere Exemplare herumgestanden. Das nächste mal bin ich schlauer und werde die ebenfalls untersuchen und fotografieren!

    Vielen Dank & Grüße, mik.

    Hier ein Fund vom vergangenen Wochenende, bei dem ich ziemlich im Dunkeln tappe. Nicht mal einen ordentlichen Verdacht habe ich. Gefunden im Fichtenwald in Oberbayern zwischen Torfmoosen, kein Geruch, der für meine ungeübte Nase markant genug gewesen wäre. Huthaut trocken, rehbraun mit leichtem violetten Stich(?). Zimtbraune Lamellen und Sporenpulver. Hutfleisch sehr dünn, daher kam mir mal der Gedanke, ob es sich um einen der Hautköpfe handeln könnte? Stiel weißlich mit violettem Hauch, an der Basis verdickt. Stielfleisch weißlich mit violettem Schimmer. Ich habe vor und zurück durch die Cortinarien geblättert, es aber nicht mal geschafft, einen soliden Verdacht als Arbeitshypothese zu entwickeln. Kann mir jemand weiterhelfen?

             

    Hallo Wutzi,

    danke für die Antwort! Von "frisch" war ja nicht die Rede, "prächtig" fand ich aber zumindest die beachtliche Größe der Fruchtkörper. Sicher nichts für die Pfanne, selbst wenn ich mir bei der Bestimmung sicher wäre (was ich absolut nicht bin). Ein Ring war ziemlich sicher nicht (mehr) dran, ich hab nur ganz unten am Stiel angepackt. Wahrscheinlich hätte ich den jungen Fruchtkörper auf dem letzten Bild noch untersuchen sollen, aber da hab ich's nicht über's Herz gebracht, den auch noch zu "ernten". Danke nochmal!

    mik.

    Bei den Erdsternen in Nummer 3 und Nummer 8 hätte ich auf den Halskrausen-Erdstern (G. triplex) getippt. Je nach Alter kann die Halskrause mehr oder weniger ausgeprägt sein. Die scheinen hier im Norden ein gutes Jahr zu haben.

    Nun muss ich doch versuchen, meine Bestimmungsanfrage nochmal in Erinnerung zu rufen. Bisher gab es leider noch keinen Kommentar dazu in diesem doch sonst so antwortfreudigen Forum! Vielleicht findet sich ja noch jemand, der sich mit (vermutlich?) Amanita ein bisschen auskennt und mir bei der Bestimmung weiterhelfen kann? So prächtige Fruchtkörper, die ich da gefunden habe, da würde ich gerne mehr darüber wissen! Danke schon mal im Voraus!

    Ich habe gestern zwei beachtlich große Fruchtkörper gefunden und fotografiert, leider unter nicht ganz optimalen Bedingungen: ein Messer für ein Schnittbild hatte ich auf dem Familienspaziergang nicht dabei, außerdem war durch den vorherigen Regenguss alles durchweicht. Also schon mal vorweg ein "Sorry" für die mangelhaften Informationen und Fotos. Mein Bestimmungsversuch zuhause anhand der Bilder und meiner Erinnerung hat mich zur Vermutung Fransiger Wulstling (Amanita strobiliformis) geführt. Jetzt würde mich interessieren, was die Experten dazu meinen! Also:

    • Hutdurchmesser 22cm, Stiellänge knapp 30cm.
    • Huthaut gräulich-weiß, nach meiner Interpretation mit Velumflocken, die aber durch die Nässe schlecht zu sehen und zum Teil auch weggewaschen sind. Am Hutrand erkennt man auf dem Foto von oben einen zwar schmalen, aber deutlich sichtbaren Velum-Behang.
    • Lamellen cremeweiß mit zahlreichen Zwischenlamellen.
    • Stiel gräulich-weiß, stellenweise mit Gelbstich, irgendwas Flockiges kann man vielleicht erahnen, ein Ring ist eigentlich nicht (mehr?) sichtbar. Leicht knollig verdickt, aber nicht sehr ausgeprägt und auch nicht deutlich abgesetzt.
    • Fleisch verfärbt sich nicht (zumindest nicht innerhalb der 10min, die ich Zeit zur Beobachtung hatte).
    • Nur ein sehr schwacher Geruch, den ich aber keiner Geruchsnote zuordnen konnte.
    • In der Gegen von Rosenheim in Oberbayern, nicht weit vom Seeufer. Begleitpflanzen eine Mischung verschiedener Laubbäume, unter anderem Hainbuche, Ahorn, Pappel, Espe und andere.

    Was meint ihr, liege ich da richtig mit dem Fransigen Wulstling?

           

    Jetzt muss ich doch nochmal nachfragen: wie kann ich denn bei zukünftigen Funden herausbekommen, ob ich es mit echten Stacheln zutun habe oder mit aufgeschlitzten Poren? Gibt es da irgendetwas zu beachten, was bei der Unterscheidung hilft?

    Vielen Dank für die Hilfe und die Erklärungen! Die aufgeschlitzten Poren, die wie Stacheln aussehen, haben mich komplett auf die falsche Fährte geführt. Danke!

    Ich habe diesen schönen Baumpilz gefunden im Flachland im nördlichen Niedersachsen. Könnte das eine der Korkstacheling-Arten (Hydnellum) sein? Die Baumart konnte ich nicht sicher identifizieren, vielleicht Fichte, es wuchsen aber auch Eichen und Rotbuchen in dem Waldstück. Ich habe so den Grubigen Korkstacheling (H. scrobiculatum) oder den Gezonten Korkstacheling (H. concrescens) im Verdacht. Was meint ihr? Bei keiner der beiden genannten Arten habe ich auf Bildern aber die türkisblauen Farbtöne entdecken können, die "mein" Pilz zeigt (siehe vor allem das zweiteFoto). Also vielleicht doch noch was anderes? Über Vorschläge zur Bestimmungshilfe würde ich mich sehr freuen!

             

    Die unten abgebildeten Fruchtkörper habe ich im nördlichen Niedersachsen in einem Mischwald gefunden (Kiefern, Fichten, Lärchen und Rotbuchen in der Nähe). Der Ring ließ sich verschieben, ich dachte zunächst an einen Schirmling. Eine Verfärbung nach dem Anschnitt konnte ich nicht beobachten. Nun machen mich die rosafarbenen Lamellen unsicher. Doch ein Champion? Hutdurchmesser 4-5cm, also recht klein. Ein Zwerg-Champion? Oder ein Egerlingsschirmling? Einen Sporenabdruck habe ich dummerweise nicht gemacht. Über ein bisschen Hilfestellung würde ich mich freuen.

    Vielen Dank für die Kommentare! Dottergelbe Spatelinge habe ich dort nicht gefunden, die sind ja doch recht auffällig und daher schwer zu übersehen. Eine Lupe hatte ich leider nicht dabei, nach den "Pünktchen" (Ostiolen) auf der Oberfläche habe ich auf dem Foto Ausschau gehalten. "Mein" Pilz hat ganz vereinzelte, recht auffällige dunkle Pünktchen, vielleicht 2-3 pro Quadratzentimeter, ähnlich wie auch auf einigen Bildern z.B. auf 123Pilzsuche zu sehen. Aber die Ostiolen sollten doch viel dichter auf der ganzen Oberfläche verteilt sein, richtig? Daher hab ich mal einen Ausschnitt des Fotos vergrößert:

    Eine pünktchenartige Struktur lässt sich da, vor allem in der unteren Bildhälfte, mit ein bisschen gutem Willen erkennen, oder? Sollten die Ostiolen so in der Art aussehen?


    Vom Gesamteindruck erscheinen mir Trichoderma alutaceum oder Trichoderma leucopus am ähnlichsten. Aber klar, wenn, wie Rika schreibt, Virenbefall o.ä. das Erscheinungsbild massiv verändern, dann bin ich mit meinem laienhaften makroskopischen Bestimmungsversuch ohnehin aufgeschmissen. Danke auf jeden Fall erstmal!

    Ich habe einen einzelnen keulenförmigen Pilz im Buchenmischwald im Frankenjura gefunden, der mir Rätsel aufgibt. Herkuleskeulen gabs in demselben Wald auch reichlich, aber die waren deutlich größer, standen immer in Gruppen zusammen, und waren vor allem nie verzweigt. Die Keule, die auf dem Bild unten zu sehen ist, war dagegen nur ca. 5cm hoch und eben verzweigt. Ist das vielleicht ein Pustelkeulchen (Trichoderma), die scheinen sich gerne mal zu verzweigen? Oder doch eher eine der kleineren Clavariadelphus-Arten, also z.B. die Sibirische Herkuleskeule (C. sachalinensis) oder die Zungenkeule (C. ligula)? Leider habe ich nur das eine Bild, nicht mal ein Schnittbild. Kann mir jemand trotzdem vielleicht ein bisschen weiterhelfen? Danke!

    Hallo Uwe, ganz herzlichen Dank, der Buchen-Klumpfuß passt hier wirklich wie die Faust aufs Auge. Die Art hat es leider nicht in den von mir verwendeten "Großen BLV Pilzführer" geschafft. Ich sehe schon, ich muss literaturmäßig noch ein bisschen aufrüsten... Nochmals danke und viele Grüße, mik.