Beiträge von Kücki

    Moin Björn,


    vielen lieben Dank für deine Bemerkungen und Vorschläge! Ich habe meinen Bericht insoweit editiert.

    In meinen Pilzbüchern hat der Hartschalige Kartoffelbovist auch noch einen alten Namen. Da habe ich dann den falschen Namen erwischt.

    In meinen Büchern ist der Harzige Lackporling G. resinaceum leider gar nicht enthalten und die Fotos bei 123pilzsuche.de haben mit "meinem" Pilz keine Ähnlichkeit.

    Ich selbst habe schon Probleme, den Flachen vom Wulstigen Lackporling zu unterscheiden. Die Fingernagel-Methode hat bei "meinem" Pilz jedenfalls ergeben, dass sich die Hutoberfläche eindrücken lässt.


    Liebe Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    am vergangenen Samstag bin ich ohne Gedanken an irgend welche Pilze im Gelände über zwei Klebrige Hörnlinge Calocera viscosa gestolpert:


    Bild 1: Klebriger Hörnling


    Diese für die jetzige pilzlose Trockenzeit unvermutete Begegnung mit etwas pilzigem löste sogleich meinen Jagdinstinkt aus.

    Den Blick unablässig auf den Erdboden gerichtet steh-pirschte ich langsam zu meinem eigentlichen Zielort. Leider konnte ich keinerlei weitere Pilze entdecken.

    Dann setzte ich mich für längere Zeit in eine ebenerdige überdachte Ansitzeinrichtung um Vögel zu knipsen.

    Ich hatte Glück und ein größerer Trupp von Kleinvögeln hielt sich geschäftig nahrungsuchend in meiner Umgebung auf.

    So konnte ich einige schöne Fotos schießen:


    Bild 2: Weidenmeise


    Bild 3: Kohlmeise


    Bild 4: Blaumeise


    Bild 5: Mönchsgrasmücke


    Mönchsgrasmücke und Weidenmeise sind sich im Aussehen durch die schwarze Kopfhaube sehr ähnlich. Die Weidenmeise hat jedoch einen schwarzen Kehlfleck, den die Mönchsgrasmücke nicht hat.


    Bild 6: Junges Rotkehlchen, wie ich vermute


    Die ganze Zeit gestaltete sich sehr unterhaltsam und ich konnte eine große Anzahl von guten Fotos machen.

    Auf dem Rückweg zum Auto war mein Blick wieder suchend dem Erdboden zugewandt.

    An einer Stelle entdeckte ich auf dem Moos winzige weiße Flecken, wohl Schleimpilze


    Bild 7: Schleimpilze? Vielleicht Zusammenfließendes Fadenkeulchen Stemonitis splendens in frühem Stadium


    Tatsächlich konnte ich mitten auf dem Weg zwischen den Fahrspuren in einer Reihe vier Kartoffelboviste Scleroderma vulgare edit.: citrinum entdecken.

    Zwar nichts Besonderes aber für diese Zeit immerhin erfreulich.


    Bild 8 und 9: Kartoffelboviste



    Auf dem weiteren Weg standen am Wegesrand einige kleine Gruppen von lbm, kleinen braunen Pilzen mit Hut.

    Die Bestimmung ist für mich schwierig. Ich stelle nachstehend einige Fotos ein:


    Bild 10: Voll aufgeschirmte Pilze, zum Rand hin hygrophan ausgebleicht


    Bild 11: Eine andere Gruppe. Zum Größenvergleich: Auf dem Hut im Vordergrund liegen Birkensamen


    Bild 12: Die Stielspitze mit angedeuteter Ringzone und freiliegende weiße Lamellen, zum Stiel hin dunkler werdend


    Bild 13: Die Stielbasis, leicht knollig verdickt


    Bild 14: Ein Schnittbild durch den Pilz zeigt weißes Hutfleisch und einen leicht bräunlichen, hohlen Stiel


    Ich habe den Pilz aussporen lassen und kann sagen, dass das Sporenpulver weiß ist.

    Wie gesagt, dem Pilz kann ich keinen Namen zuordnen. Ich tendiere mal zum Büscheligen Blassporrübling Connopus acervatus (Gymnopus a).

    Für andere Vorschläge oder Bestätigung von Fachleuten wäre ich dankbar.


    Auf der weiteren Suche kamen mir noch winzige schneeweiße Seitlinge an Laubholzzweigen zu Gesicht.


    Bild 15: Zeigt leider völlig unscharf von der Seite aufgenommen glockenförmige Fruchtkörper


    Bild 16: Die weißen Seitlinge von unten betrachtet. Man erkennt filzige Ränder


    Bild 17: Zum Größenvergleich mit 1-Cent-Stück


    Hier könnte es sich meines Erachtens um den Schneeweißen Zwergseitling Pleurotellus chioneus handeln.(edit.: könnte sich lt. Björn auch um einen Crepidotus handeln).

    Aber auch hier bin ich unsicher und bitte um Bestimmungshilfe.


    Am Ende des Reviergangs fand ich auf den Blättern einer jungen Eichenpflanze etwas, das auch ins pilzliche gehen könnte:


    Bild 18: Keine Ahnung. Vielleicht ein Fall für Björn boccaccio (edit.: Björn hält das für tierischen Ursprungs)


    Auf den Heimfahrt hielt ich noch ganz kurz an einem seit Monaten bekannten schönen Lackporling um ein Foto zu machen.

    Der wächst am Straßenrand an den Wurzelausläufern einer Amerikanischen Eiche und ist m. E. ein Flacher Lackporling Ganoderma applanatum. (edit.: Björn meint, das könnte auch Harziger Lackporling G. resinaceum) sein:)

    Von dem berichte ich sicherlich noch mal gesondert.


    Bild 19: Flacher Lackporling (edit.: evtl. Harziger Lackporling)


    Ein interessanter Nachmittag ging zu Ende und ich hoffe, euch gefällt mein Bericht, auch wenn nichts Besonderes anzuschauen ist.

    Da es bei uns in der letzten Zeit doch immer wieder etwas Regen gab, hoffe ich auf weitere Pilzfunde im Revier.


    Herzliche Grüße

    Reinhard

    Moin liebe Naturfreunde,


    vor ein paar Tagen habe ich in einer Feldscheune junge Waldkäuze angetroffen, die sich hier offenbar häufiger aufhalten. Leicht zu erkennen an den dunklen Augen.




    Hoffen wir mal, dass es ein gutes Mäusejahr wird.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo Radelfungus,


    du hast ja fette Foto-Beute gemacht. Dickes Lob!

    Insbesondere deine Panoramabilder mit scharfem Vordergrund haben mich bei Öffnung der vollen Größe fasziniert.

    Da würde mich interessieren, mit welcher Ausrüstung, insbesondere welchen Objektiven, die entstanden sind und wie du belichtet hast.

    Darf ich danach fragen?


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    eine genauere Zuordnung wird hier wohl nicht machbar sein und eigentlich ist mir der Pilz, wie ich bereits schrieb, nur auf Grund seiner außergewöhnlichen Erscheinung interessant vorgekommen. Das Aussehen halte ich für einen Trockenschaden, wiederum auch interessant, dass sich nicht nur ein FK so identisch aufgerissen / aufgerollt präsentierte.

    Um dem Pilz einen Namen zu geben, werde ich ihn mal als Faserling s.l. ablegen.

    Vielen lieben Dank für eure Beiträge!


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    bei der Bestimmung eines Pilzes, den ich am 6. August 2025 auf einem Spielplatz an einer Laubholzhecke gefunden habe, erbitte ich eure Hilfe.

    Die Fotos sind mit einem Handy gemacht worden und m. E. nicht sonderlich gut.

    Aufgefallen ist mir der Pilz, weil der Hut bei mehreren Exemplaren besonders auffällig eingerissen / aufgerollt war.

    Ich habe von dieser Art Pilzen keine Ahnung, tendiere jedoch nach einer Bildersuche im Internet zu einem Faserling oder Mürbling.

    In meiner Literatur konnte ich keine entsprechenden Bilder finden.

    Ich lasse mal die Fotos sprechen.


    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3:


    Bild 4:


    Bild 5:


    Die Pilze wuchsen vermutlich auf Erde, vergrabenes Holz kann ich aber nicht ausschließen.

    Geruchs- oder Geschmacksproben habe ich nicht gemacht.

    Ich hoffe, dass mir jemand auf die Sprünge helfen kann, damit der Pilz evtl. einen Namen bekommt.

    Vielen Dank im Voraus fürs Drüberschauen und eure eventuellen Kommentare.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    während unseres Frühjahr-Wanderurlaubs in der Pfalz ist mir am 9. Mai eine große Anzahl eines Pilzes begegnet, den ich zuvor noch nicht gesehen habe, nämlich der Borstige Knäueling Panus Neostrigosus.

    Der Fundort liegt am Schaidter Westwallweg, den wir bereits im vergangenen Herbst gelaufen sind.

    Hier die Fotos:


    Bild 1: Die Pilze besiedelten in großer Anzahl und in allen Größen einen liegenden dicken alten Laubholzstamm, vermutlich Buche.


    Bild 2: Die Fruchtkörper standen sowohl in dichten Gruppen als auch einzeln auf dem vermoosten Stamm.


    Bild 3: Ich habe mal einen Pilz entnommen und umgedreht um die Unterseite zu dokumentieren.


    Bild 4: Die Hüte sind stark striegelig behaart, was fast wie stachelig wirkt. Erinnerte mich etwas an manche Stäublinge.


    Bild 5: Im Schnittbild zeigt sich helles weißes Stiel- und Hutfleisch


    Bild 6: Die Lamellen stehen eng und laufen am Stiel herab. Der Hutrand ist eingerollt.


    Bild 7: An dem Stamm befanden sich auch noch einige Birken-Blättlinge Lenzites betulina. Einen FK habe ich entnommen und umgedreht.


    Auf dieser Tour fand ich noch ein paar nicht mehr so frische Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus an Buche:

    Bild 8: Austern-Seitlinge



    Außerdem einen einzelnen Flockenstieligen Hexenröhrling Neoboletus erythropus, wie ich meine.
    Bild 9:

    Bild 10:



    Außerdem fanden sich unglaublich viele alte Fruchtkörper von Schichtpilzen Stereum insignitum oder subtomentosum.

    Bild 11: Schichtpilze


    Bild 12: Schichtpilze


    Bild 13: Schichtpilze


    Bild 14: Schichtpilze. Einen FK habe ich entnommen und umgedreht zur Dokumentation der Unterseite


    Bild 15: Die hatten im letzten Herbst noch so ausgeschaut:


    Alles in allem eine wunderschöne Frühjahrswanderung auf der ich endlich mal wieder ein paar richtige Pilze gesehen habe.

    Inzwischen kann man bei mir zu Hause hier im Elbe-Weser-Dreieck gelegentlich auch vereinzelt Pilze finden.

    Da muss man allerdings bescheiden sein und keine Erwartungen haben.


    Ich hoffe, dass ich die Pilze richtig bestimmt habe und dass euch die Fotos gefallen. Ansonsten bitte gerne Korrekturvorschläge machen.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo Dominik,


    nachdem mein Enkel zu seinem Geburtstag eine Kinder-Spielzeuglupe, ähnlich wie Wolfgangs Lupe (Beitrag Nr. 6), bekommen hatte, die mich sehr überzeugt hat, kaufte ich mir bei Amazon zum Preis von 31,19 € im Februar d. J. eine ähnliche Spielzeuglupe:

    Bild 1: Foto der Verpackung


    Bild 2: Die ausgepackte Spielzeug-Lupe

    (oben links Rädchen für Helligkeit, Mitte links Rädchen zur Schärfeeinstellung, Mitte Stativgewinde, unten ausklappbarer durchsichtiger Schacht für Objektträger)


    Dieses Teil wiegt etwas unter 100 g und hat Abmessungen von: Höhe 9,8 cm, Länge 7,8 cm, Breite 4,8 cm.

    Die Lupe hat Vergrößerungen von angegebenen 100, 200, 400, 600, 800 und 1.000-fach (Richtigkeit kann ich nicht beurteilen).

    Die Schärfe kann problemlos gescrollt werden, ebenso die Helligkeit der Beleuchtung.

    Auf dem ca. 4 x 3 cm großen Display kann das Objekt komfortabel mit weitem Augenabstand betrachtet werden.

    Es kann auch ein Foto oder Video gemacht und auf der erforderlichen Hochgeschwindigkeits-Speicherkarte (C10 oder höher) gespeichert werden. Die Speicherkarte kann entnommen und auf dem PC weiter verwendet werden.

    Ferner lässt sich an der Unterseite ein Objektträger mit Deckplättchen einführen und wie mit einem Mikroskop betrachten.

    Weiter ist ein Stativgewinde an der Lupe vorhanden.

    Beigefügt waren außerdem ein kleines Tischstativ, je ein Stapel Objektträger und Deckgläser, 3 Demo-Objektträger und eine Handschlaufe für die Lupe. Eine Speicherkarte muss extern besorgt werden.

    Leider ist die Bedienungsanleitung vollständig nur in englischer Sprache gehalten und nicht in 12 Sprachen, wie auf der Verpackung angegeben, so dass ich mir erst einmal eine Übersetzung anfertigen musste.

    Die Stromversorgung geschieht durch Aufladen mittels USB-Stecker (angegebene Ladezeit: 60 Minuten) am PC.

    Die durchgehende Nutzungszeit ist mit 150 Minuten angegeben.


    Bild 3: 100-fache Vergrößerung der auf auf dem gelben Kreisbogen befindlichen Zahl


    Bild 4: 1.000-fache Vergrößerung der Zahl (die Einbuchtungen an den Zahlen sind optisch nicht vorhanden)


    Für mich ist diese Lupe mehr als ein Kinderspielzeug und gut nutzbar für allerlei Vergrößerungen, die man in Ruhe und ohne zittrige Hände betrachten möchte. Der Preis geht in Ordnung, meine ich.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo Markus,


    vorab gesagt ist die Bestimmung von so alten "Leichen" sicherlich schwierig und unsicher.

    Ich könnte mir bei deinen Funden auch den Kragenerdstern Geastrum striatum vorstellen.

    Der Dunkle Erdstern G. coronatum soll laut 123pilzsuche.de sehr selten und vom Aussterben bedroht sein.

    G. pseudolimbatum kenne ich nicht.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Moin zusammen,


    bei uns erlebt man zur Zeit wieder den Rückzug der Zugvögel in ihre nordöstlich gelegenen Brutreviere. Außer Kranichen und verschiedenen Gänsearten sind auf hauptsächlich Maisstoppeln mehr oder weniger große Ansammlungen von Sing- und Zwergschwänen zu beobachten. Die von mir fotografierten Singschwäne sind relativ wenig scheu und lassen sich auf ca. 50 Meter gut knipsen. Die rein weißen Schwäne sind Altvögel, während die noch etwas grauen Jungvögel sind.


    Viele Grüße aus dem Elbe-Weser-Dreieck

    Reinhard






    Hallo zusammen,


    vermutlich habe ich vor zwei Jahren, am 19.02.2024, beim Rückschnitt die gleichen Becherchen an unserem alten Weinstock gefunden und auch hier im Forum zur Bestimmung eingestellt. Ich füge mal ein paar Fotos davon ein. Bei "Fundkorb.de" findet sich etwas zu Weißvioletter Schüsselseitling Lachnella alboviolascens.
    Dort steht, ich zitiere:

    "Bei diesem Fund könnte man auf den ersten Blick einen Ascomyzeten vermuten, doch diese winzigen Becherchen gehören zu den Ständerpilzen (Basidiomyzeten). Die schüssel- bis tellerförmigen Fruchtkörper werden bis zu 1,5 mm groß und sitzen stiellos meist dicht gedrängt auf ihrem Substrat. Dabei handelt es sich um Laubgehölze wie Holunder, Weide, Erle, Esche und viele andere. Der Pilz scheint da nicht sehr wählerisch zu sein. Man findet ihn an am Boden liegenden oder noch am Baum oder Strauch hängenden abgestorbenen Ästen. ...

    Die Gattung Lachnella, von manchen auch “Zwergschälchen” genannt, ist in Deutschland mit zwei Arten vertreten, deren Bestimmung innerhalb dieser Gattung recht problemlos und makroskopisch möglich ist. Verwechselt werden können sie aber leicht mit Becherchen, die zu den Ascomyzeten gehören. Aus diesem Grund sollte zunächst die Gattungszugehörigkeit eines Fundes geklärt werden. Dazu muss mikroskopisch unterschieden werden, ob sich die Sporen an Basidien (Ständern) oder in Asci (Schläuchen) befinden.

    Die beiden Lachnella-Arten sind wie folgt zu trennen: Hymenium relativ düster gefärbt = L. alboviolaceus, Hymenium weiß = L. villosa.

    Lachnella alboviolaceus wird bei manchen Autoren auch Weißviolettliches Haarbecherchen genannt."

    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3:


    Bild 4:


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    an diesem Wochenende habe ich bei mir im Revier an Eichenholz (eingeschlagen) den nachfolgend vorgestellten Pilz gefunden.


    Bild 1: Eine Gruppe von Fruchtkörpern, neben- und übereinander wachsend, von Algenbewuchs grün gefärbt, radial gezont, Zuwachskanten grau-bräunlich


    Bild 2: Ein FK aus der Nähe, zottig behaart


    Bild 3: Die Fruchtkörper von unten, lamellige Struktur


    Bild 4: Einzelner Fruchtkörper von unten, weiß-gelbliche breite, radiär angeordnete Lamellen


    Bild 5: Rechts ein Schnitt durch den FK zeigt dicke weißliche Trama und breite Lamellen


    Ich halte diesen Pilz für den Birken-Blättling Lanzites betulina (betulinus).

    Er wächst nach meiner Literatur ganzjährig nicht nur auf Birken sondern auch auf etlichen anderen Laubhölzern und sogar gelegentlich auf Nadelholz.

    Kann mir ein Experte Bestätigung für meine Einschätzung geben, oder gibt es andere Vorschläge?

    Vielen Dank fürs Drüberschauen!


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo Pilzbegeisterte,


    beim zweiten Pilz könnte ich mir einen Wurzelschwamm vorstellen.

    Der Baum ist vermutlich ein Nadelbaum?

    Leider ist das letzte Foto nicht ganz scharf und man kann die Poren nicht gut einschätzen.


    Liebe Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    heute ist mir hier in einem anderen Revier nochmals dieser Pilz über den Weg gelaufen, jedenfalls halte ich das, was ich da gefunden habe, auch für den Aschgrauen Wirrling Cerrena unicolor.

    Die Fruchtkörper sehen ein wenig anders aus, aber das haben Pilze ja oft so an sich.

    Ich zeige nachstehend mal die Fotos.


    Bild 7: Die Fruchtkörper wuchsen, soweit ich das beurteilen kann, an Weide und haben Weißfäule ausgelöst, was an der Abbruchstelle des Baumes sichtbar war.


    Bild 8: Andere Fruchtkörper (in der Bildmitte oben liegt ein FK mit der Porenseite nach oben)


    Bei beiden vorstehenden Fotos ist die graue Färbung zur Anwachsstelle hin sichtbar, während die Zuwachskante gelblich-weiß ist.


    Bild 9: Ein FK von oben in Großaufnahme. Man erkennt die filzige Oberfläche und beginnende Grünverfärbung durch Algenbewuchs


    Bild 10: Noch ein Foto von der konzentrisch gezonten Hutoberfläche


    Bild 11: Die Unterseite weist blasgelbe Poren auf und die Röhrenenden wirken beinahe stachelartig


    Bild 12: Ein Schnitt durch den FK zeigt unterhalb des Hutfilzes eine dunkle Linie und gelblich-weißes Hutfleisch.


    Ich denke, dass all diese Merkmale auch auf den Aschgrauen Wirrling Cerrena unicolor hindeuten.

    Oder gibt es Bedenken?


    Viele Grüße aus dem wieder weitgehend schneefreien Elbe-Weser-Dreieck

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    Anfang August habe ich in meinem Revier in einem kleinen anmoorigen Feldgehölz auf Birkenstumpf Pilze gefunden, die ich für den Aschgrauen Wirrling Cerrena unicolor halte. Ich bin mir da jedoch keineswegs sicher und hoffe hier auf Bestätigung oder andere Vorschläge.


    Bild 1: Die Ansammlung von m. E. jüngeren Fruchtkörpern mit stark grün-gelb und bräunlich bis weißlich striegeligen Hutoberflächen

    Die Hutoberflächen sind teilweise wellig verbogen.


    Bild 2: Die Unterseite weist labyrinthische bräunliche Poren auf


    Bild 3: Die Unterseite nochmals


    Bild 4: Und nochmals


    An einer anderen Unterlage in der Nähe eine weitere Ansammlung, die ich für den gleichen Pilz halte nur in einem älteren Stadium:


    Bild 5: Die Hutoberfläche von Algen grün gefärbt, konzentrisch gezont und zur Anwachsstelle hin grau gefärbt (schlecht erkennbar)


    Bild 6: Auch hier ein leider nicht besonders scharfes Foto von der Unterseite


    Wie schon geschrieben bin ich beim Aschgrauen Wirrling Cerrena unicolor.

    Ich wäre dankbar fürs Drüberschauen und eure Kommentare.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Moin Christoph,


    vielen lieben Dank für deine ausführliche Stellungnahme!

    Bei der Abfassung meiner Anfrage war mir eigentlich bereits bewusst, dass die makroskopische Beurteilung von Korallen sehr schwierig bis unmöglich ist.

    Hoffentlich denke ich zukünftig daran, mich im Gelände noch intensiver mit Einzelheiten zu befassen (Farbe, Geruch, Rhizomorphen). Das wäre bei den in meinem Garten gefundenen Fruchtkörpern ja leicht möglich gewesen.

    Aber ich denke, dass ich wieder etwas gelernt habe und Schritt für Schritt konnte ich mein Pilzwissen in den letzten paar Jahren, in denen ich mich mit Pilzen beschäftige, sehr viel erweitern.


    Liebe Grüße aus dem schneeverwehten Elbe-Weser-Dreieck

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    ich hole diesen Beitrag noch einmal hervor weil zur Zeit nicht so viele Anfragen zu lesen sind und der Eine oder Andere noch mal hineinschaut.

    Mir fehlt zur Koralle im Beitrag #1 auf Bild 1 ganz oben und zu der Koralle im Beitrag #10 jeweils noch ein Name.

    Kann jemand dazu noch die Richtung vorgeben ohne dass ich noch weitere Angaben machen muss?

    Vielen Dank für eure Bemühungen im Voraus!


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo beli und Veronika,


    zunächst wünsche ich euch ein gutes neues Jahr.

    Den Phlebia tremellosa Gallertfleischiger Fältling habe ich mir bei 123pilzsuche.de angeschaut und kann sagen, dass ich dem zustimme.

    Der kommt eindeutig besser hin als der von mir vermutete Nordische Porling. Bei der Fundstelle steht allerdings als Vorkommen "Spätherbst bis Frühling" (meinen fand ich am 13. Oktober). Im Der große Kosmos Pilzführer ist als Vorkommen angegeben von Oktober bis zum Frühjahr.

    In Der große BLV Pilzführer, in dem er als Merulius tremellosus benannt ist, wird als Vorkommen IX bis XII genannt.

    Somit habe ich den Pilz wohl recht frühzeitig gefunden, was aber sicherlich nicht ungewöhnlich ist.

    Zu Veronikas Einwandt zu Bild 4 in Bezug auf die graue porige Unterseite:

    Der Fruchtkörper auf Bild 3 (Oberseite) und 4 (Unterseite) stammt allerdings mit Sicherheit aus der gleichen Pilzansammlung, was ich an der Aufnahme-Uhrzeit der Fotos ablesen kann.

    Bei den Fotos bei 123.pilzsuche.de befinden sich auch Fotos mit dunklerer Porenfläche und in der Beschreibung der Poren steht:

    "Gelborange bis hellbraun, +/- etwas rötend, netzig-porig, faltig, labyrinthisch, gewunden-gefaltet, Rand heller."

    Natürlich unter Vorbehalt, dass man den dortigen Angaben und Fotos vertrauen darf. Im BLV Pilzführer steht "... alt fleischbräunlich".

    Die Farben auf Fotos sind bekanntlich häufig auch so eine Sache für sich.

    Ich lege den Pilz jetzt jedenfalls als Gallertfleischiger Fältling ab und bedanke mich bei euch für eure Expertise.


    Liebe Grüße

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    die letzte Anfrage im alten Jahr von mir betrifft einen Pilz an Holz, den ich am 13. Oktober in meinem Revier gefunden habe.


    Bild 1: Sehr helle baige-weiße Fruchtkörper, konsolenförmig übereinander und miteinander verbunden


    Bild 2: Die Hutoberfläche ist unregelmäßig höckerig geformt, der Rand teilweise etwas gezont


    Bild 3: Der entnommene FK ist an der Zuwachskante weiß, zur Anwachsstelle dunkler gelb-bräunlich und zottig behaart


    Bild 4: Die Unterseite weist unregelmäßig runde bis labyrintförmige Poren auf und verdunkelt sich zur Anwachsstelle hin


    Bild 5: Jüngere FK wirken glasig durchscheinend und wässrig


    Bild 6:


    Bild 7: Detailaufnahme von unten



    Bild 8: Junger FK von unten


    Ich denke, dass es sich vorliegend um den Nordischen Porling Climacocystis borealis handeln könnte.

    Da es jedoch noch einige andere so helle weißliche Pilze gibt, bin ich mir aber nicht sicher und bitte um eure Bestimmungshilfe.

    Vielen Dank im Voraus fürs Drüberschauen und eure eventuellen Kommentare.


    Viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr

    Reinhard

    Hallo zusammen,


    nachdem hier mehrere Experten den Fleischrötlichen Schönkopf Calocybe carnea favorisieren, schließe ich mich dem gern an und lege den Pilz mit diesem Namen ab.

    Ich danke allen hiermit nochmals recht herzlich für die Beiträge, wünsche einen guten Jahreswechsel und im neuen Jahr viele schöne Entdeckungen in der Pilzwelt.


    Liebe Grüße

    Reinhard