Beiträge von TonioS
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Hallo Felli,
Jetzt auf dem neuen Foto sehe ich auch Phialiden und sogar ein rundes Ende der Hyphe mit kurzen Metulae, auf denen die Phialiden aufsitzen. Vergleiche doch mal mit Goidanichiella sp.. Allerdings haben diese braune Hyphen. Also viell. doch Pen. sp.
VG, Tonio
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Servus allerseits,
Bei Ellis (S. 471, 857, Fig. 1808) gibt es Rotula graminis. Aber das war nur ein Hinweis eines „Ratlosen“ auf gewisse Ähnlichkeiten. Für Penicillium vermisse ich die Phialiden. Leider war bei der Anfrage nur ein Foto mit FK, und auch nur im Pulk. In solchen Fällen verreibe ich unter dem 10er Objektiv mit einem Skalpell die Masse etwas, damit ich die CGC besser sehen kann (was aber nicht immer gelingt). Bleiben nur noch die runden Konidien, die für einen typischen Pen. expansum, commune etc, sprechen.
VG, Tonio
Nachtrag
Ich sah mich ein wenig um, ob Rotula oder Rutola richtig ist. Offenbar verwenden Ellis & Ellis die Bezeichnung Rotula graminis, während bei Seifert et al. und auch sonst im Internet Rutola graminis heute üblich ist. Ob nun bei Ellis ein Irrtum vorliegt oder ob ältere und neuere Bezeichnung, oder ob später sich ein Buchstabendreher eingeschlichen hat, kann ich nicht beurteilen. Da müsste man mal die Originalbeschreibung lesen, die mir aber nicht zugänglich ist. Ich werde also auch den heute üblichen Artnamen Rutola graminis verwenden. 😏😊
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Hallo zusammen.
Ich möchte diesen hier unter Cladosporium sphaerospermum abspeichern. Könnte das so gut sein, oder habt Ihr eine andere Idee. Sicherlich hat jemand eine Monographie über Cladosporium oder einen guten Übersichtsartikel dazu. Hier: Isolat von Gras (Poaceae), Konidien ca. 4,5-6 µm.
VG, Tonio
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Hallo zusammen,
Für mich ist das weder Aspergillus noch Penicillium. Ein sehr interessanter Fund.
Ich bin aber ratlos. Möglicherweise in Richtung Rotula. Ein möglicher Kandidat wäre auch Periconia glycerinicola (Ellis: Skizze 1802) oder Cladosporium sp.
VG, Tonio
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Hallo Thorben und alle Hyphomyceten-Freunde,
1) Auf Impatiens glandulifera wuchs noch eine andere Hyphomyceten-Form mit fächerigen, phyalidischen Konidiophoren und spindeligen, an den Polen abgestumpfte Konidien (ca. 8 x 3-4 µm). Diese Form würde ich der Gattungen Paecilomyces zuordnen.
2) Auf Carex pendula zeigte eine ähnliche Form wie bei Acremonium gezeigt auch diese lanzettlichen Konidiophoren. Aber im Gegensatz zu den ovalen Konidien sind hier spindelige Konidien (ca. 6-6,5 x 1,5 µm) mit abgestutzten Enden und häufig in Ketten wie bei 1) zu sehen. (evtl. Acremonium api, Septofusidum, Pleurocatena).
Was meinst Du dazu?
Servus, Tonio
1) Auf Impatiens:
2) Auf Carex
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Hallo,
ich denke, dass es sich bei den Hyphopodien um die Gattung Clasterosporium (C. caricinum) handelt. Bei Ellis (Microfungi of land plants, Abb. 1989, Text S. 535) ist diese Art beschrieben. Es wird auf nasses Gelände verwiesen und die passenden Konidien fand ich in den Proben auch. Ebenfalls bei Seifert et. al. (Abb. 241A) sind Hyphopodien bei dieser Art skizziert. Bem meinem zweiten Foto hier kann man sogar schemenhaft die Hyphopodien erkennen.
VG, Tonio
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Hallo Thorben und Ingo,
Lobatopedis deshalb, weil bei Seifert et al. (the geneera of Hypho.) bei dieser Gattung und bei Clasterosporium eine Hyphopodia skizziert ist.
Nein, ein makroskopisches Foto habe ich nicht. Ich fischte einige Schilfstängel-Bruchstücke aus einem Badeweiher und klebte diese nach dem Trocknen nur auf Verdacht mit "Tesa glasklar" ab. Selbst unter dem Lupenmikroskop war kein Schimmelpilz zu sehen. Zum Glück lag ein Baumstamm im Wasser, somit war ich mit der Probenahme nicht auf den Ufersaum beschränkt.
VG, Tonio
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Hallo Thorben, danke für die Info.
Da gibt es wohl außer Lobatopedis noch andere Gattungen mit solchen Basalzellen?
Könnten das auch Arbuskeln sein?
VG, Tonio
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Hallo zusammen,
zu 1) Vermutlich sind diese Plätzchenformen Moose oder Flechten. Ich habe zwar ein Buch über Moose und Flechten, aber nur mit makroskopischen Fotos. Ich weiß, das gehört nicht in dieses Forum, aber mich würde doch interessieren, was das ist. Vielleicht kennt ein Mikroskopiker ja diese Formen isoliert von Phragmites aus Wasser. Oder kann mir jemand einen Hinweis auf ein M&F-Forum geben.
Wenn nicht, dann sind die Plätzchen/Blumen-Fotos ein Wunsch an alle für ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ins 2026.

zu 2) Diese Formen sind auf Holzstücken im Wasser gewachsen. Mit Google-Bildersuche kam ich auf Ilyonectria. Aber ….
HG, Tonio
1)
2)
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Hallo
Diese Form konnte ich von Seggen isolieren (Konidien 20-25 x 3,5-4,5 µm).Bei Seifert et al. (The gerera of hypho.) kommt die Art Phaeobotrys acutispora am nächsten. Aber die einzige Art soll nur in Afrika und Südamerika vorkommen und die dort abgebildete Fig. ist auch nicht deckungsgleich. Die Google-KI legte sich auf Microsporum canis fest. Aber dem stimme ich nicht zu. Kennt jemand wenigstens die Gattung?
VG, Tonio
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Hallo zusammen,
ich zog einige Schilfrohrstängel aus dem Seewasser und mikroskopierte sie. Dabei ergaben sich interessante Funde.
1) Hier tendiere ich zu Trematosphaeria hydrophila (Meine Funde: Sporen 40 x 6-8 µm) Allerdings sah ich keine Asci. Zudem gibt es auch sehr ähnliche Gattungen (Lophiostoma, Leptosphaeria etc.).
2) Das dürfte in Richtung Penicillium oder gar Flahaultiella gehen. Interessant sind die ameromorphen Sporen (9-10 x 5-6 µm). Diese zeigen zwei jeweils endständige Guttulae. Mit Baumwollblau färben sich die Umrisse und der Steg in der Mitte zwischen den beiden Guttulae, was man als didymomorph fehlinterpretieren könnte. Aber ich denke eher, dass sich hier ein anderer Gattungsname finden lässt.
3) Hier bin ich ahnungslos. Ich schwanke zwischen den im Präparat häufig gesehenen Kieselalgen und Hyphomyceten. Allerdings dürften sich Kieselalgen wohl nicht mit Baumwollblau färben lassen, was hier jedoch der Fall ist. Es fanden sich hier nur Sporen/Konidien und keine Fruchtkörper.
VG, Tonio
1)
2)
3)
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Hallo Tom, mein Mikroskop hatte keine Möglichkeit für Dunkelfeld.
VG, Tonio
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Hallo Peter,
wie kamst Du denn zu den gezeigten Fotos, wenn Trinokular nicht notwendig. Fotografierst du durch ein Binokular? Von Deinen beiden Fotos würde ich auf jeden Fall dem mit Phasenkontrast den Vorzug geben. Warum bei Hobby-Mykologen kein Phako zum Eisatz kommt, dürfte am Preis der Geräte und an der Handhabung liegen. Mein damaliges Leitz- Mikro hatte zwei versteckte Stellschrauben für das Zentrieren des Phasenrings zusammen mit dem Hilfsmikroskop (der Phasenring verstellt sich manchmal). Zudem musste man noch den Kondensor und die Blende optimieren. Färben mit Hellfeld ist einfacher und billiger. In Publikationen findet man keine gefärbten Präparate.
VG, Tonio
Nachtrag: Im Nachgang sah ich, dass Ihr zwei verschiedene Peter seid, sorry
Trinokulartubus ist nicht notwendig
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Hallo zusammen,
um der Meinung entgegenzutreten, dass Phasenkontrast ungeeignet für die Pilzmikroskopie wäre, stelle ich hier ein Foto von Aspergillus flavus zur Diskussion. Sicherlich, der Umgang mit dem Phasenkontrast ist nicht einfach. Z.B. gibt es ein sog. kleines Hilfsmikroskop, um den Ring exakt zu zentrieren usw. Möglicherweise haben aber auch andere Hersteller ausser den Indern solche unbrauchbaren Konstruktionen. Insbesondere bei kleinen Strukturen (Sporen, Konidien, Zystiden, Basidien, Phyaliden ...) kommt der 100er-Phasenkontrast voll zur Entfaltung. Wer zusätzlich noch färben will, kann das ja unbeschadet tun; bspw. die Jodreaktion wäre aber auch am Sporenabwurf machbar. Der wesentliche Vorteil wäre, dass man die Eigenfärbung und Strukturen nicht mit einem Färbemittel überdeckt.
VG, Tonio
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Hallo zusammen,
Auf den Ästen einer Thuja sah ich kleine Flusenbüschel. Im Mikroskop zeigten sich diese Wuschel mit endständigen großen hyalinen Konidien (25-35 x 9-11 µm). Leider konnte ich diese wieder nicht bestimmen. Ich hoffe, jemand hier im Forum kann mir weiterhelfen. Die Google-KI tippte auf Fusarium. Aber dem möchte ich nicht zustimmen.
VG, Tonio
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Für ein neues Mikroskop der führenden Hersteller muss man gutes Geld ausgeben. Alternativ kann man in den Foren oder auf Portalen ein gebrauchtes kaufen. Meist aus einem „Nachlass“. Hier ist aber Vorsicht geboten. In der Regel handelt es sich nicht um Triokulare. Aber man braucht heute dringend die 3. Optik. Man möchte ja eine Kamera aufsetzten oder bequem mit den Handy Fotos machen. Zudem weiß man nie, ob man ein Rückgaberecht hat oder ob man bei Rückgabe auch sein Geld wieder bekommt.
So erging es mir: Ich liebäugelte mit einem Phasenkontrastmikroskop, damit sich die lästige Färberei erübrigen würde. Ein Angebot aus Indien für 600 € + 100 € Zollgebühr war verlockend. Leider erwies sich der Phasenkontrast als Fake. Zwar ein brauchbares Mikroskop aber kein echter Phasenkontrast (ich hatte beruflich mit Mikroskopieren zu tun). Zurückschicken und Zollgebühr zurückfordern: zu aufwendig, zu riskant. Also behielt ich es widerstreben.
Übrigens, mein altes Triokular-Mikroskop incl.einer schwächlichen 1,3 MP-Kamera hatte neu vor ca. 7 Jahren zollfrei aus China 120 € gekostet. Es hatte zwar unverständliche Konstruktionsfehler, aber ich kam damit zurecht. Brauchbare Ersatzoptik (Okulare, Objektive) kann man auch schon für ein paar € aus China kaufen. Für den kleinen Geldbeutel oder bei geringer Nutzung durchaus eine Alternative. Die Chinesen lernen schnell: wahrscheinlich haben sie inzwischen dazugelernt oder besser abgeschaut. Bei häufigem Gebrauch würde ich jedoch zu einem Triokular-Markengerät raten.
VG, Tonio
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Hallo Martin,
Den Chemismus kann ich nicht erklären. Auch nicht weshalb das cyano.. heißt. Ob das was mit cyanid zu tun hat, frage ich mich auch. Vielleicht sollte man sich mal die Strukturformel von Baumwollblau ansehen, ob da ein CN dranhängt.
Dass sich alle hyalinen Strukturen damit färben lassen, ist meiner Erfahrung geschuldet. (Ausnahme sehr alte Formen). Umgekehrt lassen sich braune Strukturen nicht färben (Ausnahme sehr junge unausgereifte Formen).
VG, Tonio
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Hallo zusammen,
jetzt im Herbst fallen Myriaden Tonnen Blätter zu Boden. Diese werden anfangs vor allem von anamorphen Pilzen zersetzt, bevor dann die Humifizierung durch Bakterien fortschreitet. Freunde von Hyphomyceten brauchen jetzt keine Feuchtkammern in Form von Döschen; die Feuchtkammer ist die Natur. Man kann also bei einem Spaziergang oder vor dem Haus etwas Pflanzenmaterial aufheben und dann mit dem Mikroskop in die Tiefen der Schimmelpilze eintauchen. Ich will hier die Gattung Harzia zeigen, einen alltäglichen Pilz, der quasi auf jedem pflanzlichen Material vorkommt. Dann seinen seltenen Albinobruder, die Gattung Olpitrichum und schließlich die selteneren Synanamorphen dazu, die Gattung Proteophila (nicht zu verwechseln mit der optisch ähnlichen Gattung Aspergillus). Zuverlässige Artenangaben sind ohne Sequenzierung bei Hyphomyceten kaum möglich.
VG, Tonio
1) Harzia (Konidien gelb-braun, daher nicht färbbar mit Baumwollblau + Milchsäure = acyanophil) - von Corylus
2) Olpitrichum (Konidien hyalin, daher färbbar mit Baumwollblau + Milchsäure = cyanophil) - von Buxus
3) Die synanamorphe Proteophiala zu Harzia - von Rhododendron
(Phyaliden + Konidien hyalin, daher färbbar mit Baumwollblau + Milchsäure)
4) Die synanamorphe Proteophiala zu Olpitrichum - von Raphanus
(Phyaliden + Konidien hyalin, daher färbbar mit Baumwollblau + Milchsäure)
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Hallo Dungpilz-Freunde,
hier an einem kleinen Fluss gibt es viele „Biber-Rutschen“. Dort konnte ich einige Köttel auflesen. Es entwickelten sich viele Volutella sp. (1). Daneben sah ich auch viele gelbe Pusteln (2). Diese stufte ich als Staphylokoccus aureus-Haufen ein (Sporen 0,5-1,5 µm). In/an diesen Haufen gab es auch diverse andere Arten. U. a. gab es zwei verschiedene „Conidiomata“. Einmal mit ovalen Konidien (5-7 x 3,5-7 µm) (3), und dann mit runden Konidien (6,5-8 µm) (4). Diese beiden konnte ich nicht bestimmen. Oder sind es nur in Schleimklumpen verklebte Artefakte?
HG, Tonio
1) Volutella sp.
2) Gelbe Pusteln
3) „Conidiomata“ mit ovalen Konidien
4) „Conidiomata“ mit runden Konidien
