Beiträge von TonioS

    Hallo Thorben, Stefan und alle Pilz-Interessierte,

    auf einer Spinne sah ich ein weißliches (1) und ein reinweißes (2) Pilzmycel. Es waren zwei verschiedene Formen. Kennt jemand die zweite Form?

    HG, Tonio


    1) Gibellula sp. (Konidien ca. 1,5-2 µm)



    2) viell. Mucor (mit einem Septum kurz unter dem Sporangium!)

    (Konidien ca. 3 x 2,5 µm)

    Hallo Thorben,

    da bei Seifert et al. "some spp. synnematous" steht, dachte ich, es könnte ein Gliocladium sp. sein. Ansonsten habe ich keine alternative Idee. Andere Penicillium-ähnliche Formen, wie z.B. Leptographium, Kendrickiella, Myxocephala, Geosmithia etc. haben wohl keine synnematouse Stiele.

    VG, Tonio

    Hallo Thorben, Stefan und alle Pilz-Interessierte,

    auf Laubholz sah ich einen flaumigen, fädigen, weißen Belag. Im Mikro waren dann ziemlich große, ovale, hyaline Konidien zu sehen [(12)14-17 x 10-12 µm]. Auch alle Hyphen waren hyalin. Die Konidien saßen einzeln endständig an plumpen Hyphenenden und an sehr kurzen Noppen seitlich an den Hyphen. Keine Asci. Leider fand ich keine passende Bestimmung. Am ehesten käme noch Scedosporium (Seifert et al. plate 99D) infrage; aber diese Gattung soll (sub)hyaline Konidien bilden. Oder sind es Zoosporangien vom Falschen Mehltau (Peronosporaceae, Plasmopara)? Kennt jemand diese Gattung?

    HG, Tonio

    Hallo zusammen,

    Auf Laubholz sah ich einen weißen Schimmel-Belag. Es war dann doch kein Rindenpilz (Basidiomycet), wie ich zunächst vermutete, sondern ein Hyphomycet: Konidien ca. 16-18 x 2-3 µm, Hyphen alle hyalin. Wahrscheinlich ist es Diplorhinotrichum candidum (Ellis: Konidien 16-21 x 3-4 µm). Ich bin mir mit der Bestimmung aber nicht sicher. Es könnten auch Dactylaria sp., Anungitea sp., Zasmidium sp. etc. sein.

    VG, Tonio

    Hallo Thorben,

    Ich hätte den beinahe beim flüchtigen Hinsehen als Acremonium sp. -Gruppe abgetan. Vielleicht hast du ihn ja nur übersehen.

    H.Gruß, Tonio

    Hallo zusammen,

    Dieser rosa Volutella sp. scheint besonders schmackhaft für Milben zu sein. Hier auf Winterschachtelhalm. Leider werde ich nie erfahren, wie die schmeckt. :kaffee:

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    Auf Pferdedung konnte ich einen Schipi sichten, den ich als Malbranchea sp. einstufen möchte: Konidien meist leicht eckig ca. 2-2,5 x 1,5-2 µm. Hyphen ohne Schnallen. Die Konidien werden von aufgerollten Endhyphen abgetrennt, so dass oft „Nester“ mit Konidien entstehen. Laut Seifert et al. soll die Gattung auf „soil, keratin, dung, man, cellulose and other substrates“ vorkommen. Also wohl nicht ungewöhnlich auf Dung.

    HG, Tonio

    Hallo Thorben,

    Danke für den wertvollen Hinweis. Ich fand den Artikel von Martina Reblova „The genera of Chaetosphaeria and its anamorphs“. Dort passt die Art Chloridium clavaeforme ziemlich genau.

    Viele Grüße aus Bayern, Tonio

    Hallo zusammen,

    Auf einem Laubholzstück (Rotbuche oder Hainbuche) fand ich diesen Schimmelpilz:

    Konidien hyalin, sehr klein (2 x 1,5 µm), dreieckig bis stöpselförmig, gebildet in der Endhyphe (Chalara-Typus)

    Hyphen braun, unverzweigt, wenig septiert, knotig-stufig


    Leider konnte ich diese Art nicht identifizieren. Ähnliche Formen mit annähernd dreieckigen Konidien fand ich bei Phaeoacremonium, Catenularia und Briania. Aber diese passen nicht zu diesem Fund.


    Zudem gab es in der gleichen Probe orange Setae und hyaline Hyphen mit eigenartigen Knöllchen daran (Knöllchenbakterien? Aber Rhizobium spp. sind stäbchenförmig). Dass diese zu den obengenannten Formen gehören, ist wohl eher nicht der Fall. Die Setae sehen eher nach Basidiomyceten aus (z.B. Haarschwindling = Crinipellis).


    Kennt vielleicht jemand diese Hyphomyceten und weiß man etwas über die Knöllchen?

    HG, Tonio


    1) Schipi mit stöpselförmigen Konidien


    2) Setae + Knöllchen

    Hallo Felli,

    Bzgl. Pse. lonicerae: Sehr schwieriger Fall. Ich fand solche Formen auch schon öfter. Dabei konnte ich Alternaria nicht ausschließen. Lt Seifert et al gibt es bei Alternaria über 300 Spezies. Da könnten solche Formen schon dabei sein. Auch Ulocladium, Thyrostroma etc. sind in Betracht zu ziehen. Letztlich wird kann wohl nur eine Sequenzierung Klarheit schaffen.

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    auf freiem Feld lag ein Haufen mit deutlich angewitterten Hackschnitzeln. Leidern habe ich keine Idee über die Baumart, aber ich vermute Laubholz. Ich nahm eine Handvoll mit und mikroskopierte. Hier die Befunde:

    VG, Tonio


    1) Sporoschisma cf. juvenile (Konidien ca. 24 (1 Septum), 27 (2 Septen) 33 (3 Septen) x 8 µm)


    2) Tridentaria cf. implicans (Konidien ca. 25-55 x 7-10 µm; 5-10 Septen)



    3) Helicomyces cf. roseus



    4) unbestimmt (~Cladosporium sp.) (Konidien ca. 10 x 6 µm)

    Bitte nur braune Objekte betrachten!

    Hallo zusammen,

    Als ich meine Dahlien aus dem Winterquartier wecken wollte, sah ich einen verschimmelten Stumpf von einem Stängel. Das Mikroskop erbrachte einen Erstfund für mich von Botryosporium pulchrum. (Hier: Reife Konidien glatt, hyalin 7-8 x 3-3,5 µm). Ich hoffe, dass ich mit der Bestimmung nicht falsch liege, auch wenn die Konidien nicht „minutely verruculose“ waren und der Pilz nicht auf „nettle plants“ (Ellis&Ellis) wuchs.

    VG, Tonio

    Hallo alle Pilze-Freunde,

    auf einem welken Blatt einer überwinterten Campanulaceae fand ich diesen Pilz. Für mich ist diese Form ein Erstfund. Allerdings kann ich sie nicht einordnen. Sieht wie Basidien aus – aber dem widerspricht die Verästelung. Ich versuchte mal, eine Skizze anzufertigen. Die septierten CGC/Basidien messen 11-18 x 3 µm und die Konidien/Sporen 4-6 x 1-1,5 µm; keine Schnallen. Auf anderen Blättern der Pflanze ließ sich dieser Fund nicht reproduzieren.

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    auf Goldrute (Solidago) fand ich diesen Schimmelpilz. Die glatten braunen Hyphen zeigten vereinzelt Narben, nur kopfig spärlich verzweigt; Konidien glatt, teils mittig tailliert, hellbraun, 1-3 Septen, teils in Ketten, einzelne Ramokonidien,15-22 x 5-6 µm. Leider gibt es keine Makroaufnahme, da ich nur auf Verdacht eine Klebeprobe abnahm.


    Es ist sicherlich kein Dendryphion comosum oder Den. nanum, da diese Torula herbarum-ähnliche Konidien bildet (vgl. Seifert et al. und etlichen Forenbeiträgen). Aber vill. kommt eine andere Dendryphion-Art infrage (vgl. Barnett & Hunter „Illustrated Genera of Imperfect Fungi). Allerdings gibt es etliche weitere Gattungen, die vergleichbare Konidien bilden (Septonema, Brachycladium, Kylindria, Rhexocercosporidium u.a.). Ich komme hier zu keiner plausiblen Bestimmung.

    VG, Tonio



    Hallo zusammen,

    auf Equisetum hyemale fand ich die Art Gyrothrix podosperma (Konidien 13 x 1-1,5 µm). Ich weiß nicht, ob es dafür einen deutschen Namen gibt. Übersetzt würde ich mal „Basalsporiges Kraushaar“ in den Ring werfen. Hier einige Bilder:

    VG, Tonio

    Hallo Pilzfreunde,

    auf einer Mumie von Cichorium fand ich diesen Gesellen. Könnte es sich eine Scopinella sp. handeln? Die Hälse der Ascomata sind meist kurz, teilweise aber auch sehr lang (bis 900 µm), Die Sporen maßen ca. 4-5 x 3-4 µm. Asci sah ich leider nicht.

    VG, Tonio

    Hallo Felli,

    Jetzt auf dem neuen Foto sehe ich auch Phialiden und sogar ein rundes Ende der Hyphe mit kurzen Metulae, auf denen die Phialiden aufsitzen. Vergleiche doch mal mit Goidanichiella sp.. Allerdings haben diese braune Hyphen. Also viell. doch Pen. sp.

    VG, Tonio

    Servus allerseits,

    Bei Ellis (S. 471, 857, Fig. 1808) gibt es Rotula graminis. Aber das war nur ein Hinweis eines „Ratlosen“ auf gewisse Ähnlichkeiten. Für Penicillium vermisse ich die Phialiden. Leider war bei der Anfrage nur ein Foto mit FK, und auch nur im Pulk. In solchen Fällen verreibe ich unter dem 10er Objektiv mit einem Skalpell die Masse etwas, damit ich die CGC besser sehen kann (was aber nicht immer gelingt). Bleiben nur noch die runden Konidien, die für einen typischen Pen. expansum, commune etc, sprechen.

    VG, Tonio

    Nachtrag

    Ich sah mich ein wenig um, ob Rotula oder Rutola richtig ist. Offenbar verwenden Ellis & Ellis die Bezeichnung Rotula graminis, während bei Seifert et al. und auch sonst im Internet Rutola graminis heute üblich ist. Ob nun bei Ellis ein Irrtum vorliegt oder ob ältere und neuere Bezeichnung, oder ob später sich ein Buchstabendreher eingeschlichen hat, kann ich nicht beurteilen. Da müsste man mal die Originalbeschreibung lesen, die mir aber nicht zugänglich ist. Ich werde also auch den heute üblichen Artnamen Rutola graminis verwenden. 😏😊

    Hallo zusammen.

    Ich möchte diesen hier unter Cladosporium sphaerospermum abspeichern. Könnte das so gut sein, oder habt Ihr eine andere Idee. Sicherlich hat jemand eine Monographie über Cladosporium oder einen guten Übersichtsartikel dazu. Hier: Isolat von Gras (Poaceae), Konidien ca. 4,5-6 µm.

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    Für mich ist das weder Aspergillus noch Penicillium. Ein sehr interessanter Fund.

    Ich bin aber ratlos. Möglicherweise in Richtung Rotula. Ein möglicher Kandidat wäre auch Periconia glycerinicola (Ellis: Skizze 1802) oder Cladosporium sp.

    VG, Tonio

    Hallo Thorben und alle Hyphomyceten-Freunde,

    1) Auf Impatiens glandulifera wuchs noch eine andere Hyphomyceten-Form mit fächerigen, phyalidischen Konidiophoren und spindeligen, an den Polen abgestumpfte Konidien (ca. 8 x 3-4 µm). Diese Form würde ich der Gattungen Paecilomyces zuordnen.


    2) Auf Carex pendula zeigte eine ähnliche Form wie bei Acremonium gezeigt auch diese lanzettlichen Konidiophoren. Aber im Gegensatz zu den ovalen Konidien sind hier spindelige Konidien (ca. 6-6,5 x 1,5 µm) mit abgestutzten Enden und häufig in Ketten wie bei 1) zu sehen. (evtl. Acremonium api, Septofusidum, Pleurocatena).


    Was meinst Du dazu?

    Servus, Tonio


    1) Auf Impatiens:


    2) Auf Carex

    Hallo,

    ich denke, dass es sich bei den Hyphopodien um die Gattung Clasterosporium (C. caricinum) handelt. Bei Ellis (Microfungi of land plants, Abb. 1989, Text S. 535) ist diese Art beschrieben. Es wird auf nasses Gelände verwiesen und die passenden Konidien fand ich in den Proben auch. Ebenfalls bei Seifert et. al. (Abb. 241A) sind Hyphopodien bei dieser Art skizziert. Bem meinem zweiten Foto hier kann man sogar schemenhaft die Hyphopodien erkennen.

    VG, Tonio