Liebe Claudia,
danke für's Zeigen und den Bericht.
Ich wollte da auch hin, konnte aber nicht, da ich anderweitig vergeben war.
Interessant ist, das das Wissen über die Herstellung des Zunders aus dem Zunderschwamm in großen Mengen verloren gegangenen ist, wie mir Hans Schaub erzählte. Zum Schwammklopferfest wird lediglich der Vorgang so gezeigt, wie vermutet wird, wie es früher getan wurde. Es ist aber kaum anzunehmen, das mit der Methode die riesigen Mengen produziert werden konnten, wie das früher der Fall gewesen ist.
Im Rennsteigmuseum sind viele Exponate zum Zunderschwamm vom Hans Schaub, dem "Zunderpabst", zu sehen. Diese hat er dem Museum gestiftet, wie er berichtete. Im dritten Bild von Claudia, alias Wutzi, ist ein "Hackstock" zu sehen, auf welchem eben Zunder geklopft wird, welcher Hans Schaub den "Schwammklopfern" geschenkt hat; Hans ist Tischlermeister.
Das Klopfen hat man mit 20 min Übung bald raus und dann geht es flott von der Hand. Nur ist das eine ganz schöne Sauerei, da der Zunder nass, direkt nach dem Kochen, geklopft wird.
Später kann der Zunder, so wurde es früher auch gemacht, mit einer Salpeterlösung getränkt werden. Durch Probieren habe ich herausgefundenen, das eine 10 %ige Lösung ideal ist.
Viele Grüße,
Steffen