Beiträge von Navajoa

    Hallo Martin,


    so eine urige Landschaft in diesem Nebel und diesigem Licht – das hat doch was!


    Das erinnert mich an so einige Aufstiege auf den Schneeberg, Nußhardt und Ochsenkopf in Franken.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    ich war heute einmal schnell im Habit gewesen, in der Hoffnung, weitere FK zu finden.


    Es gab die Überreste eines neuen FK. Ich fand den Pilz leider schon so vor, wie im Bild. Er lag mitten auf dem Weg, der Hut komplett abgefressen, schon leicht trocken.



    Ich glaube da schon das Anhängsel zu sehen. Nur leider wurde das wahrscheinlich abgerissen.


    Den anderen Fund habe ich eben nochmals begutachtet, der kleine Pilz am Anhängsel, Matthias hat darauf hingewiesen, ist gut von diesem zu trennen.


    Substrat:

    Ich habe am Fundort mitten auf dem Weg gegraben. Man sieht am Wegrand, das an der Fundstelle der Weg mit Basaltbrocken, irgendwann einmal, aufgefüllt wurde.

    Basalt ist hier bei uns üblich und zerfällt basisch. Deswegen gibt es an unseren Wegrändern in den sauren Fichtenwäldern auch Spitzmorcheln.


    Bäume:

    Der nächste Laubbaum, Eiche, ist mehr als 35 m weit weg. Am Fundort meist Fichten, einige wenige Kiefern.



    Viele Grüße,

    Steffen

    ja, da war ein kleines Exemplar dran.

    Hallo Steffen,

    dann kann das Annhängsel durchaus der Stiel vom kleinen PIlz sein, ich habe es mal in zwei deiner Bilder eingefügt wie es für mich aussieht.

    ...


    Hallo Matthias,


    das ist natürlich auch ein Argument.


    Es haben sich schon etliche Leute wegen eines Exikkates gemeldet.


    Wenn Sebastian eine Sequenzierung machen will, so wäre das natürlich optimal.



    Viele Grüße,

    Steffen


    Hallo Peter,


    nun, es sprechen mehrere makroskopische Gründe für B. a. und nicht für B. s.


    Aktuell fehlt mir echt die Zeit, mich ans Mikroskop zu setzten, um mich in Ruhe damit zu beschäftigen.


    Die Proben versende ich am nächsten Montag und bitte Dich darum, das Ergebnis Deiner Untersuchung dann hier mitzuteilen.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,

    ich hab den einmal probiert (komplett knackiges Exemplar) und fand Frauen- und Speisetäublinge um Welten besser... Vielleicht hab ich den damals auch überbraten, schmeckte leicht bitter...

    Viele Grüße

    Hallo,


    Frauentäublinge sind auch lecker, keine Frage. Der Grüngefelderte ist für mich besser. Er ist auch noch fester.


    Könnte schon sein, das beim Braten ein Stück verkohlt ist und es deswegen bitter wurde.


    Ich brate die Pilze jedoch immer mit großer Hitze schön braun. Allerdings muss das unter ständiger Beobachtung geschehen.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    das Ausmessen der Sporen kann ich mir sparen.


    Felix Hampe hat dem tschechischen Boletus-Spezialisten Michal Mikšík meine Fundbilder zukommen lassen.


    Michal schrieb darauf hin, das es sich bei Fund um Butyriboletus appendiculatus handelt. Betont mit einem Ausrufezeichen.


    Felix bemerkte daraufhin, das mein Fund in einem reinem Fichtenhochwald war, und ob das sein könne.


    Michal antworte drauf, das reiner Fichtenwald kein so seltener Lebensraum sei. In Tschechien kennt er rund 50 Standorte in Fichtenwald. In anderen Ländern ist dies jedoch seltener.

    Er kennt sogar ein Habitat, in welchem B. appendiculatus und B. subappendiculatus gleichzeitig vorkommen.


    Interessant ist, das in hochkarätiger Literatur der Lebensraum Fichtenwald für Butyriboletus appendiculatus nicht erwähnt wird. Das dem so ist, wissen wir nun.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    im Tagesspiegel fand dich diese Kurzmeldung:


    Seltene und zum Teil stark bedrohte Pilzarten sollen wieder im Nationalpark Bayerischer Wald angesiedelt werden. Dazu werden derzeit Bäume mit diesen Pilzen geimpft, wie die Uni Bayreuth und der Nationalpark mitteilten.


    Hier der Link als Text, falls die externen Links wieder nicht funktionieren:

    Artenrettung: Bäume impfen, um seltene Pilze anzusiedeln
    Bäume impfen? Und zwar mit Pilzen? Die Uni Bayreuth und der Nationalpark Bayerischer Wald stellen ein ungewöhnliches Projekt zum Artenschutz vor.
    www.tagesspiegel.de


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    gestern am Mittwoch fand das wöchentliche Online-Treffen der Forenmitglieder statt.


    Dort wurde auch über meinen Fund diskutiert.


    Mein Dank geht an alle Teilnehmer!


    Wir sind uns sicher, allein makroskopisch zu Butyriboletus appendiculatus, dem Anhängsel-Röhrling zu kommen.

    Warum?


    Butyriboletus appendiculatus weist eine deutlich spitz ausgeprägte Stielspitze auf. Hingegen Butyriboletus subappendiculatus eine deutlich abgerundete Stielspitze besitzt.


    Paulis

    Kannst Du dich an die Form der Stielspitze erinnern?


    Für B. a. spricht auch das Blauen der Röhren an alten Exemplaren.


    Gleichzeit besteht auch ein Unterschied im Sporenquotient. Ich versuche heute die Sporen zu vermessen. Allerdings ist der Tagesplan voll...


    Butyriboletus appendiculatus kann auch bei Fichte vorkommen. Ich werde in 2 Tagen wieder vor Ort sein und den Baumbestand am Fundort genau prüfen.



    Dank & Gruß,

    Steffen

    Hallo Björn,


    genau so ein Pilzbild in der Art konnte ich 2022 machen. Jeder hat den gleichen Gedanken... g:D


    Viele Grüße,

    Steffen

    Karl W


    Hallo Karl,


    prinzipiell hast Du natürlich recht, das die Parasiten ihren Wirt nicht morden; das macht ja keinen Sinn.



    Das ist übrig vom dem 2m hohen Liebstöckel. Die Blätter und Trieb waren dermaßen von Puccinia bornmuelleri befallen, unglaublich.


    VG,

    Steffen

    Liebe Pilzfreunde,


    ich war heute für eine Exkursion scouten.


    Und in einem Fichtenhochwald, mitten auf den Waldweg, stand ein großer Pilz mit 18 cm Durchmesser. Das war überdies auch der einzige Pilz, abgesehen von einem zweiten solchen Exemplar, auch so groß, allerdings schon völlig breiig in der Zersetzung begriffen.


    Und von dem schönen Exemplar hatte jemand bereits eine 2 cm dicke Scheibe vom Hut abgeschnitten; die lag daneben. Da wollte derjenige sicherlich sehen, wie sich die Trama verfärbt.


    • Geruch: ich hatte Corona und rieche mal wieder nichts. Ich habe jemand am Anschnitt des Hutes und an Stielbasis riechen lassen. Der Hutbereich riecht pilzig, die Stielbasis riecht/stinkt wie alter, abgestandener Urin. Selbst ich rieche das schwach als unangenehm.


    • Geschmack: leicht sauer


    • Fleisch: fest (Nachtrag)



    Fundort ist ein reiner, saurer, Fichtenhochwald. Laubbäume, hier nur Eichen, sind weit weg. Die letzte Eiche steht links neben mir, als ich das Foto machte. Der Pfeil zeigt auf den großen Pilz mitten auf dem Weg:



    Hutdeckschicht teils rötlich, links gut zu sehen, Größe 18 cm:



    Hier die "Anschnitte" am Hut, links der alte Anschnitt, welchen ich vorgefunden habe, rechts meiner von vor 7 Stunden:




    Die Stielbasis mit gelben Myzel:




    Die Röhren blauen bei Druck sofort; Anwachsstelle der Röhren am Stiel:



    Das Stielnetz wurde leider von einer Schnecke komplett abgefressen, es ist nur diese eine Stelle übrig:



    Schnittbild nach 5 min, auch nach 30 min + keine Veränderung; Stiel leicht rötlich, Hut schwach blauend:



    Hutdeckschicht im Schnitt:



    Hutdeckschicht mit KOH:



    Habt ihr hierzu Ideen?



    Viele Grüße,

    Steffen