Beiträge von Navajoa

    Hallo,


    wie angekündigt war ich in Sachen Hygrophorus marzuolus, dem Märzschneckling, am Montag erneut unterwegs.


    Die Bedingungen waren zur Suche mehr als schlecht, es schien die Sonne. Das ergibt auf dem Waldboden einen Fleckenteppich aus sonnenbeschienenen Stellen und Schatten. Das ist für das Auge bei einer Suche durch die hohen Kontraste sehr anstrengend; aber was will man machen. Und Photos kann man in der Sonne auch nicht machen.


    Der Boden und das Moss sind deutlich ausgetrocknet. Erste Pilze zeigen deutliche Erscheinungen durch Austrocknen.


    Sehr schön zu sehen, wie sich die Pilze entwickeln. Es wird im Boden der Hut ausgebildet, und dann durch Wachstum des Stieles alles nach Oben geschoben. Das das natürlich auf Grund von Ästen, Zweigen, Wurzeln Probleme macht, ist klar. Man erkennt das sehr gut daran, welche Substratbewegungen dabei vollzogen werden. Siehe Bild unten; die Gruppe.


    Bei den Pilzen von vor 2 Tagen konnte ich ein Wachstum/Verdicken des Stieles verifizieren, so wie in der Literatur beschrieben.


    Neue Exemplare konnte ich nicht finden. Die erhofften Photos, diesmal ohne Schneckenfraß, konnte ich somit nicht schießen.


    Dafür konnte ich in anderen Wäldern weitere Sto feststellen; ebenfalls gut von Schnecken besucht.


    Aktuell ist der nächste Regen für Sonntag angesagt, bis dahin Trockenheit und Wind; so wie heute.


    Am Sto in den letzten Tagen immer Nachtfrost mit bis zu -5 °C.


    Ich bleibe dran, um vielleicht doch noch neue Photos zu bekommen.

    Der Fruchtkörper ist von Haus aus so schief, ein Teil des Hutes hängt im Boden fest. Sehr schön zu sehen, der Stiel wächst weiter und faltet sich. Vor 2 Tagen war der Stiel deutlich kleiner und dünner:




    Eine große Gruppe wird aus dem Boden gedrückt. Zum Größenvergleich links ein Fichtenzapfen. Links der Mitte erkennt man unter einem Hut eine Schnecke... :




    Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    seit Wochen durchstreife ich die Wälder auf der Jagd nach Hygrophorus marzuolus, dem Märzschneckling.


    Dabei habe ich in vielen Exkursionen in unterschiedlichste Gebiete insgesamt rund 130 km zu Fuß zurückgelegt, wie die Auswertung meiner Tracks zeigt.

    Allerdings war es in den letzten Wochen einfach zu trocken, dass Moos im Wald war schon staubtrocken… Aber wenn ich nicht jetzt im Frühjahr suche, hieße das, warten bis nächstes Jahr. Also dranbleiben und suchen.


    Dann gab es vor etlichen Tagen mehr oder weniger Regen. Am Gründonnerstag war ich wieder im Wald und habe diesen völlig verändert gefunden. Das Moos dick, grün und saftig, der Waldboden nass.


    Gestern war ich auf der Jagd nach Morcheln, also in einem völlig anderen Gebiet.


    Heute wollte ich erst eine Radtour machen, mit einem Abstecher zum Märzschnecklinge suchen. Ich habe dann aber doch eine Waldwanderung gemacht, und bin in den Wald gegangen, welchen ich auf Grund aller Recherchen zu Standorten des Hygrophorus marzuolus von Anfang an für den am besten geeigneten hielt. Heute im Wald 0 °C, dazu ein eisiger Wind. Überdies ist der Wald auch der, welchen ich bei meiner Radtour besucht hätte.


    Ja, und dann standen sie einfach da, die Märzschnecklinge. Der Regen hat nicht nur die Pilze aus dem Boden getrieben, sondern auch die Schnecken auf den Plan gerufen. Teilweise sind fast die ganzen Hüte abgefressen. Sehr schade, gibt es keine Bilderbuchbilder.


    Was dann kam ist die "3-F-Methode". Finden – Freuen – Fotografieren.
    Da die Pilze geschützt sind, weil stark gefährdet, habe nur ein Exemplar entnommen, um dieses näher betrachten und um meinen Wissenshunger stillen zu können – man möge es mir verzeihen.


    Die Pilze fand ich immer in Gruppen wachsend, mit bis 5 m Durchmesser. Niemals einzelnstehend. Die größten Exemplare haben rund 16 cm Durchmesser, was nicht wenig ist.


    Wenn man mich fragen würde, sind sie optisch gesehen schwer zu finden, so verneine ich das, im Gegenteil. Sie fallen sofort auf.


    Die Wälder sind Fichten, selten eine Kiefer dazwischen. In den Wäldern sind auf Anhieb, ohne weitere Untersuchungen, mind. 5 verschiedenen Moose zu finden.Teilweise ist der gesamte Boden mit Moos bedeckt. Sonst locker bemoost.


    Im Boden sind noch viele Kleine zu finden, es werden also noch weitere Pilze folgen. Hier werde ich am Montag nochmals unterwegs sein und meine richtige Kamera einpacken.


    Wenn ich gewollt hätte, ich hätte in 1 Stunde ganz sicher einen 10 l Eimer mit Haufen voll gehabt, wenn es reicht.



    Letztlich hat es nach ausführlicher Recherche, wochenlanger Suche, vielen Exkursionen und rund 130 km zu Fuß im Wald unterwegs funktioniert – und dass an meinen Geburtstag.


    Für mich persönlich ist auch sehr wichtig, dass ich keine Standortinfo von außen erhalten habe.


    Suchbild:



    am Standort gibt es mind. 5 Moosarten:


    Fruchtkörper:








    Das untersuchte Exemplar (die Fäden zwischen den Lamellen, das ist Schneckenschleim):





    Viele Grüße,
    schöne Ostern,

    Steffen

    Hallo,


    endlich bin ich mal wieder mit etwas mehr Zeit im Forum unterwegs. In den letzten Tagen war das eher schwierig…

    Anbei ein kleiner Ostergruß.

    Ich habe am Donnerstag erstmals auch Wachteleier mit gefärbt; sind recht nett geworden, wie ich finde.

    Das Foto sollte nur zur Demo dienen, daher die Blechschüssel... 8o




    Ich wünsche euch ein paar schöne, ruhige und erholsame Tage,

    lasst es euch gutgehen,

    Steffen

    Hallo,


    beim heutigen Versuch Morcheln zu fangen, habe ich nicht nur einen Becherling, sondern auch etwas gefunden, was ich überhaupt nicht deuten kann. So etwas habe ich bisher auch noch nie gesehen.

    Erst dachte ich, es handelt sich um die Hinterlassenschaft eines Tieres. Aber es ist geruchlos.


    Der ganze Haufen ist ein Gebilde.


    Das Totholz ist Erle.


    Die Konsistenz ist geleeartig; ein Zwischending zwischen Pudding und Götterspeise. Ziemlich fest.


    Es kann auch nicht von einem Baum getropft sein, da direkt darüber nichts ist.


    Kann es sein, das das erst auf dem Stamm wuchs, da wo es dunkel ist, und nun im Zustand beginnender Zersetzung herunter gelaufen ist?


    Im Bild ist eine Nacktschnecke zu sehen, welche das scheinbar lecker findet.


    Hier das Objekt:





    Wer eine Idee hat, was hier zu sehen ist, bitte lasst es mich wissen.



    Fröhliche Ostern,

    ruhige Freitage,

    Steffen

    Hallo,


    ich war heute einige Stunden Morcheln fangen. Wobei es in Bezug auf die Morcheln bei der reinen Absicht geblieben ist… :cool:


    Dafür habe ich einen Becherling gefunden.


    Nur was für einer könnte das sein?



    Standort:

    Nahe einem Bachlauf unter Erlen, bzw. in deren Laub.


    Begleitpflanzen:

    Erlen, wenige Buchen, Buschwindröschen, Gelbe Windröschen, Schlüsselblumen, Schuppenwurz.


    Sklerotium:

    Erbensgroß, außen hartschalig schwarz, innen fast weiß, schwammig


    Bei Bedarf kann ich noch mehr/andere Photos machen, die Pilze lagern feucht im Kühlschrank.






    Fröhliche Ostern und erholsame Feiertage,

    Steffen

    KaMaMa


    Hallo Martin,


    herzlichen Dank für Deinen ausführlichen, interessanten und beratenden Beitrag! Und für Deine Zeit, welche Du mir geopfert hast – ich weiß es zu schätzen! :thumbup:

    Du hast mich mit Deinem Beitrag nicht gelangweilt, ganz im Gegenteil.


    Politik der kleinen Schritte. Ich habe mir aktuell eine Stereolupe geordert. Obwohl es Lupe eigentlich nur im Sinn trifft; aber völlig egal. Und richtig, so ein Ding ist immer zu gebrauchen.

    Obwohl ich kein Mikroskop von Bresser kaufen würde, habe ich es mit einer Stereolupe, nach ausführlicher Info im Netz zu diversen Geräten, getan. Auch die 10 Jahre Garantie seitens Bresser sind ein Argument. Und man kann an das Science ETD-301 7-63x Trino Zoom-Stereomikroskop eine Kamera anschließen.


    Aktuell gibt es im ALDI-Shop das BRESSER Science ETD-301 7-63x Trino Zoom-Stereomikroskop mit 21 % Rabatt. Das ist, wie ich eben sehe, schon fast ausverkauft.


    Kameras: ich habe mich nun einige Tage damit beschäftigt. Eine DSLR kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. USB-Kameras werden letztlich nur von wenigen chin. Herstellern produziert. Videoaufzeichnungen speilen bei mir kein Rolle, das kann vernachlässigt werden. Beliebt sind Kameras mit Sensoren von Sony, z. B. mit dem Sony IMX 183 mit 1 " Größe, Auflösung 5440x3648 Pixel. Kauft man direkt beim Hersteller, oder besser, weil abgesichert, über Ali-Express, ergeben sich Einsparungen von bis zu ¾ des deutschen Preises für das absolut identische Produkt. Ein, wie ich denke, nicht zu verachtender Punkt.


    Software: zum Erfassen, Stacking, Mosaik – alles ist letztlich ein Hersteller, Anbieter lassen lediglich die Software branden, die GUI anpassen, etc. Die Software kann man einfach kostenlich und völlig legal herunterladen; installiert sich meist aut. in Deutsch.


    Ich werde dann nächste Woche, wenn ich die Lupe erhalten habe, berichten.


    Ich danke auch allen anderen, welche mir hier zur Seite stehen.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Tuppie


    Hi,


    als karg würde ich das nicht bezeichnen. :cool: Aber es ist eben alles relativ.

    Was ich sehr schön finde, das man auf einem kleinen Raum, bedingt durch den relativ hohen Vulkanberg, diese vielfältigen Vegetationszonen hat. Das hat in der Tat etwas Reizvolles.

    Die dortigen Pflanzen haben wirklich etwas sehenswertes, obwohl mich die dortigen Sukkulenten (die interessieren mich prinzipiell nicht) und eingeschleppten Kakteen nicht reizen. Dazu kommt neben den Pflanzen halt noch "Landschaft".


    LG,

    Steffen

    Hallo,


    vielen Dank für eure Hinweise. :thumbup:


    Sehr richtig ist, man muss auch deuten/bestimmen können, was man sieht. Literatur dazu ist ein Punkt, welcher nicht außer acht zu lassen ist. Das Drumherum, was benötigt wird, ebenfalls.


    Ich muss mir das wirklich reiflich überlegen.



    Dank & Gruß,

    Steffen

    GünterS


    Hallo Günter,


    vielen Dank für Deine Info.

    Zur Kamera ist zu sagen, das Sensoren von Sony das Maß sind. Mikroskopkameras werden nur von einigen Herstellen in China produziert, soweit ich das sehe. Der Rest ist gelabelt. Und eigentlich handelt es sich fast nur um das Gehäuse mit dem Sensor drin. Also je nach Modell.

    Sehr interessant ist auch, das nicht nur die MP entscheidend sind, sondern wie groß ein Pixel ist. Sprich, es gibt Kameras, wo ein Bild-Pixel 2,34 µm groß ist, andere haben 1,34 µm pro Pixel, also fast die doppelte Auflösung. Kauft man die Kamera direkt beim Hersteller, kann man viel Geld sparen. OK, da wäre der Garantiefall etc., aber das muss man abwägen.


    Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    ich komme nach reiflicher Überlegung immer mehr zu dem Schluss, dass, wen man beabsichtigt, sich ernsthafter mit Pilzen zu beschäftigen, ein Mikroskop unumgänglich ist.


    Die Fragen hierzu sind umfangreich.

    Grundlegend habe ich mich informiert.


    Ich erkläre, dass ich mir etwas Aktuelles, mit allem, was der Pilzmensch so braucht, zulegen möchte.

    Ich möchte nicht den Fehler begehen, etwas zu kaufen, von dem ich später sage: hätte ich nur etwas mehr ausgeben und hätte nun etwas Brauchbares. Schlimm wäre, zweimal zu kaufen.



    Was stelle ich mir vor:

    • Es soll ein aktuelles Mikroskop-Modell sein, welches die Bedürfnisse des Pilzfreundes voll abdeckt
    • es kommt prinzipiell nur Neuware in Frage
    • Beleuchtung LED, oder tauschbar
    • Kamera; siehe unten



    Zur Kamera:

    • mindestens 4k Auflösung
    • entweder eine spez. Mikroskop Kamera oder einen DSLR-Body – wo liegen Vor- & Nachteile ?
    • wenn spez. Kamera, eventuell mit WLAN, USB3.0, etc.

    Software:

    • Adobe Lightroom ist vorhanden
    • Adobe Photoshop ist vorhanden
    • Helicon Focus Pro ist vorhanden
    • Dank Plugins arbeiten alle 3 obigen Programme problemlos zusammen
    • Benötigt wird eine Software zum vermessen, etc.
    • Eventuell gibt es eine Software incl. beim Kauf einer entsprechenden Mikroskop-Kamera


    Die Frage daher, was habt ihr an Hardware, wie zufrieden seid ihr und was würdet ihr mir empfehlen.


    Jetzt stellt ihr mir die Frage, was willst Du dafür ausgeben...

    Na ja, so grob weiß ich, was auf mich zukommt. ||


    Ich weiß, alles nicht so einfach…



    Dank & Gruß,

    Steffen

    Hallo,


    laut YR wird diese Woche durchwachsen. Etwas Regen, insbesondere ab Wochenmitte zu soll kommen. Ab dem Sonnabend ist Schnee angesagt, dazu wieder -3 °C.


    Dann allerdings der Hammer, YR meint, ab dem 12. April hätten wir 20 °C.


    Und überhaupt: Früher war mehr Lametta…


    LG,

    Steffen

    Frank_HH


    Hallo Frank,


    Pleionen sind immer wieder schön... :)


    Mein Photo zeigt den Paintbrush im Habitat. Leider habe ich ihn nicht in Kultur, sonst wäre ich Dir gerne behilflich gewesen.


    Probiere es doch mal hier: Jelitto


    LG,

    Steffen