Beiträge von Daniel224

    Hallo,

    ist mit 99,9% Sicherheit ein Steinpilz, ein Fichtensteinpilz.

    Das weißliche Netz ist sehr gut erkennbar. Die gelblichen Röhren deuten darauf hin, das er nicht mehr ganz so jung ist, aber so lang er noch fest ist, wäre er noch in Ordnung.

    Auf dem Bild mit den geschnippelten Stücken kannst du gut die rötliche Färbung zwischen Huthaut und Fleisch erkennen, das ist auch ein Merkmal vom Fichtensteinpilz.

    Die Hutfarben können variabel bräunlich ausfallen, ganz kleine, die kaum draußen sind können durchaus weißliche Stellen am Hut haben.

    Auch gut zu erkennen ist der weißliche Hutrand, auch ein Merkmal, was aber auch mal mehr mal weniger stark ausfallen kann, hier aber sehr deutlich sichtbar.


    LG

    Daniel

    Hallo Peter,

    Steinpilz ist so wie es auf den Bildern aussieht richtig bestimmt, ein Fichtensteinpilz, der aber nicht zwingend nur unter Fichten vorkommt.

    Der ist nicht mehr ganz jung, dann wären die Röhren weiß/nahezu weiß, je älter er wird desto gelblicher werden die Röhren bis hin zu olivgelbgrünlich, das sind dann oft so riesen Teile, die bleiben da zum vermehren, die sind komplett unbrauchbar und können einem ordentlich Magen/Darmprobleme bereiten.

    Wenn der Hut noch fest ist, dann kann man den noch mitnehmen, aber so wie der Stiel aussieht ist da wahrscheinlich eher wenig zu retten, sieht ausgefressen aus, wahrscheinlich auch madig.

    Bei madigen Stielen kann man wegschneiden, irgendwann hörts auf, wenn man Glück hat, wenns bis in den Hut geht, dann hat das meist keinen Sinn mehr, dann da lassen wo er ist.

    Madige, angefressene, überalterte Stiele wirken weich bei Druck, unbeschädigte nicht überalterte Exemplare deutlich fester. Der Hut genau so, der sollte fest sein. Wenn du den eindrücken kannst und die Delle nicht sofort wieder rauskommt z.b. dann ist der hinüber, allgemein sollten die nicht weich sein. Frische sind richtig knackfest und ziemlich hart.


    LG

    Daniel

    Hallo Hannes,

    ja es gibt zwei Erscheinungformen, mal Knubbel, mal eher dünner. Die dünneren sind auf der Oberseite des Hutes oft glatter, die Knubbel oft etwas samtig.

    Feucht sind die glatten etwas schmieriger. Diese blauen oft auch etwas stärker find ich. Die ganz festen manchmal weniger. Die Farbe des Stiels kann auch heller und dunkler sein, das ist recht variabel. Manche bevorzugen eher die Knubbel, manche die anderen. Hab mal in einem Beitrag zu Maronen gelesen, daß der Autor die glatteren bevorzugt, weil er sie für aromatischer hält, schwer zu sagen. Madig sind beide gern, leider. Und bei entsprechend kühler feuchter Witterung schnell hinüber und so manches mal leider mit Schimmelstellen.


    LG

    Daniel

    Hallo,

    habe heute folgende Täublinge gefunden. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei und keine Cam, nur mein Notfallhandy, sprich Nokia ohne alles. Daher sind die Bilder leider aus der Küche auf einem Teller und nicht optimal, ich hoffe man kann trotzdem etwas erkennen.

    Der Wald war ein sandiger Kiefern/Fichtenwald in der Südheide, an den Wegen immer wieder auch Eichen, Birken, Haselnuss, diverse Sträucher und andere Laubgehölze. Saurer Boden.

    Am Boden das Übliche, Gräser/Moos, Heidelbeeren, Brombeeren, etc.

    Üblicherweise eine meiner guten Reizkerstellen und Buckeltäublinge, die gibts da auch nicht wenige, hatte ich heute auch und an einer Stelle diese Art, die ich bisher nicht kannte.

    Relativ klein, max. 5-6 cm die größten, aber die waren alle hinüber.

    Geschmacksprobe mild. Insgesamt sehr filigran und sehr zerbrechlich, nicht allzu hartes Fleisch, Lamellen erst weich wirkend, dann dennoch stark splitternd. Stiel weißlich, sehr empfindlich/zerbrechlich, innen wattig hohl, auch bei den ganz kleinen schon. Standen nur an einer Stelle, aber recht viele, geschätzt etwa 30 Fruchtkörper, die meisten auch in jungem Zustand madig und hinüber, die 4 auf den Fotos waren noch in Ordnung.

    Alle hatten in der Hutmitte einen kleinen Buckel, der deutlich sichtbar und tastbar ist. Die Huthaut war etwa bis zur Hälfte abziehbar.
    Ich hab die Literatur gewälzt und würde Russula Aurora bzw. Russula Minutula vage vermuten, aber mehr auch nicht, habe diese Art bislang noch nie gesehen.

    Habe sie leider nicht komplett mitgenommen und blöderweise die Stielbasis abgeschnitten. Werde aber sowieso die Tage noch einmal dort hin fahren und dann nochmal welche im Ganzen mitnehmen, wenn noch welche da sein sollten. Die Stielbasis hatte keine auffälligen Verfärbungen, wirkte aber fester und nicht kammerig hohl, leicht zugespitzt bei manchen, aber nicht bei jedem, war recht variabel.


    1. Hutoberseite

    2. Hutunterseite

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    Hat jemand eine Idee, was das für eine Art sein könnte, trotz der nicht optimalen Bilder?

    Ich kanns nur vage vermuten, habe ich nie zuvor gesehen.


    LG

    Daniel

    Hallo Maeandertrüffel,

    als veganes Gulasch?

    Wie bereitest du das zu? So wie "normales" Gulasch, Zwiebeln, Paprika und das Übliche, halt nur kein Fleisch?

    Machst du dann Sahneersatz dran, also Soja, Hafer, etc.?

    Klingt interessant.


    LG

    Daniel

    Hallo manubis,

    habe die Krause Glucke bisher noch nicht probiert, nur angeschaut, hab so eine Fichtenmonokultur, da gabs letztes Jahr ein zwei zum anschauen.

    Wie hast du die zubereitet?


    LG

    Daniel

    Unmengen an Flockenhexen und Steinpilzen in bester Qualität

    Hallo murph,

    also ich war heute wieder mal nördlich Hannover bei Großburgwedel, ohne Worte, was da alles war, zig dutzende Arten auf ein paar 100m Weg.

    Steinpilz gabs auch, die meisten aber schon hinüber. Flockenhexen auch, die kann gern wer anders haben, ich hab sie mehrfach probiert, ich mag sie nicht so wirklich gern.

    Am Bruchsee war ich nicht mehr die letzten Wochen, mal sehen vielleicht nächste Woche. In den Buchenwäldern bei Hildesheim war nicht so die Vielfalt, aber auch ganz gut.

    Steinpilze gabs überall. Parasol auch viele, aber die sammel ich nicht, mit denen hab ich mich noch nicht beschäftigt. Täublinge waren viele, vor allem Blaugrüne Reiftäublinge, die find ich momentan hier sehr oft und die mag ich gern. Papageientäublinge in einem Wald auch ohne Ende. Heute gabs Buckeltäublinge aus einem Kiefernwald, die werden ja bisweilen als eher mäßig eingestuft, kann ich nicht behaupten, ich fand sie gut, die Huthaut hab ich so gut wie es ging abgezogen, der kammerige Stiel auch weg, aber groß bitter waren die nicht, ein größerer ein ganz klein wenig, aber nicht unangenehm, ich mag bittere Salate auch gern.

    Und was hier egal wo in Massen steht sind Perlpilze, egal wo und Fliegenpilze.


    LG

    Daniel

    Hallo,

    bei uns dieses Jahr auch wieder ordentlich Reizker, wenn auch nicht ganz so viele wie letztes Jahr. Trotzdem mehr als genug, da wo ich meine Stellen habe sammelt die scheinbar niemand.

    Umso besser, genug für mich und genug zum vermehren, die stehen bleiben.

    Ich wollte die mal einmachen, in Öl oder sauer einlegen, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen, also wie gehabt, kross in Butter.

    Habs dieses Jahr einmal mit Schweineschmalz probiert, war auch gut, Butter find ich besser.

    Mit Olivenöl und dann Parmesan drüber war auch interessant.

    Einfrieren hab ich versucht, roh, fand ich ziemlich gruselig, die waren eine Woche tiefgefroren, dann hab ichs versucht, schmeckte mir gar nicht, irgendwie wabbelig und komisch.

    Ich bleib bei frisch mit Sauerrahmbutter, hatte mal mit Süßrahmbutter versucht, fand ich auch nicht so gut. Und würzen nur Salz bzw. manchmal auch pur.


    LG

    Daniel

    Na dann weiter viel Erfolg beim Erkunden und Sammeln dieses Jahr.

    Ich hatte vorgestern einen recht jungen Steinpilz, ein riesen Teil, den größten brauchbaren, den ich je gefunden habe, keine Maden, nix dran und die Röhren noch fast weiß.

    So tellergoße alte matschige Leichen sieht man ja mal, aber die sind dann ja nix mehr.

    Der Stiel so dick wie mein Handgelenk und ich hab schon so dicke Maurerpfoten :)

    Knapp 650g hatte der.

    Da hab ich dann mal 3 Euro für ein Kilo italinischen Hartweizengrieß im Bioladen ausgegeben und selber Tagliatelle gemacht...puh ist ja anstrengend ohne Maschine :)

    Da hätte ich drin baden können, so lecker war der. Haben wir dann mit 5 Leuten gegessen, nicht nur den einen, insgesamt waren es 7 Stück, die anderen eher kleiner.


    LG

    Daniel

    Hallo Ingo,

    du hast Recht, eine 100% Sicherheit gibts nirgends, man kann es nur so gewissenhaft wie möglich machen.

    Das kann man jedem nur raten. Wie man sich dann selbst entscheidet, an die Sache ran zu gehen ist jedem selbst überlassen.


    LG

    Daniel

    Es ist halt immer noch ein Unterschied, Fotos zu beurteilen oder den Pilz selbst in der Hand zu haben.

    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deine vielen Erklärungen zum Thema Röhrlinge, finde ich richtig gut. Wie du es aber schon sagst, es ist eben teils schwierig nach Fotos zu urteilen, besser man hat den Fruchtkörper in der Hand und sieht in selbst. Wie oft waren hier schon etwas untypisch gewachsene Dinge zu sehen, vor allem was Rotfüße angeht oder Hexenröhrlinge.

    So vielfältig ist die Natur, immer wieder faszinierend.


    LG

    Daniel

    Hallo,


    ich schneide das auch raus und gut ist es, kenne das auch.

    Hab mich mal gefragt, ob es nicht was ähnliches sein könnte, wie bei manchen Früchten mit zunehmender Reife. Bei Kaki Früchten ists innen manchmal etwas dunkel, grau bis schwärzlich, was aber nichts zu sagen hat, ich meine mal gelesen zu haben, das käme bei denen von der hohen Zuckerkonzentrtion, in welchem Zusammenhang weiß ich aber auch nicht mehr.

    Könnte das vielleicht sowas sein?

    Eine andere Idee wäre, daß es vielleicht vom jeweiligen Baumpartner abhängt, wie stark oder ob das auftritt.

    Sind die Farbstoffe vielleicht irgendwas aus dem Baum, was sich da anreichert oder etwas aus dem Baum was mit einem Inhalsstoff des Fruchtkörpers so reagiert?

    Eventuell irgendwelche Fremdkörper die mit einwachsen und das entspechend verfärben oder irgendein Teil vom Mycel, der das so färbt?

    Das wären so ein paar Ideen, aber alles reine Spekulation.


    LG

    Daniel

    also ich würde den - auch ohne Schnittbild - Hortiboletus rubellus nennen.

    Hallo Wolfgang,

    würde ich auch als diese Art einschätzen.

    Ist der nicht auch immer ein wenig gebuckelt?

    Das kann man hier doch zumindest erahnen.

    Der recht helle Hutrand, passt das nicht auch zu dem?

    Das ist bei einigen Rotfüßen auch so zum Teil, aber der sieht schon ziemlich danach aus, was du schreibst.

    Nur was mich stört, ist der wenig rötlich gefärbte Stiel, das ist bei denen meist stärker, schwer zu sagen, ich vermute den blutroten.


    LG

    Daniel

    In der Woche gehts kaum, wenn ich arbeite, danach bin ich meist komplett platt, halt schwere körperliche Arbeit, aber ich kenns ja nicht anders, das mache ich seit bald 30 Jahren.

    Da fahr ich dann höchstens mal hier drumrum mal irgendwo schauen, ist im Winter gut, hier gibts massenhaft Austernseitlinge :)


    LG

    Hallo,

    letztendlich entscheidet jeder selber, womit er anfangen möchte. Die teils genannten Arten sind eben die etwas leichteren. Wenn sich jemand gleich mit anderem beschäftigen will, bitte.

    Wenn sich jemand in die Materie reinknien möchte, z.b. Täublinge, warum nicht, wenn man sich das Wissen aneignet.

    Bleibt nur zu raten das so gewissenhaft wie nur möglich zu tun. Die genannten Arten sind aber meist der Einstieg, bei den meisten war das so.


    LG

    Daniel

    Moin.

    Ein verflixtes Thema, ich beschäftige mich gern damit.

    Bei der ersten Kollektion fällt auf, daß bei denen, wo man nur den Hut von oben sieht, die mit den rötlich aufgerissenen Hüten, meiner Meinung nach auch cisalpinus sind.

    Zu dem steht in der Literatur, daß er im Alter rosabraun wird. Allerdings haben so wie ich meine alle Rotfüße zwischen Huthaut und Fleisch eine Rotfärbung, daher ist das auch nicht immer zwingend ein älterer cisalpinus, nur geschätzt. Der obere vor dem umgedrehten vermutlich auch cisalpinus, könnte auch chrysenteron sein, kaum zu sagen.

    Der umgedrehte ein chrysenteron, denk ich. Der kleine links neben dem wohl auch chrysenteron.

    Und ganz unten rechts, von dem, wo nur eine Hälfte zu sehen ist, wahrscheinlich auch.

    Ist schwer zu sagen, so würde ich sie einschätzen, kann aber ziemlich daneben liegen.

    Filzröhrlinge sinds alle :)


    LG

    Daniel

    Hallo Ingo,

    von den Bildern her ziemlich eindeutig, halt 99%. Endgültige Sicherheit gibts aber nur mit Pilz vom PSV oder man kennt sich selbst gut aus und bestimmt ihn selbst. Ein Restrisiko ist immer.

    Wer lässt denn einen Korb Perlpilze genetisch bestimmen, außer zu irgendwelchen Studienzwecken für die Wissenschaft?


    LG

    Daniel

    Rentner braucht auch mal Urlaub, also machen wirs einfach, 3 Wochen für alle auf Basis des Jahreseinkommens für einen Rentenpunkt, das liegt derzeit so um 3500 brutto im Monat, plus Spesen, ja nun, Waldgang macht hungrig und wenn dann da zufällig die gute Gaststätte im Wald liegt... ^^

    Hallo,

    ich würde das so einschätzen:

    1. Kollektion, der wo man beide Hälften sieht cisalpinus, der links daneben mit den stark blauenden Röhren auch, der kleine zwischen den Hälften könnte ein pruinatus sein, chrysenteron sind vermutlich auch dabei

    2. Kollektion, die aufgeschnittenen mit dem bauchigem Stiel pruinatus der andere chrysenteron

    3. Kollektion, chrysenteron

    Ob da noch anderes dazwischen war, z.b. der Eichenfilzröhrling, schwer zu sagen.


    LG

    Daniel

    Moin.

    Auf den Bildern sehe ich auch Maronen, die können durchaus ziemlich groß werden. Bis zu gut 25 cm Hutdurchmesser kann durchaus sein, das ähnelt von weitem schon manchmal nem riesen Steinpilz, aber beim genauer nachsehen sieht mans dann.


    LG

    Daniel

    Hallo :)

    Definitiv keine Rotfußart.

    Bin der gleichen Ansicht wie Boletaceae, für mich auch ein Wurzelnder Bitterröhrling.

    Wenn das Netz schwer erkennbar ist, das ist bei denen bisweilen so, nimm mal die Lupe zur Hand, falls vorhanden, dann ists oft doch erkennbar. die müssen auch nicht wirklich bitter sein, habe die auch ein paar Mal probiert, die sind oft fast mild, aber irgendwie doch etwas aufdringlich unangenehm, vom Geruch an Schultinte erinnernd, mancher empfindet das auch durchaus als irgendwie säuerlich vom Geruch, so rohes Fleisch ähnlich, leicht metallisch.


    LG

    Daniel