Beiträge von Ahemi

    Servus beinand,


    heute haben mich vom Radl aus diese wunderbaren Exemplare angelacht. Auf einem alten Erdwall zwischen Bennnesseln. Hut trocken, fühlt sich fein und glatt an. Ring doppelt mit deutlichem Zahnradkranz. Schwach ausgeprägte Knolle. Hut nicht, Stiel nach einiger Zeit schwach gilbend. Fleisch weiß und so bleibend. Ganz leichter Anisgeruch.

    Ich würde den A. arvensis s.l., Schafchampignon nennen. Gibt’s da noch andere Möglichkeiten? Was müsste ich ggf. noch anschauen?


    Danke fürs Anschauen und eure Meinungen.

    Viele Grüße

    Andreas

    Servus Aurene,

    wenn du es schaffst, den Wohnwagen komplett dicht und trocken zu bekommen, wird auch der Pilz wieder verschwinden. Gut wär es in jedem Fall, die befallene Stelle freizulegen, damit sie gut abtrocknen kann.

    Viele Grüße

    Andreas

    Hallo Andreas,

    allgemein lässt sich das sicher nicht beurteilen. In hier drei trockenen und heißen Jahren 2018 - 2020 noch dazu auf Sandboden, hatte ich die Befürchtung, das ein Myzel von Hygrocybe helobia nicht überlebt hat. Von 2011 bis 2017 erschienen regelmäßig Fruchtkörper oft mehrere Schübe und bis zu ca. 1000 Exemplare.
    2018 kein Frk., 2019 1 Frk., 2020 kein Fruchtkörper. 2021 dann zweimal Massen in Juli und August sowie nochmal ca. 30 Frk. im Oktober. Natürlich kann man von einer Gattung oder Art nicht auf weitere schließen, abermanche Myzelien scheine doch sehr ausdauernd zu sein.

    LG Karl

    Servus Karl,


    danke für deine interessanten Beobachtungen. Ich hab nochmal drüber nachgedacht, im Prinzip lässt das mMn. mehrere Schlüsse zu:

    1. Das Mycel hat überlebt, die Fruktifikation hat - aus welchen Gründen auch immer - pausiert.

    2. Das Mycel wurde zwar schwer geschädigt, hat aber überlebt und fruktifiziert nach einer Regenerationspause wieder.

    3. Das Mycel hat nicht überlebt, hat sich aber aus den an dieser Stelle natürlich reichlich vorhandenen Sporen neu entwickelt.

    Fazit: Nix gwieß weiß man nicht, aber die Schwammerl lassen sich nicht so leicht unterkriegen.

    Und ich denke, man kann davon ausgehen, dass Arten, die auch im Mittelmeerraum heimisch sind, mit solchen Extremen besser zurecht kommen als solche, die nur an gemäßigtes, kontinentales Klima angepasst sind.


    Viele Grüße

    Andreas

    Servus,


    erstmal willkommen im Forum.

    Der erste ist wohl ein Perlpilz, und der zweite könnte mal ein Maronenröhrling gewesen sein. Beide Pilze sind alt, der zweite schon in einem desolaten, nicht mehr sicher bestimmbaren Zustand.

    Der dritte ist wohl ein Gemeiner Weißtäubling.


    Viele Grüße

    Andreas

    Hallo,


    selbst wenn die Pilze richtig bestimmt wären:


    Was hast Du mit den vergammelten alten Schlappen vor? Würdest Du so etwas als Kartoffel oder Salat im Laden mitnehmen?

    Servus,

    wenn ich ihn richtig verstanden hab, will er einfach nur wissen, was es sein könnte. Musst doch ned so patzig antworten, wenn jemand neues anfragt.

    Viele Grüße

    Andreas

    Hi Andreas,

    normalerweise müsste man die Bilder löschen können, wenn du auf Beitrag bearbeiten gehst, dann Linksklick rechts neben das Bild, anschließend Backspace-Taste drücken und speichern.


    LG

    Jan

    Ja, nur blöderweise tauchen diese beiden in meiner bearbeitbarem Version gar nicht auf 🤷‍♂️

    Servus beinand,


    meine Liebste hat gestern diese für mich klaren Lungenseitlinge gefunden: hell, dünnfleischig, ohne gelatinöse Schicht unter der Huthaut und mit deutlichem Anisgeruch.

    Allein das Substrat ist ungewöhnlich: eine bereits abgestorbene Fichte.

    Aber offensichtlich können die das. Seid ihr mit mir einer Meinung?


    Viele Grüße

    Andreas

    PS: die Bilder ganz unten bitte nicht beachten, die haben sich da reingemogelt. Ich krieg sie leider nicht gelöscht.


    Bisher konnte ich noch keinen Täubling finden an dem sich die Lamellen vom Stiel gelösst haben. Ich habe dies für ein besonderes Merkmal gehalten :giggle:

    Servus Rainer,


    das ist wohl auch ein Resultat von Hitze und Trockenheit, hier sehr krass ausgeprägt. Aber wie Karl geschrieben hat: man kann deutlich sehen, wie und wo die Lamellen angewachsen waren. Ungewöhnliche Bedingungen können die Makroskopie stark verändern. Das muss man derzeit immer mit im Hinterkopf behalten.


    Viele Grüße

    Andreas

    Danke Ulla,

    für deine Einschätzung.

    Wenn es in den betroffenen Gebieten zu einer nachhaltigen Myzel-Schädigung gekommen sein sollte, müssten wir das ja spätestes im Herbst merken, wenn die Fruktifikation der klassischen Herbstpilze ebenfalls ausbleibt. Hier in Oberbayern findet sich aktuell trotz zuletzt teilweise ergiebiger Regenfälle und etwas kühlerer Temperaturen außer Holzbewohnern praktisch nichts.

    Mir geht es um die Frage, was mit Pilzmyzel geschieht, wenn es über einen längeren Zeitraum großer Hitze und Dürre ausgesetzt ist. Kann es unter solchen Bedingungen überdauern und bei Regen wieder aufleben, oder ist es für sein Überleben auf ein Mindestmaß an Feuchtigkeit angewiesen? Ich vermute für die meisten bei uns heimischen Arten letzteres, weiß es aber nicht wirklich. Gibt es dazu irgendwelche Erkenntnisse?

    Viele Grüße

    Andreas

    Danke Jörg und Christoph,

    für eure Einschätzungen. Da sieht man mal wieder, dass es sich lohnt, genau hinzuschauen und nicht alles, was mehr oder weniger auf einem Haufen wächst, in einen Topf zu werfen.

    Wenn ich dich richtig verstehe, Christoph, dann gehört also A. moellerianus, obwohl gilbend und mit Anisgeruch, in die Sektion Agaricus und nicht zu Arvensis. Dann wäre er folglich auch kein Cadmium-Sammler, oder?

    Liebe Grüße

    Andreas

    Servus beinand,


    nach mehreren Stunden im Wald ohne nennenswerte Funde - ausschließlich Holzbewohner - hab ich am Heimweg vom Radl aus das hier entdeckt:

    Typische A. campestris in alles Stadien mit jung schweinchenrosa Lamellen, zugespitzter Stielbasis, schmächtig-vergänglichem Ring und angenehmem Pilzgeruch:


    Auf der selben Wiese, nur ein paar Meter weiter, fand sich noch ein kleinerer zweiter Hexenring. Bereits im Feld fielen mir die nicht zugespitzte Stielbasis auf, die jung sehr hellen, mehr graurosa gefärbten Lamellen und der deutliche Anisgeruch.


    Zuhause angekommen dann so. Links die zweite Kollektion, rechts ein Exemplar der ersten:


    Was könnte die zweite für eine Art sein? Der Ring ist ebenso schmächtig und vergänglich, wie bei den klaren A. campestris.

    Danke fürs Anschauen und eure Meinungen.


    Viele Grüße

    Andreas

    Servus beinand,


    ich würd gern mal eure Meinung zu dem Thema hören.

    Haltet ihr es für möglich, dass durch die anhaltende Trockenheit in Verbindung mit extrem hohen Temperaturen das Myzel mancher Arten irreversibel geschädigt wurde und diese deshalb an ihren angestammten Orten (erstmal) nicht mehr gefunden werden können?

    Ein Freund von mir war hier in Oberbayern bei einer landwirtschaftlichen Bodenfeuchtemessung. Diese hat bis in in eine Tiefe von 1,6 m null Feuchtigkeit ergeben. Daher könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dieser Sommer einen sehr nachhaltigen Einfluss auf unsere Pilzvorkommen hat.

    Was meint ihr dazu?

    Danke schonmal für eure Antworten.


    Viele Grüße

    Andreas

    Servus Manfred,


    ja spannend. Es ist auch denkbar, dass die beiden Pilze teilweise unterschiedliche Nährstoffe benötigen und sich deshalb gar ned so in die Quere kommen. Ich kenne einen Buchenstamm, da wachsen Zunderschwamm, Austern- und Muschelseitlinge seit Jahren in trauter Gemeinschaft. Vielleicht braucht dein Buchenpilz einfach länger, bis er fruktifiziert.

    Einfach weiter beobachten und bitte ein Update posten, wenn sich was neues tut.


    Viele Grüße

    Andreas

    Servus Sundance,


    des heißt jetzt aber nicht automatisch, dass von dem Shimeji da nix mehr kommen kann. Manchmal wachsen durchaus verschiedene Arten an ein und demselben Stamm.

    Ich würd da schon noch ein bisserl zuwarten an deiner Stelle.


    Viele Grüße

    Andreas

    Ich hab des vor langer Zeit mal gemacht. Kann mich nicht erinnern, dass die irgendwie anders geschmeckt hätten, wie selbst gekaufte. Warum auch, ist ja das gleiche Substrat, die gleichen Rassen.

    Viele Grüße

    Andreas

    Servus Benjamin,

    ich seh’s wie der Werner.

    Du bist ja in der Schweiz, glaub ich. Trotzdem noch der Hinweis, dass in D für nicht auf Holz wachsende gestielte Porlinge ein Sammelverbot gilt. Wie die Rechtslage in der Schweiz ist, weiß ich ned.

    Viele Grüße

    Andreas

    Servus beinand,


    jetzt ist er ja endlich gekommen, der lang ersehnte Regen. Heute natürlich trotzdem nur holzbewohnende Pilze.

    Zu diesen beiden würde ich gern eure Meinungen hören:

    1. Auf einem (vermutlich) Fichtenstumpf, Geruch angenehm pilzig, nach Anschnitt mit Cristatakomponente, zähfleischig

    Nördlicher Porling, Climacocystis borealis?


    2. ebenfalls auf einer abgestorbenen Fichte.

    Ist das der Rosafarbene Saftporling, Rhodonia placenta?


    Vielen Dank fürs Anschauen.


    Viele Grüße

    Andreas

    Servus,

    ja, Schwefelporlinge. Aber vermutlich schon zu alt zum Essen. Wenn sie beim schneiden quietschen, bleiben sie beim kochen zäh. Und Verzehrfreigabe ist das natürlich keine.

    Viele Grüße

    Andreas

    Servus,

    ich glaub ja, dass man bei der aktuellen Extremwitterung auf Farben ned allzuviel geben kann. Ich kann mich an einige Anfragen in letzter Zeit erinnern mit sehr untypischen Farben/Färbeverhalten.

    Schade, dass Bounou abgetaucht ist und uns da nimmer mit „Täterwissen“ versorgen mag. Bin auf jeden Fall auf deine Vermutung gespannt, Jürgen

    Viele Grüße

    Andreas