Hallo Andreas,
allgemein lässt sich das sicher nicht beurteilen. In hier drei trockenen und heißen Jahren 2018 - 2020 noch dazu auf Sandboden, hatte ich die Befürchtung, das ein Myzel von Hygrocybe helobia nicht überlebt hat. Von 2011 bis 2017 erschienen regelmäßig Fruchtkörper oft mehrere Schübe und bis zu ca. 1000 Exemplare.
2018 kein Frk., 2019 1 Frk., 2020 kein Fruchtkörper. 2021 dann zweimal Massen in Juli und August sowie nochmal ca. 30 Frk. im Oktober. Natürlich kann man von einer Gattung oder Art nicht auf weitere schließen, abermanche Myzelien scheine doch sehr ausdauernd zu sein.
LG Karl
Servus Karl,
danke für deine interessanten Beobachtungen. Ich hab nochmal drüber nachgedacht, im Prinzip lässt das mMn. mehrere Schlüsse zu:
1. Das Mycel hat überlebt, die Fruktifikation hat - aus welchen Gründen auch immer - pausiert.
2. Das Mycel wurde zwar schwer geschädigt, hat aber überlebt und fruktifiziert nach einer Regenerationspause wieder.
3. Das Mycel hat nicht überlebt, hat sich aber aus den an dieser Stelle natürlich reichlich vorhandenen Sporen neu entwickelt.
Fazit: Nix gwieß weiß man nicht, aber die Schwammerl lassen sich nicht so leicht unterkriegen.
Und ich denke, man kann davon ausgehen, dass Arten, die auch im Mittelmeerraum heimisch sind, mit solchen Extremen besser zurecht kommen als solche, die nur an gemäßigtes, kontinentales Klima angepasst sind.
Viele Grüße
Andreas