Hallo,
So auf den ersten Blick würde ich den Morchelbecherling hier aber nicht ausschließen, hatte den auch mal augenscheinlich auf Holzspänen. Brich mal ein stück ab und riech daran, riecht das nach Chlor?
Viele Grüße
Hallo,
So auf den ersten Blick würde ich den Morchelbecherling hier aber nicht ausschließen, hatte den auch mal augenscheinlich auf Holzspänen. Brich mal ein stück ab und riech daran, riecht das nach Chlor?
Viele Grüße
Hallo,
Wenn du einen einzigen frischen Pilz zum mikroskopieren dabei hast dann müssen die erstmal erkennen, dass das ein Psilo-Pilz ist, ihn selbst bestimmen und dir dann noch nachweisen, dass du 100% wusstest, dass er Psilocybin enthält (das wird nicht passieren). Einen unbekannten Pilz bestimmen zu wollen ist nicht strafbar. Wenn du eine ganze Tüte getrockneter Pilze dabei hast sieht die Sache wahrscheinlich etwas anders aus.
Viele Grüße
Hallo zusammen,
War heute nochmal auf der Alb unterwegs und die Wälder und Wiesen stehen dank des vielen Regens jetzt absolut prächtig da. Es gibt immer noch herrliche Morchelbecherlinge, am Bach stehen unter jeder zweiten Esche einige. Speisemorcheln vermisse ich allerdings immer noch.
Dass es für die zu früh ist glaub ich auch nicht, die Maipilze zeigen sich nämlich schon, hier glaube ich trotz gelbstich der Bilder an var flavida weil die noch so jung sind. Da sie so schön knackig waren hab ich mir ein paar mitgenommen, irgendjemand meinte hier, dass die wenn man sie dünn cross brät ganz gut sind.
Der Bärlauch steht auch gut da, blüht aber an einigen Stellen noch nicht.
Die Banalitäten wie die gelbstieligen Helmlinge und die Glimmertintlinge erspar ich euch mal.
Viele Grüße
Hallo,
Ich könnte mir hier Lentinus tigrinus oder ähnliches vorstellen, seh die Bilder auf dem Hany nicht so gut aber die Lamellen sehen gesägt aus und zusammen mit dem Velum und der Ökologie könnte das passen.
Viele Grüße
Hallo zusammen,
Die oben genannten scheinen ein sehr sehr gutes Jahr zu haben, ich finde teilweise über 30 Stück unter einer Esche und klein sind sie auch nicht gerade. Oft steht in der Literatur ja, dass sie gerne mit Speisemorcheln zusammen wachsen, von denen habe ich aber leider noch keine einzige gesehen. Heute hatten wir wieder Frost, was wohl auch nicht unbedingt optimal ist.
Die werden teilweise deutlich über handtellerbreit.
Heute auch das erste Mal büschelig.
Mir ist aufgefallen, dass die hier immer an nicht krautbedeckten Hängen auf nacktem Boden unter Esche wachsen, dort wo Scharbockskraut den Boden. Bedeckt finde ich sie nicht.
Heute Abend esse ich gut, hab aber noch ordentlich was stehenlassen.
Hat jemand mir vielleicht noch ein zwei Tipps für die Suche nach Speisemorcheln? Eigentlich sah hier alles perfekt aus, Boden mit viel Kalk und Feuchtigkeit, alte Eschen aber keine Morcheln.
Viele Grüße
Christian
Das frische wollte ich mir eigentlich morgen mit Morchelbecherlingen in die Pfanne hauen aber wenn dich das interessiert verzichte ich da gern darauf.
Ja hab noch das ganz frische und ein älteres Exemplar, heute entnommen, wollte aus dem alten ein paar Sporen rauskitzeln, bin aber noch nicht dazu gekommen.
Viele Grüße
Danke dir, das dachte ich mir nämlich auch, deswegen mache ich grad den Sporenabwurf. Die Lamellen standen aber schon sehr eng.
Viele Grüße
Hallo zusammen,
Ich war am Wochenende ein paar Runden im Auwald und Nadelwald unterwegs und konnte ein paar schöne Funde machen.
1. Als erstes gab es ein paar Stellen mit Morchelbecherlingen (Disciotis venosa) ich fand zwar nicht viele Stellen, aber wo sie waren, waren immer sehr viele und auch große am Standort.
2. Dann lief mir der erste (schätze ich, meine Nase ist zu) Maipilz (Calocybe gambosa) über den Weg, war ein Einzelgänger. Das Hutfleisch war ziemlich dünn aber die Lamellen standen sehr eng, er sport gerade.
3. Wenn sie so hübsch glänzen fotografiere ich auch rotrandige Baumschwämme (Fomitopsis pinicola)
4. Das ist denke ich Cortinarius vernus, wuchs unter Birke im Nadelwald, auch wenn ich den rosa Stiel ein bisschen vermisse und Espe auch in der Nähe war.
5. Auf Kalkschotter am Wegrand im Nadelwald zwei hübsche Spitzmorcheln. Da lag viel Totholz rum, sind das dann technisch gesehen Rindenmulchmorcheln?
6. Und im Auwald unter Esche noch ein paar halbfreie Morcheln, da ging aber leider ein gestapfter Pfad zielstrebig von Esche zu Esche durch den Bärlauch, also war ich da wohl zu spät.
Ich hoffe, dass die Morcheln durch den vielen Regen und die anschließende Wärme nochmal zu einem Wachstumsschub angeregt werden.
Viele Grüße
Hallo zusammen,
Ich habe heute wieder einige Morchelbecherlinge gefunden, im Auwald unter Esche auf nacktem, stark kalkhaltigem Boden (weißer Jura), mit körniger Außenseite, Chlorgeruch und schönem Farbkontrast.
Der hier noch mit schöner Herzform:
Dieser hier wuchs am exakt gleichen Standort, hatte aber weder den Farbkontrast, noch die körnige Außenseite, roch aber ebenfalls nach Chlor mit angenehmer Komponente darunter:
Oberseite
Unterseite
Ist das dann einfach ein deutlich älterer Morchelbecherling oder etwas anderes?
Viele Grüße
Die waren tatsächlich sehr lecker, ich weiß nicht warum ich dachte die Morcheln seien denen im Geschmack total überlegen.
Viele Grüße
Hallo zusammen,
Ich war heute mal auf der Schwäbischen Alb auf Morchelsuche. Dort sieht es an einigen Stellen absolut traumhaft aus, alles feucht, Kalkzeigerpflanzen natürlich absolut überall und es stehen auch noch einige vitale Eschen rum. Morcheln gab es aber leider keine einzige. Ich habe mal gelesen, Bauernregel ist zur Bärlauchblüte, die fängt bei uns jetzt gerade erst an, die letzten Wochen wars ziemlich kalt. Ganz zum Schluss fand ich dann unter ein paar alten Eschen noch ein paar Morchelbecherlinge und hab mir da mal eine Hand voll als Trostpreis zum Probieren mitgenommen, könnten da die Morcheln nächste Woche wenns ein bisschen wärmer wird noch kommen?
Viele Grüße
Hallo zusammen,
Ich bin bei weitem kein Profi mit dem Mikro, wollte bloß mal wissen wie ich hier vorgehen würde, vielleicht schaffe ich es ja. Ich hab heute einen pechschwarzen Becherling an Nadelholz gefunden, an der Stelle ist Abies alba absolut dominant, Fichte ist eingestreut. Kiefern gibts dort im weiteren Umkreis praktisch nicht, Laubbäume eigentlich auch nicht.
Ich habe noch einen Becher mit einem Teil Substrat. Aufgrund des Standorts dachte ich an den Tannen-Schwarzborstling, der soll ja RL2 sein, wie würde ich denn den absichern?
Viele Grüße
Hallo,
Habt ihr darauf geachtet an welchem Holz der wuchs? Ich hatte den am 20.02. an Tanne, Pilzflora Ehingen beschreibt den auch an Tanne, eventuell noch mit Vorliebe für Kalk. das würde erklären, warum auf der Alb und im Schwarzwald So viele Fundstellen kartiert sind und er im Rest Deutschlands selten ist.
Viele Grüße
Danke dir auf jeden Fall,
Das paper werde ich mir auf jeden Fall anschaun. Habt ihr C. cibarius s. str. schon einmal im reinen Laubwald gefunden?
Viele Grüße
Hallo zusammen,
Ich habe letztes und vorletztes Jahr im reinen Laubwald einige Pfifferlinge gefunden, die aber nicht näher betrachtet. Fundort unter Buche und Eiche, kalkhaktig, recht wärmebegünstigt mit Boletus reticulatus und Russula aurea in der Nähe. Jetzt würde mich interessieren wo der Unterschied zwischen C. pallens und C. subpruinosus ist und wie ich C. ferruginascens erkennen kann. Anscheinend trägt sich die Bereifung im Alter ja ab und das rostfleckige bei ferruginascens soll ja auch unterschiedlich ausfallen.
Die sind von vorletztem Jahr im Hochsommer, wahrscheinlich unter Buche, ich meine da schon eine weiße Bereifung zu erkennen. Könnte das C. pallens sein?
Die sind von diesem Jahr an ähnlichem Standort. Ein paar von denen hatten rostbraune Flecken, die hab ich damals dann einfach im Wald gelassen, sie rochen aber noch super. Auch bei dem vorderen in der Hand gab es eine deutliche rote Verfärbung. Ich dachte mir aber, das kann doch bestimmt alles sein, von Befall bis Zersetzungserscheinung. Von denen hatten ein paar an die 100g, das waren die größten Pfifferlinge die ich je gesehen habe. Wie könnte ich jetzt erkennen, ob das C. ferruginascens ist?
Nur so zum Vergleich zwei Funde aus dem Nadelwald, so stelle ich mir C. cibarius…
… und so C. amethysteus vor. Ich werde die Stelle mit den Laubwaldpfifferlingen auf jeden Fall wieder aufsuchen, wäre halt gut zu wissen auf was ich achten muss.
Viele Grüße
Christian
Der hat bei mir nicht mal mit astreinen grünen Knollis und Papier aus nem 50 Jahre alten Buch funktioniert…
Viele Grüße
Hallo,
Könnten die Pilze Lepiota, eventuell elaiophylla sein? Wäre ein cooler Fund.
Viele Grüße
Hallo und danke dir nochmal,
Ich wusste gar nicht, dass dort Fundstellen namentlich angegeben sind, ich dachte das ist total verpönt? Sommertrüffeln gibt hier in den Tälern aber tatsächlich auch und das gar nicht so krass selten, kenne einen PSV, der sie regelmäßig unter Haselnusssträuchern am Wegrand findet, war auch einmal dabei. Radicans gibts hier auch, von satanas wurde mir zumindest berichtet, appendiculatus , fuscoroseus, regius und fechtneri sind in der Nähe kartiert, subappendiculatus in größerem Umkreis überhaupt nicht. Die Zeugenberge mit dick Kalk sind aber direkt vor meiner Haustür, da bin ich früher als ich von Pilzen noch gar nix wissen wollte schon regelmäßig zu Fuß hoch, deswegen interessieren die mich trotzdem, auch wenn dort jetzt vielleicht keine seltenen Boleten vorkommen (auf rubrosanguineus und mit ganz ganz viel Wunschdenken vielleicht auch torosus kann man ja insgeheim noch hoffen). Subappendiculatus habe ich übrigens jetzt 3 Mal gefunden und zwar immer umgeben von Pilzen die Kalk wohl zumindest nicht abgeneigt sind (Lactarius intermedius, Hygrophorus abieticola, Cortinarius odorifer und auch Hygrophorus capreolarius in der Nähe, also nix mit kräftig saurer Bergnadelwald). Was mir aus dem ganzen aber jetzt am deutlichsten klar wird ist, dass es Zeit wird, dass es wieder Sommer wird und ich in den Wald kann.
Viele grüße
Ja ich habe subappendiculatus erwähnt - Nadelwaldpilz
ich bin nicht auf Speisepilzsuche in dem Habitat, wir haben hier Nadelwälder die in guten Jahren vor Steinpilzen, Flockis, Maronen und Trompetenpfifferlingen fast überquellen, das reicht mir zum Essen. Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Hangausrichtung zumindest gefühlt schon was ausmacht. Hab hier einen Laubwald, der eher nördlich ausgerichtet und sehr schattig ist, dann aber in einem kurzen, exponierten Hang südwärts abfällt. Nur an dieser einen kleinen Stelle gibt es Sommersteinpilze, blasse Pfifferlinge, Goldtäublinge und Totentrompeten - im ganzen restlichen Wald gibt die nicht, trotz gleichem Boden und Baumbestand. Ich glaube eben auch, dass es hier wunderbare Habitate gibt, habe deine Beiträge aus dem Altmühltal auch mit Interesse verfolgt. Das Problem ist, die ursprünglichen Kalkbuchenwälder, die es hier eigentlich geben sollte sind nur noch sehr verstreut vorhanden und wurden größtenteils durch Fichten-/Tannenwald ersetzt, deswegen suche ich diese Habitate gerade aktiv.
Viele Grüße
Einfach neue Habitate, ich bin hier normalerweise größtenteils im Nadelwald unterwegs. Einen Anhängeslröhrling zum Beispiel würde ich gerne mal sehen, Kalk und Buchen passen ja wohl gut, daher meine Frage wegen wärmeliebend. Allgemein steht bei einigen Arten die wohl gerne auf Kalk wachsen sollen wärmeliebend dabei (Die ganzen Butyriboletus Arten, Schleiereule, manche Leistlinge, …) deshalb die Frage ob die eben auf der Höhe noch vorkommen (Im Winter ists da ganz schön kalt). Klar, im Endeffekt hilft nur hinzugehen und selber nachschaun, aber ich will auch allgemein verstehen, welchen Pilz ich in welchem Habitat erwarten kann, daher die Frage nach wärmeliebend.
Viele Grüße
Hallo und danke euch,
Ich wollte in diesem Zusammenhang auch nochmal fragen was wärmeliebend genau heißt. Klar, Weinbauklima haben wir hier nicht und da oben ists natürlich auch kälter als im Tal, im Sommer knallt da an manchen Stellen aber schon ordentlich die Sonne drauf. Für Imperatoren reicht das wahrscheinlich nicht, aber ist für die wärmeliebenden Pilze eher die Jahresdurchschnittstemperatur wichtig oder die Temperatur/Sonnenstrahlung zum Zeitpunkt der Fruchtkörperbildung?
Viele Grüße
