Beiträge von Schrumz

    Hallo,

    Gibt es echt gegenden in Deutschland in denen der selten ist? Also bei uns im Nadelwald sind die im Herbst gefühlt an jedem zweiten Stumpf. Die meisten sehen auch Stockschwämmchen nicht so stark ähnlich, aber immer wieder sind doch mal Exemplare dabei die ihnen eben doch bis auf die Schüppchen sehr stark ähneln. Auch an Laubholz zusammen mit Stockschwämmchen habe ich sie schon gefunden und da man Stockschwämmchen oft Büschelweise erntet und die von oben wirklich nicht zu unterscheiden sind, kann ich die Mahnungen zur Vorsicht nur unterstützen. Wenn man sich dann aber mal sicher ist und immer wachsam bleibt, kann man die schon sehr gut sammeln. Unten der eingekreiste ist übrigens ein Häubling mit hygrophanem Hut, da gibts aber noch deutlich bessere Bilder hier im Forum.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Unserem Haselnussstrauch im Garten ging es dieses Jahr sehr schlecht, er bildete kaum Blätter aus und auch so gut wie gar keine Früchte. Im Oktober tauchten dann direkt darunter eine ordentliche Gruppe recht großer (Zucht?)champignons und daneben sogar noch violette Rötelritterlinge auf, die aber ja wohl kaum das Problem sein können. Heute sah ich dann direkt aus dem Strauch entspringend ein ganzes Büschel dieser Pilze, das kann kaum gut für die Haselnuss sein oder? Sie riechen recht angenehm, weitere Infos wie Sporenpulver kann ich später noch liefern.

    Hier die Champignons

    Und hier die Unbekannten. Kann mir da wer helfen?

    Viele Grüße

    Hallo,

    Hast du da noch ein Bild von der Stielbasis? Die völlig freien, vom Sporenpulver rosa gefärbten Lamellen zeigen in Richtung Volvariella (Scheidlinge) oder vielleicht Pluteus (Dachpilze), ich tendiere zu Volvariella. Die müssten eine bescheidete Stielbasis haben.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Ich fand gestern im feuchten, kalkigen Fichten/Tannenwald auf verrottendem Nadelholz diese hübsche Koralle. Sie war lachs- bis purpurfarben, auf dem Bild meinem Empfinden nach etwas heller als in natura. Wie würde ich da beim Bestimmen überhaupt vorgehen? Da führt wahrscheinlich kein Weg ums Mikro oder? Wollte sie nicht abmachen, da ich gelesen habe, dass es da seltene Arten gibt, könnte aber nochmal an die Stelle.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ich komme von der Ostalb, aus der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Bei uns ist es von Waldstück zu Waldstück total unterschiedlich, je nachdem, wo die Sonne hinscheint ist deutlich mehr zu finden, als in den schattigen, feuchten Tälern, teilweise sind sogar Wälder in denen normalerweise nicht so viel wächst deutlich besser als meine üblichen Hotspots.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Auch in den letzten zwei Wochen ließ sich hier auf der Ostalb wirklich noch einiges finden, es ist so warm, dass man (auch weils so viel Berg hoch geht) teilweise noch ohne Jacke in den Wald kann. Und wo die Herbstsonne mit aller Macht durch den Wald strahlte, gab es auch heute noch frische Pilze.

    1. Die Boleten hatten noch einmal einen schönen Spätherbstschub, angefangen mit Sommersteinpilzen (Boletus reticulatus) an Halloween:

    2.Flockis (Neoboletus erythropus)…


    3. Und Maronen (Imleria badia) kamen Anfang dieser Woche auch noch frische.


    4. Anderorts wird noch von sensationellen Rotkappenfunden berichtet, ich finde immerhin noch letzte Pappelraufüße (Leccinum duriusculum) übrigems steinhart trotz des etwas angefressenen Aussehens

    5. Unter Lärchen gibts noch frische Goldröhrlinge (Suillus grevillei)

    6. An Allerheiligen gab es auf dem Friedhof noch Netzhexen (Suillellus luridus)

    7. Und auch auf dem Friedhof heute noch ein Erstfund, der graue Lärchenröhrling (Suillus viscidus)

    8. Unter der gleichen Lärche meine ich gelbe Lärchenschnecklinge (Hygrophorus lucorum) gefunden zu haben.

    9. Und unter der Hainbuche mit den Netzhexen etwas aus der Verwandtschaft um den Tigerritterling?

    10. Gestern im Laubwald gab es noch den Riesenscheidenstreifling (Amanita ceciliae)

    11. Und die Totentrompeten (Craterellus cornucopioides) sind auch langsam hinüber.

    12. Ganz im Gegensatz zu ihrem Nadelwaldgegnstück, dem Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis). Der steht hier immer noch in verschiedenem Alter als Massenpilz rum, selbst die, die unten schon total weiß sind, riechen übrigens noch angenehm, keine Spur von Ekelgeruch.

    13. Hier ein großer von heute neben einem Amethystpfifferling (Cantharellus amethysteus), die schieben dieses Jahr sehr spät.

    14. Ebenso spät schieben dieses Jahr die Semmelstoppelpilze (Hydnum repadnum)

    15. Frauentäublinge (Russula cyanoxantha) gabs heute auch noch absolut frisch

    16. Ebenso wie letzte Woche diese unbestimmten Täublinge

    16. Und auch der grubige Tannenmilchling (Lactarius intermedius) kam letzte Woche nochmal frisch, die standen heute in riesig, aber nicht mehr fotogen rum.

    17. Ein eher schlechtes Jahr hatten die violetten Rötelritterlinge (Lepista nuda)

    18. Und fast noch schlechter die Nebelkappen, die fand ich eher vereinzelt, und einige entpuppten sich, meiner Nase zur Freude, sogar noch als Marzipanschnecklinge

    19. Habichtspilze gabs Ende Oktober auch noch

    20. Sowie heute noch Perlpilze (Amanita rubescens)

    21. Und Fliegenpilze (Amanita muscaria)

    22. Letzte Parasole (Macrolepiota procera)

    23. Und heute auch nochmal ganz frische olivbraune Safranschirmlinge (Chlorophyllum olivieri)

    24. Zum Schluss noch drei Kleinigkeiten, ein Erdstern

    25. Ein Zitterzahn

    25. Und eine hübsche Koralle

    Wow was für ein Pilzjahr. Guter Frühsommer bis ca Mitte Juli, dann 1,5 Monate Dürre und dann ab dem ersten September zwei Monate absurde Pilzvielfalt mit teilweisen Massenvorkommen. Danke euch fürs Mitkommen, wenn ihr Ergänzungen habt immer gerne.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ich weiß auch nicht warum, aber Amanita gemmata scheint hier gerade erst Hochsaison zu haben, einer der sehr wenigen Pilze die noch absolut jung und knackig und das in großen Mengen kommen. Das war in den letzten Jahren an den gleichen Stellen definitiv nicht so.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ich versuche ja im Leben nicht jeden Cortinarius zu bestimmen, da wäre ich nächstes Jahr noch nicht fertig. Cortinarus meinhardii (=vitellinus zumindest im BLV) hatte ich auch vermutet und wollte ihn bestimmen können, da er anscheinend so giftig sein soll. Das Fleisch war wie gesagt sehr vermadet und daher in großen Teilen braun aber dort wo es noch intakt war, war es knallgelb.

    Bei Pilz 3 hatte ich zuerst auch an einen Raukopf gedacht aber der Spiritustest soll doch bei Rauköpfen die Farbstoffe nicht lösen oder? Deshalb bin ich da auf Hautkopf gekommen, wenn dem nicht der Fall ist habe ich natürlich falsch gesucht. Bei 1 hast du natürlich recht, dass man schon auf jeden Fall erst lernen sollte, Untergattungen zu bestimmen und das versuche ich auch, fiel mir bei dem aber ein bisschen schwer, dann habe ichs über die recht ungewöhnliche Farbe versucht, wurde damit aber auch nicht einfacher.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Eigentlich will ich mich nicht mit Schleierlingen verrückt machen, aber ein paar interessante habe ich doch gefunden und mich mal an denen versucht.

    1. Der hier wuchs unter Buche, Boden wahrscheinlich mit Kalk. Geruch konnte ich keinen besonderen feststellen und ich fand die Farbe sehr ungewöhnlich, der war wirklich fast silbrig grau.

    Ganz junges Exemplar

    Daneben diese älteren. Die Bilder zeigen die Pilze finde ich sogar noch violetter als sie in Natura waren. Hat mir da jemand eine Idee? Finde irgendwie gar nichts passendes, nicht wie sonst bei Schleierlingen zu viel was hinhauen könnte. Kann da daheim noch ein Schnittbild machen.

    2.

    Die wuchsen unter Fichte/Tanne, ebenfalls auf Kalk,

    ich wollte ein Schnittbild machen, aber der Pilz ist total vermadet also ziemlich braun im Stielfleisch, die nicht ganz so vermadeten Stellen hatten gelbes Fleisch. Könnte das Cortinarius vitellinus sein?

    3.

    Die wuchsen im zumindest oberflächlich sauren Fichten/Tannenwald, in einiger Entfernung dann Buche und Birke. Ein Papiertuch färbten sie beim auftröpfeln von Spiritus grün. Ich finde bei den grünen Hautköpfen nur Cortinarius olivaceafuscus passt das in diesem Biotop?

    4.


    Und zum Schluss noch einfach weil er schön und leicht zu bestimmen ist: Cortinarius violaceus.

    Wäre dankbar wenn ihr damit was anfangen könnt, ich weiß Cortinarien sind ein Hexenwerk. Es kommen übrigens hier noch knackfrische Schleierlinge, ein paar Sprödblätter, Schnecklinge und auch noch Röhrlinge.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Der Trompetenpfifferling ist eigentlich ein recht gut erkennbarer Pilz. Die Kombination aus hohlem, kräftig gelbem Stiel, Leisten und typischem, angenehmem Geruch ist so kaum verwechselbar wenn man gut die Augen aufhält. Er ist zwar recht farbvariabel, aber ich habe dann am Anfang eben nur die typischen Exemplare gesammelt. Allerdings muss man beim Ernten oft aufpassen: Die wachsen teilweise in sehr großen Feldern mit hunderten Fruchtkörpern und haben die dumme Angewohnheit, total mit teilweise sehr giftigen Pilzen durcheinanderzuwachsen. Wenn man also schon 100 geerntet hat, sollte man immer noch gut die Augen aufhalten. Ich war beim allerersten Mal Sammeln noch beim Pilzberater damit, aber ich würde den Trompetenpfifferling schon als guten Einsteigerpilz bezeichnen. Hier trotzdem mal noch 4 Bilder, bei denen er mit verschiedenen anderen Pilzen zusammen wächst.

    Viele Grüße

    Was soll man dazu sagen…

    Vielleicht ist da jemand gewaltig am trollen, aber man sollte hier wohl erstmal gegenteiliges annehmen, wenn es um viel geht. MjamMjamMjam du zeigst Pantherpilze (Amanita pantherina), einer der Trivialnamen des Pilzes ist Sachsentod, du kannst ja mal nachschaun warum. Wenn das eine ernsthaft gemeinte Anfrage ist, rate ich dir, schnell den Giftnotruf zu wählen, die Symptome setzen beim Panther relativ schnell ein und können unter Umständen lebensbedrohlich sein. Die Hoffnung besteht natürlich, dass es bei dem Namen nur ein total geschmackloser Witz ist.

    Viele Grüße

    Danke euch beiden,

    ich war etwas verwirrt, da das Netz schon deutlicher ausgeprägt war, als auf allen Bildern, die ich gesehen habe aber wenn das passt ist ja alles gut.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Habe tatsächlich noch nie was aus der Gattung Xerocomus im engeren Sinne gefunden, das sollte aber eine Ziegenlippe sein oder? Ich frage, weil ich teilweise unterschiedliche Angaben zu Netzausbildung und Verfärbungen gelesen habe. Standort war eine recht lichte, warme Stelle im Wald mit Buche, Eiche und Tanne in der Nähe. Geruch angenehm, leicht säuerlich, das Hutfleisch blaut leicht und der Stiel ist zwar grobmaschig aber doch recht deutlich genetzt.

    Standortfoto und frischer Schnitt (das erste Bild leider recht überbelichtet)

    Etwas weniger überbelichtet

    Schnitt nach kurzer Zeit.

    Passt da die Ziegenlippe?

    Viele Grüße

    Hallo,

    Mir fallen bei den gut schmeckenden weißmilchenden Milchlingen exakt der Mohrenkopf, der Brätling und für manche wohl noch der Kampfermilchling ein. Mohrenkopf und Brätling kann man lernen makroskopisch zu bestimmen und per Geschmacksprobe abzusichern, den Kampfermilchling bestimmt auch.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Mir ist tatsächlich was ähnliches beim Trompetenpfifferlinge einsammeln passiert und zwar mit einem wenig gebuckelten blutblättrigen Hautkopf. Klar hat man das dann sofort beim Umdrehen gesehen aber es zeigt, dass man schon die Augen aufhalten muss. Die haben aber auch die Angewohnheit, durcheinander mit allem möglichen zu wachsen.

    Der gelbe Stiel mit brauner Kappe kann einen schon kurz narren wenn man unaufmerksam ist.

    Dreierpack mit violettem Lacktrichterling und Hautkopf? Lacktrichterling?

    Direkt neben Leotia lubrica

    Das rechte sieht auch nicht wie ein Trompetenpfifferling aus.

    Naja wenn man da halbwegs die Augen aufhält merkt mans spätestens wenn man sie dann in der Hand hat.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ich sehe hier mit der rübenartigen Knolle, dem Velum auf dem Hut und den Rötungen eher einen sehr weiß geratenen Perlpilz, der Ring müsste dann gerieft sein.

    Viele Grüße

    Danke euch erstmal,

    Falls es euch interessiert, Pilz Nr4 wuchs mitten unter Terpentinschnecklingen wirklich direkt am Fuß einer Tanne (vielleicht 30cm vom Stamm entfernt). Eine Buche stand dort tatsächlich aber auch, aber in einem guten Stückchen Entfernung und recht jung. Das gilben war auch wirklich eindeutig rosa, das sieht man hier nur leider überhaupt gar nicht und als ich daheim bessere Fotos hätte machen können, war es komplett weg. Ich habe den Pilz noch, kann ihn nachher nochmal fotografieren und kann auch die Sporen noch durchs Mikrookular fotografieren wenns euch interessiert.

    Viele Grüße

    Ja die Fotos von 4 sind ziemlich Mist, da war ich in Eile und nach dem Transport war der schon nicht mehr richtig fotogen. An den salzigen Ritterling glaube ich aufgrund des Standorts nicht so richtig, ist aber im Endeffekt nicht so wichtig. Bei 3 glaubst du an Seifenritterling? Ich habe am schwarzpunktierten Schneckling auch so meine Zweifel gehabt, aber nach Seife roch der nicht. Ich werf morgen nochmal einen Blick durch die Linse, Ritterlings- und Schnecklingssporen kann ich hoffentlich auch als blutiger Anfänger halbwegs unterscheiden. Ich kann die auch morgen nochmal fotografieren, sind jetzt halt schon ziemlich trocken.

    Viele Grüße

    Ich muss dazu sagen, die Tanne ist hier natürlich auch nur in manchen Waldabschnitten der dominierende Baum, sonst auch eher die Fichte, ich kann mir gut vorstellen, dass auch hier die beiden gelben grubigen Milchlinge durcheinanderwachsen, das muss ich mir dann nächstes Jahr anschaun. Die Tanne scheint sich allerdings hier auf der Ostalb gut zu verjüngen und kommt auch gar nicht so selten in manchen buchendominierten Wäldern vor.

    Viele Grüße