Hallo Harald,
weil man im Grunde genommen ohne diese Prozedur Pilze nicht gescheit bestimmen kann
doch kann man, der Algorithmus ist nur ein anderer. Stellen wir uns ein Set von 5 Arten mit entsprechend vielen verschiedenen Eigenschaften vor. Beim klassischen dichotomen Schlüssel hat man jeweils eine Eigenschaft, die abgefragt wird. Bei Arten, die indifferent bzgl. dieser Eigenschaft sind, passiert es auch gern, das die auf beiden Verzweigungen weitergeführt wird. jedenfalls braucht man bei 5 Arten mindestens 4 Schritte. Das Schlüsseln entstammt dem Zeitalter des Buchdrucks, linearer Textverlauf.
Die gleichen Angaben kann man auch tabellarisch, zur Not mehrdimensional, darstellen, übersichtlich mit Bildern und Links, im Zeitalter von IT kein Problem, Hypertext in variabler Reihenfolge. Das hat gegenüber dem Schlüsseln den Vorteil, dass man zunächst auf die Eigenschaften zugreifen kann, die tatsächlich sichtbar sind. Und relativ schnell sieht, ob und wenn ja welche Eigenschaften ggf. fehlen.
Manchmal sieht das binäre Schlüsseln aber auch sehr gekünstelt aus, stellen wir uns vor, man hat nur eine Eigenschaft, etwa Farbe, dann geht das binär so
1) blau 1*) anders
2) rot 2*) anders
3) grün 3*) anders
....
Während es viel einfacher ist
1) blau 1*) rot 1**) grün ...
Natürlich, auch solche "Tabellen" müssen erst erstellt werden.
LG, Bernd