Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits, diesen Becher habe ich gestern an Rinde einer lebenden Zitterpappel (40-50 Jahre) gefunden. Hatte ich ähnlich vor 2 Jahren schon Mal (28.10.2018), da aber an einem deutlich älteren (100+) Baum. Die heimische Literatur (Kutorga, 2020) kennt nur 2 Arten, corticale und variegatum, wobei nur die erstere an lebender Zitterpappel gefunden wurde - was aber bei jeweils niedrigen einstelligen Fundmengen statistisch kaum belastbar ist. Ingos Artporträts im Forum Lasiobelonium corticale sagen ja, dass die Arten der Gattung alle gern auf Pappel sitzen. Mit Lasiobelonium sp. bin ich schon sehr zufrieden, oder kommen da noch andere Gattungen in Frage. Beleg habe ich nicht mitgenommen und mikroskopiert natürlich auch nicht. Würde ich zur Not aber wiederfinden.


    LG, Bernd

    Moin, da der Pilz in Gegenden wächst, die regelmäßig mindestens -20°C haben, sehe ich nicht, wie das Tiefkühlen bei -18°C irgendwelche Schäden anrichten kann.

    LG, Bernd

    Hallo Pablo, ja, bei 1) ist mein Arbeitstitel mittlerweile I. radiatus mit einer ganz leichten Option Richtung nodulosus. Bei 2) schon klar, da hattest Du ja neulich schon gesagt, dass von dem gezähnten Zeug Dutzende gibt. Ich hab's als cf. abgelegt. Wobei der Band Aphyllophorales insgesamt nur 155 Arten behandelt, die nicht einmal alle nachgewiesen sind. Und man die eine oder andere ja auch ausschließen kann.


    LG, Bernd

    Feindbild halt, Bodo. Triggert, muss man was gegen tun. Oder aus welchem Grund Dein Protest? Fürsorgepflicht für die vielen Minderjährigen im Forum? Zumal mittlerweile in der Diskussion doch relativ klar geworden ist, dass diese Werbung von Guhgel auf Deinem Browser platziert wurde, wegen Deiner Browserhistorie und Deinen Suchanfragen. Da solltest Du Dich eher an Guhgel wenden als an den Forumsbetreiber. Steht nicht ohnehin in den Regeln, dass man sich als Forent nicht in das Geschäftsgebaren des Forenbetreibers einzumischen hat?


    LG, Bernd

    Hi Marcel,

    ich kenne das Buch nicht. Ich gehe auch nicht davon aus, dass es mir zusagen würde. Vermutlich wie in diesem komischen Geschichtskanal von Knopp, kNopp mit Bonus-N. Es geht aber anscheinend nicht ins Illegale. Wobei es dabei ja, neuerdings, in der Frage der Legalität eh darauf ankommt, wer und nicht mehr was. Quod licet Iovi, non licet bovi. Mit dem "Zurechtrücken der Geschichte" sind doch deutlich einflussreichere Personen beschäftigt, durchaus in Ministerrängen. Da jetzt seine durchaus berechtigte Kritik bei einem kleinen Schlangeölverkäufer abzuladen hilft nicht. Diesem unbedeutenden Akteur gegenüber kann man sich wirklich in Gelassenheit üben.


    Na hoffentlich verlegt der Verlag kein Buch "Maranthon in unter 2 Stunden", denn dann wird es mit dem Wegrennen nichts mehr.


    LG, Bernd

    Hallo Bodo,

    Personen, die "tapfer" genug sind, in angetrunkenem Zustand als Gruppe aus 5 erwachsenen Männern eine einzelne Person - und sei diese ein/er Jugendliche/r im Teenageralter - zu attackieren

    das hat dann aber nichts mit dem Buch zu tun, und schon gar nicht mit dem Verlag, i.A. auch nicht mit Alter/Hautfarbe des Angegriffenen ("attackieren" wurde im Deutschen früher für den Angriff der Kavallerie genutzt, aber wer nutzt heute schon das Deutsche ohne Denglish?). Alkohol spielt eine Rolle - was man zum Beispiel sehr gut vergleichen kann, wenn man in alkoholfreien Ländern reist. Und allgemein die Kultur (insbesondere auch der Sprachgebrauch), als wie normal Gewalt im Alltag angesehen wird, wenn ein kleines bisschen Krieg nur noch eine humanitäre Intervention ist. Ich finde, dieses resolute Anrennen gegen diese Werbung, hat auch einen ganz schön aggressiven Charakter ...


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, noch zwei Fotos von Objekt 1. Tympanis sieht passend aus. Das ganze Büschel hat 2 mm im Durchmesser. Im Schnitt schwarz.

    Die heimische Literatur (Kutorga 2020) nennt 3 Funde von Tympanis alnea (jeweils an Schwarzerle, Grauerle und Apfel) und führt aus "manche Autoren trennen die an Apfel wachsenden Pilze als T. conspersa ab".

    LG, Bernd

    Hallo Andreas, nun das ist ein allgemeines Problem, das Gottvertrauen gegenüber der großen schwarzen Kiste. Da sagt zum Beispiel der Taschenrechner, dass die Erde 6000 Megagramm schwer ist, und es fällt keinem auf, dass man da irgendwo mit den Einheiten durcheinander gekommen sein muss ... Oder der Sequenzer sagt, was alles im Wald oder auf der Wiese wächst, zur Not auch die Bananen vom Frühstück, hatte da letztens eine (so verteidigte) forstwirtschaftliche Diss. in der Hand, bei der 90% der "Pilzarten" nur auf kryptische Codes aus dem Sequenzer hörte (nein, es wurde auch kein Versuch gemacht, die als neue Arten der Wissenschaft zuzuführen) ... Oder auch aktuell, "der Test" sagt - aber, wie der Test funktioniert und wovon das abhängt und was der tatsächlich aussagt ... Etwas mitdenken muss man schon, wenn nicht, hilft leider auch ein Schlüssel nicht, da ggf. ein falsches Abbiegen dann auch nicht hinterfragt wird. Vermutlich werden synoptische Tests 'eh bald dem universellen Sequenzieren zum Opfer fallen, denn das sieht ja noch bequemer aus.

    LG, Bernd

    Hallo Andreas, dass alte Pilze anders aussehen als frische ist aber nun nicht wirklich überraschend. Man wird, wenn man Pflanzenbestimmung am Heu macht, auch einige Abstriche hinsichtlich der Farbangaben machen. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, dann ist doch naheliegend dass der Bearbeiter bei dem Pilz im Set der Eigenschaften für "rissiger Hut" und "schuppiger Hut" jeweils ein "kann sein, muss aber nicht" ("0,5") einträgt, sodass der Pilz in beiden Zweigen im Rennen bleibt, so wie das ja auch gelegentlich in binären Schlüsseln der Fall ist.

    Das größte Problem ist, und geb ich Dir unbedenklich Recht,

    genau die Fragen zu beantworten, von denen der Schlüsselautor denkt dass sie besonders klar, wichtig und konstant sind

    dass man sich mit der Angabe von zu vielen Eigenschaften verzetteln würde (der Arbeitsaufwand für den Bearbeiter steigt ins Unermessliche), sobald man in die höheren Taxa kommt. Allerdings kann man natürlich prinzipiell für jede Eigenschaft den Standardwert "0,5" (irrelevant) setzen, das ist eine Zeile für den Programmierer, und nur die Eigenschaften, die wirklich relevant sind, auf "0" oder "1" setzen.


    LG, Bernd

    aha, die oben links im Bild, außerhalb der Schärfe, die sehen schon etwas wie Becher aus. Ich mach morgen bessere Bilder und versuche Mal ein Schnittbild.

    Danke Euch beiden,

    LG, Bernd

    Hi Lukas,

    wie es bei einer Pilzsuchmaschine in Tabellenform nicht unbedingt der Fall

    nicht unbedingt. Kann aber. Die meisten Apps derzeit bleiben rein makroskopisch und sind kaum taxonomisch relevant. Aber es würde überhaupt kein Problem sein, die entsprechenden Kriterien taxonomischer Natur da mit einzubauen [Asco - Basidio - Myxo] oder eben die Sporengröße, wer sie denn hat. Oder, oder ... Man könnte so eine "App" dann verwenden wie einen Taschenrechner, den man in den "Wissenschaftsmodus" umschaltet.

    LG, Bernd

    Hallo Harald,

    weil man im Grunde genommen ohne diese Prozedur Pilze nicht gescheit bestimmen kann

    doch kann man, der Algorithmus ist nur ein anderer. Stellen wir uns ein Set von 5 Arten mit entsprechend vielen verschiedenen Eigenschaften vor. Beim klassischen dichotomen Schlüssel hat man jeweils eine Eigenschaft, die abgefragt wird. Bei Arten, die indifferent bzgl. dieser Eigenschaft sind, passiert es auch gern, das die auf beiden Verzweigungen weitergeführt wird. jedenfalls braucht man bei 5 Arten mindestens 4 Schritte. Das Schlüsseln entstammt dem Zeitalter des Buchdrucks, linearer Textverlauf.

    Die gleichen Angaben kann man auch tabellarisch, zur Not mehrdimensional, darstellen, übersichtlich mit Bildern und Links, im Zeitalter von IT kein Problem, Hypertext in variabler Reihenfolge. Das hat gegenüber dem Schlüsseln den Vorteil, dass man zunächst auf die Eigenschaften zugreifen kann, die tatsächlich sichtbar sind. Und relativ schnell sieht, ob und wenn ja welche Eigenschaften ggf. fehlen.


    Manchmal sieht das binäre Schlüsseln aber auch sehr gekünstelt aus, stellen wir uns vor, man hat nur eine Eigenschaft, etwa Farbe, dann geht das binär so

    1) blau 1*) anders

    2) rot 2*) anders

    3) grün 3*) anders

    ....

    Während es viel einfacher ist

    1) blau 1*) rot 1**) grün ...


    Natürlich, auch solche "Tabellen" müssen erst erstellt werden.


    LG, Bernd

    Hallo,

    am gleichen toten Apfel, an dem ich Sarcodontia crocea gefunden hatte, gibt es (jetzt) noch diverses Kleinzeug

    1) sowas hatte ich neulich an Sorbus, Eutypella sorbi. An Apfel dürfte das eine andere Art sein, aber *E. mali scheint es nicht zu geben.

    2) wohl Lachnella alboviolascens

    3) das wird wohl auch ein Becher werden wollen, oder geht das Richtung Kugelwerfer?

    4) weil's so hübsch ist, S. crocea

    LG, Bernd

    Hallo, da der ja offensichtlich sehr selten zu sehen ist, noch ein paar Fotos. An dem Bäumchen von gestern sind 9 Fruchtkörper an einem wagerechten Ast. Dann habe ich 100 m hin noch eine weitere Eberesche gefunden, wo das Stämmchen mit mind. 50 ziemlich voll ist, aber nicht so fotogen.



    LG, Bernd

    Hallo Grüni,

    wer Nahkampf aus Büchern lernt, ist ungefährlich. Viel pazifistischer geht nicht mehr. Und warum man sich nicht mit der deutschen Geschichte beschäftigen sollte, insbesondere der Frage, wieso es dazu (33, 38, 39, 41, 45) kam, erschließt sich mir auch nicht. Weil es so aktuell ist? Die normalen Medien schrecken doch auch nicht davor zurück, den neuen H. zu benennen, wahlweise im Irak, Syrien, Serbien (die Anstalt brachte das Mal schön auf den Punkt) ... Und was an dem Gesundheitsdings (Büroarbeitsplatz, Nacken, Ergonomie - kriegst Du keine Post von Deiner Krankenkasse?) so aggressiv sein soll, hmm, aktuell haben wir wohl im Gesundheitswesen und der Politik ringsherum genug Probleme - egal aus welcher Sicht man darauf schaut.

    LG, Bernd

    Stefan - manchmal schaue ich mir Werbung bewusst an. Einfach um zu sehen, was für Stile, welche Methoden verwendet werden. Wenn man sich nicht bewusst ist, wie und warum sie wirkt - dann wirkt sie eher. Zudem, das was in Werbung an Kreativität, Kohle und professioneller Umsetzung verbraten wird, ist weit umfangreicher als in allen anderen Kunstgattungen zusammen. Sieh es einfach als eine neue Gattung der Künste, neben Musik, Literatur, Malerei und Kino.

    LG, Bernd

    Vielleicht kann man ja die Bundeswehr als Werbekunden gewinnen. Ich meine ja nur, wegen der Gewaltfreiheit. Allerdings müssten dann wohl wenigsten die Herren Foristen Ihre Geburtsdaten etwas in Richtung Zielgruppe verschieben, damit die Algorithmen greifen ... Leute, die Pilze kennen und in borealen Wäldern überleben könnten, sollen da ja gefragt sein.

    LG, Bernd

    Hallo, da das Eschensterben ja aus dem Baltikum gekommen sein soll - wenigstens hat es hier früher angefangen - sind wir im Verlauf natürlich auch weiter. Ja, es sind viele Eschen umgefallen, aber in den wenigsten Beständen alle. Und man sieht neben dem, was übergeblieben ist, überall jede Menge junge Eschen, zum Teil an völlig verqueren Stellen, z.B. mitten zwischen den Pionierkiefern auf Sand. Man sieht auch von diesen jungen Eschen welche, die schon umliegen, und wo es so aussieht, als wären die Wurzeln genauso weggefault - was allerdings nicht wirklich verwundert, wenn die sich anmaßen auf Sand wachsen zu wollen. Ich sehe keinen Grund zur Panik, die wachsen schon wieder.

    LG, Bernd

    Hallo Pablo,


    ich habe heute den hier passenden Band der Litauischen Funga VI (2) Aphyllophorales bekommen, von 1996.


    1) Und außerdem im Wald einen weiteren Kandiaten für Ph. conchatus gefunden. Bilder anbei. Die beiden Frk. nebeneinanderliegend von 1. und vom heutigen Fund besteht bei mir kein Zweifel, dass das eine Art ist. Bezüglich der Sporengröße meint das Werk 4-5 pro mm, das könnte hinhauen. Was aber nicht passt, worauf auch der Schlüssel referiert "schwarze Linie zwischen Trama und Poren im Schnitt" - allerdings habe ich davon noch nie ein Foto gesehen. Betont wird das überwiegende Vorkommen an Salix caprea, was bei beiden Funden zutrifft. Gilt als häufig.


    3) Bei Phellinus werde ich nicht fündig. Inonotus nodulosus sieht gar nicht so übel aus, sollte aber kleiner sein. Bei Dichomitus wird nur eine Art genannt, D. squalens, die aber viel zu kleine Poren zu haben scheint.

    Mittlerweile habe ich die Art (vermutlich) an zwei weiteren Haselnüssen und an Salweide gefunden. Leider war der Akku alle, hier noch ein Bild mit etwas ausgeprägteren Hüten, falls das nicht was anderes ist.


    LG, Bernd

    Hallo Claudia,

    Ich möchte solche Werbung auch nicht sehen, deswegen nutze ich technische Mittel, in Form diverser Werbeblocker. Dieser Thread, der die Werbung statisch fixiert, hat dazu geführt, dass ich nun erstmalig Werbung in diesem Forum gesehen habe. Es gibt viele Seiten, die man mit Werbeblocker nur noch schwierig oder auf Umwegen benutzen kann - die werden dann halt nicht mehr benutzt.

    Wer der Meinung ist, dass der fragliche Verlag mit einzelnen Titeln den Rahmen der Verfassung verlässt, bitte, dazu gibt es den Rechtsweg. Was hier angemahnt wird ist (privatwirtschaftliche) Zensur.

    LG, Bernd

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    Abgesehen davon, Werbung ist immer nervend, was ist an dieser anders? Was gebraucht wird, bedarf keiner Werbung und dementsprechend was man bewerben muss, wird nicht gebraucht. Offensichtlich ja rechtmäßig, wenn auch am Rande des Spektrums. So geringe Selbstsicherheit, dass man abweichende Meinungen nicht aushält? Nieder mit der Meinungsfreiheit, es lebe die Zensur!


    LG, Bernd