Hallo Frank, ja, vermutlich in der Art, denn einen Rundholzbeauftragten interessiert es herzlich wenig, was da an Pilzen an Stubben wächst. Aus dieser Sicht reicht es wohl, wenn ein Pilz aggressiver ist und mehr Schaden an Rundholz verursacht, um ihn als häufiger anzusehen.
Wobei in dem Buch auch komplexere ökologische Sachverhalte geschildert werden, etwa, dass es bei Erstpflanzung von Kiefern auf vorherigem landwirtschaftlichem Boden in der Regel ab 30...50 Jahren zu gehäufter Wurzelfäule kommt, weil sich die für Wald typische Bodenfauna/funga/flora noch nicht gebildet hat.
Ich habe direkt am Hof ein Stück Wald, überwiegend Fichte, im offiziellen Waldverzeichnis glaube ich aktuell als Altersgruppe 80 Jahre eingetragen. In diesen 2,5 ha gibt es nicht einen FomPin an Fichte, obwohl aktuell einige am Absterben sind und es ausreichend Totholz verschiedenen Alters gibt.
Z.B. diesen Stubben vom Januar, finales KO durch Borkenkäfer Ips typographus, wobei klar ist, dass der Baum durch die Fäule geschwächt war (welcher Pilz weiß ich nicht, da kein Frk., vermutlich aber 'ne Wurzelfäule) und ohnehin nicht mehr lange hatte. Und dann könnte man noch überlegen, woher die Fäule, da wäre dann etwa der Bau einer Straße in den 1980 Jahren zu nennen, der durch den Wald einen 10 m tiefen Graben getrieben hat und natürlich die Wasserversorgung beeinträchtigte.

von heute:

Spechtbaum, etwa 10 Jahre tot, nur Trichaptum abietinum, sonst sehe ich da nichts

LG, Bernd