Beiträge von kruenta

    Hallo,

    Ab einer gewissen Dosis geht das Zeug (wegen der Oxalate) nämlich an die Nieren:

    Die Studien aus Korea um die es da geht, ich hab sie nicht jetzt gelesen, sondern vor ein paar Wochen, als es ähnliche Diskussionen schon Mal gab, sind aber nicht wirklich wasserfest.

    Kurz, es geht da so: "1 [in Worten: EIN] Patient mit Beschwerden beim Arzt, Befund, Suche nach Ursache in der Erinnerung des Patienten, Patient sagt Pilz, Arzt sagt Bingo" und man publiziert.


    Es gibt eine gewisse Plausibilität hierfür, weil die Chemikalien zusammenpassen. Trotz alledem ist das zunächst nur eine Korrelation. Um sicherzugehen müsste man eine überwachte klinische Studie durchführen, mit mehreren Probanden. Unter Vermeidung ALLER anderen Quellen von Oxalaten. Und vielleicht ist die Neigung zur Akkumulierung der Oxalate auch nicht bei allen Personen gleich ausgeprägt oder wird getriggert durch was auch immer in der Nahrung. Klar, keine Ethikkommission gibt dafür grünes Licht. Warnen ist berechtigt, aber ein bisschen Konjunktiv wäre schon angebracht.


    Wenn man die gleichen laschen Kriterien an Studien zu Vitalpilzen anwenden würde, ginge das so:

    "Patient gesund beim Arzt, warum? Suche nach Ursache in der Erinnerung des Patienten, Patient sagt Pilz, Arzt sagt Bingo". Korrelation ist vorhanden, Pilz & gesund. Ist das jetzt kausal? Und da sind es ja oft hunderte Patienten, die solche Aussagen treffen. Also statistisch abgesichert :D → Heilpilz.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,

    das Thermometer zeigte heute erstmals seit Wochen keine Minusgrade. Bewegungstechnisch ist das aber bei 40 cm Schnee auf Acker und Wiese und 20 cm im Wald immer noch recht kraftraubend.


    manche haben weniger Glück, vermutlich angefahren wurden, da nicht weit weg von der Straße verendet



    Phellinus conchatus an Salweide

    Phellinus alni an Schwarzerle

    Phellinus pini an einem ziemlich mickrigen Kiefernstumpf, BHD ~25 cm

    Phellinus igniarius s.str. an einer der Weiden, die es richtig nass mögen

    Bjerkandera adusta


    LG, Bernd

    Hallo Stefan, danke für den Vorschlag, der ist auch im Rennen, sollte der aber nicht etwas größere Poren haben? Und im Profil (Trametes trogii (Syn. Coriolopsis trogii) = Blasse Borstentramete) heißt es "wärmeliebende Art". Es gibt einige wenige Fund in Litauen, und die Art ist in den Roten Listen als "vulnerable". Sicher, kein Ausschlusskriterium, in der gleichen Kategorie ist auch Dichomitus campestris, und davon habe ich hier den ganzen Wald voll - wobei in den heutigen Hasel"plantagen" hab ich ihn nicht angetroffen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, ist vielleicht hier nicht die richtige Stelle, und womöglich wurde das auch schon diskutiert, aber ich würde es gut finden, wenn für den Wettbewerb nur Fotos des letzten Monats eingereicht werden, ab Terminschluss für den Vormonat.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    Dieser Pilz von heute wuchs an einen dicken Weidenstumpf, vermutlich S. fragilis, zusammen mit Zunderschwamm auf der anderen Stammseite. Ich würde ja Trametes suaveolens in Betracht ziehen, kann aber nicht die Spur von Anisgeruch wahrnehmen, Geruch ist da, schwach und unspezifisch pilzig. Also vielleicht irgendwas aus der Ecke der Saftporlinge?


    Relativ weich, leicht zu schneiden. Hutgröße 3...5 cm. Poren 2...3/mm. Keine Reaktion auf KOH. Alles andere ist wohl auf den Bildern zu sehen.



    Danke für's Anschauen und für Vorschläge.

    LG, Bernd

    Hallo Pablo, in der Sendung war bis 23. Und soweit ich das jetzt sehe sollte die 6 auch H. nidulans sein, steht glaube ich als Verdacht auf der Tüte, nicht aber in der Liste. Den würde ich dann als schon geklärt nicht mehr mitschicken.


    LG, Bernd

    Moin Rudi,

    danke für den Vorschlag, schaue ich mir an. Und es besteht ja Hoffnung, dass der Pilz, wenn ihm denn das Wetter genehm ist, auch wieder wächst und sich in Farbe zeigt.


    Moin Pablo,

    KOH hatte ich probiert (siehe Eingangstext, aber das ist sebstgestrickt aus Holzasche, dürfte max. 10% haben, wirkt aber bleibend auf Ph. robustus, Ph. alni, B. adusta), mit einer geringen Verdunklung, die ich eher auf die Nässe als die Chemie zurückführen möchte, trocken sieht es so aus wie vorher. Nr. 30 ist für die nächste Sendung vorgesehen. Falls sich Werners Vorschlag bestätigen sollte, wäre das vermutlich auch eine neue Art fürs Ländle.


    LG, Bernd

    Hallo Joe, naja, eine kleine Restunsicherheit bleibt schon, solange das nicht mikroskopisch abgesichert ist. Es gibt ziemlich wenig Bilder aus dem Baltikum. Ganz ähnlich farblich sehen die aus Weißrussland aus Грибное царство Беларуси - Trichaptum biforme

    Auch sie Sammlung von beli zeigt ziemlich Farbvariabilität, allerdings mit deutlicherer weißer Kante Trichaptum biforme - Violeettrandige Tramete , November 2020 !

    LG, Bernd

    Trichaptum biforme passt sehr gut. Der wird laut heimischer Literatur auch bevorzugt an Birke angetroffen und ist wohl mäßig häufig. Hier hat's ja schon deutlich mehr Birkenwald als in Deutschland. Nach offizieller Statistik sind über 20% des Waldes Birkenwald.


    Vielen Dank Euch beiden, Bernd

    Danke, schöne Vergleichsdarstellung. Larix habe wir hier nicht, zumindest nicht einheimisch. Als Einzelbäume oder auch mal Haine stehen die aber schon gelegentlich auf (ehemaligen) Höfen und alten Friedhöfen. Allerdings meistens L. sibirica. Vermutlich ist der Pilz aber nicht streng an Lärche gebunden?


    LG, Bernd

    Hallo beli,

    danke für den Vorschlag.

    Mehr Bilder habe ich leider nicht, soweit ich mich erinnere, war das noch eine lebende Birke, hier und da ein paar größere Äste abgebrochen. Nicht ganz trivial, würde ich aber wiederfinden, sobald es etwas weniger Schnee sein wird.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    die Bilder sind schon ein paar Wochen alt, vom ohnehin bilderreichen Neujahrsspaziergang und deswegen liegengeblieben. An einer alten Birke zusammen mit Zunderschwamm. Mit der Porenform und Färbung will mir nichts passen.




    Danke für's Anschauen und für Vorschläge.

    LG, Bernd

    Hallo Werner, vielen Dank. Interessanter Vorschlag. Obwohl bei pilze-deutschland über 1700 Datensätze vorliegen, findet man insgesamt wenig Literatur und Bilder (in Netz). Für Litauen gleich gar nichts (inklusive Bücher). Am ausführlichsten ist noch die polnische Wikipedia (Czyreń gąbczasty – Wikipedia, wolna encyklopedia). Aber sollte der Pilz nicht eher an noch berindetem, frisch abgestorbenen Holz zu finden sein? Die Eichenäste bei mir haben hingegen nur mittig noch etwas Holz, sonst ist das alles schon weiß und mürbe. Allerdings könnte der Pilz auch schon etwas älter sein?


    Liebe Grüße, Bernd

    Hallo André,

    kann eigentlich nichts mit dem Norden zu tun haben, ich habe den Bärlauch hier auch - leider nur 25 km weg - und bin schon etwas nördlicher als Güstrow. Eher hilft da Renaturierung der Kanal-Flüsse zu natürlichen Auen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    dieses nur resupinate Pilzlein wuchs/wächst an Eichenholz vom Typ "kann man vielleicht mal irgendwann brauchen", das im Freien, aber leicht überdacht im Sand lag, und schon ziemlich lange nicht gebraucht wird - außer zur Verbesserung der Biodiversität.

    Keine Ahnung wie der farblich in frisch aussieht. Mein Verdacht geht in Richtung Antrodia. Ziemlich kleine Poren ~3/mm. Keine (bleibende) Verfärbung mit KOH.


    Das orange Zeug könnte vielleicht das Myzel davon sein?


    Danke für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Hallo Harald, solche disjunkten Areale sind mindestens aus der Botanik (z.B. Fichte, roter Holunder) und der Entomologie (Zwerglibelle, Alpen-Mosaikjungfer) bekannt. Von Mykologie habe ich zu wenig Ahnung, da kann ich Dir jetzt keine konkreten Angaben machen. Aber es würde mich doch sehr wundern, wenn sich die Pilze da komplett anders verhielten, zumal die Mykorrhizapartner, denen nicht viel überbleibt, als den Symbiosepflanzen zu folgen.


    LG, Bernd

    Hi, rein montane Arten dürfte es in den wenigsten Fällen geben. Die Arten, denen es nach der Eiszeit zu warm wurde, haben sich einerseits in höhere Lagen "montan" zurückgezogen, andererseits in nördlichere Breiten, Skandinavien etwa. Womit disjunkte Areale entstanden. Eventuelle Neuentstehungen von Arten aus dieser Isolierung heraus sind natürlich möglich, entwicklungsgeschichtlich war die letzte Eiszeit aber "gerade erst". So viel Zeit für neue Arten war da noch nicht.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    anbei die Fotodokumentation eines der zu verschickenden Belege für Pablo. Ich habe keinen Arbeitstitel.

    Fund an geschädigter Eberesche, aber mit noch einigen Knospen, 2 Konsolen zu 5-6 cm Breite, direkt übereinander. Ungestielt aber relativ schmal ansitzend, 15-20 mm.


    Konsistenz saftig, gummiartig, leicht zu schneiden. Geruch angenehm pilzig. Keine Geschmacksprobe. Oberseite ziemlich abgenudelt.

    Verfärbung mit KOH unbekannter Konzentration. Dicke 11 mm.

    Geringere Verfärbung der Poren; Porengröße 1-3 / mm.

    LG, Bernd

    Hallo Björn, ist der Adapter für die SLR schon in dem Preis mit inbegriffen? Lässt Du die da fest installiert, das Vorgängermodell etwa, oder ist das kein Problem, die da jedesmal ab- und anzubauen?

    LG, Bernd

    Moin allerseits,


    bei diesem filzigen Becherchen auf einem kräftigen, toten Ast einer ehedem randständigen Kiefer hatte ich zunächst an Eriopeziza [caesia] gedacht, die Ingo mir an anderer Stelle mal vorgeschlagen hatte, also nicht an den wissenschaftlichen Namen, aber daran, dass da so ein filziger Becher gezeigt wurde. Aber das scheint ja farblich nicht zu passen (latein caesius heißt "blaugrau"). Was käme noch in Frage? Vielleicht erlaubt die Filzigkeit ja ausnahmsweise mal eine makroskopische Bestimmung oder wenigstens Eingrenzung? Bilder von heute.

    Danke für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Moin Christoph,

    das waren die Gurken, nicht die Bananen. Und überraschenderweise hat die EU es fertiggebracht, die Verordnung über die Gurkenkrümmung für ungültig zu erklären, ohne sie mit einer doppelt so langen Verordnung über die Unsinnigkeit der Gurkenkrümmung im Kontext des Klimawandels zu ersetzen.


    Hier würde ich es als schwierig erachten, einem Algorithmus zu erklären, wo nach deiner Methode der Knickpunkt ist.


    Man kann relativ einfach die maximale Ausdehnung messen, die maximale Breite senkrecht dazu, die relative Lage dieser maximalen Breite zu den Endpunkten - mittig oder (gurkenförmig) eher näher an einem Ende. Das Verhältnis der Flächen beidseitig einer Verbindungslinie der Punkte maximaler Ausdehnung. Eventuell die Lage des Flächenschwerpunkts und dann in Bezug auf die Punkte maximaler Ausdehnung einen Winkel messen - das dürfte aber nicht ganz mit Deinen Zeichnungen zusammenfallen. Alles Sachen, die softwaremäßig einfach zu ermitteln sind.


    LG, Bernd

    Moin Peter, sehr riskantes Wettangebot, erklärt aber die verbleibende Menge an Chips. Ich wette prinzipiell nicht und weiß auch gar nicht woher man die Chips bekommt. M.E. ein typischer I. obliquus. Eigentlich erstaunlich wie viele es von denen auch an jüngeren Bäumchen gibt, irgendwo müssen die Sporen doch herkommen ...

    LG, Bernd