Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,

    dieser Pilz ist trotz beständig winterlicher Temperaturen mittlerweile deutlich gealtert, die Bilder sind von dem Fund Nr. 1, und zeigen entsprechend die Pilze von Foto 1 und 2 des Eröffnungsthreads, allerdings aus etwas anderer Perspektive.


    LG, Bernd

    Moin, ich habe von den Pilzen Nr. 2, die den Arbeitstitel Hohenbuehelia cf. atrocaerulea tragen, noch ein paar Fotos gemacht (aber keinen Schnitt, keine Sporen). Ob man den Ansatz da nun Stiel nennt? Oberseits ist jedenfalls kein Übergang in einen Stiel zu sehen, unterseits immerhin ein flauschiger Bereich.

    in voller Ansicht (links unten) auch gut die haarigen/pickligen/oderwasauchimmer Lamellen zu sehen:


    LG, Bernd

    Moin, ich hatte mir das auch angeschaut. Mich aber für das 60 mm Macro 2:1 vom gleichen Hersteller entschieden - ich nehme an, das meinst Du, Ralph? Da ich fast nur aus der Hand fotografiere, und das Objektiv auch ganz normal für alles andere verwendet werden kann. Stacking mache ich auch nicht. Dass es keine Automatik hat und der Kamera nicht meldet, was Brennweite und Blende sind - das fehlt dann halt im Exif - stört mich ansonsten eigentlich nicht. Automatisches Fokus-Bracketing kann also nicht gehen, da der Fokus nur manuell eingestellt wird - kein Motor. Während der Fokus recht schwergängig ist, ist die Blende eher leichtgängig, was mit Handschuhen schon mal zu unbeabsichtigtem Verstellen führt.

    Da ich es erst 2...3 Monate habe, ist es sicher noch nicht ausgereizt.

    LG, Bernd

    Moin moin,


    also in der Humanmedizin habe ich den Eindruck, dass "das ist was Genetisches" eine Umschreibung ist für "ich habe absolut keine Ahnung, was das ist und was da helfen könnte (aber ich will ja den Patienten nicht verunsichern)". Ist eben derzeit super duper, wie in anderen Branchen die KI oder Quantencomputing oder immer mal wieder das Fusionskraftwerk ... Bevor man irgendwas da "genetisch" untersuchen kann, braucht man zunächst solide Daten, wann, wo, unter welchen Umständen.

    Nur ist es so (IMHO), dass ein Paper mit ein paar schnuckligen Sequenzen und wilden Hypothesen eher verfasst, eingereicht und angenommen ist, als ein Paper zur banalen Datenerfassung dieses interessanten Phänomens - wo durchaus auch etwas Hightech zur Anwendung kommen könnte, etwa Massenspektroskopie zum Vergleich zwischen weiß und normal.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, ich habe schon sehr lange kein Buch mehr gesehn (die eigenen eingeschlossen), in dem es keine Fehler gab. Viele Verlage haben gar kein solides Lektorat mehr und selbst dann findet man immer was. Außer vielleicht im unveränderten Nachdruck der Bibel. Und dass der Autor sein eigenes Buch nicht Korrektur lesen kann, ist klar, der liest nämlich meist nicht mehr vom Papier, sondern der weiß, was da steht und liest sozusagen aus dem Arbeitsspeicher :D

    Von daher ist jeder Autor und Verleger froh (normalerweise), wenn man allfällige Fehler (und seien es nur doppelte Leerzeichen) und Unklarheiten von Lesern vor einer Neuauflage mitteilt. Sag ich jetzt Mal so als Autor und Verleger.


    LG, Bernd

    Moin Björn, so von Physiker zu Physiker, das mit Kristallisationswärme funktioniert aber nur im Moment der Kristallisation, ist also nach spätestens einer Stunde gegessen. Überbleiben tut dann nur die Wirkung der Isolierung. Wobei man ja noch berücksichtigen muss, dass der Pflanzensaft jede Menge gelöstes Zeug enthält, sodass die Brühe eher bei -1...-2°C gefriert [Ahornsaft etwa kann man auch bei leicht unter Null zapfen.] Was dazu führt, dass der Heizkreislauf in der Pflanze auch noch leicht unter Null funktioniert.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,

    denn kälter als 0°C wirds im Inneren der Eisschicht nicht

    naja, einen Rechtsanspruch darauf gibt es aber nicht. Die Eisschicht isoliert, insbesondere auch gegen Wind, weswegen man im eisigen Osten bei ausreichend Kälte die Holzhäuser mit Wasser begiesst, was dann zu einer winddichten Isolierung aus Eis führt. Trotzdem ist Eis auch wärmeleitend und der Schutz der Blüte funktioniert so nur, wenn es nicht zu kalt und nicht zu lange kalt ist. Die Heizleistung des Baums kraft Zuführung von Nährstoffen aus den Wurzeln ist nicht so üppig und kann nur geringen Wärmeverlust ausgleichen.


    LG, Bernd

    Moin liebe Pilzfreunde,


    heute habe ich den Haselbecherling gefunden, über den ich neulich im Forum gestolpert war - sonst hätte ich nicht gewusst, dass es den gibt. Inmitten von sehr viel Hasel, an einem eher jüngeren, unauffälligen Strauch, nur an einem Stämmchen.


    1) Encoelia furfuracea

    2) am gleichen Stämmchen dieses hier, wohl eine Exidia?

    3) und ein merkwürdiges Etwas an einem sehr kräftigen (mind. 20 cm Durchmesser) Haselnussstamm, vielleicht ein Schleimpilz


    LG, Bernd

    Moin, wenn die Früchte deutlich kleiner als bei "normalen" Pflaumen sind, kann es eine Mirabelle oder Kirschpflaume sein, gerade letztere ist berühmt-berüchtigt für ihre Wasserreiser. Ansonsten sind es bei den Kulturpflaumen eher die Wildformen, die Pfropfunterlagen, die Wasserreiser austreiben.


    LG, Bernd

    Moin z'ammen,


    anbei ein paar aktuelle Bilder von dem eingangs gezeigten Pilz. Dunkler geworden aber ansonsten, dem scheinen die winterlichen Temperaturen nicht viel auszumachen.

    LG, Bernd

    Hallo Beli, das erklärt natürlich einiges, danke. Nur, mir scheint, dass dem Baum damit nicht geholfen ist. Anbrennen ist in Bezug auf Holz (und auch Wunden beim Menschen, wenn keine Alternativen da sind) eine der klassischen Methoden zur Konservierung, die zum Teil auch in manchen arboristischen Schulen angewendet wird. Also das Aussägen der Brandwunde wird dem Baum weitaus mehr schaden als das Feuer. Wobei das Vorhandensein des Lochs, wo man ein Feuer anbringen konnte, auch auf bereits vorhandene Probleme hinweist - innen hohl, morsch.

    LG, Bernd

    Hi, der Brechungsindex von Glas und (normalem) Immersionsöl ist etwa gleich. Das heißt, der Physik ist es sch...egal, ob da ein Gläschen+Öl ist oder nur Öl. Ich habe hier auch mit großem Erstaunen mitgelesen.

    Vermutlich hat das Gläschen aber dazu geführt, den Abstand zu vergrößern, was wiederum für den Strahlengang relevant ist.

    Und die Ursprungsmessung mit der um den Faktor 1,17 zu geringen Vergrößerung erfolgte offensichtlich ohne Öl, wie im Verlauf der Diskussion deutlich zu werden schien.

    LG, Bernd

    Moin, also so wie der Baum aussieht, wurde der extra angesägt, damit Pilze wachsen. Von Feuer sehe ich da nichts, und einen anderen Grund oder Ursache für diese merkwürdige Nut im Baum sehe ich auch nicht.

    LG, Bernd

    Hallo Harald, sollte man meinen. Aber es gibt eine ganze Reihe von Ländern, in denen das nicht üblich ist in (offiziellen) Schreiben dergleichen auch nur ansatzweise zu verwenden.


    z.B. hatte ich gestern ein Schreiben ans Justizministerium der Rep. Österreich


    "Betrifft Aushändigung eines Beschlusses

    wir senden Ihnen den Beschluss XY, bitte händigen Sie den dem Knasti YX aus.

    Sachbearbeiter ZY"


    Keine Anrede, kein Gruß, nix. Gewöhnungsbedürftig, nicht? Andere Länder andere Sitten.


    Oder wer zum Beispiel in Facebook postet, da sind Anreden und Gruß auch komplett unüblich.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    Andreas hat hier ein paar Begriffe in die Runde geworfen


    "Hobbymykologe" und "wissenschaftliches Niveau"


    Was ist das Gegenstück von einem Hobbymykologen? Ein Profimykologe? Und wenn ja, was zeichnet diesen vor dem Hobbymykologen aus? Der Umstand einen Hochschulabschluss in Biologie zu haben? Oder den Dr. rer. nat.? Oder der Umstand, dass dieser dafür bezahlt wird? Wie hoch muss dann die Bezahlung sein, um als Profi durchzugehen? Ist dann jemand, der in der Schweiz mit Pilzführungen sein Geld verdient automatisch professioneller als ein Professor in Bangladesh, der damit wohl weniger verdient? Oder zeichnet sich der Profi dadurch aus, wissenschaftlich zu arbeiten? Das würde ja implizieren, dass ein "Hobbymykologe", der auf wissenschaftlichem Niveau arbeitet. automatisch vom Amateur zum Profi geadelt werden würde. Also vielleicht ist es der Zeitaufwand oder die zur Verfügung stehende Zeit? Nun, hier ist es wohl oft so, dass die Amateure (die, wie die Bezeichnung sagt, das gerne tun), oft mehr Zeit aufwenden, als die Profis, die ja keine Amateure sind (also das eigentlich gar nicht gerne machen, sondern nur nach Stechuhr).


    Was ist wissenschaftliches Niveau? Jede banale Aufsammlung von Pilzen (oder was auch immer), die ordentlich dokumentiert ist, mit Fundort, Zeit, Bedingungen und je nach Fähigkeit auch Substrat, ist wissenschaftlich. Das ist die Grundlage jeder Wissenschaft, Datenerfassung. Und auch die wissenschaftliche Erkenntnis, dass XY am Standort yx vorkommt ist ohne dem nicht möglich. Nur leider wird meist nur noch das Paper als die Wissenschaft angesehen, die ganze Arbeit die dahin führt, eher nicht. I.A. werden ja auch die Laboranten, PTA etc., die einen Großteil der Arbeit machen, nicht Mal in der Danksagung erwähnt. Und bei dem Konzept "Citizen Science" bin ich mir nicht sicher ob das auf- oder abwertend ist. Wohl eher PR um billige Arbeitskräfte zu bekommen.


    Im Gros der Promotionsordnungen steht drin, dass der Doktor mit seiner Arbeit nachgewiesen hat, selbständig wissenschaftlich zu arbeiten. So war das Mal gedacht, dass Leute, die selbständig wissenschaftlich arbeiten können, dann auch den Grad bekommen (können). Nur stehen dem heute einerseits hohe bürokratische Hindernisse entgegen, etwa was die formellen Voraussetzungen an den vorherigen Studienabschluss betrifft. Andererseits werden Leute durch einen Promotionsstudiengang geschleust, ohne jemals Selbständigkeit auch nur von Weitem gesehen zu haben, womit eigentlich eine der Grundvoraussetzung für den Doktor gar nicht erfüllt ist. Der ganze Wissenschaftsbetrieb entwickelt hier eine Eigendynamik und hat sehr oft nichts mehr mit der Faszination am Forschungsobjekt zu tun, es ist ein Job, zu dem es gehört zu publizieren um in der privatwirtschaftlichen Datenbank von Thompson&Reuters gute Noten zu bekommen. Das hat nicht viel mit Geltungsdrang zu tun, den Andreas sarkastisch eingeworfen hat. Mit der Suche nach Erkenntnis allzu oft aber auch nicht. Wer nicht mitmacht ist raus.


    LG, Bernd

    Moin allerseits, vielleicht sollte man sich Mal wieder Gedanken machen, was der Begriff der Art überhaupt bedeutet. Eigentlich ist das ja was anderes als ein formalmathematischer Wert der Übereinstimmung der Basenpaare innerhalb eines (meistens sehr kleinen) Abschnitts von Genen (von dem man sagt, dass er wichtig ist, meistens wohl nur deswegen, weil sich da die Unterschiede verbergen). Ferner ist es klar, dass der Messprozess Auswirkungen auf das Verständnis des Gemessenen hat, eine biologisch definierte Art ist etwas anderes als eine makroskopisch, mikroskopisch oder durch chemische Reaktionen definierte, oder eine, die durch bestimmte Sequenzunterschiede im Genom abgegrenzt wird.

    LG, Bernd

    Hallo Peter, der Strauch ist 50 m vom Computer weg, den würde ich schon wiederfinden :D und getrocknet ist er ja schon. Aber die Sendung an Pablo ist eh schon umfangreich, es sei denn Pablo sagt selbst ausdrücklich, dass er den will ... Wenn es der Pilz ist, dann wäre der ja farblich sehr auffällig und womöglich sogar makroskopisch zu bestimmen, und der kommt sicher wieder.


    LG, Bernd

    Hallo Peter, wow, das ist ja mutig, sogar der Nr. 2 einen Arbeitstitel zu verpassen. Danke. Der Stacheling geht in den nächsten Tagen mit an Pablo, es steht also zu erwarten, dass es in den nächsten Wochen eine Auflösung geben wird.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, danke. Ich habe heute das Stück mit den kleinen Hütchen (Bild 1.3) abgemacht. Schicke ich mit. Was "lang" und "kurz" in dem Zusammenhang ist, habe ich nicht herausgefunden. Also im Sinne von absoluten Zahlenangaben, die man nachmessen kann.

    Hab heute noch Mal an diversen Haseln nachgeschaut, aber diesen Pilz sonst nirgends gefunden.

    Dafür erhielt ich heute den Hinweis, dass der Haselporling als sehr selten gilt und bei uns in der Roten Liste geführt wird.


    LG, Bernd

    Hallo Ulla, da ist dann aber eher die Frage, was denn hier nun invasiv ist, die Straße oder das Kraut. Dass die Störung von Biotopen mit einer Änderung der Artenzusammensetzung einhergeht, steht außer Zweifel. Die wirklich flächendeckenden invasiven Pflanzen sind doch eher Mais, Raps, Weizen, Roggen ...

    LG, Bernd