Beiträge von kruenta

    Hallo Ingo, Knäuelgras gibt es hier sehr viel und die Epichloe daran ist auch recht oft anzutreffen. Heute wollte ich, gleich auf'm Hof, nur mal den in orange fotografieren und dabei ist mir der Belag aufgefallen, den ich eingedenk deines Beitrags dann auch gleich als Hyperparasiten eingestuft habe. Wenn ich mal ein Mikroskop habe oder jemand mit einem solchen vorbeikommt, kann ich das genauer prüfen (lassen :D). Aber diese to-do-Liste ist ohnehin schon sehr lang.


    LG, Bernd

    Hallo, ob das nun ein Schleimpilz ist, weiß ich nicht, wirkt sonst auch wie ein Bovist, jedenfalls kommt grauer Staub raus. Die beiden Beutel hängen da jetzt seit über einer Woche nahezu unverändert. Das Entstehungsstadium war mir nicht aufgefallen. Substrat ist toter Apfel, von dem Baum wo Tyromyces fissilis wohnt.

    LG, Bernd

    Jetzt habe ich mir den Original-Artikel in PLOS angeschaut. Da das eine neue Benennung ist (wann und von wem gehört unbedingt explizit in den Wikipedia-Artikel, wenn man das denn schon macht), folgt diese natürlich auch der neuen Forderung, dass die Etymologie anzugeben ist. Da die Autoren das tun, ist jedwede abweichende Interpretation der Sache in der Wikipedia sinnlos und ignorant.


    LG, Bernd

    Hallo Emil,


    also erstmal ist das altgriechische Wort für Pilz irgendwas wie Mykes (Pilz, Schleim), denn daher kommt die Mykologie. Allerdings kann man nicht davon ausgehen, dass die man die klassischen ethnobotanische/mykologische Kategorien so einfach auf heutige übertragen kann. Man muss sich nur überlegen, wie man den allgemeinen und gängigen Begriff "Obstbaum" oder "Unkraut" in die wissenschaftliche Nomenklatur übersetzt :D Dazu kommen reichlich Dialekt, Entlehnungen hin und her, sodass man Leuten die sehr kategorisch argumentieren und behaupten zu wissen ...

    Trotzdem kann man für Agarikon von einer etwas spezialisierteren Bedeutung ausgehen. Mein klassisches Altgriechisch Wörterbuch hat das Wort nicht, aber Genaust (Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen) kennt das, sehr zuverlässige Quelle im Allgemeinen mit soliden Kenntnissen in Botanik UND Sprachwissenschaft (meistens fehlt eins), demnach ist das ein "Agaricum officinale", hab ich jetzt nicht nachgeschaut, irgendein Klopper von Porling. Die Übertragung auf Agaricus erfolgte womöglich aufgrund der Größe. Kann man glauben oder auch nicht.


    Neugriechisch baut auf Altgriechisch auf, ist aber gerade lexikalisch in weiten Teilen komplett anders, einfach weil es extrem viele neue Sachverhalte zu benennen gab und die Sprache von analytisch (Deklination, Konjugation) mehr in Richtung synthetisch (Syntax, Bedeutung durch getrennte Wörter) ging. So wie man früher im Deutschen ein Futur hatte "ich werde nach B fahren" (analytisch), das durch synthetisches "ich fahre morgen nach B" ersetzt wurde. Das wäre früher falsch gewesen, weil "ich fahre" bedeutet JETZT. Aber wenn genug Leute den gleichen Fehler machen, wird das richtig :D


    Nochmal ganz was anderes sind wissenschaftliche Namen. Da obliegt es dem Autor etwas zu erfinden oder nachzunutzen, was "mit den 26 Buchstaben des Lateinischen Alphabets auskommt" und "aussprechbar ist". Was der jeweilige Autor sich dabei gedacht hat, schreibt er entweder bei der Neubeschreibung dazu, das ist heute so gewünscht, oder aber nicht und dann kann man wild spekulieren. Prinzipiell entziehen sich individuelle Wortschöpfungen der Etymologie, man kann nur vermuten, wenn der Autor es nicht explizit erwähnt hat. Deine Deutung als großartiger Gondwanapilz als Fossil finde ich gut und schlüssig. Man muss ja auch berücksichtigen, was der Wissensstand zu Agaricus war, als der Autor die Art benannt hat.


    Soweit auf die Schnelle. Wobei ich Arbeit in der Wikipedia als Verschwendung ansehe (habe ich früher auch viel gemacht). Mittlerweile eine Propagandamühle die davon zehrt in Naturwissenschaften recht gut zu sein.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    dieser kleine Porling wächst auf morschem Laubholz, für den Maiporling sind die Poren zu groß, sodass wohl wieder nur das Cluster um P. varius/leptocephalus überbleibt. den gibt es immerhin mal in 2 Exemplaren.

    IMGP0920.JPG


    LG, Bernd

    Hallo, also an dem Kandidat für gibba sehe ich keinen Buckel. Der ist auch ziemlich klein, wobei der als Einzelstück schwer zu beurteilen ist.

    Bei dem orangen Porling habe ich jetzt ein Vergleichsbild mit weiß und postgelb gemacht. Bei voller Sonne gibt es unter dem Blätterdach immer einen Grünstich und bisher habe ich noch keine Einstellung beim Weißabgleich gefunden, die das gut korrigiert. Die Poren sind schon ziemlich groß, das wird wohl bei P. fulgens enden.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    1) wenn es eine elektronenmikroskopische Aufnahme wäre, würde man dies ganz im Trend als Krönchen-Virus, womöglich in der Omikron-Super-Plus-Variante, ansehen. Ist aber nur ein Makrofoto, das Zeug wächst auf umgefallener, ziemlich morscher Grauerle in eher untypischem Biotop für Grauerle.

    Scheint eher kein Becher zu sein, also wohl ein Schleimi?

    2) in hellblau in einem Fichtenstubben

    außen an gleichen Stubben in etwas älter, vermute ich jedenfalls

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge.

    LG, Bernd

    Moin, bei der Nummer 3 habe ich mich wohl geirrt mit der Annahme, dass das ein Schleimi sei, Fotos von heute deuten eher auf Pycnoporellus fulgens, wobei sich das sicher in den nächsten Tagen und Wochen noch deutlich zeigen oder nach erneuter Revision verlangen wird.

    3a)

    2a) ist kaum gewachsen, nur die Lamellen sind jetzt wellig, Arbeitstitel unverändert aber C/I gibba

    1a) hier sieht man jetzt bei Geastrum striatum sehr schön, wie die Gnubbel vor dem Aufplatzen aussehen

    LG, Bernd

    Hallo allerseits.


    1) bei diesem filigranen Seitling tippe ich auf den Lungenseitling, erstaunlich mager auch das Substrat aus Eberesche


    2) ein Tintling, bei dem ich nicht komplett ausschließe, dass ein Kenner den anhand des Hutschmucks identifizieren kann, Substrat ist morsche Weide


    Vielen Dank für's Anschauen und für Vorschläge.

    LG, Bernd

    Hallo, im Frühling hatte ich am Ende des Dorfes einen alten Frk. an einer jungen, umgefallenen Zitterpappel (Durchmesser knapp 10 cm) gefunden. Jetzt war ich schauen, ob die auch wachsen. Tun sie, im Trio.

    Zitterpappel ist laut Literatur und pers. Mitt. einer hiesigen Mykologin das Substrat der Wahl für diese Art. Allerdings basierend auf bestenfalls knapp 2-stelligen Funden.


    Wie auch beim Apfel auf dem Hof sieht man hier sehr gut, wo der vorjährige Frk. war, und dass der anscheinend noch am stehenden Stamm gewachsen war.

    IMGP0665.JPG

    Einen habe ich als Beleg mitgenommen, kommt in mit in die nächste Sendung.


    LG, Bernd

    Moin,

    etwas Zeugs von heute ganz aus der Nähe

    1) die ersten frischen Erdsterne des Jahres, G. striatum an bekannter Stelle neben vorjährigen

    2) das würde ich als C. gibba ansprechen, bisher noch keine größeren vorhanden

    3) ein grelloranger Schleimi an Fichtenstumpf

    4) gleich neben dem schon oft gezeigten Plectania melastoma, der immer noch in Form ist, diese Becher, die wie Humaria hemisphaerica aussehen. Einige in weiß, was sich möglicherweise mit dem in der Wikipedia genannten Hypomyces stephanomatis in Verbindung bringen lässt.

    und schließlich

    5) Thelephora caryophyllea, an manchen Stellen auf Weg und Magerwiese regelmäßig und recht häufig anzutreffen

    LG, Bernd

    Hallo, nicht dass ich Trüffel und dgl. kennen würde, aber bei dem hier denke ich eher an einen der Kartoffelboviste, am ehesten den dünnschaligen, der dann allerdings nicht unbedingt der Beschreibung "jung" entspricht


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, an einem liegenden, morschen Ebereschenstämmchen wächst dieser Pilz als kleine Konsole. Besonders auffällig finde ich die sehr feinen Poren, so 5-6 pro mm. Schnitt habe ich noch keinen gemacht, da wie so oft, gleich in der Nähe.


    Scheint jedenfalls nichts zu sein, was ich schon kenne.

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,


    LG, Bernd

    Hallo, danke für Eure Einschätzung. Ich werde da sicher im Laufe des Monats noch öfters vorbeikommen (ist auf dem Weg zur Eiche mit H. croceus) und kann die Entwicklung dokumentieren. Gesehen habe ich den gestern an 3 Stellen, so etwa 10 Stück. Übrigens habe ich den Eindruck, dass der Pilz sich seit gestern farblich deutlich verändert hat und die Farbunterschiede auf den Bildern nicht nur an der Beleuchtung liegen.


    Das wäre für Litauen vermutlich wieder eine neue Art. Für Lettland heißt es, der wurde 2018 erstmalig gefunden ( Latvijas Daba un kultûrvçsture DZIEDAVA.lv ).


    LG, Bernd

    Moin,

    gestern abend habe ich von einer Moorinsel diesen Porling mitgebracht. Hat auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit dem hier (Ein schwarzstieliger Porling), ist allerdings viel feinporiger und die Oberfläche weniger filzig. Auf Grauerlenästen. Geruch schwach, Geschmack mild. Poren 6-8 pro mm, wobei die Poren zum Rand hin kaum mehr wahrnehmbar sind, auch nicht mit Makroobjektiv, das könnte natürlich am Wachstum liegen und später etwas anders aussehen.

    vor Ort

    heute mit mehr Licht


    LG, Bernd

    Hallo Ulla, nein, habe ich leider nicht. Vor Ort fand ich den nur spannend und hinreichend spezifisch, um eine Bestimmung zu versuchen, ohne zu wissen, worauf zu achten ist. Bei der Dichte an stech- und beißwütigen Insekten war schon ein normales Foto eine Herausforderung, von Makroaufnahmen ganz zu schweigen. Vielleicht sind die ja auch nicht immer vorhanden?


    LG, Bernd