Beiträge von kruenta

    Hallo Pablo,

    der Pilz mit Violettverfärbung ist der unter 7 schon vom Substrat abgemgemachte gezeigte. Die gleiche Färbung hat auch Pilz 2, nur nicht ganz so deutlich. C. gallica hatte ich auch überlegt, aber den hatte ich ja neulich gefunden und da gab es diese ganz deutliche Reaktion, sofort schwarz und nach etlichen Minuten war die Färbung wieder weg - was so ähnlich auch in der Literatur beschrieben ist. Nun kann das natürlich ein Effekt sein, der mit dem Alter variiert. Aus dem gleichen Wald, auch von Esche, habe ich noch ein nicht gezeigtes Exemplar in deutlich älter, das zur gleichen Art gehören könnte, aber gar keine Reaktion auf KOH hatte, allerdings war der gestern noch klatschnass, jetzt - liegt ja alles vor der Nase - leidlich getrocknet, auch lila ...


    Nr. 8 hat tatsächlich braune Trama, also G. sepiarum einzutüten. Danke. Sollte man im unbehandelten Holzhaus vielleicht nicht rumliegen lassen ...


    Nr. 24, ja, würde ich im Schnitt als grau/weiß bezeichnen, also doch nur Bjerkandea adusta. Dazu sind häufige Pilze nun mal da, an den vielen toten Grauerlen war davon aber nichts zu sehen, komisch.


    Den Wald und gerade diese Eiche werde ich im Laufe des Jahres sich noch mal besuchen.


    LG, Bernd

    Hallo Ingo, hallo beli, danke für Eure Korrekturen


    zu Lenzites betulinus werde ich in den nächsten Tagen einen Thread machen, da kann ich den im Vergleich mit dazutun, ist sicher eine sehr gute Option.


    Ingo: mit den Isidien sind wohl diese Dinger gemeint

    die habe ich an anderer Stelle noch viel ausgeprägter gefunden, auch an Esche

    LG, Bernd

    Teil 2


    9) Bacidia cf. rubella

    10) wer den da wohl hingelegt hat? vielleicht ein Raubwürger

    11) noch eine charakteristische Flechte, EDIT: Opegrapha varia (syn. Alyxoria varia)

    12) an Eiche, wohl Hymenochaete rubiginosa

    13) weiße Stielbecher, kann Lachnum virgineum so aussehen in groß?

    14) ein Laufkäfer

    15) an Eiche, eine Mollisia, vielleicht cinerea?

    16) Puccinia asarina, in reichlichen Beständen, nach mehreren hundert Blättern, genau an einem Blatt gefunden.

    17) Becher und Morgensterne an Espe

    18) ein rotrandiger, der seinem Namen alle Ehre macht

    19) Kot von einem Marderartigen (auf den liegenden Bäumen viel anzutreffen, aber nicht in der Färbung) coleopterophilen Feinschmecker

    20) Und dann gab es eine umgefallene Eiche mit der erwarteten Artenvielfalt: ein kleines Knorkelpilzechen, wo ich zunächst Bjerkandera adusta in Betracht gezogen hatte, aber mit den Poren des älteren Exemplares wohl eher nicht?



    21) ebenda, ein Weintraubenschleimi, der vor Ort bläulich wirkte, was auf den Fotos leider gar nicht rüberkommt

    22) ebenda, ein rosa Belag

    23) ebenda, Steccherinum ochraceum

    24) ebenda, gleich daneben

    25) ebenda,

    26) ebenda, von Chlorociboria grüngefärbtes Holz

    27) Dung vom Hirsch mit Ascobolus sp. und auf Bild 2 mit irgendwas Birnenförmigem


    LG, Bernd

    Moin,

    am anderen Ende des NSG gibt es auch ganz netten Mischwald, der in weiten Teilen seit 25 Jahren nicht geräumt wurde. Da liegt also etliches durcheinander, vor allem Esche, Fichte zudem Espe, Grauerle, Eiche, Birke. Eigentlich hatte ich mit mehr Arten gerechnet, angesichts der bekannten Mengen an Totholz, es ist aber immer noch genug geworden. Z.B. wollte sich Dichomitus campestris trotz der vielen, teils sehr dicken Haseln nicht zeigen, oder Phellinus robustus.

    1) ein paar Impressionen (mit 60 mm kriegt man das leider nicht so gut hin und das sieht aus wie Rosinenpickerei)


    2) an Esche, vermutlich Coriolopsis trogii (das Trama verfärbt sich mit KOH bleibend violett, darf die das?)

    3) an Fichte, Antrodia serialis

    4) Ciboria cf. amentacea

    5) Graphis cf. scripta an Grauerle (Beleg habe ich mitgenommen)

    6) eine Peltigera im Moos auf Esche, vermutlich P. neckeri, die in dem Wald registriert wurde

    7) an Esche, vermutlich wieder C. trogii, nur in jung, mit der gleichen Violettfärbung

    8) an Eiche, hier hatte ich die Hoffnung auf einen Eichenwirrling, aber das ist wohl bloß wieder Daedaleopsis confragosa

    Ende Teil 1

    LG, Bernd

    Naja, dass Ph. robustus fehlt ist schon sehr komisch, den habe ich sogar auf dem Hof. Vielleicht ist auch einfach nur die Gattung beim Schreiben abhanden gekommen ... Manchmal wird in der Wissenschaft ja schon mit sehr heißen Nadeln gestrickt.

    Ich werd' da mal nachfragen.

    LG, Bernd

    Grüß Dich Werner,

    danke, an den hatte ich auch gedacht und sogar in Erwägung gezogen ob (9) nicht sogar der gleiche Pilz ist, denn während (9) auf dem nassen Boden lag, ragte (7) in die Luft. Das könnte Grund genug sein, die verschiedenen Farben zu erklären.

    Erstaunlicherweise wird der Pilz aber in einer recht umfangreichen Arbeit, auf der Basis einer Diss. zu Pilzen an Totholz von Eichen in Litauen gar nicht erwähnt

    (auf Englisch Grybai ant azuolo Irsenaite 2006.pdf), oder vielleicht habe ich da ein Synonym übersehen.


    LG, Bernd

    Moin,

    der Osterspaziergang führte an einer kräftigen Eiche (vielleicht 120-150 Jahre) vorbei, die seit etwa 12 Jahren umgefallen ist. Das ist staatlicher Wald und es droht nicht, dass das Holz abtransportiert wird, auch wenn das Forstpersonal derweil gewechselt hat. Von den Pilzen habe ich nichts mitgenommen, da findet man sicher noch viel mehr Arten dran. Nur zum Zeigen.

    1) das Bäumchen

    2) wohl der Winterhelmling

    3) das sollte wieder Mollisia lividofusca, mit dem Farbspektrum von fusca "graubraun" bis livid "bleigrau" und der blütenähnlichen Anordnung, wie auch neulich auf Eiche

    4) weiß mit Zähnen

    5)

    6) noch einer in weiß mit Zähnen

    7) könnte ein resupinater Phellinus gewesen sein, löst sich ab

    8) ein gelber Porling, nachdem neulich viele gelbe Porlinge erörter wurden, hätte ich gedacht, da ist vielleicht was passendes dabei, aber nö

    9)

    LG, Bernd

    Hallo,

    das war heute die dritte oder vierte Stelle, wo ich an Haselwurz nachgeschaut hab, und da war er gleich zu finden. Auch nur an einzelnen Blättern. Da die Pflanze hier insgesamt nicht selten ist, kann ich vielleicht demnächst eine repräsentativere Aussage treffen können, wie häufig der ist. Der Band der heimischen Funga, der der Gattung Puccinia gewidmet ist, erwähnt Belege aus 5 Kreisen (von ca. 60), ist allerdings von 1993.

    Björn, ne, das ist noch nicht weg, aber die Blätter müssen dann erst ein paar Tage trocknen. Beleg hatte ich mitgenommen.


    LG, Bernd

    Moin,


    auf dem Substrat, Asarum europaeum, soll es keine Verwechslungsmöglichkeit geben, also eine leicht zu bestimmende Art

    Die Pflanze heißt hier, wenn man es wörtlich übersetzt, "Pfefferblatt" und schmeckt auch so,


    LG, Bernd

    Hallo Ingo, dass es nur mit dem einen Foto nicht geht, ist klar. Das war mehr als Frage gedacht, ob es überhaupt geht. Weitere Fotos zu machen, wenn das Objekt 200 m weg ist, ist ja wirklich nicht das Problem. Danke für den Hinweis, dann werde ich auch eine Probe zum Trocknen nehmen.


    LG, Bernd

    Hallo Ingo, vielen Dank für die Erläuterung. Allerdings muss ich dann die Behauptung, dass hier überall P. ponojensis wächst zurückziehen, anscheinend hatte ich da was falsch verstanden mit den Merkmalen. Nachdem ich jetzt noch mal P. rufescens genauer angeschaut habe, könnte die doch vorhandensein, auf dem ehemaligen Brandschutzstreifen am Straßenrand.


    Und dann gibt es gleich im Nachbarhof auf vermooster, angekohlter Fichte noch eine Peltigera, hatte ich hier Brandstätte gezeigt, aber da geht wohl nur nach Fotos nichts?


    Viele Grüße, Bernd

    Hallo allerseits,

    auf einer Brache, die einst Acker war und die jetzt formaljuristisch Wald ist, wo in natürlicher Sukzession Bäume wachsen und was so dazugehört, gibt es diverse Ameisenhügel (so um die 40 cm hoch)

    und auch welche, die wiederum von den Ameisen verlasen sind und in sich zusammenfallen. Auf so einem trockeneren Standort wächst dann auch P. ponojensis und in diesem Fall ist der ganze Batzen erstens weiß markiert und zweitens deutlich mickriger als normal. Das Weiße halte ich für den Befall durch einen parasitischen Pilz (Probe habe ich mitgenommen und die Sendung ins Ruhrgebiet ist noch nicht raus - falls Interesse besteht).


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    auf einem Stengel habe ich diese winzigen Becher gefunden. Ich bin mir nicht ganz sicher was das für ein Substrat ist, wächst auf einem sandigen Ameisenhügel auf 'ner Brache - auf alle Fälle kommen da Färberkamille, Feld-Beifuß und wohl auch Gemeine Nachtkerze vor - so richtig scheint mir aber noch keins davon zu passen.


    an der Stelle ist der Stengel 2 mm dick

    LG, Bernd

    Hallo, diese Becher, in die man melkt, haben sogar einen speziellen Namen, die nennen sich Eimer :D


    Heute sieht der Becher so aus:


    LG, Bernd

    Moin,

    auf Kuh (das Gros der Probe geht demnächst an einen mikroskopierenden Mitforisten) habe ich diesen fast schon makroskopischen Becher gefunden. Ja ich weiß, da geht ohne Mikroskopie nichts, aber trotzdem würde ich den in der Gattung Ascobolus platzieren und da aufgrund des Substrats den Arbeitstitel A. furfuracea.

    LG, Bernd

    Hallo Michael, da waren noch mehr Pilze an dem Klotz, darunter auch welche mit normaler Form und Poren, dieses Saurier-Box-Kängaruh-Huhn hat ja nicht mal Poren, die Hutoberfläche hat aber die gleiche Konsistenz, wie die wenig zweifelhaften Nachbarn. Wäre es nur dieser eine gewesen --- keine Chance, außer, es könnte ein Pilz sein :D


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, ein Bild von einem Pilz, der geradezu zur künstlerischen Ausgestaltung einlädt. Ganoderma applanatum an Espe, die Wuchsform ergibt sich daraus, dass der fragliche Klotz unten im Brennholz lag und der Pilz die vorhandenen Freiräume eben ausgenutzt hat.

    LG, Bernd

    Hallo zusammen,


    von den zu Pablo geschickten Pilzen ist Inonotus rheadas einer der interessanteren. Da der im Forum zwar mehrfach erwähnt, aber noch nie gezeigt wurde, ein paar Bilder (von heute). Falls Pablo ( Beorn) mit Mikrobildern ergänzt, wäre das fast ein vollwertiges Portrait (bzw. die hier eingestellten Bilder können dazu verwendet werden), abgesehen von jungen Exemplaren, die ich vermutlich später ergänzen kann, der Fundort ist 300 m entfernt.

    Bei pilze-deutschland sind aktuell 119 Funde kartiert. Für Litauen heißt es in der Literatur (1996) zwar, der sei nicht selten, mit 17 Belegen, aber sonstige Literatur oder Fotos findet man dazu nicht. In Lettland (2001) spricht man gar davon, er sei häufig, da finden sich dann aber auch einige Bilder.


    An einer jungen, im Absterben befindlichen Zitterpappel von 7-8 cm Durchmesser:


    LG, Bernd

    Hallo Michael, nein, wir sehen alle nur das Foto von der Unterseite, was in diesem Falle aber das wichtigere ist, denn bei so einem Schlappen ist die Oberseite ja meistens nur noch blass rötlich.

    LG, Bernd