Beiträge von kruenta

    Hallo Werner, noch ein paar Rückfragen zum Verständnis. Natürlich auch an Andreas und Harald oder wer sonst Kenntnis beider Arten hat.


    Schuppen auf Hut, braun → maculata / schwarz → cotonea

    Velumreste am Stiel, ja → cotonea / nein → maculata

    Stielansatz, gelb → cotonea / weiß (grau?) → maculata


    Das wären doch solide Eigenschaften, die in einen makroskopischen Schlüssel Einzug halten könnten.


    LG, Bernd

    Hallo Andreas, ja Linde. Wie schon ganz oben geschrieben :D. Aber laut den beiden oben zitierten Diskussionsthreads - die natürlich vielfach auch oft Fragezeichen haben - scheint doch die Stielschuppung wichtig zu sein. Der eine Fund von Ps. maculata, den es im Land gibt, wird von einem Birkenstubben berichtet.


    LG, Bernd

    Hallo Harald, hallo Andreas, danke für Eure Meinungen.


    Buchen gibt es hier nicht, die natürlich Verbreitungsgrenze geht irgendwo durch Polen. Im Südwesten, dem ehemaligen deutschen Memelland, haben deutsche Förster einst natürlich Buchenwald angebaut. Der kommt aber derzeit, bis auf ein kleineres NSG, unter die Säge.


    Das Biotop ist ein Tal von einem Flüsschen, unbewirtschaftet, da stehen einige kräftige Eichen (200+ Jahre), die mal solitär waren. Sonst Linden, Birken, Ulmen und weiter am Wasser Grauerle und Traubenkirsche. Aktuell muss man das schon als naturnah bezeichnen.


    Das Cluster der Jungpilze auf Bild 2 kann man doch schon fast als Büschel bezeichnen.


    Beide Pilze sind hier extrem selten, mit 1 bis 2 Funden laut Band VIII-3 der Funga von 1999


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, auf toter, liegender Linde habe ich einen Pilz gefunden, den ich für Psathyrella cotonea halte.

    Nach Durchsicht der Threads

    Vielleicht etwas in Richtung Pinsel-Mürbling (Psathyrella cotonea)?

    Erstfund - Psathyrella maculata?

    erscheint mir die Abgrenzung zu Ps. maculata durch hohlen und ungeschuppten Stiel und weißes und sehr wässriges Fleisch ziemlich sicher. Geschmack sonst unauffällig. Beleg habe ich keinen mitgenommen und das ist auch ein Stück weg.


    Danke für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Hallo Andreas, ich bezog mich bei "selten" auch nur auf den Kenntnisstand und die Verbreitung in Litauen. Für M. variegatus (wohl s.l., ohne Beleg) gibt es 2 Fundberichte und für M. ambiguus (1 Beleg) 2 Funde.

    Danke für die Gattungsbestätigung.


    LG, Bernd

    Hi, nach etwas Suche habe ich doch was passendes gefunden. Melanogaster variegatus / broomeanum. Eine Diss. von 2009 (auf Litauisch) über die unterirdische Pilze nennt M. variegatus als in der frühen Literatur benannt, zu der aber kein Beleg vorhanden ist. Wäre also entwerde neu oder selten.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    es handelt sich nicht um Kartoffeln :D

    Die Dinger (1,5 bis 2,5 cm groß) hängen an der Wand und scheinen einen ähnlich gefärbten Rasen ringsherum zu haben. Mein erster Gedanke war ein Schleimi, aber dazu passt der Schnitt wohl nicht.

    vermutlich selbiges nur in alt

    Der Kartoffelkeller ist ein freistehender Keller, ausgegraben, Wände gemauert, Decke betoniert, Erde wieder drauf (ca. 1 m), aus den 1960er Jahren. Gleich daneben Birke und diverse Obstbäume, falls es irgendwas mit Mykorrhiza zu tun haben sollte.


    Wohnen tun hier sonst regelmäßig und zahlreich einige Schmetterlinge, darunter der Höhlenfalter (Triphosa dubitata) und es überwintern mindestens 2 Arten Fledermäuse.

    LG, Bernd

    Hallo Pablo, bei der 15) hatte ich auch an A. sinuosa gedacht. Da ich die aber aller Wahrscheinlichkeit nach gleich vor der Tür habe und die da nicht so dunkel aussieht, dürfte wenigstens eine davon was anderes sein. Der ließ sich wie 'ne Gummimatte abziehen, elastisch als er noch feucht war. Davon habe ich eine Probe mitgenommen.


    LG, Bernd

    Moin,

    vermutlich geht hier keine Bestimmung, aber da jeder der beiden eine sehr spezifische Eigenschaft zu haben scheint, vielleicht ja doch

    1) vermutlich Crepidotus sp. an toter Salweide, auffällig finde ich die roten Flecken an den Lamellen, die selbst wenn die tierischen Ursprungssein sollten, vielleicht artspezifisch sind. Oben auch nur weiß, die sind leider überbelichtet und auf den Bildern wäre nix zu sehen. Bis maximal 10 mm breit.



    2) vielleicht eine Mycena, wobei ich überhaupt keinen Überblick habe, was da gattungstechnisch noch in Frage käme, hier könnte vielleicht das Substrat ausschlaggebend sein, denn nur an Lonicera xylosteum zu finden, an drei noch lebenden Stämmchen, sehr dicht stehend, bis maximal 6 mm groß, die meisten aber eher so um 3 mm.



    Danke für's Anschauen und vielleicht hat ja jemand Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo Werner,

    Das mag ja sein, aber die frischen Pilze sind schon in der Größenordnung 7-10 cm breit, und die älteren Pilze, die trocken sind, sind noch etwas größer und nur im vorjährigen Teil oberseits braun. Bei aller Hitze, bei der man davon ausgehen könnte, die hätten das Wachstum vorzeitig gestoppt, ist das hier doch total im Schatten und am Lagg vom Moor, wo es trotzdem wenigstens feucht war. Also die Variante mit "jung" glaube ich nicht, dann doch lieber die völlig hypothetischen "Albinos".


    LG, Bernd

    Grüß Dich Werner, den Rotrandigen mit dem weißen Untermieter hab ich nicht mitgenommen. Es sah vor Ort so aus, als wäre das irgendwas mit Poren, so sieht es auch auf den Fotos aus. Ich meine, dass mir untergekommen wäre, dass es von Antrodia etc. etliche Arten gibt, die auf andern Pilzen, pilzbewohnten Substraten parasitieren bzw. diese nachnutzen. Pustelförmig hatte ich nicht den Eindruck - aber das muss mangels Beleg dann wohl offen bleiben.


    Liebe Grüße, Bernd

    Hallo Werner, hallo beli, ja vom Geruch her passt das schon, und mein erster Gedanke war auch, dass der das an Grauerle sein könnte, in jung - dann aber auch in alt und so zahlreich. Also warum ist der Rotrandige weiß, und das gleich im Zehnerpack? Albinos?


    LG, Bernd

    Hallo beli, den Gedanken an F. pinicola hatte ich auch. Besonders von der Form, und natürlich auch vom Substrat her, würde das gut passen. Aber so konsequent in weiß? Bild 1 und 2 sind die gleichen Frk., nur etwas versetzt. Die Bilder 6, 8, 9 zeigen den Frk. von Bild 1. Detailliertere Bilder von oben habe ich nicht, kann ich aber von dem Belegschnipsel noch machen. Weiß, käsig, nichts besonderes


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, Ziel war ein Stück Wald mitten im Moor, das laut Waldkataster "Kiefer, 169 Jahre" sein soll und einiges an Fußweg erfordert. Ich war da selbst auch erst zweimal und so richtig waren mir da nie alte Kiefern aufgefallen, also Kiefern als Hauptbaum schon, aber eben nicht auffällig alt. Wobei das Biotop schon sehr interessant ist, wie ein Auwald, nur mit Kiefern. Meine Erinnerung musste ich nicht revidieren, die war besser als das Kataster. Interessant, aber nichts übermäßig besonderes gefunden.


    Kaum im Moor, gab es gleich die allfälligen Exobasidia

    1) E. vaccinii, später hatte ich Bereiche mit hunderten von befallenen Pflanzen, aber da habe ich den Apparat nicht mehr gezückt

    2) E. karstenii sowieso

    3) E. rostrupii nur vereinzelt, wobei man sich dafür schon bücken muss. Bei Kriechgang wahrscheinlilch häufig :D

    4) das Heidkraut fängt an zu blühen

    5) das weiße Schnabelried in Blüte, im Spätsommer in den Schlenken ein sehr imposanter Aspekt mit ausgesprochen frühlingshaftem Grün

    6) Bonsai

    7) Moltebeere und Krähenbeere

    8) ein Klopper von Chaga

    9) Schichtpilz an umgefallener Schwarzerle

    10) Leucobryum glaucum recht typisches Moospolster in Bruchwäldern

    11) Pycnoporellus fulgens an toter Fichte

    12) Gallenröhrling

    13) Rotrandiger mit porigem Sekundärbewuchs

    14) Keulen-Bärlapp

    15) an Kiefer

    16) Scheuchzeria palustris

    17) Rundblättriger Sonnentau

    18) Torfmoos

    19) ein grellgelber Täubling, sprödblättrig, evtl. R. claroflava

    20) Pilz im Torfmoos (Galerina tibiicystis oder sphagnorum)


    LG, Bernd

    Moin, im Moor, am Übergang zu einer "Insel", habe ich heute diesen auffälligen weißen Porling gefunden. Das Substrat ist eine ziemlick dicke (40 cm Durchmesser), tote, teils als Stummel stehende, teils angebrochene und liegende Grauerle. Solch dicken Grauerle sind mitunter auch Hybride incana x glutinosa, was hier aber wohl nicht relevant ist, selbst wenn dem so wäre. Anscheinend ein mehrjähriger Pilz mit dunkler Oberseite der vorjährigen Fruchtkörper. Am stehenden Substrat waren die Frk. fest und sehr schwer mit dem Messer zu schneiden, ziemlich leicht, kaum Geruch. Am liegenden Substrat frische Frk., deutlich schwerer mit starkem Geruch, nicht unangenehm, aber auch nichts was man irgendwie als fruchtig oder so bezeichnen könnte. Deutlich besser zu schneiden mit Messer. Aber trotzdem zäh und nicht zu kauen, Geschmacksnote Gummi, mild. Mit KOH rötlich verfärbend.

    Vielleicht Richtung Tyromyces chioneus?


    frisch am liegenden Substrat


    älter am stehenden Substrat


    Schnitt am frischen


    am älteren


    frisch mit KOH


    Danke fürs Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd

    Moin,


    dem einen oder anderen mag es ja schon aufgefallen sein, dass ich zwar mit Mikroskop nicht dienen kann, dafür aber gelegentlich Reihen von Pilzen in ihrer Entwicklung einstelle, jedenfalls wenn die Pilze gleich in der Nähe wachsen. Dazu macht es sich ganz gut, wenn man mit den Embryos anfängt, auch wenn es sonst heißt, dass man die Finger von Kleinkindern und Leichen lassen sollte. Heute habe ich mal wieder welche gefunden, die sehr markant zu sein scheinen, mal sehen was daraus wird.

    1) Fichtenstubben, vor ca 15 Jahren gefällt, andere Pilze sind nicht erkennbar und ich kann mich nicht erinnern, ob ich an dem im vorigen Jahr was gesehen habe. Also was grellfarbiges jedenfalls nicht. Nicht ganz ausschließen würde ich, dass es Richtung C. fulgens geht; aber der Pilz, den ich im anderen Thread mit diesem Verdacht verfolge, ist schon deutlich oranger


    2) Espenstubben, vor 5-6 Jahren gefällt. Eventuell Lenzites betulinus, so viele Arten mit Dädalus-Poren gibt es ja nicht.


    und dann noch etwas Beifang

    3) wieder vielleicht zu Sceletocutis nivea agg. gehörig, aber mit ausgeprägten Konsolen, dunkelfilzig und auf Birke


    4) das dürfte Bjerkandera fumosa sein, wenn auch eigentlich deutlich zu klein. Die schwarze "Brandkante" dürfte namensgebend gewesen sein. Oder kommt da noch was anderes in Frage?

    LG, Bernd

    Hallo,

    Vielen Dank, dass der Porling an Hasel Daedaleopsis confragosa ist, ergibt natürlich Sinn, denn hatte ich bisher nur in ausgewachsen, relativ zahlreich an verschiedenen Substraten. Deswegen kam der mir auch so bekannt vor.

    Der Vorschlag Peniophora polygonia ist auch sehr plausibel, trotz Vorbehalt würde ich den so ablegen.


    Beorn , dass sich Nr. 6 so nicht bestimmen lässt, ist mir schon klar (hätte ich bei Nr. 1 auch nicht erwartet), aber was hat das mit 6a) auf sich? Ist das eine andere Art, Alterserscheinung oder Befall mit Pilz, Virus etc.?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    einige Krusten und Zeugs von Holz von heute

    1) gleich neben der Espe, an der Inonotus rheades wächst, wo ich nicht verpassen möchte, wenn die neuen Fruchtkörper kommen, gibt es an einer toten, geneigten, dünnen Espe diese ins Rosa gehende Kruste


    2) an einem im vorigen Jahr gesägten Hasel wächst dieses Zeug, wo ich mir nicht sicher bin, ob das jetzt nun erst Myzel ist oder schon der Frk.



    3) damit auch mal was dabei ist, wo ich den Namen kenne, Pseudohydnum gelatinosum in jung, wie üblich an dickeren Fichtenstubben - nicht häufig, aber immer mal wieder anzutreffen.


    4) ein Porling an Hasel, den ich am ehesten als Hapalopilus nidulans bezeichnen würde, aber darf der so eine deutlich abgesetzte Zuwachskante haben? Zudem wächst der nicht an den beiden Stellen, wo ich den im Winter gefunden hatte - Ortstreue vorausgesetzt. Beim Schneiden weich, aber zäh.

    5) der Rest ist an einem auf dem Boden liegenden Zweig von Traubenkirsche (Prunus padus), ein Substrat, an dem ich noch nicht so viel hatte

    ein weißer, feinporiger, resupinater bis kleine Hüte bildender Pilz, oberseits bräunlich, filzig. In älter ist der gelblich, ocker. Skeletocutis nivea scheint mir hier ein plausibler Arbeitstitel.



    6) Ein Raspelpilz, mit weißen Eindringlingen vom Vorgenannten

    und 6a) etwas, das wie ein Verformung von Nr. 6 aussieht, vielleicht durch Fremdpilz? Oder ist das ein anderer Pilz?


    Danke für's Anschauen und Vorschläge (Belege habe ich noch keine genommen, falls Interesse besteht, kann ich aber welche der Halde hinzufügen :D )

    LG, Bernd

    Hallo Pablo, also ich hatte ja im Herbst, Winter schon mumifizierte Fruchtkörper gefunden, was damals schon, ich glaube von Andreas, als tuberaster vorgeschlagen wurde. An mindestens 4 Stellen sind an Substraten mit solchen Mumien in diesem Jahr frische gekommen, sodass ich davon ausgehe, dass die mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Trockenheit bei Versand überstehen und nach dem Auspacken und Anfeuchten, ggf. erst in der nächsten Saison, wieder wachsen. Die Substrate sind bei mir alle dünn, von 1,5 cm bis max. 7 cm.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    1) Geastrum striatum mittlerweile zahlreich und fast als Hexenring

    2) Nach dem Regen sieht der wieder frisch und gesund aus, ist das nicht komisch, dass ein Lamellenpilz so langlebig ist, zumal bei 30°C?

    3) mir sollte es recht sein, wenn es nicht Pycnoporellus wird, wäre dann für mich eine neue Art.

    4) die Humaria kaum noch erkennbar, wenn man nicht wüßte, wo man suchen muss


    LG, Bernd

    Hallo,

    der Versand von Frischmaterial von mir ist aussichtslos. Ich habe auch keine Sklerotien, alle Frk. der Art habe ich bisher an Holz gefunden, seit etwa 2 Monaten immer wieder, mittlerweile bestimmt schon um die 200. Alle Bilder von heute.

    Aber wie wäre es mit dem Versuch, Substrat zu versenden? Nicht überall, aber viele der Pilze, die an stehendem Substrat wachsen, mumifizieren


    Könnte man nicht versuchen, davon Holzstücke mit den Mumien zu versenden? Was meint Ihr dazu und was meinen die Kenner dazu Beorn , Tomentella ...?

    LG, Bernd