Beiträge von kruenta

    Hallo Ulla, aber der G. striatum (im ersten Bild rechts) wächst doch gleich daneben (max. 50 m), ebenfalls im Nadelwald, auf einem verlassenen Ameisenhaufen (aus Fichten- und Kiefernnadeln aufgeschüttet). Die Aussage, dass der nicht im Nadelwald wächst, kann also nicht stimmen.

    Im Gegensatz zu quadrifidum aber im Hunderterpack. Mit der plattgequetschen Staubkugel wie ein Beret, fehlendem Hof und gefaltetem Peristom eigentlich unverwechselbar. Nur, dass beide von gleicher Größe sind.

    Ein Bild von G. striatum vom vorigen Herbst.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, in der Nähe habe ich heute diesen kleinen Erdstern angetroffen, nur als Einzelstück, nachdem ich den vor 10 Jahren schon mal hatte. Erst hatte ich noch Bedenken wegen der ausgeprägten Halskrause und dem deutlich sichtbaren Hals, aber im Vergleich mit den Bildern hier (Geastrum quadrifidum = Kleiner Nest-Erdstern) ist das wohl im Bereich des Normalen. Das wäre dann der vierte Erdstern im 200 m Umkreis in dieser Saison.

    Im direkten Vergleich mit G. striatus (rechts)

    Das Exemplar ist ordnungsgemäß 4-strahlig ("quadri-fidum"), die Staubkugel ist höher als breit (nur aus dieser Perspektive breitgequetscht) und hat einen deutlichen Hof um die Mündung.


    Der Pilz ist in der aktuellen (2020) Roten Liste enthalten, mit nur 3 neueren Funden nach 2007. wird aber offensichtlich leicht übersehen, denn es ist ja nicht so, dass ich da nicht im Laufe des Jahres schon zig mal langgegangen wäre.

    Ach ja, Biotop ist Fichtenwald auf kalkhaltigem Sand/Kies.


    LG, Bernd

    Hallo Sebastian, danke für den Tipp. In der Tat, ist der Rand des Pilzes in Bild 4 ausgefranst, und den Pilz in Bild 5 aus anderen Perspektive angeschaut

    sieht man die Fransen auch.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    an Hasel und Eberesche, jeweils abgebrochen und liegend bzw. hängend, sprießen derzeit an mehreren Stellen diese Polyporusse. Ich vermute hier wegen der bei den größeren Exemplaren wenig ausgeprägten Schuppen P. tuberaster. Zudem sind an einem Substrat auch vorjährige mumifizierte Exemplare vorhanden, die größenmäßig eher zu dem kleineren der beiden Schuppigen passen.

    LG, Bernd

    Hallo Ulla, die Marderhunde wurden während der Sowjetzeit importiert - blieb gewissermaßen im Land - und sind zügig verwildert. Die sind mittlerweile recht zahlreich und recht eingepasst, würde ich nicht als übermäßig problematische, invasive Art betrachten. Da leidet nichts drunter, was nicht auch mit Fuchs und Dachs Probleme hätte. So jung habe ich die aber auch das erste Mal gesehen, noch dazu ohne Aupasser zuhause, der die zurückpfeift. Kurioserweise passt das Biotop sogar, das ist ein kleiner Bestand von sibirischen Lärchen um einen alten, ewig nicht mehr genutzten Dorffriedhof herum.


    Riesenboviste habe ich auf dem Nachbarhof, die kenne ich eigentlich ganz gut aus allen Jahreszeiten.


    B. plumbea und nigrescens sind aber 2 Arten mit denen ich noch nie zu tun hatte. Spannend.


    LG, Bernd

    Hallo Ingo, den Hasenbovist habe ich gleich auf dem Hof (den dazu gehörigen, angrenzenden Wiesen) in mehreren, zum Teil sehr großen (bis 60 m, sieht man auch klasse auf Luftbildern) Hexenringen, da tut sich noch überhaupt nichts, außer dass jede Menge alte Gestalten rumliegen. Ansonsten ja, würde vom Biotop her passen, etwas klein, könnte man vielleicht auf eine im Entstehen befindliche Population schieben? Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee, oder man wird später im Jahr sehen, was draus geworden sein wird.


    LG, Bernd

    Hallo beli, interessanter Vorschlag, gerade vom deutschen Namen her - Eierbovist - allerdings ist die frühe Zeit schon auffällig, und die waren so groß wie normale Hühnereier, 6 cm vielleicht. Wärmeexponiert in gewisser Weise, aber eigentlich an der Stelle schon leicht nach Norden geneigt. Das ist irgendwas aus der Moräne, in der geologischen Karte als Esker geführt, kann aber auch Binnendüne sein. Oben jedenfalls ganz mager und unten übergehend in dichte Bach-Kratzdistel-Bestände / Seggenried und Schwarzerlenbruch.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, auf einer ziemlich mageren Wiese habe ich diese Ostereier gefunden. Einen habe ich rausgepult, ob da nicht eventuell Lamellen kommen wollen, aber das sah wie ein Bovist im fortgeschrittenen Stadium aus. Enorm früh, wie ich finde, hier fangen gerade die Flieder an zu blühen.

    Nebenan gab es ein Nest von Marderhunden mit Jungvolk, die vermutlich erstmals in ihrem Leben einen komischen Zweibeiner gesehen haben.

    und der Flieder in Blüte

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    in einem früheren Beitrag (Hochmoor, Inseln im Moor und Schwingrasen) hatte ich die beiden schon vor Ort gezeigt. Jetzt noch deteilliertere Bilder.


    Gefunden wurden beide an Faulbaum (Frangula alnus) so vom Kaliber 5-8 cm Durchmesser, jeweils an toten, noch berindeten, schon umgefallenen bzw. schräg stehenden Stämmchen.

    Das Biotop ist relativ sonnig, wird von Bibern offen gehalten:

    Da ja auch ins Spiel gebracht wurde, dass der eine oder andere der Pilze das Faulbaumholz rötlich verfärben: das Faulbaumholz ist von Natur aus rosa, gelegentlich habe ich daraus Löffel geschnitzt, kenne das also aus eigener Anschauung.

    Im direkten Vergleich sehen beide so aus:

    1) der blassere, den halte ich für Ph. punctatus (insbesondere im Vergleich mit Aphyllophorales News - Holzpilze - Porlinge - Rindenpilze: Phellinus punctatus - Polsterförmiger Feuerschwamm)

    4...5 Poren je mm

    ausgeprägte Schichtung in dem ziemlich dicken Kissen

    und ein kleinerer am gleichen Stöckchen

    2) bei dem ziehe ich Ph. rhamni in Betracht, wobei ich dazu wie gar nichts finde, außer dass der an Faulbaum zu suchen ist


    hier bin ich so bei 5...6 Poren je mm, auch hier sind die Poren zum Rand hin nicht isotrop

    diese Schichtung liegt vielleicht nur an der Umorientung des Wachstums nach dem Umfallen?

    Danke für's Anschauen und für Kommentare,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, gestern hatte ich die gesehen in jung mit gelblichen Hüten, da dachte ich an den Goldmistpilz. Aber so ganz scheint das heute nicht mehr zu passen. Hüte bis 4...5 cm groß. Freie Lamellen, teilweise braun gefärbt, was ich als Sporenpulverfarbe interpretiere. Der Stiel fasert längs auf, ist hohl, nicht brüchig, außen weiß beflockt.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, diesen Pilz habe ich heute an einer relativ dünnen, umgefallenen Zitterpappel gefunden. Wirkt sehr frisch. Geruch unauffällig pilzig, Konsistenz wie Leder - ein Stück war nur sehr schwer abzureißen - Geschmack mehlig, schal.


    LG, Bernd

    Hallo Mausmann,

    da gewöhnt man sich dran. Wobei es zu Anfang sicher nicht verkehrt ist, mit einem Ortskundigen ins Moor zu gehen. Dieses Moor hier ist relativ trocken und hat kaum Stellen, wo man nicht durchgehen kann.

    Noch etwas schwieriger sind die Schwingrasen, die sind wie eine Matte aus Moosen und anderem Zeug, die auf dem See schwimmen und sich dem Wasserspiegel anpassen, das schwabbelt so richtig beim Laufen, tiefer als knietief mache ich das aber auch nicht mit, jedenfalls nicht, wenn ich alleine unterwegs bin. Kinder finden so was aber meistens toll, barfuss und eine Mischung aus Trampolin und Baden :D


    LG, Bernd

    Moin allerseits, heute mal eine längere Tour durchs Moor, mit je einem Suchpilz pro Biotop. Fündig wurde ich aber nur auf dem Schwingrasen.


    1) Viola epipsila ist am Moorrand häufig

    2) Biberstaugraben

    3) alles ziemlich spät in diesem Jahr, etwa um 2 Wochen, die Moosbeeren zeigen gerade mal Knospen und das auch nicht überall

    4) bei der Krähenbeere ist die Blüte aber schon vorbei

    5) Andromeda polifolia in Blüte und mit Phytos

    6) Begin der Rülle, das Wollgras beginnt wollig zu werden

    7) Moorkiefern

    8) Sonnentau, Drosera longifolia

    9) Diverse Moose, wenn man etwas länger anhält zum Fotografieren sieht das dann so aus, also wichtig sind die Löcher an den Schuhen, damit das Wasser wieder raus läuft :D

    10) Die vielen Birken im Hochmoor sind das Ergebnis eines Brandes von 2000, allerdings wachsen die Birken nicht mehr, die Asche ist aufgebraucht, und sie werden irgendwann wieder von den Kifern überwachsen.

    11) Inselufer

    12) an in Folge des Brandes gestorbener alter Fichte, vielleicht eine Antrodia

    13) auf einer der Inseln sind immer mal wieder Wölfe zu hause, die ganze Insel ist von Eingängen und Tunneln durchzogen, ein Eingang wurde gerade renoviert - ob wer zuhause war habe ich nicht geprüft, sondern mich verzogen

    14) der Übergang vom Hochmoor auf die Insel vollzieht sich zum Teil über ein Lagg mit Schwarzerlen und stehendem Wasser, hier wollte ich Mitrula paludosa finden, der wollte aber nicht.

    15) auf der größten Insel stehen noch einige Fichten mit deutlich über 1m BHD, auf einer brütet der Schreiadler, die waren zu Hause. Andere Fichten dieser Altersklasse liegen rum, zum Teil finalmorsch. An einer gab es Xeromphalina campanella

    16) Vermutlich Phellinus pini

    17) Eine weitere Insel, die ziemlich deutlich wie ein Esker aussieht, hat teils dichten Wacholderbestand - ohne Pilze. Elche setzen den Wacholdern ganz schön zu.

    18) Runder Sonnentau (Drosera rotundifolia)

    19) Praviršulis

    20) Zumindest den habe ich gefunden: Monilinia oxycocci, auf vorvorjährigen Moosbeeren

    21) Der Fieberklee fängt gerade erst an zu blühen, stellenweise ist der flächendeckend auf dem Schwingrase, was in voller Blüte sehr schick aussieht, jetzt aber erst Knospen

    22) Torfgränke ist fast verblüht, auch mit Phytos

    23) Und zum Schluss bin ich noch an einem bibergeplagten Bestand von Frangula alnus vorbei, eingedenk dessen, dass es da einen Phellinus rhamni geben könnte (Feuerschwamm an Faulbaum). 2 verschiedene resupinate Phellinusse habe ich gefunden.

    LG, Bernd

    Hallo Axel, schwer zu sagen. Vom Biotop könnte hier auch Bergulme mit wachsen. Der dicke Stamm links könnte Ulme sein, vielleicht aber auch Eiche. Sehen tue ich sonst Buche, ein Eschenblatt (oder Walnuss?) und vorne links ein junger Bergahorn. Ich würde aber eher auf Buche tippen. Buche ist am intakten Holz seh gut zu erkennen - die viel benutzten Opinel-Messer haben, soweit ich bisher gesehen habe, immer Buchengriffe. Da kann man gut mit vergleichen, wenn man beim Schnippeln noch Holz findet.


    Ich habe mittlerweile mehrere Quellen durchgelesen und sehr variable Angaben gefunden, die russische Wikipedia nennt z.B. Linde, Ahorn und Ulme, die polnische schreibt bevorzugt an Ulme


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    Rhodotus palmatus ist in Litauen in der Roten Liste und dort heißt es, dass der Pilz ausschließlich auf Bergulme wächst (na, eventuell kann man den Text noch auslegen, dass Ulmus sp. erforderlich ist). Habt Ihr dazu Angaben, die das bestätigen oder relativieren?


    LG, Bernd

    Moin,


    Sagt das was über die Reife aus, ob man den leicht oder schwer vom Baum lösen kann?

    da es sich um einen Nebenfruchtkörper handelt, erschließt es sich mir nicht, um welchen Reifezustand es gehen soll. Die Kraft die man benötigt, um den Pilz bzw. Teile davon abzulösen, hängt von 2 Faktoren ab. Erstens der Form des Pilzes, wenn der sich eng ans Substrat anschmiegt und über eine große Fläche angewachsen ist, braucht man mehr Kraft, hat einen schlechten Hebel und auch nicht so richtig, wo man anfassen kann. Hier hingegen hat man einen weit herausragenden Pilz, der nur auf kleiner Fläche angewchsen ist. Da kann man einfach drauftreten ... Der 2. Aspekt liegt im Zustand des Substrats, da es sich um schwächelnde Bäume, mitunter auch absterbende handelt. Wenn das Substrat morsch ist, geht das Abmachen natürlich leichter. Die Pilze können noch eine ganze Weile (mehrere Jahre) in Form bleiben nachdem der Baum tot ist, selbst nachdem der schon umgefallen ist. Ob da Wirkstoffe noch enthalten sind, weiß ich nicht, ich glaube aber nicht, dass die komplett verschwinden.


    LG, Bernd

    Hallo, klar, das ist ein Chaga, kommt öfters vor, dass der auch so spitz ausragende Formen bildet. Da hat man dann eine gute Hebelwirkung um den im Ganzen abzumachen.


    LG, Bernd