Beiträge von kruenta

    Hallo Thorben, der Beleg, den ich Dir geschickt hatte, war der von meinem Schreibtisch, also vom Januar. Am Baum selbst sind die immer noch gut zu erkennen, ohne (für mich erkennbaren) Unterschied bezüglich der Reife. Foto vom 1. Mai

    Luis Quijada hatte den Aufruf 2017 veröffentlicht, ob das noch aktuell ist? Naja, die E-Mail ist ja dabei, kann ich mal fragen.


    LG, Bernd

    Hallo,

    der eingangs gezeigte Pilz sieht jetzt so aus, vermutlich zwar immer noch zu jung für eine Probe, aber eine Ecke habe ich schon mal mitgenommen. Die werden hier nach wie vor als Speisepilze gesammelt, es besteht also schon die (geringe) Gefahr, dass der verschwindet. G. esculenta und G. gigas stehen 13 m auseinander. Und G. gigas unter einem Chaga


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    dazu sind jetzt noch weitere G. gigas (?) fast am Hof gekommen, im Dutzend - habe ich hier noch nie gesehen - scheint ein gutes Lorcheljahr zu sein in der Gegend. Eigentlich Kiefernwald, aber die gruppieren sich auffällig um zwei Kirschen, sodass da vielleicht auch was anderes möglich ist.


    LG, Bernd

    Hallo, sehe ich auch so. Morchella semilibera - das Artepithet semilibera bedeutet "halbfrei" und bezieht sich auf die bis zur Hälfte am Stiel angewachsene Kappe, während der untere Teil frei ist. Ob die Art jetzt auch in mehrere Arten aufgeteilt wurde weiß ich nicht, aber mit M. semilibera s.l. ist man auf der sicheren Seite.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    beim Sturm neulich hat es einen schon schwer angeschlagenen Spitzahorn ungehauen, und bevor der zersägt wird, noch ein paar Bilder.



    1) Xanthoria parietina mit Xanthoriicola physciae

    2) Eine Ramalina (cf. fastigiata) mit einem ähnlich wirkenden Pilz, von denen es aber eine ganze Menge zu geben scheint

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    an einer toten Kiefer, die schräg in der Landschaft hängt, wächst über weite Bereiche dieser Porling. Der obere Teil des Stamms scheint erst kürzlich abgebrochen zu sein und liegt jetzt auf dem Boden mit dem Porling nach oben zeigend. Besonders auffällig finde ich die braune Färbung, vermutlich durch Druckstellen.

    Mit dem Fingernagel drüber streichen bringt eine schwache, aber deutlich erkennbare Verfärbung ins Braune.

    Da wo die Rinde noch komplett vorhanden ist, wächst der zunächst an den Ästen und unter der Rinde hervor.

    Beleg habe ich mitgenommen. Die Braunverfärbung lässt mich an Aporpium canescens denken, aber vermutlich gibt es davon noch mehr.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, eigentlich sollte es doch gar nicht so viele Polyporusse geben, aber dann taucht wieder einer auf, von dem man noch nie was gehört hat. Der stand auf einer dünnen, umgefallenen aber nicht auf dem Boden liegenden, toten Zitterpappel. Ein Einzelstück. Der Stiel scheint abgesetzt zu sein und ist schwarz, die Poren weit am Stiel hinablaufend. Sehr feine und regelmäßige Poren am Rand, mittig sind die Poren etwas größer und irgendwie unregelmäßig - das könne vielleicht auch durch Trocknen und anschließendes Naßwerden verursacht sein. Sehr charakteristisch finde ich die Linien zwischen Trama und Poren und es sieht aus, als wären die Poren in zwei Schüben gewachsen. Am ehesten würde noch P. badius passen, dafür ist das mir aber deutlich zu früh.

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo Jörg, schon klar, dass die Reihenfolge vertauscht war. Aber ist mit Größe und Farbe ja selbsterklärend. Dann warte ich noch ein paar Tage mit der Probenentnahme. Gerade esculenta, von der bisher 5 Frk. zu sehen sind, kommt gerade erst aus dem Boden.


    Hinzu kommt jetzt auch noch eine Scheibenlorchel, an Kiefer, die größte mit 8 cm im Durchmesser.

    LG, Bernd

    Moin, in einem Kiefernwald am Ende des Dorfes hatte ich vor Jahren schon mal Lorcheln gefunden (der heimische Name bobausiai übersetzt sich etwa als "Altweiberohren"). Jetzt stehen da zwei Arten fast nebeneinander, die ich für G. esculenta und G. gigas halte. Fotos vom Biotop habe ich noch nicht gemacht. Die Kiefern sind um die 60, eigentlich kein arg typischer Kiefernboden, mit jüngeren Birken und Ahorn in der Baumschicht und Hasel und Eberesche in der Strauchschicht. Sind nur Handyfotos, und die Münze für den Größenvergleich ist 1 €. Der große ist ein Einzelstück.

    Falls Christoph Tricholomopsis Interesse an Belegen hat, das geht bei ca. 10 Tagen Postweg wohl nur getrocknet, sag Bescheid, in welchem Alter die Probe genommen werden sollte und was ggf. sonst zu beachten ist.


    LG, Bernd

    Hallo,

    nur ein kurzer Rundgang bei Aprilwetter

    1) Melampsora rostrupii ex Mercurialis perennis

    2) Phleogena faginea an Esche, hatte ich schon gezeigt, aber noch nicht mit der Ausleuchtung

    3) irgendwas an Anemone nemorosa, vermutlich hat Björn ( boccaccio ) das dieser Tage schon gezeigt, oder auch nicht

    4) ein interessanter Raspelpilz an Hasel ( Beorn ), Probe habe ich mitgenommen

    LG. Bernd

    Moin, finde ich eine gute Idee. Bezüglich der Pilze habe ich noch keinen Interessenschwerpunkt und keinerlei Expertise. Ich bin aber gern als Zulieferer tätig und als leidlicher Botaniker in der Lage die Fundsituation zu beschreiben. Über eine beachtlich große (mind. 12 cm, falls nicht mehrere Frk.) Gyromitra im Kiefernwald bin ich heute gerade gestolpert, muss ich dieser Tage mal Fotos machen und ggf. den Beleg einsammeln ( Tricholomopsis ).

    Expertise habe ich bei Libellen - falls da mal jemand Bedarf hat.


    LG, Bernd

    Hallo Thorben, klasse. Den habe ich mittlerweile schon fast 10 mal gefunden, immer an Eberesche, darunter sogar gleich am Haus an einer sehr alten Eberesche. Da würde ich jetzt meinen, nachdem das mikroskopisch bestätigt ist, dass der nach Substrat und Aussehen makroskopisch angesprochen werden kann.

    Und zu ergänzen wäre auch auch der weiße Porling - den hat Pablo als Trechispora hymenocystis bestimmt.


    LG, Bernd

    Moin, zu Ischnoderma resinosum kann ich nichts sagen, den hab ich noch nicht gefunden. Aber der I. benzoinum, der gleich am Hof wächst, sowohl an Kiefer als auch an Fichte, ist derzeit von fester und zäher Konsistenz. Da ist nichts hart und bröckelig. Klar, es gibt Fremdpilze/Schimmel und die Vielfalt an Wirbellosen ist beachtlich. Und die sind teilweise so niedrig am Stubben, dass Bodenkontakt besteht.


    LG, Bernd

    Grüß Dich Werner, den Merismodes hatte ich mir auch angeschaut (und nicht verworfen), aber da gibt es ja noch eine ganze Reihe anderer, und dann sind die Pilze auf dem Foto unter Wasserfilm. Der letzte Pyreno, Nr. 10 ist an Eberesche, teilweise noch grün. Die Form ist vermutlich entstanden, weil der zwischen Holz und abgeblätterter Rinde gewachsen ist.

    Vuilleminia coryla gibt es in dem Haselwald auf alle Fälle, eine Probe hatte Pablo bestätigt. Inwieweit ich V. comedens hier auch habe, weiß ich nicht, an den Eichen ist mir bisher kein Rindensprenger aufgefallen.


    Beste Grüße, Bernd

    Moin, nach ziemlich heftigem Wind (Spitzen über 70 km/h) mit viel Regen und Schnee, war ich im Wald, um nach Sturmschäden zu schauen. Bisher steht alles. Bei der Gelegenheit ein paar Bilder von Pilzen


    1) Ein Dichomitus campestris als Astkriecher

    2) Pyreno

    3) D. campestris mit Encoelia furfuracea am gleichen Busch

    4) Vuilleminia coryli

    5) Irgenein Becherchen im Cluster, auch an Hasel

    6) Ebenda eine Exidia nigricans

    7) Ein, wie ich finde, vom Aussehen her charakteristischer Pyreno mit Außenwulsten


    8) Und bei dem bin ich mir jetzt nicht sicher ob das nun D. campestris oder I. radiatus ist - von der Wuchsform für beide möglich aber grenzwertig, und mit Pilzbefall kann ja auch der Wuchs anders ausfallen

    9) Plicatura crispa

    10) und noch ein charakteristischer Pyreno, der gratförmig wächst

    LG, Bernd

    Moin allerseits,

    diese Pilze waren ja zwischendurch schon etwas eingeschrumpelt, vielleicht wegen Trockenheit. Jetzt sind sie aber wieder in Form, genau die selben Fruchtkörper.

    Von heute, das Fotografieren wird durch ständiges Tröpfeln erschwert ...

    An dem Ast, der am vorderen Bäumchen demonstrativ nach links geht, nur an dem

    Auch nach Grünen noch eine Eberesche

    Pilze


    LG, Bernd

    'nabend allerseits,

    bei maihaften Wetter war ich heute mit meiner Frau im derzeit sehr farbenfrohen Wald, dem nächstgelegenen Hainbuchenwald, spazieren. Sehr schick und auch sehr ergiebiges Biotop, noch besser als erwartet. Am Hang eines - für hiesige Verhältnisse - tiefen Flusstals.


    1) Sicht übers Tal auf den gegenüberliegenden Hang

    2) ein Phellinus an Hainbuche

    3) Wald


    4) Dichomitus campestris

    5) Trametes versicolor

    6) Eine Ganoderma cf. applanatum an Esche mit unterseits fremdem Pilzbelag

    7) eine Flechte, bei der ich an Graphis elegans denke, oder Arthonia radiata?

    8) evtl. Gleoporus dichrous oder doch wieder nur Bjerkandera?

    9) Waldimpressionen und Ajuga cf. genevensis

    10) Trichaptum biforme

    IMGP2509.JPG

    11) gleich daneben dieses Etwas

    12) eine alte Hainbuche, wo aus allen Rissen dieser Pilz quillt

    13) Hier fällt mir nichts anderes ein, als evtl. Bjerkandera adusta

    14) Impressionen

    15) Trametes gibbosa

    16) irgendein Schichtpilz, charakteristisch gefaltet


    17) Meruliopsis corium mit irgendwas Anderem

    18) Daldinia sp.

    19) Enteridium lycoperdon (glücklicherweise wurde der letztens mehrfach hier gezeigt, sodass sofort klar war, was das ist)

    20) bunt

    21) Phellinus robustus

    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, Mikros kann ich nicht anbieten, aber einen spezifischen Geruch habe ich nicht wahrgenommen, auch nicht nach Zerreiben, allerdings habe ich mit den Gerüchen immer so meine Probleme. Der jüngere hat einen normalen Sporenabdruck hinterlassen, der ältere nur einen kaum Sichtbaren. In der hiesigen Literatur (Pilze Litauens, Bd. VIII-3, 1999) steht der allerdings in der Untergattung Entoloma. Wenn ich in der Untergattung Nolanea anfange, komme ich zu E. hirtipes, der da aber eher für feuchten Nadelwald angegeben ist.


    LG, Bernd

    Hallo, danke Euch für die Kommentare.


    Felli die Wälder sind natürlich extra ausgesucht, es macht ja keinen Sinn, die Assoziation eines Kahlschlags zu studieren, wenn man Hainbuchenwälder entlang der Verbreitungsgrenze untersuchen will. Um das Aussuchen im Voraus zu erleichtern gibt es hier Unmengen an öffentlich einsehbaren Daten, z. B. alle Grundstücksgrenzen, Daten ob Entwässerung erfolgte und wenn ja mit Drainage oder nur Gräben, dann die Lebensraumtypen nach FFH (Hainbuchenwald fällt unter 9160, übrigens vergeben auch die Letten 9160, ganz ohne Hainbuchen - die nationalen Interpretationen sind schon sehr verschieden, in Litauen erfolgte diesbezüglich eine landesweite Inventur 2012-2015) - auch wenn das kein absoluter Hinderungsgrund für Kahlschlag ist, dann kann man die Karte der "woodland key habitate" einsehen, wenn diese in staatlichen Wald fallen, ist man schon ziemlich auf der sicheren Seite, dass da nichts gemacht wurde. Dann gibt es eine gesonderte Seite der Waldwirtschaft beim Umweltministerium, da kann man sich für jedes Waldstück die vorherrschende Baumart und deren Alter ansehen. Zudem sind aktuell vergebene Genehmigungen für Kahlschläge und Durchforstungen eingetragen. Man hat also ziemlich gute Karten, um sich geeignete Wälder im Voraus am Bildschirm herauszusuchen. Klar, man findet immer wieder Aussetzer, die Daten sind halt nur so gut wie die Erfassung durch konkrete Personen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    Liege ich hier mit Entoloma vernum richtig? Vermutlich mit s.l., weil in 10 neue Arten aufgeteilt? Im Kiefernwald, außerdem mit Eiche, Ahorn und Eberesche in der Nähe.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,


    von der gestrigen Tour habe ich noch Fotos von 2 markanten Schleimpilzen.


    1) auf umgefallenem Laubbaum, wohl Ulmus sp., teilweise beschirmt von Porlingen, erinnert farblich an Metatrichia vesparium, bloß ohne diese Wabenstrukturen der Papierwespen, sondern eher in Honigbienenwabenanordnung


    2) am Fuß einer toten Zitterpappel auf Moos

    Vielen Dank für's Anschauen und für Vorschläge

    LG, Bernd

    Moin,

    die Arealgrenze der Hainbuche verläuft quer durch Litauen. Ein befreundeter Botaniker macht gerade eine geobotanische Studie zu den Hainbuchenwäldern und lud mich ein mitzukommen. Da die Auftragslage es gerade zulässt ... Heute waren drei Wälder dran, eine kleine Auswahl an Bildern.

    (1) Überwiegend Hainbuche mit einzelnen etwas älteren Eichen, anscheinend Privatwald, parkähnlich aufgeräumt, mit dem Kraut in voller Blüte und dem Bächlein sehr schick


    (1a) Graphis scripta ist an jeder Hainbuche anzutreffen, daneben auch an den wenigen Haseln

    (1b) Pilz an einem Eichast

    (1c) vermutlich Phleogena faginea an Hainbuche, leider nur ganz wenige Pilzlein

    (2) ein Totalreservat in hügeliger Lage, vom Baumbestand sehr vielfältig (Hainbuch bei ca. 10%) und viel Totholz

    (2a) Phellinus robustus und Daedalea quercina

    (2b)

    (2c) Ein Polyporus mit schwarzem Stiel, sehr engen Poren und hellem ockerfarbigen Hut, evtl. P. leptocephalus

    (2d) Trametes gibbosa an toter Hainbuche, die war neu für mich

    (2e) Moosbewuchs

    (2f) welcher Phellinus wächst denn an Ulme?

    (2g) eine Morchel, hier wären Waldmeister und Sauerklee die "Zeigerpflanzen" :D

    (3) gehört zum Staatsforst, ist aber nach dem skandinavischen Konzept "woodland key habitat" von der Bewirtschaftung ausgenommen (ohne jegliches Betretungsverbot), sehr variabel trotz fast flachen Reliefs, von quatschnassen Stellen mit Schwarzerle und Moorbirke bis zu trocken Espenbeständen, Hainbuche auch hier nur mit geringerem Anteil und kaum bei den Altbäumen

    (3a) Zitterpappeln mit den allfälligen Ph. tremulae (im Prinzip an fast jeder älteren Zitterpappel zu finden), der rechte Stamm mit einem interessanten Muster von Bjerkandera adusta, interessant aber vor allem der weiße Porling. Nicht ausschließen kann ich Trametes gibbosa in jung - falls der derzeit in jung sein darf - im Vergleich mit (2d) ist der aber viel dicker und hat nicht ganz so ausgeprägte eckige Poren. Dann gäbe es da noch die Idee Spongipellis spumeus und Spongipellis schulzeri ... (Beleg habe ich mitgenommen)

    (3b) selten hingegen ist Phellinus populicola, an Zitterpappel

    (3c) und welcher Phellinus darf an Hainbuche wachsen?

    LG, Bernd