Beiträge von kruenta

    Hallo Oehrling, was ist denn Deine Referenzart, die in der Gruppe extrem giftig wäre und Dich zu dieser Frage veranlasst? Deine Frage impliziert, dass es mir entweder an grauer Masse oder an Kenntnis der fraglichen Pilze fehlt. Da ich Dir keine Unhöflichkeit unterstelle, gehe ich von Option 2 aus. Aber warum formulierst Du anstelle der Frage nicht gleich eine Aussage, Vorsicht, da gibt es XY, der sehr gefährlich sein soll (idealerweise Literaturhinweis).

    Ansonsten die Antwort auf die Frage: die Idee einer Geschmacksprobe ist, dass man eine Idee vom Geschmack bekommt, oder?


    LG, Bernd

    Hallo Schupfnudel, da denke ich schon drüber nach. Aber eigentlich wollte ich mir erst einen Überblick verschaffen, was es so gibt, wie das mit der aktuellen Systematik so ist, was einerseits im Land wenig bearbeitet ist (fast alles) und daher für Neues gut ist, und überhaupt, was mich denn so interessiert. Aktuell käme ich mit dem Mikroskopieren gar nicht hinterher, das schaffe ich mit Fotografieren schon kaum. Wenn ich dann doch mal eine entspannte "Raucherpause" ohne Fotoapparat mache, laufen einem meistens doch wieder interessante Sachen vor die Nase - so wie der hier.


    Was käme denn bei den kleinen Stachelschirmlingen in Frage? Solche habe ich nämlich überhaupt nicht gefunden. Obwohl ich den fraglichen Band der Litauischen Funga habe.


    LG, Bernd

    Hallo bei den Helvellas ist jetzt auch noch atra dazugekommen, und die anderen gezeigten Arten, bis auf H. crispa, die eigentlich zu früh ist, sind nun teilweise sehr zahlreich, variabel und groß vorhanden. Scheint ein gutes Helvella-Jahr zu sein.


    5) H. atra, an der gleichen Stelle, wo ich den im Herbst gezeigt hatte, nur zahlreicher.

    1) H. (cf.) elastica mit Riesenkloppern, größer als 10 cm

    der letzte ist 11,5 cm über Alles, auffälig der zusammengedrückte Stiel, wie ein zu schwacher Saugschlauch

    LG, Bernd

    Hallo, bin über diesen kleinen (2 cm) Schirmling gestolpert und hab einen mitgenommen, ausgehend von dem Gedanken, dass das ein Stachelschirmling ist und es so viele davon ja nicht geben sollte. Nur scheinen die Arten, die da evtl. passen könnten, etwa Echinoderma calcicola, alle größer zu sein. Der wuchs im wenig verkrauteten Haselwald. Also mehrere eng beisammen, alle nicht größer. Geruch unauffällig pilzig.

    Ein Artikel im Tintling zu den Schirmlingen erwähnt auch keine Art, die heir passen könnte.

    LG, Bernd

    Hallo,

    zu 2) der Geruch ist angenehm pilzig wie man es von Marone erwarten würde, der Geschmack erinnert an Marone roh.


    die 3) habe ich erwartungsgemäß nicht wiedergefunden.


    LG, Bernd

    Hallo,

    3) Lepiota grangei sieht schon sehr gut aus (ist in der Baltikum-Checkliste als selten vorhanden). Lepiota griseovirens (sehr selten). Womöglich kommt Lepiota brunneoincarnata (nicht gelistet) noch in Frage.

    Kommt vielleicht auf den Bildern nicht so rüber, aber die Hüte wirkten auf mich schon etwas eingetrocknet, damit könnte vielleicht auch ein evtl. Grünstich verschwunden sein. Biotop war der übliche Haselwald mit Ebesche, Birke und Ahorn. Vielleicht finde ich noch jüngere Exemplare.


    4) Für Calocybe obscurissima habe ich einen Fund aus Polen ( bio-forum.pl: be¿owoszara Melanoleuca? ) entdeckt, das scheint vom Biotop aber gar nicht mager und trocken zu sein. Kalkhaltig ist der Boden aber schon. Das ist oben am "Hang" zum großen Kalkflachmoor.

    Ähnliches würde vom Biotop her gelten für Melanoleuca turrita, der gilt hier wohl als ausgestorben.

    Also auch hier exotische Arten ...


    LG, Bernd

    Hallo, anbei 4 Lamellenpilze der letzten beiden Tage, wo ich nicht komplett ausschließe, dass die charakteristischen Merkmale eine Bestimmung ermöglichen oder doch wenigstens nahelegen.


    1) von eben aus dem Fichtenwald am Haus, gleich neben dem Bärenbiber. Würde ich mich nicht trauen den als LBM anzufragen, aber die Hutschuppung macht den dann doch charakteristisch (m.E.). 1 cm Hutdurchmesser

    2) aus dem auf Brache gewachsenen lichten Kiefernwald auf Sand/Kies, zusammen mit diversen Helvellas, Thelephora caryophyllea. Ein bräunlich bis weißer Trichterling, hygrophan und im Büschel wachsend. Irgendwas aus der Räslingsecke?

    3) den würde ich als Lepiota felina betiteln wollen (der Vergleich mit diesem Bild Nr. 3 im Beitrag Best of....Oktober '17 sieht sehr passend aus). Allein es fehlen die Ringe, was hier ( Kleiner Schirmling ) bemängelt wurde. Sollten die alle drei solidarisch ihre Ringe abgeworfen haben? Sonst sehe ich nichts passendes.

    4) Biotop ähnlich wie 2), aber woanders. Ein kleiner 2,5 cm schwarzhütiger, weißlammeliger Pilz mit weißem Sporenpulver, was meinen Anfangsverdacht, dass es eine Entoloma sein könnte, hinfällig werden ließ. Also eigentlich habe ich nichts passendes. Am ehesten noch Lactarius lygniotus (Milch ist mir keine aufgefallen und auch das Biotop "feuchte Fichtenwälder" laut heimischer roter Liste passt nicht). War ein Einzelexemplar.

    LG, Bernd

    Hallo, nun also weitere Bilder von jüngeren Fruchtkörpern. Im Inneren versteckt kamen noch weitere zum Vorschein. Der Stubben ist Fichte, ganz ohne den geringsten Zweifel. Der müsste dem Sturm Anatol von 1999 entstammen.

    Der Geruch hat eine leicht säuerliche Komponente, ansonsten unauffällig. Beim Geschmack kommt schnell eine kräftige, brennende Schärfe, wie bei Meerrettich/Kren, die lange anhält, dazu eine leichte Bitternote im Nachklapp.


    LG, Bernd

    aha, der war gar mir gar nicht aufgefallen. Vielleicht eher ein Kuhmaul? Ne Rotkappe ist das jedenfalls nicht.

    B.

    Hallo, es gibt auch Leute, die keine (Kuh-)Milch vertragen (Laktoseunverträglichkeit, sogar eine Mehrheit aller Menschen), trotzdem ist das in unserer Region ein normales Lebensmittel und Ausnahmen gelten als "Allergie". Prinzipiell muss man bei Zeugs, das man erstmalig isst, immer mit Allergien rechnen und die Mengen gering halten. Das hat erstmal nichts mit "giftig" zu tun. Hier geht es wohö eher um "Verträglichkeit"


    Gute Besserung!

    LG, Bernd

    Und schon wieder ein Update. Der ist extrem schnell beim Wachsen, hätte ich den nicht vor ein paar Tagen fast in weiß erwischt, wäre mir das Wachstum gar nicht aufgefallen. So sieht der heute aus

    Und die freudige Nachricht, oberhalb ist jetzt noch ein zweiter, ganz kleiner Frk. zu sehen, auch wieder in weiß.

    LG, Bernd

    Hallo, ich habe mal nachgeschaut, was die heimische Literatur dazu meint. Da (Funga Bd. VIII-1 von 1997) wird Lentinellus ursinus synonym zu Lentinus [sic!] castaneus gehandelt, mit 3 Funden sehr selten, "nur an Laubholz", später dann in den Roten Listen. Aus der aktuellen Fassung wurde der aber gestrichen. Genau wie Lentinellus vulpinus. Kann man den Fuchs hier eigentlich ausschließen?

    LG, Bernd

    Hallo, OK, damit ist das ganz klar ein Bärenbiber :D Und ja, das Substrat ist sicher Fichte. Kann ich ja zur 150% Sicherheit morgen noch mal ganz genau nachschauen. In der Dickekategorie gibt es aber in dem Wald auch gar keine anderen Stubben.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, an einem älteren und ziemlich morschen Fichtenstumpf wachsen einige dieser Pilze, die ich wegen der gesägten Lamellen in Richtung Neolentinus verorten möchte. Allerdings ist der Stiel kaum ausgebildet und eher zu erahnen als zu sehen. Hat jemand eine Idee? Da dürfte es doch nicht viel Auswahl geben, oder?

    Die jüngeren Pilze sind weißlich (davon habe ich keinen abgemacht), die älteren braunfilzig.


    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo Jörg, ich kenne zwar G. saccatum nicht, ist ja auch keine heimische Art, aber der müsste einen deutlich begrenzten Hof um die Mündung haben. Fichtenstreu passt prima zu G. fimbriatum und die Zeit passt auch gut.

    Ich würde den unbedenklich als G. fimbriatum ablegen.


    LG, Bernd

    Hi Schupfnudel, OK danke. Dann bleibt es einstweilen bei Paxillus spp. Solche Brauntöne mögen aussagekräftig sein, wenn man einige der betreffenden Arten im direkten Vergleich hat, aber bei nur einer?


    LG, Bernd

    Hallo, es ist zwar schon wieder keine pilzarme Zeit - jedenfalls bei mir - aber der Riesenkrempentrichterling ist auch wieder voll dabei. Zunächst im Wald, vor etwa 2 Wochen, dann seit einer Woche im Obstgarten, in einem ca. 12 m großen Hexenring mit weit über 100 Frk. Auf einem aufgelassenen Hof in der Nachbarschaft fand ich den gestern auch im Obsthain. Auf Wiese und Weide ist nocht nichts zu sehen.



    LG, Bernd

    Hallo, am Moorrand hatte ich gestern auch einen Krempling dabei und da habe ich mal geschaut was es da so mittlerweile für Arten gibt.


    1) Vom Biotop her, der wuchs an einem Schwarzerlenhost, deutet erst mal vieles Richtung Paxillus rubicundulus. Größe etwa 12-13 cm. Im Schnitt am Stiel unten rötlich. Gekostet habe ich nicht und der Geruch war unauffällig.


    2) Bei der Gelegenheit bin ich auch über Paxillus validus gestolpert, wozu mir dann auch gleich der passende Pilz einfiel, der wächst nämlich gleich am Hof, bei Espen (außerdem vorhanden Fichte, Hasel, Ahorn), jedenfalls ist die Beschränkung auf das Espenterritorium auffällig. Teils sehr groß, um die 20 cm. Vielleicht schaut Christoph ja mal rein, wenn er wieder Muße hat, der hat die Art ja beschrieben Tricholomopsis


    LG, Bernd

    Hallo, sieht gut aus, Biotop passt auch - von der Größe gibt es eigentlich nix zum Verwechseln. Der bildet auch sehr oft Hexenringe. Manche davon sind sogar gut auf Luftbildern zu sehen (üppigerer Wuchs),

    LG, Bernd

    Hallo, auch zu diesem Pilz einen Nachklapp. Bin gestern an dem Bäumchen vorbei und hab mit Erstaunen festgestellt, dass alle Frk. noch da sind, nur eben mumifiziert. Also habe ich heute meinen Weg mit Fotoapparat entsprechend gelegt.

    Das sind unschwer erkennbar die Pilze aus dem obigen Foto Nr. 2.

    Und Ansicht von unten (anderer Frk.)

    LG, Bernd