Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    von den Unmengen an Pilzen, die es derzeit gibt, möchte ich noch diesen einen Lamellenpilz anfragen, 5-7 cm Durchmesser. Das Substrat ist tote Schwarzerle, die schräg steht mit einem Teil der Wurzeln aus dem Boden gerissen. Also Wurzelholz, deswegen die untypische Rindenzeichnung.

    Leider nur diese 5 Pilze im fortgeschrittenen Alter. Der Hutrand ist gezackt/rissig oder wie man das nennt, der Hut mit Spuren von Schuppen. Lamellen angewachsen, nur leicht eingebuchtet; grau. Stiel weiß ohne Ring und Schuppen, hohl. Geruch nicht stark aber unangenehm. Geschmack mehlig, mürb.

    Erinntert mich etwas an den Psathyrella (cf. populina), den ich neulich angefragt hatte, nur mit wesentlich schwächerer Hutschuppung.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, von dem Rundgang auch noch ein paar Schleimpilze, wobei die ersten 4 zusammen an einem Stück Kiefer waren.


    1) grell orange, lachsfarben, alt dunkelgrau, vermutlich Tubifera ferruginosa (vermutlich ein Erstfund, also jedenfalls bewusst)

    2) Ceratiomyxa fruticulosa, immer wieder hüsch anzusehen

    3) Lycogala epidendrum

    4) hier muss ich passen und auf Ullas Hilfe warten

    5) Interessante Kombination, die Sporenkapsel von Geastrum fimbriatum mit Befall eines Schleimis

    LG, Bernd

    Hallo Matthias, aha, der sieht schon ziemlich ähnlich, und scheint sich wohl aus der Bildersammlung auch anzudeuten, dass die Gelbfärbung erst mit dem Altern kommt. Wenn es zu erkennbaren Veränderungen kommt, stelle ich hier jedenfalls neue Bilder ein.


    Gruß, Bernd

    Hallo allerseits, bei einer kurzen Tour traf ich insgesamt 4 verschiedene Helvellas an, die ich hier zeigen möchte. Mir ist schon klar, dass es da einige heikle Taxa gibt, die selbst mit Mikroskop schwierig wären.


    1) eine lichtere Stelle zwischen auf Brache von selbst gekommenen Kiefern (~25 Jahre), Sand/Kies zusammen mit Thelephora caryophyllea. Könnte vielleicht Helvella albella oder doch nur elastica sein.

    2) ähnliches Biotop, aber weniger licht. Ziemlich wuchtiges Exemplar, Einzelstück, aber wohl ziemlich sicher Helvella sulcata


    3) in einem Kiefernwald der vor etwa 60 auf landwirtschaftlicher Fläche gepflanzt wurde, relativ wenig durchforstet. Samtiger ungefurchter Stiel und schiffchenförmiger, samtiger Becher. Irgendwas aus der Gruppe um H. macropus/villosa/cupuliformis

    4) und zum Schluß noch die Herbstlorchel, H. crispa bei Haselsträuchern


    LG, Bernd

    Hallo, zwischen den Brennholzscheiten habe ich beim Einräumen derselben in den SChuppen diesen toten, befallenen (keine Ahnung in welcher Reihenfolge) gefunden, so auf mind. halber Meter Höhe.

    Beleg liegt, falls Interesse, noch auf'm Schreibtisch.

    LG, Bernd

    Hallo Rudi, den hatte ich mir auch angeschaut. Einfach weil der Name so schön passend klingt (bulbosa = knollig), allerdings soll der innen eher gelblich sein, das würde ich hier nicht meinen, der ist schon ziemlich weiß. Wobei das natürlich auch altersbedingt sein kann, und in vielen Fällen ist ja gar nicht klar, auf wie vielen Datensätzen (eigene und aus der Literatur, ggf. aus früheren Schlüsseln) solche Schlüssel denn aufgebaut sind und inwieweit damit alle Entwicklungsstadien abgedeckt sind. Ich werde die beiden übrigen sicher im Auge behalten und später noch mal einen Schnitt machen, vielleicht kommt die Färbung ja noch.


    LG, Bernd

    Hallo Harald, jetzt ist es klar, dass es keine longipes ist, aber auf den ersten Bildern der jungen Pilze konnte ich das nicht ausschließen, denn einige Laubbäume, Salweiden, Eberesche, stehen da schon in der Nähe und es hätte ja ein Zweig, Ast, Wurzel unter der Streu vom Ameisenhaufen verborgen sein können. Zumal ich auch keine Kenntnis hatte, wie viele Arten es aus der Gattung noch gibt.


    Da Matthias ( Mreul(✝) ) ja schon Interesse an der anderen Xylaria bekundet hat, vermute ich, dass er die hier auch mit nimmt - für 2 Arten lohnt sich das Einarbeiten in die Materie schon eher.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, nachdem ich kürzlich erst diese unbekannte Xylaria auf der Wiese hatte ( Keule/Koralle/Grashalm mit Befall? ), die nach der von Nobi verlinkten Literatur zu nichts zu passen scheint, habe ich natürlich weitergesucht. Auf der Wiese wurde ich nicht fündig.


    Allerdings hab ich seit Juni am Waldrand, an einem alten Ameisenhaufen (dem mit Geastrum striatum) eine weitere Xylaria, die ich bei Erstsichtung als vermutlich longipes abgetan habe. Nunmehr mit etwas mehr Literatur ausgestattet, habe ich mir die heute erneut angeschaut und eine (hier gibt es vorteilhafter Weise 3 Fruchtkörper) ausgebuddelt. Knollig ohne erkennbares Substrat. Daher folge dem Schlüssel zu "Species occurring on wood, including bamboo and coniferous litter" → Key A wo dann ob der Form nur X. arbuscula bliebe, mäßig passend. Das wäre nach pilze-deutschland ziemlich selten, falls es die denn ist.


    Bilder vom 10.6.



    Bilder vom 29.6.



    Bilder vom 13.8. (heute)

    LG, Bernd

    Hallo, als Ergänzung noch zwei Bilder von vorgestern von Pilz 1b

    bei Nummer 2 bin ich jetzt bei Comatriche typhoides (oder wie auch immer der aktuell gerade heißt), das oben neben der Klinge ist weiß und poroid, das innen im Stamm ist "geweihförmig"


    LG, Bernd

    Hallo,


    1) an Fichtenstubben habe ich derzeit an mehreren Stellen diesen gelben Schleimpilz, den ich als Ceratiomyxa fruticulosa var. poroides ansprechen würde. Teilweise am gleichen Stubben sogar mit der Normalvariante zusammen, die dann innen am morscheren Holz. Aber kann der denn auch gelb sein?

    etwas breitgeschmiert


    und hier der selbe, an einem anderen Stubben, der war vor 2 Tagen so grellgelb, eigentlich sogar noch greller

    2) an einem anderen Fichtenstubben, diese weißen gestielten Schleimis


    LG, Bernd

    Hallo, das wäre eine neue Art für die Region, die nächsten Funde irgendwo in Westpolen. Dass man neue Pilze für die Region findet bei Kleinzeug, oder was sonst gerade nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt, ja klar.


    Aber bei den großen essbaren Röhrenpilzen, zumal bei Arten, die auch schon länger beschrieben sind.

    Zumal ja hier auch nicht nur auf Mikroskop sondern auf Elmi verwiesen wird. Da ich aber gerade kein Elmi parat habe, um die Sporenmuster darzustellen ...


    Ist das denn normal, dass die Blaufärbung wieder verschwindet?


    ratlose Grüße,

    Bernd

    Hallo Jürgen, schön, noch eine Art in der Mixtur.

    Also neue Bilder von heute. Das halte ich für eine Mischkollektion, der rechts ist nach meinem Erachten ein ganz normales X. ch., mit schlankerem Stiel, hellerem Hut in jung, stärker und länger hütigem Hut (die Außenseite wie nach unten geknickt, wie auch immer der terminus technicus hierfür sein mag), der früher aufreißt. Wobei es sonst farblich zu den anderen beiden Pilzen der ursprunglichen Anfrage kaum Unterschiede gibt.

    Etwa 5 Minuten nach dem Anschnitt, Druckstellen auf den Poren sind dunkler, aber nicht blau


    2 Stunden und etwas Regen später - alle Blauverfärbungen wieder weg


    Mein Fazit: Rotfüßchen agg., essbar. Für cisalpinum eher nicht "stark bläuend", für pruinatus im Stiel zu schlank.


    LG, Bernd

    Hallo Andreas, den Beleg habe ich zum Trocknen ausgelegt, der ist jetzt schon geschrumpelt. Hättest Du (oder wer auch immer) einen Vorschlag, wer sich mit Xylarias beschäftigt und Interesse daran haben könnte? Vielleicht könnte es auch sinnvoll sein, den in ascofrance zu posten?

    Wenn meine Beobachtungen richtig sind und dem Schlüssel (C), den Nobi gepostet hat, folgend, kommt man nur zu 2 Arten namens X. filiformis.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, Mischkollektion eher nicht. Die reißen meistens auf, wenn sie älter werden. Die Hüte sind ganz jung fast schwarz, werden dann graubraun und wenn sie fast eben werden, reißen sie auf. Sollte pruinatus das eher nicht tun?


    LG, Bernd

    Hallo,

    während ich so mit der Ausgrabung der vermutlichen Xylaria beschäftigt war, sah ich zwischen dem Sandreitgras etwas Orangenes. Mangels geeigneter Bäume schloss ich messerscharf aus, dass es ein Apfel ist, und siehe da ein Pilz. Orange mit grauen Lamellen, weißem Stiel und deutlichem Ring - ungewöhnliche Kombination. Nach einigem Suchen kam ich zu A. lutosus / comtulus (laut pilze-deutschland wären das Synonyme), die heimische Literatur kennt nur A. comtulus, und meint "nicht selten".

    Zudem entfleuchte ein markanter Kurzflügler namens Oxyporus rufus - auch das ein Erstfund.

    Für Bestätigung oder Korrektur Dank im Voraus.


    LG, Bernd

    Hallo, Grabungsarbeiten abgeschlossen. Gefunden eigentlich nichts. Es sieht so aus, als würde der von (vor)vorjährigem Gras (vermutlich Sandreitgras) aus wachsen, der Mist gab nur die Nährstoffe, also würde ich so interpretieren. Der Boden ist Sand, sehr mager. Bei der Dicke hatte ich übertrieben, der ist maximal 2,5 mm dick. Die Länge über alles rund 7 cm haut aber hin.

    im Substrat nur etwa 1 cm bis zu alten Grasfasern, ich kann nicht erkennen, dass da irgendwas abgebrochen wäre


    Ganz wenig angeschnitten mit einer neuen Klinge

    IMGP4017.JPG

    Die Beobachter wurden vorher mit einem Eimer Roggen ruhiggestellt.

    LG, Bernd

    Hallo Nobi, danke. Also das ist mitten auf der Weide. Das war bis 1990 Kolchos-Acker. Dann einige Jahre Brache. Seit 15 Jahren extensiv beweidet. Gelegentlich gemäht, meist im Herbst. An Bäumen stehen da nur einige Kiefern als Schattenspender. Die Hainbuchengrenze verläuft hier zwar in der Gegend, aber bis zum nächsten früchtetragenden Baum dürften es 10...15 km sein. Der nächste Jungbaum steht am anderen Ende des Dorfes in der Strauchschicht, m.E. nicht fruktifizierend. Weißdorn steht vielleicht 200 m entfernt. Aber außerhalb der Reichweite vom Pferd. Das Federvieh kann die Früchte natürlich schon durch die Gegend tragen. Keine Ahnung ob z.B. Eichelhäher Weißdornfrüchte vergraben.

    Dann werde ich zum Abend wohl mal zu Spaten und Pinsel greifen.


    LG, Bernd

    Hallo, danke erst mal für Eure Ideen. An Cordyceps hatte ich auch kurz gedacht, aber nur an die, die auf Trüffelzeug wachsen (vor Jahren hatte ich mal C. ophioglossoides und erst zu Hause bei der Bestimmung festgestellt, das da hätte gegraben werden müssen). Dass der an Mistkäfer/Kurzflügler oder irgendwas von den Zweiflüglern parasitieren könnte, ist ein plausible Idee.

    Den hier finde ich auf alle Fälle wieder. Aber vielleicht hat ja noch jemand eine konkretere Idee bevor es ans Buddeln geht.


    Gruß,

    Bernd

    Hallo, wieder auf der Weide, an/unter älterem Pferdemist habe ich dieses Objekt gefunden. Nur ein Einzelstück, deswegen bisher nicht angeschnitten oder ausgegraben. Wirkt zunächst, vor allem farblich, wie eine Xylaria, aber wenn ja welche? Das Ganze ist etwa 7 cm lang und an der dicksten Stelle so um die 4 mm dirck. Ziemlich ausgeprägt der Übergang von schwarzem Stiel, su grauem Hut. Ganz ausschließem möchte ich trotzdem nicht, dass es ein Halm von irgendetwas mit Pilzbefall ist - eher der Vollständigkeit halber, als dass ich das momentan glauben würde.

    Hat jemand eine Idee?

    LG, Bernd

    Hallo Thomas, korrekt, der Stielring ist verschiebbar, sorry, vergaß ich zu erwähnen. Mit Lepiota meinte ich natürlich sensu lato (so firm bin ich in der Gattungsbestimmung noch lange nicht). Wobei ich gerade über Macrolepiota puellaris / Leucoagaricus nympharum gestolpert bin. Der könnte passen und 2 und 3 wären die gleiche Art. Was ist das für gelbes Zeug? Guttationstropfen?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    alles im Fichtenwald, wobei darunter kalkiger Boden ist Sand/Kies, gelegentlich etwas Lehm.


    1) ein relativ kleiner Pilz (2 cm Hutdurchmesser), nur ein Einzelstück, vermutlich Lepiota clypeolaria. Als ich den früh gefunden hatte, war der Stiel deutlich weißwollig, das ist jetzt verschwunden.




    2) mittelgroß, bis 7 cm Hutdurchmesser, kein Arbeitstitel, außerdem unschlüssig ob Nr. 3 die gleiche Art ist, im Hexenring. Knolliger Stiel, hohl.



    3) ähnlich wie 2, insbesonders auch Form des Rings, nur dass der Hut mittig dunkel ist und irgendwelche gelben Tropfen obendrauf hat, auch im Hexenring



    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd