Beiträge von kruenta

    moin,


    ich bin heute über einen Stäubling gestolpert, der zu nichts zu passen scheint von dem was ich bisher kenne (ist ja nicht viel).

    Standort: etwas trockenere Stelle mit Fichte in ansonsten morastigem Wald (Moorbirke, Grauerle, Schwarzerle); 4 cm im Durchmesser, etwa 5 cm hoch. War ein Einzelstück.

    Dass eine Bestimmung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht möglich ist, ist mir klar. Aber vielleicht hat ja jemand Ideen, was es sein könnte.


    Der Spaziergang galt Corydalis intermedia, die zur Zeit in Blüte sein sollte, und sich auch in Blüte zeigte.

    Danke für's Anschauen,

    Libe Grüße, Bernd

    Hallo Martin, nein, Nectriopsis lecanodes parasiert auf lebenden Peltigeras (mehrere Arten möglich), allerdings sieht es so aus, als ob die danach absterben, jedenfalls sehen die deutlich blasser aus als die frischen Triebe.

    Den Bereich mit dem Befall siehst Du auf Bild 7, links unten, farblich deutlich abweichend.


    LG, Bernd

    Moin, gleich am Hof, so 100 m hin, gibt es paar sehr magere Stellen mit einigen Flechten


    Cladonien, keine Ahnung wie viele verschiedene Arten da sind ...

    1)

    2)

    3)

    4)

    5)

    und Peltigeras

    6) P. ponojensis


    7) das könnte gut P. rufescens sein

    7a) mit Nectriopsis lecanodes

    8) P. didactyla auf sandigem Ameisenhaufen

    LG, Bernd

    Moin, die vorjährigen Stengel von Reynoutria (Fallopia) sachalinensis sind teils voll mit diesen winzigen, bürstenförmigen, schwarzen Pilzen. Mehr als die Bilder, von heute, habe ich nicht. Durchmesser des Stiels in Bild 1 - knapp 4 cm.



    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    danke für Deine Meinung, zu den Peltigeras hat sich sonst immer Ingo ( Sennepilz ) qualifiziert geäußert. Wenn die Saison auch pilzig wieder los geht, taucht er hier vielleicht auch wieder auf. Z.B. hier Peltigera ponojensis mit Nectriopsis lecanodes und in weiteren Anfragen vom letzten Frühling.

    Und ja, nach Süden offen, ganz leichte Hanglage. Relativ warm, also, für unsere Verhältnisse hier. Das war Ödland seit da in den 80ern die Straße neugebaut wurde und der trockene Streifen am Waldrand dann für die LPG zu mickrig war. Wächst jetzt langsam mit Kiefern zu. An den extrem mageren Stellen aber ziemlich langsam. Eigentumsmäßig ist das immer noch in Staatshand unter der Rubrik "will keiner haben" - also jedenfalls keiner, der Ansprüche auf Boden aus Staatsbesitz hat.


    LG, Bernd

    Hallo Ulla, danke für den Tip. Ist nur einen Kilometer hin, kann ich im Auge behalten. Es kann gut sein, dass die Arten hier noch nicht gefunden wurden. Im Band zu den Schleimpilzen (1995) steht keine davon drin und im Netz findet man auch nichts - am ehesten würde man was finden bei der Sprachkommission, weil die hier hyperaktiv sind, für jeden Dreck einen "offiziellen litauischen Namen" zu vergeben. Allzu häufig ist die Gemeine Pestwurz zudem auch nicht. Allgemein leichter zu finden, weil entlang der größeren Flüsse regelmäßig anzutreffen, wäre da noch Petasites spurius.


    LG, Bernd

    Moin,


    von gestern habe ich noch kleine (bis 3 mm) Gnubbel an vorjährigen Stängeln von Petasites hybridus. Keine Ahnung, was das sein könnte, vielleicht Sklerotien von einer Typhula. Mikrobilder habe ich nicht, auch keinen Schnitt. Vielleicht hat ja trotzdem eine Idee, was das sein könnte?



    Gleiche Stelle vom letzten Jahr, etwas später (21.4.)


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    auf Bild 1 ist rechts Peltigera ponojensis zu sehen. Eine Art, die hier ziemlich häufig ist - was durchaus lokal sein kann, weil das ein Moränenzug ist, auf dem ich wohne. Ziemlich kräftig und mit großen Apothecien, farblich aber auch sehr variabel. Links auf Bild 1 ist die Peltigera, die auf allen anderen Bildern danach gezeigt wird.


    Cladonien sind auch ein paar dabei, die hab ich diesmal aber großzügig ignoriert.


    Eigentlich hoffe ich ja immer, auf solchen Biotopen mal Stielboviste zu finden - aber bisher Fehlanzeige.


    LG, Bernd

    Moin,


    fast am Straßenrand auf Magerrasen wächst neben der hier üblichen Peltigera ponojensis noch eine andere Peltigera, die den Eindruck erweckt, irgendweas zu sein, was ich bisher noch nicht hatte. Ohne Apothecien, Sorale und Isidien, also jedenfalls nicht ausgeprägt. Könnte das vielleicht P. rufescens sein?


    Links das UFO, rechts P. ponojensis



    LG, Bernd

    Moin,


    hier geht vermutlich ohne Mikroskop wieder gar nichts, aber da das Forum momentan nicht eben überlastet ist ...


    Die Zitterpappel ist vielleicht 3 Jahre tot, der Oberteil im vergangenen Frühling abgebrochen. An der Bruchstelle dieses Oberteils herauflaufend stellenweise ein weißer Pilz, der überwiegend resupinat ist, aber teilweise im oberen Bereich kleine Konsolen bildet. Dann oberseits filzig. Lässt ich im Stück wie Gummi abziehen. KOH keine Farbveränderung. Poren etwa 2-3 je mm, Poren nur kurz ~0,5 mm.



    LG, Bernd

    Hallo, sieht irgendwie aus wie Inonotus triqueter oder gar Phaeolus schweinitzii - aber meiner Kenntnis nach sind die beide mit Kiefer assoziiert.


    LG, Bernd

    Hallo Sabine, danke. Habe ich glaube ich nicht auf meiner (sehr bescheidenen) Käferliste. Wenn Dich Käfer interessiern, dürfte Emus hirtus ein highlight sein. Den hab ich hab ich im Frühling regelmäßig auf der Weide


    LG, Bernd

    Hallo Radelfungus, ne, das war aus Indien. Trotz entsprechender prophylaktischer Einnahme von Chinin bis einige Wochen nach der Rückkehr. Ausbruch war etwa 3 Monate nach der Reise. Knapp 2 Jahre lang hatte ich immer mal wieder Rückfälle, aber da Chinin mein ständiger Reisebegleiter war, kein Problem, das wirkte immer zuverlässig und schon der nachfolgend zu erwarten gewesene Schub (nach 2 Tagen) blieb aus. Das Tropeninstitut hat irgendwo verkündet, dass P. vivax 5 Jahre nach dem letzten Ausbruch sicher weg ist. Blutspenden nimmt trotzdem keiner von mir.


    LG, Bernd

    Moin, ich hätte da auch mal was Kleines (hinreichend unwichtig, würde mich nicht wundern, wenn außer mir da noch nie jemand reingeschaut hat). Unter "Forum" → "Statistik" → "Verlauf" kann man u.a. die Reiter "Themen" und "Beiträge" einsehen. Man bekommt einen Überblick über die Pilzigkeit des Monats im Vergleich zu anderen Monaten. Da ist jetzt die Reihenfolge der Monate unterbrochen, man kommt von September 21 direkt zu Januar 22, außerdem sehen die Zahlen anders aus als vorher. Irgendwas wird komisch gezählt.


    LG, Bernd

    Hallo Peter,


    es hieß "empfohlen". Von "verschrieben" steht da nichts. Vielleicht kommt der Arzt ja sogar aus dem Kulturkreis und hat das Zeug schon Tausenden verschrieben?


    Ich war vor längerer Zeit mal im KH, und da gab es einen jungen Arzt in FA-Ausbildung. Aus Honduras. Glücklicherweise, denn damit war die Diagnose Plasmodium vivax sofort fertig, hätte sonst lange gedauert.


    LG, Bernd

    Hallo,


    dass es hier Leute gibt, die vehement gegen Heilpilze sind, ist ja schon öfter aufgefallen. Aber vielleicht wäre es sinnvoll erst die Diagnose und die Beweggründe des Arztes zu kennen, diese zu verschreiben? Ehe man den Arzt zum Teufel schickt.


    Tatsache ist ja nun doch, dass vieles in der Medizin Empirie ist. Nicht für alles was funktioniert oder eben nicht, hat man komplette biochemische Formeln und weiß ganz genau was wann wie passiert. Also das hat man eher selten ...


    Wenn der Arzt das, mal angenommen, in 10 Fällen verschrieben hat, und er hat immer gute Rückmeldungen von den Patienten bekommen - wieso nicht?


    (es gibt derzeit wirklich genug anderes Zeug, wo man sich um Nebenwirkungen Sorgen machen muss)


    LG, Bernd

    Moin,


    im Brennholz wächst auf entrindetem, aber noch nicht morschem Kieferast dieser Stachelteller. Eigentlich sollten die ja alle orange oder rot sein, wie der eine junge. Ist es normal, dass die beim Altern (bei Frost?) ihre Farbe verlieren, oder ist das artspezifisch?


    LG, Bernd

    Hallo,


    trotz leicht stürmischem Wetter heute ein etwas abglegeneres Gebiet aufgesucht (Vermessung des Nachbargrundstücks)


    da gab es früher mal ein Dorf, davon stehen zumindest noch einige ältere Linden

    daran eine u.a. Pertusaria, wo der Lecktest deutliche Bitterkeit zu Tage brachte - etwa so wie Wermut (Artemisia absinthum), also

    1) P. amara


    daneben ist dann noch ein kleineres Stück sehr magerer Rasen (mit der rotflügeligen Schnarrschrecke) mit einigen Flechten, da erhoffe ich mir ja irgendwann mal Stielboviste zu finden, bisher aber Fehlanzeige

    hiervon noch 2 charakteristische, wie ich finde, Cladonien

    2) in weiß mit rosa Spitzen, vielleicht C. arbuscula?


    3) mit Trichtern, auf denen weitere Trichter wachsen, bisher ohne Arbeitstitel


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    von dieser Aufsammlung hat Frank auch einige untersucht und als Highlight hat sich Inonotus leporinus (2) bestätigt, sowie auch die vorgeschlagene (1) als Phellinus laevigatus. Auch (4) Antrodia citrinella wurde bestätigt - da läuft wohl gerade ein Projekt in Vilnius (oder europaweit) und deswegen hatte ich den an das Herbarium BILAS geschickt.

    War also ein sehr ertragreicher Ausflug.


    LG, Bernd