Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    an einer toten Zitterpappel wachsen diese beiden Schleimpilze (sowie weiteres Zeug)

    Bilder vom 1.11.2023

    Die weißen Kullern sind das Jungstadium der blaugrauen.

    Und Staubbeutel in gelblich orange.

    Bilder von heute:

    Mikroskop, nur etwas Sporenpulver - was müsste ich ggf. noch unters Mikroskop packen?

    1) Fuligo cf. leviderma

    Sporen 8-10 µm, ziemlich rund, feinwarzig, dazwischen irgendwelche feinen Kristalle oder so

    2) Badhamia cf. capsulifera

    Sporen auffällig geclustert, feinstachelig, Größe ca. 10-12 µm, nahezu kugelig


    Danke für's Anschauen und ggf. für Korrekturen, Bestätigungen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    ich hab mal versucht, diese Flechte zu mikroskopieren.


    Vereinzelt gab es volle Asci zu sehen bzw. zu erahnen

    Keine Ahnung

    In einem anderen Präparat dann zwar keine Asci, dafür aber freie Sporen en gros zusammen mit einzelnen Algen

    Damit ist zumindest die Gattung Acarospora bestätigt.


    LG, Bernd

    Und schließlich noch ein dritter Pilz, an totem Zweig von Zitterpappel, so etwa in Augenhöhe. Unterseits wachsend. Max. 0,4 mm groß. Eher nicht glockenförmig, sondern flach. Dabei hätte ich erwartet, dass Merismodes anomale rasukommt. Im Vergleich mit Ingos Bildern kommt das vielleicht hin

    ASCO-SONNEBERG - Cyphelloide

    Wobei meine Becher dunkler aussehen.


    Das scheint ein Stück Hymenium zu sein


    Ansonsten wäre hierfür vielleicht noch Crookes Maireina fulvescens in Betracht zu ziehen, der auch so schäferstockgekrümmte granulierte Härchen haben soll. Die Art ist sonst aber wohl ein Geist ...


    LG, Bernd

    Am gleichen Baum war noch ein weiterer glockenförmiger Hängebecher zu sehen. Ähnlich groß, aber weiß. Was erwägen lässt, ob das der geliche Pilz in jung sein könnte.

    Aber deutlich haariger

    Übersicht

    Die Haare (?) und Hyphen sehen im Vergleich deutlich rauher aus, außen inkrustriert (?)

    sonst kann ich keine zuordenbaren Strukturen erkennen.


    Kann gut eine andere Art sein, oder?

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    der Pilz sieht weitgehend unverändert aus und auch mikroskopisch scheint sich nicht viel verändert zu haben.

    Biotop, der Apfel muss so aus den 1930/40ern stammen.

    Vor Ort. Nicht gewachsen.

    Max. 0,5 mm lang und 0,2 mm im Durchmesser

    Und außer den grünlichen Kullerdingern sehe ich nichts, was Sporen sein könnten.


    Sonst kann ich nichts Wegweisendes erkennen.

    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    schicke Ernte.

    Bei A ist alles klar, aber das ist ja wohl auch die häufigste und eine der am leichtesten zu identifizierbaren Arten.

    Bei B fehlt mir die schöne Vielfingrigkeit, also dicht beeinanderstehende und SCHLANKE Apothecien - die Deinigen Apothezien sind mir zu breit ausgefaltet. Was aber nicht viel zu sagen hat, da ich die Art auch nur von einem Standort kennen. Und sauber geschlüsselt mit allem was dazugehört habe ich die noch nie - wenn Du also mit dem Schlüssel dahingekommen bist, dann kann das schon gut so sein.

    P. horizontalis habe ich selbst noch nie gefunden, und eigentlich fragte ich mich, ob das denn horizontal genug ist, aber wenn das ganz hinten im Beitrag noch angehängte Foto auch dazugehört, dann ja, das ist horizontal genug.

    Und an D P. canina besteht mit den filzigen Rhizinen eigentlich kein Zweifel, bzw. weil da jo noch eine neocanina usw. aussortiert wurde, zu werden droht, könnte man ein agg. dranschreiben.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    mein erster Versuch koprophiles Zeug zu mikroskopieren.

    Allerdings kann ich mit dem, was ich da sehe, nicht viel anfangen und bitte um Erläuterung.

    Makrofoto

    Übersicht

    Inkafußboden

    Diese vieleckigen, doppelwandigen Objekte sind etwa 10*13 µm groß, das könnten Sporen sein, wobei ich nichts sehe, wo die herkommen. Daneben gibt es noch elliptische sporenartige Objekte der Größe ~8*10 µm.

    Und was Schimmeliges


    LG, Bernd

    Hallo Askger,


    bei dem letzten Bild sehe ich einen Nadelholzstubben und kann mir gut vorstellen, dass der Pilz kräftig gerochen hat und sich damit als FEnchelporling geoutet hat.


    LG, Bernd

    'nabend,


    beim Einweichen in Wasser werden diese Keulen wieder gelblich, ockerfarben.

    Weitere4 Präparate, auch vom zweiten Exemplar.

    Basidien habe ich nicht gefunden, Sporen eher nicht. Die paar wenigen footballförmigen könnten auch Fremdsporen sein.

    Schnallen gibt es jedenfalls keine.


    Bis zur nächsten Saison, in der der hoffentlich wiederkommt, kriegt der den Arbeitsnamen Clavaria cf. amoenoides


    LG, Bernd

    Moin,


    weitere Bilder

    Makro auf Millimeterskala, Kunstlicht

    Unterm Mikroskop 2,5er

    10er

    Übersicht

    100er

    Das scheint eine Basidie zu sein, mit 4 Sterigmata

    Sporen sind reichlich zu sehen, aber meistens im Gestrüpp verborgen, ziemlich variabel, so 3-6 * 2,5-5 µm.

    Mein Arbeitstitel war ja Cyphellopsis ochracea, der wird von Bridge Cooke 1957 (Sydowia Beihefte IV) ausführlich beschrieben u.a. mit Belegen aus D, PL und LV. Mal abgesehen davon, dass der da deutlich größer beschrieben wird (Durchmesser 0,2-0,6 mm, Höhe 0,5-3 mm) finde ich das nicht so abwegig. Kennt jemand diese Art oder gibt es irgendwelche anderen Vorschläge?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    auf'm Hof wächst an einem alten Apfel am morschen Holz so ein verstreut wachsendes, winziges, ockerbraunes Hängebecherchen, und habe den erstmal als wahrscheinlich "Henningomyces candidus" von der Finden-wollen-Liste eingeschätzt. So richtig scheint das aber nicht so passen, und dann gibt es ja noch eine ganze Reihe ähnlicher Arten, die mir aber auch als Bilder noch nie untergekommen sind.

    Mikrobilder kann ich hoffentlich morgen nachreichen.


    LG,

    Bernd

    Hallo, zu diesem Pilz (frisch geerntet) kann ich jetzt auch eigene Bilder zeigen. Es sieht so aus, als hätten manche der Asci Ascosporen, fast kreisrund bis 7,5 µm Durchmesser. Die von mir eingangs genannte Literatur sagt aus, dass bei deren Funden (Sommer & Herbst) keine Ascosporen zu sehen waren.


    Und hier habe ich keine Ahnung, was hier gestreift ist.


    LG, Bernd

    Hallo Kerl, allerdings waren die schwarzen Becher im Eingangspost nicht die alten, sondern die ganz jungen. Bei mir fängt die Saison dieser Pilze nie vor Ende Mai an. Mit späterem Erscheinen des roten Rands war es dann auch makroskopisch klar.


    In der slowakischen Publikation sah mir das aus als hätte die zwei Häufungen, zum einen im März und April und dann im Juni-Juli. Wobei die mit ihren Höhenlagen auch variabler sind als ich hier.


    LG, Bernd

    Hallo miteinander,


    im Lamellenpräparat einer frisch geerneteten Hohenbuehelia habe ich drei dieserObjekte gefunden, etwa 70-80 µm lang.



    a) es hat zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Insektenflügeln, aber keine der Aderungen, die für die bekannten Familien typisch sind

    b) pflanzlichen Ursprungs, etwa Flügel von irgendwelchen Samen, nur wie kommen die an die Lamellen von unten?

    c) gehört zum Pilz, recherförmige Zystiden?

    d) ?


    Disclaimer: die Bilder sind von heute, von mir, sie stammen nicht aus Neuseeland oder vom Mars und ich weiß selbst nicht was das ist.

    LG, Bernd

    'nabend, dieser Beleg liegt immer noch auf meinem Schreibtisch und da hab ich ihn mal unters Mikroskop geschoben. Die Asci (und Sporen) sind recht blass ohne Farbe. Eine Messung der Asci kriege ich so nicht hin, aber die Sporen sind recht variabel. Teils elliptisch ~20 µm lang ~10 µm breit. Teils fast kugelförmig 11*10 µm. So was habe ich in der Literatur nirgends gefunden, da sind die [kumulativ über mehrere Publikationen aus TR, SK, J] 18-26 * 9-12, Q 1,8-2,4. Aber vielleicht stehen meine Sporen ja nur auf dem Kopf ...


    LG, Bernd

    In 10 Minuten gibt es die Auflösung...

    Dafür solltest Du dann eher die Kategorie Rätsel oder Pilze allgemein wählen. Offensichtlich handelt es sich ja nicht um eine Pilzbestimmung, sondern eher darum, die Kompetenz der Foristen zu prüfen ...


    LG, Bernd

    Ich wollte eigentlich noch fragen, von welchem Kontinent das Foto ist ... Mittlerweile sind wir in Neuseeland oder mit E. virescens in Südamerika.


    LG, Bernd

    'nabend miteinander,


    weiter aus den Tütchen von der letzten Wiesensaison eine Entoloma mit charakteristischen Cheilozystiden

    Meine Literatur zu Entoloma ist leider sehr bescheiden, hab nur den Band der Mycota Lithuaniae VIII-3 von 1999, der 60 Entolomas enthält. Und damit kommt man nicht weit. Damit wäre ich bei subg. Leptonia, das aber seit dem zergliedert wurde ...

    Soweit ich sehe, wären FE5 und FE5b die Standardwerke für die Gattung, die damit aber noch nicht abschließend bearbeitet ist?


    Das Belegexemplar sieht jetzt so aus


    Lamelle

    Die Cheilozystiden haben eine auffällige Form, teils mit kugelförmiger Spitze von 4-7 µm, die Länge kann ich selten erkennen, in den wenigen Fällen sind es 26-28 µm. Basidien wenigstens teilweise mit 4 Hörnern.

    Sporenmaße 8-10,5 * 6,5-8,5 µm, Q ~ 1,1-1,4,


    HDS

    Schnallen kann ich nirgends erkennen. Auffällig ist aber, dass die Septen vielfach nicht senkrecht sondern schräg zur Faser verlaufen. Und an den Septen gibt es teils Einschnürungen. Inkrustierungen am Rand, wenn ich das richtig interpretiere.


    Danke für's Anschauen und ggf. Kommentare und Wegweiser. Auch zur Literatur.


    LG, Bernd

    Hallo Rainer,


    etwas mehr könntest Du zu dem Pilz schon sagen. Ist es ein Bild von heute? Oder eine Altlast. Wächst der auf dem Boden oder ist das morsches Holz? Dein Foto?


    Vielleicht eine Farbvariante aus der Mycena pura Gruppe?


    LG, Bernd

    Hallo,

    zum Thema Lachnellula kann ich auch was beisteuern. An vielen Fichten gibt es an den Ästen, gern auch weiter oben, harzige Stellen, meistens mit gelben Becherchen. Der hier stammt von einem Ast in vielleicht 12...15 m Höhe, der Baum war letztens bei Herbststümen umgefallen.

    Sporen habe ich nur an einer Stelle gefunden, mit der Größe um 3 µm passt das aber zur erwarteten Art L. resinaria, und schließt eigentlich alle anderen aus.

    LG, Bernd