Ich wollte eigentlich noch fragen, von welchem Kontinent das Foto ist ... Mittlerweile sind wir in Neuseeland oder mit E. virescens in Südamerika.
LG, Bernd
Ich wollte eigentlich noch fragen, von welchem Kontinent das Foto ist ... Mittlerweile sind wir in Neuseeland oder mit E. virescens in Südamerika.
LG, Bernd
'nabend miteinander,
weiter aus den Tütchen von der letzten Wiesensaison eine Entoloma mit charakteristischen Cheilozystiden
Meine Literatur zu Entoloma ist leider sehr bescheiden, hab nur den Band der Mycota Lithuaniae VIII-3 von 1999, der 60 Entolomas enthält. Und damit kommt man nicht weit. Damit wäre ich bei subg. Leptonia, das aber seit dem zergliedert wurde ...
Soweit ich sehe, wären FE5 und FE5b die Standardwerke für die Gattung, die damit aber noch nicht abschließend bearbeitet ist?
Das Belegexemplar sieht jetzt so aus
Lamelle
Die Cheilozystiden haben eine auffällige Form, teils mit kugelförmiger Spitze von 4-7 µm, die Länge kann ich selten erkennen, in den wenigen Fällen sind es 26-28 µm. Basidien wenigstens teilweise mit 4 Hörnern.
Sporenmaße 8-10,5 * 6,5-8,5 µm, Q ~ 1,1-1,4,
HDS
Schnallen kann ich nirgends erkennen. Auffällig ist aber, dass die Septen vielfach nicht senkrecht sondern schräg zur Faser verlaufen. Und an den Septen gibt es teils Einschnürungen. Inkrustierungen am Rand, wenn ich das richtig interpretiere.
Danke für's Anschauen und ggf. Kommentare und Wegweiser. Auch zur Literatur.
LG, Bernd
Hallo Rainer,
etwas mehr könntest Du zu dem Pilz schon sagen. Ist es ein Bild von heute? Oder eine Altlast. Wächst der auf dem Boden oder ist das morsches Holz? Dein Foto?
Vielleicht eine Farbvariante aus der Mycena pura Gruppe?
LG, Bernd
Hallo,
zum Thema Lachnellula kann ich auch was beisteuern. An vielen Fichten gibt es an den Ästen, gern auch weiter oben, harzige Stellen, meistens mit gelben Becherchen. Der hier stammt von einem Ast in vielleicht 12...15 m Höhe, der Baum war letztens bei Herbststümen umgefallen.
Sporen habe ich nur an einer Stelle gefunden, mit der Größe um 3 µm passt das aber zur erwarteten Art L. resinaria, und schließt eigentlich alle anderen aus.
LG, Bernd
Hallo,
zur Abwechslung habe ich mal was Frisches unters Mikroskop geschoben. Nach 2 Tagen bei +5°C ist der Schnee weitgehend weg und die Pilze wachsen. An bekannter Stelle dauerte es keine Minute, bis ich Katzenbecherlinge fand.
Die Sporen sind noch unreif, wo welche zu erkennen sind, bis max. 9 µm groß.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
ich hatte zwar vor einiger Zeit zurückgefragt, ob die Studentin die Koordinaten davon aufgeschrieben hat und ggf. welche, aber bisher keine Antwort erhalten. Nach Durchsicht der Literatur wäre das hier ein Kandidat, den hatte ich bisher als E. (cf.) undulatum angesehen.
Und das wäre dann vielleicht der eigentliche E. undulatum, teils sehr tief trichterförmig
LG, Bernd
Dann mal einen schönen Gruß an unsere Freunde im Iran, nach Ramsar. Der Ort ist davon ab einer der bevorzugten Kur- und Badeorte für Tehran, nur nicht um diese Jahreszeit. Und Ramsar ist dafür berühmt, der Ort mit der höchsten natürlichen Radioaktivität zu sein.
Das mit den 40% der Tier- und Pflanzenarten glaube ich Dir aber nicht. Es sei denn Du zählst die Regenwälder als Feuchtgebiete mit.
LG, Bernd
Hallo Stefan, R. trichotis wäre natürlich plausibel, weil es einfach (wenigstens hier) die häufigste Art aus der Gruppe ist, zudem recht variabel mit den Substratanforderungen. Allerdings hatte ich die immer an deutlicher morschem Holz und die Hutoberseite ist mittig eher flauschig schwarz und zum Rand hin abgesetzt grau.
Hier etwa Zwergseitling
Auch der Beleg vom Hias sieht makroskopisch so aus, wobei dessen Mikrobilder, sogar mit Kristallen, ganz ähnlich aussehen https://www.interhias.de/schwa…icholomataceae.html#ank13
LG, Bernd
N'abend,
an Hasel wächst in über 2 m Höhe ein Büschel kleiner dunkler Seitlinge. Bis zu 8 mm groß, Rand gewellt, falls das nicht auf Alterung beruht, Stiel ist keiner zu erkennen. Lamellen dunkel mit heller Kante. Geruch keiner und Geschmack nicht geprüft. Oberseits schwarz, filzig.
Die Dinger würde ich als nicht zugehörig einstufen ...
Die Gnubbel sehen aus, als wären das jeweils die Enden der Hyphen, Sporen habe ich nicht gesehen oder nicht als solche erkannt
Sehr auffällig die Kristalle in/an den Lamellen, teils so schöne Oktaeder wie hier
Naja, vielleicht hole ich mir die Tage noch eine Hohenbuehelia unguicularis von bekannter Stelle zum Vergleich - vielleicht ist es die ja sorgar, trotz anderem Substrat.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
dieser Pilz stammt vom September, von der üblichen Wiese. Auffällig waren die weißen Härchen insbesondere an den Lamellen, die auf dem Makrofoto erkennbar sind.
Im Tintling von 2003 schreibt der Autor (Thoma Münzmay) "Der Olivrötliche Zärtling E. griseorubidum Kühner ex. Noordeloos fällt mikroskopisch durch bis zu 110 µm große, flaschenförmige Cheilozystiden mit markant ausgespitztem Scheitel auf. Die 110 mm großen Zystiden sind schon mit der Handlupe in Form einer Bewimperung der Lamellenschneide zu erkennen."
Auf meinem Präparat sehe ich davon zwar nichts, offensichtlich keine Lamellenkante erwischt. Dafür gibt es irgendwelche kleinen Spitzen, teilweise verzweigt.
Die Sporen sind 4 bis 9 eckig, variabel. Gemessen habe ich nur welche, wo der Apikulus zu sehen ist, die sind 9-11,5 * 6,5-8,5 µm groß, Q ~1,3...1,4.
Ist meine Vermutung plausibel, oder kommen noch andere Arten in Frage?
Vielen Dank für's Anschauen und ggf. Kommentare.
LG, Bernd
Hallo, bei den Krusten kann man meistens nichts machen ohne Mikroskop. In einzelnen Fällen gibt es spezifische Reaktionen (Verfärbungen) auf Chemikalien oder durch Rubbeln oder Gerüche (z.B. der Mottenkugelpilz, den ich hier aber ausschließen möchte) oder es sind Pilze die nur auf bestimmten Substraten wachsen - wozu man dann aber das Substrat wissen muss.
Solche Pilze wie in den anderen beiden Bildern sind eher zu bestimmen, nicht viele Arten wachsen in solchen Bündeln, ohne dabei Hüte zu bilden (Antrodia serialis würde zum Beispiel Hüte bilden, wo die Oberseite ganz anders aussieht). Das mit der Farbe ist oft ein Problem, das siehst Du aber schon an Deinen beiden Bilder, die vermutlich mit der gleichen Kamera gemacht wurden, aber dennoch die Farbe komplett verschieden zeigen.
LG, Bernd
Moin,
unter der "Lupe" [2,5er und 10er im Auflicht] wirken sowohl Huthaut als auch Stiel glänzend, wachsig. HDS und Stiel sind reichlich mit Öltröpfchen gesegnet. HDS habe ich zwei Präparate angefertigt, in KOH (nahezu hyalin) und in Leitungswasser (gelblich), aber nicht so richtig verstanden, was da zu sehen sein soll. Gelegentlich gibt es Hyphen mit Schnallen.
Der Stielrand besteht aus langen dünnen Hyphen.
Bei den Lamellen finde ich ganz selten auch eine Basidie mit sichtbaren Sterigmata. Quetschpräparat mit (zuwenig) Kongorot
Nach dem Vergleich mit den 5 Belegen bei Hias, und dem Vergleich mit sonst in Frage kommenden Arten (inspidia, substrangulata, miniata, mucronella) komme ich zur Auffassung, dass calciphila passt und die anderen Arten nicht passen.
Hat jetzt immer noch jemand Einspruch gegen die Festlegung auf calciphila und ggf. Alternativvorschläge?
LG, Bernd
Hallo,
die beiden Funde gehören ziemlich sicher nicht zu einer Gattung. Zu Bild 1 kann ich nichts sagen, solche Krusten gibt es eine ganze Menge. Ich würde beim Substrat Kiefer vermuten. Bei den anderen beiden Bildern liegst Du mit Antrodia schon richtig, aber meines Erachtens ist das eine andere Art, eventuell Antrodia xantha, es gibt aber weitere Kandidaten,
LG, Bernd
Moin, ich vermute eine Flatterulme,
LG, Bernd
Hallo allerseits,
inzwischen habe ich mich auch an diesem Pilz mikroskopisch versucht, zunächst nur mit einem Stück Lamelle. Ungefärbt.
Damit sehe ich zumindest Sporen, relativ klein mit 6,2-7,5 * 3,8-5,2 µm, die Oberfläche wirkt rauh, Q liegt bei 1,5...1,6. Das würde zu H. calciphila passen, ob man damit die anderen Kandidaten ausschließen kann, entzieht sich mir aber noch. Was wäre denn ggf. noch eine wichtige mikroskopische Eigenschaft?
Bilder mit variablen Maßstäben:
LG, Bernd
In einem weiteren Präparat habe ich zudem mit 4, 5, 6 und 7 Septen gefunden. Mit Sporen der Größe 40...60 µm und diesen Septierungen komme ich in keinem Schlüssel irgendwohin. Es sei denn, ich nehme den litauischen Schlüssel, da sind bloß 3 Arten drin (
), dann käme ich zu G. umbratile [(3)-7 Septen], wenn man die Größe der Sporen ignoriert.
Die vordersten Zellen der Paraphysen sind meist etwas breiter als die vorletzen, Länge zu Breite 4...2, am Ansatz nicht eingeschnitten, stumpf abgerundet, ganz selten geknickt oder gebogen.
LG, Bernd
Hallo Karl, solche Objekte, wie in den Publikationen habe ich nicht gefunden.
Vermutlich sind oder waren das hier Paraphysen
Noch weitere Bilder von Sporen, eine davon sieht aus mit 4 oder 5 Sepia, die anderen ~20 haben alle 3
Einen Beleg aus der Gruppe hatte ich schon Anfang Dezember an Viktor Kucera geschickt, aber bisher keine Rückmeldung. Heute früh habe ich noch mal nachgefragt, sollte das was Erhellendes kommen, werde ich es hier verkünden.
LG, Bernd
Moin,
heute noch eine mehrfach unter Schnee gewesene und in miserablem Zustand befindliche Erdzunge eingesammelt. Und sogar noch Sporen gefunden, wenn auch nicht viele.
Bilder von Mitte Oktober. Glatte und glänzende Oberfläche der fertilen Teils, aber nicht schleimig.
Sporen, hab knapp 20 gefunden, sind meistens recht kurz, eher um die 40, einzelne bis ~65 µm lang. 3 Septen.
Damit bleiben glutinosum oder eher noch triseptum, wobei die längere Sporen haben sollen. Das kann aber vielleicht auch am untypischen Zeitpunkt der Belegentnahme liegen.
LG, Bernd
Hallo allerseits, die Nr. 6, die Clavaria flavipes oder Cl. flavostellifera sein könnte, hatte ich unter dem Mikroskop. Und bin so schlau als wie zuvor. Vielleicht erkennt ja jemand was?
Ohne Farbe war die sehr bleich. Also mal ein Versuch mit etwas (viel) Kongorot.
40er
100er
ist das mittig eine unreife Basidie oder eine Zystide?
eine Stelle sieht aus, als wäre da eine Schnalle, was sich beim Durchfokussieren aber nicht bestätigt - m.E ohne Schnallen
falls die kleinen eiförmigen Objekte Sporen sind, dann sind die winzig 2..3 * 3..4 µm
LG, Bernd
Hallo Martin, das ist ein dicker und ziemlich ausführlicher Wälzer "Lietuvos Dendroflora" auf Litauisch, Navasaitis et al. 2003
LG. Bernd
Das kann dann auch eine genetisch bedingte Wuchsanomalie sein, die sich entsprechend fortpflanzt. Wäre interessant, davon Saatgut zu säen, ob man sowas nach vielleicht 10 Jahren schon sehen kann.
Ich habe mal in meiner dendrologischen Literatur nachgeschlagen. Da ist eine Kiefer mit solchen Ringen gezeigt, die auf den Namen P. sylvestris f. annulata hört.
LG, Bernd
Hallo Norbert, sieht aus wie eine Waldkiefer mit einer Wachstumsanomalie. Kann natürlich auch was exotisches sein, das regulär so wächst, dazu hätte ich aber keine Idee.
LG, Bernd
