Beiträge von kruenta

    Moin,


    auf der Wiese ist noch nichts los, aber in wiesenartigem Gelände (Kies, kalkhaltig, +/- mager) habe ich diese Entoloma gefunden. Ein Einzelstück. Der steht noch, nur ein kleines Stück abgemacht.

    Hut braunfilzig, nicht durchscheinend, mittig vertieft ansonsten heruntergebogen, Lamellen leicht herablaufend bis angewachsen. Stiel etwas heller, faserig, 1,5 cm lang.

    Cheilozystifen sehe ich keine, Schnallen auch nicht. Basidien 4-sporig. Sporen 7-9 (10) * 5-6 (7) µm, +/- 6 eckig. Q ~1,3-1,4

    Mit dieser Form würde ich den in der rusticoides Ecke suchen und dazu gibt es mit Vila et al. 2014 eine recht neue, zugängliche Publikation. Allerdings passt da keine Art, mit dem Schlüssel komme ich am ehesten zu E. flocculosum, die aber mit abweichender Sporenform.


    Ansonsten habe ich zu Entoloma nur das litauische Werk von 1999, wo die in einer Untergattung Eccilia stehen und der Schlüssel mich zu E. rusticoides führt, was s. str. sicher nicht zutreffend ist, aber zumindest dafür spricht, dass die Suche dort nicht abwegig ist.


    Schon klar, dass das mit einem Einzelstück eher nicht erfolgversprechend ist, aber das Forum leidet ja derzeit nicht an Überlastung ...

    Danke für's Anschauen und falls jemand eine Meinung dazu hat, immer her damit.


    LG, Bernd

    Moin moin,


    kürzlich hatte ich eine Peltigera gezeigt, die einen lichenicolen Mitbewohner hat (RE: Mal wieder eine Peltigera)

    Den hier, wobei ich die orange Farbe mit bloßem Auge nicht sehe

    das Exemplar unten links hat es unters Mikro geschafft, das sieht dann so aus (in Wasser):

    während ich aus dem orangen Zeug nicht schlau werde, ist der Rest ein Asco mit Schläuchen zu 8 Sporen, die Ascos mit ausgebildeten Sporen sind 70-105 µm lang, mit Sporen bis zu 20 µm lang

    allzuviele freie Sporen gab es nicht, die sind etwa 16-18 * 5-6 µm groß, einfach septiert

    Als Arbeitstitel erscheint mir Pronectria cf. tenuispora ganz plausibel

    (Literatur: Puolasmaa et al. 2012, Peltigericolous fungi from Finland – three genera and six species new to Finland. Karstenia 52:1–50, 2012)


    Hat jemand eine Idee dazu oder kann das bestätigen/verwerfen? Vielleicht Matthias Mreul(✝) ?


    LG, Bernd

    Hallo Claudia, vielleicht eher Pycnoporellus fulgens, dessen Entwicklung, auch an Fichte, in diesem Thread gezeigt wurde


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    Corne, Deine Flechte aus Dresden hatte ich im Beitrag #4 schon erwähnt, allerdings ohne Link.


    Mittlerweile habe ich weitere Flecken gefunden, die zu der gleichen Art gehören könnten, darunter ein besonders großer, ca. 25*35 cm, der allerdings ganz ohne Apothecien. Unterseits sieht die dann aber schon so aus, wie man es von neckeri erwarten würde. Wobei man von neckeri eigentlich erwarten würde, dass die Apothecien haben.

    Die P. elisabethae muss man natürlich ausschließen, wegen der horizontalen Apothecien, sodass nur hymenina und neckeri in der Auswahl verbleiben.


    LG, Bernd

    Hallo Martin, dazu muss ich auf Regen warten. Man könnte zwar auch die Gießkanne nutzen, aber so eilig ist es ja nicht. Die Anfragen im Forum zu P. neckeri hatte ich mir heute früh angeschaut. Darunter auch die P. neckeri von corne aus Dresden.


    P. hymenina ist wohl auch noch in der Auswahl, falls wenigstens die jungen Apothecien sich im nassen Zustand rötich zeigen.


    LG, Bernd



    LG, Bernd

    N'abend,


    auch am Hof ist mir diese auffällig glänzende Flechte untergekommen, die damit zu keiner der 4 vor Ort üblichen Arten (ponojensis, rufescens, didactyla, canina) zu passen scheint. Standort ist auf Kies, leicht kalkhaltig, mäßig sonnig, unter der 10 kV Leitung. Trocken.

    Adern sind eigentlich nicht vorhanden, bestenfalls am Rand leicht zu erahnen. Unterseits außen weiß, mittig grau-braun. Rhizinen sind nicht viele vorhanden, nicht überall, relativ kurz, bis 4 mm, in Büscheln, dunkler als die Unterseite, nicht konzentrisch angeordnet.


    Wenn ich dem italienischen Schlüssel folge, komme ich unter der Annahme einer glatten Oberseite mehr oder weniger direkt zu P. neckeri, die unterseits aber eher dunkle Adern haben sollte, was nicht so ganz zu passen scheint. Die dunklen Apothecien hingegen schon.

    Nach Flechten Deutschlands komme ich über 1*→4*→7→8* P. elisabethae, mit Verweis auf P. neckeri als Verwechslungsart. Bei der heißt es aber, dass die Unterseite dunkel sein soll, mit weißlichen Flecken https://www.lichenes.de/peltigera-elisabethae/ Außerdem soll die Schizidien haben, wo ich nicht weiß, was das ist, und eher selten Apothecien. Also auch keine zufriedenstellende Artzuweisung.


    Auf dem Makrofoto scheint es, als könnte unterhalb der Apothecien obereitig doch etwas Filz vorhanden sein - dann also der Versuch über 7*→15*→18 P. malacea, dahin komme ich dann auch mit dem italienischen Schlüssel. P. malacea wiederum soll sehr dick sein, bis 1,5 mm, was nicht der Fall ist. Also auch suboptimal.


    Damit bleibe ich erstmal bei P. cf. neckeri als Arbeitstitel. Und schaue mir den dann nach dem nächsten Regen wieder an.


    LG, Bernd

    N'abend,


    auf dem Hof fand ich diesen kleinen weißen Pilz, bei dem ich zu Conocybe albipes (= C. lactea) gekommen bin. Sehr schick die Zitronensporen (in H2O).


    LG, Bernd

    Hallo Malone,


    schick.

    Aber Einsprüch beim Zünsler, das ist der Brennesselzünsler (Anania hortula - immer mal mit wechselndem Vornamen).

    Die Libelle ist Aeshna cyanea, ein Mädel.


    LG, Bernd

    Hallo Vivien,


    ich hab etliche Arten (mindestens 6) der Gattung in der Nähe zu wachsen, 4 davon auf'm Hof. Ist aber etwas außerhalb von NRW (in Litauen). Falls Interesse besteht, wäre Zusendung möglich. Bei mindestens 2 Arten besteht aber Unsicherheit bezüglich der Artbestimmung, da wäre ich an Aufklärung interessiert. Ansonsten schließe ich mich dem Vorredner an, mit seinen Fragen,


    Gibt es Vorarbeiten? Evtl. eine Masterarbeit zu Flechten oder so?


    LG, Bernd

    N'abend,


    eigentlich gucke ich mir Mollisia nicht näher an, aber die war aus dem Hochmoor, vielleicht gibt es da ja spezifische Arten, die mit sauer klar kommen - die dann eher seltener wären. Das Biotop ist eine Hochmoorweite mit einzelnen moorigen Waldkiefern, die hier kaum m Höhe erreichen. 2000 gab es hier einen Flächenbrand, davon stehen immer noch einzelne "Stämme" der verbrannten Kiefern und nach dem Brand, solange die Asche düngte wuchsen zunächst Birken, die mittlerweile verkrüppelt sind. An so einem angesengten Kiefernstöckchen in einer Bulte aus Sphagnum sp. nebst Zubehör, den ich aus der Bulte gezogen habe, war das Becherchen zu sehen.


    Biotop

    Ansicht vor Ort

    "Lupe"

    Mikroaufnahmen in Wasser

    Asci 45-65 µm lang, 8 Sporen zumeist gedrängt am Ende. Sporen 6-8*3 µm mit einzelnen sehr langen Sporen bis 11-12 µm


    Andreas Schlüssel will die Jodreaktion wissen, es gibt eine Verfärbung der Asci-Spitzen, ist das nun rr oder bb oder sonst was?

    KOH 20% mag es nicht, da wird es gräulich.


    LG, Bernd

    N'abend,


    beim Einsammeln von Proben vom Pferd sind mir eine ganze Reihe Sporen untergekommen, wo ich weder eine makroskopische Ansicht noch mikroskopische Gesamtansichten habe, nur lose Sporen, die aber zahlreich und ziemlich regelmäßig.

    1) die sieht aus wie Ascobolus, der Größe nach 27-28-(30) * 13-14 µm könnte das albidus sein. Sehr auffällig ist, dass diese Sporen ihre Hülle abwerfen und dann transparent und ohne Musterung verbleiben - ich habe nirgends gefunden, dass albidus oder irgendwelche anderen Arten so was machen.

    2) ziemlich große gelbliche Sporen ~24*18 µm, die innen eine Blase oder einen Kern haben - da habe ich nun gar keine Ahnung wo die hingehören - es scheinen aber keine Pollen zu sein, die habe ich in den letzten Tagen vielfach gesehen

    Nr. 2 von einem anderen Präparat, die Asci gehören zu Lasiobolus

    Danke für's Anschauen und für eventuelle Vorschläge,


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    über die letzten 3 Tage konnte ich die Entwicklung eines Schleimpilzes unterseits von Pferdeäpfeln dokumentieren und heute im angenommenen Reifezustand mikroskopieren

    18.5. 14 Uhr

    20 Uhr

    19.5. 12 Uhr

    16 Uhr

    20.5. 15 Uhr

    Capillitum ist wenig zu sehen, sehr dünn und transparent

    Die Sporen sind doppelwandig, die dunklen sind 7-11 µm groß. Und dann gibt es vereinzelte farblose Sporen, die bis 20 µm groß sind.

    Ich habe keine Ahnung, wohin der gehört.



    LG, Bernd

    N'abend,

    an Pferdedung, der im hohen Gras oder unter Heu feucht ist, wachsen derzeit einige Tintlinge & Co. Einen kleinen, der gerade so in Form war, habe ich mal unters Glas geschoben

    Makrobilder, die 50 m bis zum Fotoapparat haben den Kollegen aber schon ganz schön mitgenommen

    Außer Sporen und runden Zellen kann ich da nicht viel sehen. Die Sporen kommen der Kreisform recht nahe, mit gelegentlich angedeuteten Ecken, Durchmesser so (8)...10...(11) µm

    Da die meisten Arten der Gattung deutlich andere Sporen haben, kommt evtl. Parasola misera in Frage, den Björn hier Parasola misera? mikroskopisch gezeigt hatte. Noch besser gefällt mir aber eigentlich Parasola cuniculorum, der erst 2014 beschrieben wurde "The genus Parasola in Britain including Parasola cuniculorum sp. nov." (doi:10.1016/j.fldmyc.2014.06.004). Jedenfalls die Abbildung dort und die der Abb. zu entnehmende Größe der Sporen, die jetzt nicht so ganz zu der Beschreibung ("Spores 8.3–12.0 x 8.1–12.2 x 6.3–7.5 µm, strongly lentiform; in face view heart shaped, rounded triangular, irregularly globose or with rounded slightly angular sides; in side view, ellipsoid.") zu passen scheint. Pilze-deutschland führt diese Art nicht.


    LG, Bernd

    N'abend,


    Zweige von Roter Johannisbeere sind voll von kleinen grauen Bechern, zusammen mit dem Präparat von dem Becher ist mir ein komisches Objekt, vermutlich tierischer Art, unters Glas geraten. Ich habe keine Ahnung was das ist.


    1) Zunächst der Becher. Das Stöckchen ist 10 mm dick. Der Becher innen grau, außen heller grau.

    Asci etwa 50*7 µm, Sporen 7-9*3 oval, teils mit Bläschen an den Enden, sonst finde ich da nicht viel Substanzielles


    2) das Objekt in der Gesamtansicht, etwa 1 mm lang

    unterm 100er, so ähnlich sehen Insektenbeine aus, aber eigentlich nicht in der winzigen Größenordnung

    das sieht aus wie parallelnervige Blätter (20-60 µm lang) mit Stiel (~3 µm lang)

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee zu dem einen oder anderen.

    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang,


    danke. Das ist plausibler.

    Für Entoloma habe ich nur den Schlüssel in der litauischen Mycota, Band VIII-3 von 1999 (Vincentas Urbonas, auf litauisch verfasst), dass der an der Stelle falsch oder ungenau ist, scheint offensichtlich. Wobei das nicht wirklich verwundert, wenn für die meisten Arten nur niedrige einstellige Belege vorhanden sind und der Autor des Schlüssels viele davon wohl nie in der Natur gesehen hat.


    LG, Bernd

    Moin moin,


    beim Sensen, wie jedes Jahr an der Stelle, ist mir eine Hundertschaft Pilze unter die Klinge gekommen. Ziemlich fetter Boden, lehmig. Die stehen zusammen mit Giersch und Himbeeren. An Gehölz gibt es Apfel, Rosensträucher, und Schneeball. Hut bis etwa 7 cm. Jung braun, spitzkugelig. Älter eher grau, silbrig, faserig. Der Spitzbuckel in der Mitte bleibt bestehen. Lamellen weiß, erst die richtig alten werden etwas ockerfarbem. Buchtig angewachsen, Zwischlamellen vorhanden. Stiel weiß, nicht verfärbend, +/- hohl, bis 7 cm lang, 1,5 cm dick, nach unten teil keulig werden. Wächst büschelig bzw. gesellig.

    Lamelle. Die Sporen sind +/- 6-eckig, 8-10 * 7-9 µm, Q ~ 1-1,3. Schnallen sind mir nirgends aufgefallen.

    HDS

    und Trama unter HDS

    Wenn ich mit diesem Thread vergleiche Entoloma? so sieht hier eigentlich alles passend aus für den Schildrötling. In meinem Schlüssel komme ich aber nur zu clypeatum, wenn ich eine Farbe von "weiß, gelblich, elfenbein" annehme, statt "grau, braun", dieser Schlüssel würde mich sonst zu E. aprile führen, der aber vom Biotop her unpassend ist.


    Kann man E. clypeatum damit bestätigen? Oder kommen noch weitere Arten in Betracht?


    LG, Bernd

    Hallo miteinander,


    ein kräftiger Klettenstiel ist voller kleiner grauer Becher mit hellerem Rand.

    die Asci sind etwa 100 µm lang, die Sporen spindelförmig, dreifach septiert, 27-45*4-5 µm,

    mit J sehr starke Einfärbung aber ohne blaue Reaktion, J-, die Verfärbung der Kante links ist nur ein optischer Dreckeffekt, weil heute nur das Althandy zur Verfügung stand


    Makroskopisch und vom Substrat her, war mein Arbeitstitel ja eigentlich Pyrenopeziza carduorum, aber mit septierten Sporen kann man die wohl ausschließen. So dass ich aktuell gar keine Idee habe.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, diese Stelle war der Trockenheit anheim gefallen. Dieser Tage habe ich den aber an anderer Stelle (gleiche Eichenlieferung) in gutem Zustand gefunden. Jedenfalls sehe ich keinen Grund, zu zweifeln, dass es die selbe Art ist.

    Es gibt sowohl reife Asci ~120 µm lang

    als auch freie Sporen so 40-60*3 µm, Septierungen sehe ich eher nicht

    hier könnte die eine Spore 3 Septen haben, oder auch nicht

    LG, Bernd