Beiträge von kruenta

    Hallo Malone,


    schick.

    Aber Einsprüch beim Zünsler, das ist der Brennesselzünsler (Anania hortula - immer mal mit wechselndem Vornamen).

    Die Libelle ist Aeshna cyanea, ein Mädel.


    LG, Bernd

    Hallo Vivien,


    ich hab etliche Arten (mindestens 6) der Gattung in der Nähe zu wachsen, 4 davon auf'm Hof. Ist aber etwas außerhalb von NRW (in Litauen). Falls Interesse besteht, wäre Zusendung möglich. Bei mindestens 2 Arten besteht aber Unsicherheit bezüglich der Artbestimmung, da wäre ich an Aufklärung interessiert. Ansonsten schließe ich mich dem Vorredner an, mit seinen Fragen,


    Gibt es Vorarbeiten? Evtl. eine Masterarbeit zu Flechten oder so?


    LG, Bernd

    N'abend,


    eigentlich gucke ich mir Mollisia nicht näher an, aber die war aus dem Hochmoor, vielleicht gibt es da ja spezifische Arten, die mit sauer klar kommen - die dann eher seltener wären. Das Biotop ist eine Hochmoorweite mit einzelnen moorigen Waldkiefern, die hier kaum m Höhe erreichen. 2000 gab es hier einen Flächenbrand, davon stehen immer noch einzelne "Stämme" der verbrannten Kiefern und nach dem Brand, solange die Asche düngte wuchsen zunächst Birken, die mittlerweile verkrüppelt sind. An so einem angesengten Kiefernstöckchen in einer Bulte aus Sphagnum sp. nebst Zubehör, den ich aus der Bulte gezogen habe, war das Becherchen zu sehen.


    Biotop

    Ansicht vor Ort

    "Lupe"

    Mikroaufnahmen in Wasser

    Asci 45-65 µm lang, 8 Sporen zumeist gedrängt am Ende. Sporen 6-8*3 µm mit einzelnen sehr langen Sporen bis 11-12 µm


    Andreas Schlüssel will die Jodreaktion wissen, es gibt eine Verfärbung der Asci-Spitzen, ist das nun rr oder bb oder sonst was?

    KOH 20% mag es nicht, da wird es gräulich.


    LG, Bernd

    N'abend,


    beim Einsammeln von Proben vom Pferd sind mir eine ganze Reihe Sporen untergekommen, wo ich weder eine makroskopische Ansicht noch mikroskopische Gesamtansichten habe, nur lose Sporen, die aber zahlreich und ziemlich regelmäßig.

    1) die sieht aus wie Ascobolus, der Größe nach 27-28-(30) * 13-14 µm könnte das albidus sein. Sehr auffällig ist, dass diese Sporen ihre Hülle abwerfen und dann transparent und ohne Musterung verbleiben - ich habe nirgends gefunden, dass albidus oder irgendwelche anderen Arten so was machen.

    2) ziemlich große gelbliche Sporen ~24*18 µm, die innen eine Blase oder einen Kern haben - da habe ich nun gar keine Ahnung wo die hingehören - es scheinen aber keine Pollen zu sein, die habe ich in den letzten Tagen vielfach gesehen

    Nr. 2 von einem anderen Präparat, die Asci gehören zu Lasiobolus

    Danke für's Anschauen und für eventuelle Vorschläge,


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    über die letzten 3 Tage konnte ich die Entwicklung eines Schleimpilzes unterseits von Pferdeäpfeln dokumentieren und heute im angenommenen Reifezustand mikroskopieren

    18.5. 14 Uhr

    20 Uhr

    19.5. 12 Uhr

    16 Uhr

    20.5. 15 Uhr

    Capillitum ist wenig zu sehen, sehr dünn und transparent

    Die Sporen sind doppelwandig, die dunklen sind 7-11 µm groß. Und dann gibt es vereinzelte farblose Sporen, die bis 20 µm groß sind.

    Ich habe keine Ahnung, wohin der gehört.



    LG, Bernd

    N'abend,

    an Pferdedung, der im hohen Gras oder unter Heu feucht ist, wachsen derzeit einige Tintlinge & Co. Einen kleinen, der gerade so in Form war, habe ich mal unters Glas geschoben

    Makrobilder, die 50 m bis zum Fotoapparat haben den Kollegen aber schon ganz schön mitgenommen

    Außer Sporen und runden Zellen kann ich da nicht viel sehen. Die Sporen kommen der Kreisform recht nahe, mit gelegentlich angedeuteten Ecken, Durchmesser so (8)...10...(11) µm

    Da die meisten Arten der Gattung deutlich andere Sporen haben, kommt evtl. Parasola misera in Frage, den Björn hier Parasola misera? mikroskopisch gezeigt hatte. Noch besser gefällt mir aber eigentlich Parasola cuniculorum, der erst 2014 beschrieben wurde "The genus Parasola in Britain including Parasola cuniculorum sp. nov." (doi:10.1016/j.fldmyc.2014.06.004). Jedenfalls die Abbildung dort und die der Abb. zu entnehmende Größe der Sporen, die jetzt nicht so ganz zu der Beschreibung ("Spores 8.3–12.0 x 8.1–12.2 x 6.3–7.5 µm, strongly lentiform; in face view heart shaped, rounded triangular, irregularly globose or with rounded slightly angular sides; in side view, ellipsoid.") zu passen scheint. Pilze-deutschland führt diese Art nicht.


    LG, Bernd

    N'abend,


    Zweige von Roter Johannisbeere sind voll von kleinen grauen Bechern, zusammen mit dem Präparat von dem Becher ist mir ein komisches Objekt, vermutlich tierischer Art, unters Glas geraten. Ich habe keine Ahnung was das ist.


    1) Zunächst der Becher. Das Stöckchen ist 10 mm dick. Der Becher innen grau, außen heller grau.

    Asci etwa 50*7 µm, Sporen 7-9*3 oval, teils mit Bläschen an den Enden, sonst finde ich da nicht viel Substanzielles


    2) das Objekt in der Gesamtansicht, etwa 1 mm lang

    unterm 100er, so ähnlich sehen Insektenbeine aus, aber eigentlich nicht in der winzigen Größenordnung

    das sieht aus wie parallelnervige Blätter (20-60 µm lang) mit Stiel (~3 µm lang)

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee zu dem einen oder anderen.

    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang,


    danke. Das ist plausibler.

    Für Entoloma habe ich nur den Schlüssel in der litauischen Mycota, Band VIII-3 von 1999 (Vincentas Urbonas, auf litauisch verfasst), dass der an der Stelle falsch oder ungenau ist, scheint offensichtlich. Wobei das nicht wirklich verwundert, wenn für die meisten Arten nur niedrige einstellige Belege vorhanden sind und der Autor des Schlüssels viele davon wohl nie in der Natur gesehen hat.


    LG, Bernd

    Moin moin,


    beim Sensen, wie jedes Jahr an der Stelle, ist mir eine Hundertschaft Pilze unter die Klinge gekommen. Ziemlich fetter Boden, lehmig. Die stehen zusammen mit Giersch und Himbeeren. An Gehölz gibt es Apfel, Rosensträucher, und Schneeball. Hut bis etwa 7 cm. Jung braun, spitzkugelig. Älter eher grau, silbrig, faserig. Der Spitzbuckel in der Mitte bleibt bestehen. Lamellen weiß, erst die richtig alten werden etwas ockerfarbem. Buchtig angewachsen, Zwischlamellen vorhanden. Stiel weiß, nicht verfärbend, +/- hohl, bis 7 cm lang, 1,5 cm dick, nach unten teil keulig werden. Wächst büschelig bzw. gesellig.

    Lamelle. Die Sporen sind +/- 6-eckig, 8-10 * 7-9 µm, Q ~ 1-1,3. Schnallen sind mir nirgends aufgefallen.

    HDS

    und Trama unter HDS

    Wenn ich mit diesem Thread vergleiche Entoloma? so sieht hier eigentlich alles passend aus für den Schildrötling. In meinem Schlüssel komme ich aber nur zu clypeatum, wenn ich eine Farbe von "weiß, gelblich, elfenbein" annehme, statt "grau, braun", dieser Schlüssel würde mich sonst zu E. aprile führen, der aber vom Biotop her unpassend ist.


    Kann man E. clypeatum damit bestätigen? Oder kommen noch weitere Arten in Betracht?


    LG, Bernd

    Hallo miteinander,


    ein kräftiger Klettenstiel ist voller kleiner grauer Becher mit hellerem Rand.

    die Asci sind etwa 100 µm lang, die Sporen spindelförmig, dreifach septiert, 27-45*4-5 µm,

    mit J sehr starke Einfärbung aber ohne blaue Reaktion, J-, die Verfärbung der Kante links ist nur ein optischer Dreckeffekt, weil heute nur das Althandy zur Verfügung stand


    Makroskopisch und vom Substrat her, war mein Arbeitstitel ja eigentlich Pyrenopeziza carduorum, aber mit septierten Sporen kann man die wohl ausschließen. So dass ich aktuell gar keine Idee habe.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, diese Stelle war der Trockenheit anheim gefallen. Dieser Tage habe ich den aber an anderer Stelle (gleiche Eichenlieferung) in gutem Zustand gefunden. Jedenfalls sehe ich keinen Grund, zu zweifeln, dass es die selbe Art ist.

    Es gibt sowohl reife Asci ~120 µm lang

    als auch freie Sporen so 40-60*3 µm, Septierungen sehe ich eher nicht

    hier könnte die eine Spore 3 Septen haben, oder auch nicht

    LG, Bernd

    Hallo Marcel,


    dass die unteren Äste abfallen ist nichts arttypisches. Das liegt am Standort. Im dichten Wald kriegen die Äste unten kein Licht mehr und sterben ab. Das machen mehr oder weniger alle Baumarten so. Als Solitärbaum besteht erstens kein Drang so hoch zu wachsen und zweitens kriegen auch die Äste unten genug Licht ab, um weiter zu leben. Ein Solitärbaum, der nur oben Äste hätte, würde nicht lange leben, sondern aufgrund der enormen Hebelwirkung schnell entwurzelt werden oder abbrechen.


    Allein aus diesen Bildern die Art bestimmen zu wollen ist wie "Pilz nur von oben". Wenn man Fremdgewächse in Betracht zieht, kommen da eine ganze Reihe von Arten in Frage.


    LG, Bernd

    Hallo Andy, ich weiß nicht, welche Art es ist. Wenn die Äste zu hoch sind, so liegen doch aber bestimmt Nadeln, Zapfen und evtl. ein paar Zweige auf dem Boden?

    Ein Baum dieser Größe ist bestimmt dokumentiert und gelistet, vermutlich sogar auf der Karte von Guhgell mit Bildern und Beschreibung versehen. Oder auf einer kommunalen touristischen Karte. Und in Südtirol muss man dafür nicht mal italienisch können.

    Baumriesen findet man auch in extra Listen, etwa hier schon nach Südtirol gefiltert https://www.monumentaltrees.com/de/ita/trentinosudtirol/

    LG, Bernd

    N'abend, da weder crystallinus noch roridus zu den orangen Farbtönen passt und auch der Hut nicht so stark eingeschnürt ist, habe ich heute noch einen Versuch gemacht und einen der orangen Kollegen unters Glas gepackt. Siehe da, das passt jetzt erwartungsgemäß zu P. kleinii, sowohl der farbliche Absatz in der Hülle als auch die deutlich größeren (13-16 µm) leicht gelblichen Sporen.

    Damit bin ich dann bei 3 Pilobolus-Arten auf dem einen Kötel.


    LG, Bernd

    Hallo,


    die Eriopezia caesia ist teilweise über die komplette Unterseite der Bretter ausgebreitet, mit nur gelegentlich mal einigen Bechern dazwischen - das sieht dann so aus


    Danke Matthias für Deine Vorschläge. M. speirea hatte ich in Erwägung gezogen, angesichts der Artenmenge bei den mycenaartigen aber nicht weiter verfolgt.


    Zu Nummer 2, Lachnum sp., habe ich mir nochmal die Mikrobilder angesehen, Asci mit Sporen sehe ich weiterhin nicht (vielleicht weil ich gar nicht Ausschau nach solchen Sporen gehalten habe?), aber könnten das hier nicht freie Sporen sein? Die fraglichen Objekte sind etwa 4 µm lang. Die sollten etwa so aussehen nur etwas größer, siehe Ingos Webseite (https://asco-sonneberg.de/page…roup_id=39447&position=23)

    Dann gibt es Objekte, die deutlich keulig verdickt sind, so werden die Härchen beschrieben

    und schlanke, eher spitz zulaufende, was wohl die Paraphysen sind.


    LG, Bernd

    N'abend,


    vorgestern hatte ich im Moor reichlich Pilobolus an Wildschwein gefunden

    Fotos vor Ort

    eine Art mit dickeren, unterseits orangen Hüten, die schmaler angesetzt sind

    die andere Art mit dünneren, breiter aufsitzenden Mützen

    heute früh in voller Blüte, auch hier sind die beiden Arten so zu unterscheiden

    Zum Abend waren die fast alle abgeschossen und ich habe versucht, Material von der Innenseite des Glases abzunehmen, und siehe da, hier sind beide Arten direkt nebeneinander, mit unterschiedlich opaquen Hüten und abweichend großen Sporen. Die großen sind so 8-9 µm lang - das sollte crystallinus sein. Die kleinen sind bis 6 µm, dafür bleibt dann nur noch roridus übrig.

    LG, Bernd

    N'abend,


    beim Umbewegen alter und teils ziemlich modriger Reste von Eichenbrettern gab es reichlich Pilziges zu sehen.

    1) Stand auf meiner Wunschliste und war daher Anlass den Fotoappart zu holen und gleich wieder mit der Arbeit aufzuhören ... Henningsomyces candidus/puber, wie immer bei diesen Cyphelloiden konnte ich mikroskopisch nicht viel finden

    2) ein gestielter, haariger, weißer Becher, vielleicht Richtung Lachnum impudicum? Unreif

    3) unterseits vielfach flächendeckend Eriopezia caesia

    4) eine Mycena mit langem unterseits haarigem und bewurzeltem Stiel, Hut so bis 7 mm, Stiel ~50 mm lang

    diese augenförmigen Objekte ~8*5 µm mit "Pupille" könnten die Sporen sein


    5) noch ein Pilz mit Hut und Stiel, stämmiger und größer als der vorherige

    6) Phellinus robustus

    sowie viel anderes Rindengedöns, wo ich unterm Mikro nichts gefunden habe und die Mollisias und Pyrenos habe ich erst gar nicht weiter beachtet


    LG, Bernd

    Hallo Sandra, ich hab mir mal deine Gegend auf der Karte angeschaut. Da gibt es am Ortsrand sowas wie ein Wasserfall ("Rissfälle"), wenns auch nur vom Mühlgraben ist. Solche Gegenden, wo es im Schatten plätschert und damit die Luftfeuchtigkeit beständig hoch ist, sind ein guter Platz, um nach Peltigera praetextata zu suchen. Auf den bei Guhgell eingestellten Bildern kann ich aber per Ferndiagnose erstmal noch keine Flechten sehen :D


    LG, Bernd

    Hallo Florian, bei den Sporen, die ich gemessen habe, bin ich mir sicher. Wo Unsicherheit besteht, ist die Frage, ob denn diese Sporen auch tatsächlich dazugehören. Zur Klärung versuch ich weitere, speziell etwas jüngere Exemplare, mit erkennbaren Asci, anzusehen.


    EDIT: es läuft wohl eher darauf hinaus zu warten, bis die reif werden.



    LG, Bernd