Beiträge von kruenta

    N'abend miteinander,


    da am Wuchsort dieser Koralle auch anderes Interssantes zu finden ist, war ich das Jahr über immer mal wieder dort. Mittlerweile sind neue Korallen an exakt der selben Stelle vorstellig geworden (weswegen ich davon ausgehe, dass es die selbe Art ist), aber anscheinend noch unreif, denn ich kann unterm Mikro weder Sporen noch Basidien finden.

    Bilder von vor Ort 1.8. d.J.

    Bilder vom Beleg 3.8.



    LG, Bernd

    Hallo Martin, für canina ist mir das da viel zu feucht und dunkel. Außerdem sehen meine "normalen" canina von der Magerwiese anders aus. Aber wie auch der BC-Schlüssel schreibt - da ist taxonomisch sehr viel unklar. Die verschiedenen Schlüsel finde ich teils widersprüchlich oder indifferent, mit sehr viel Freiraum für Interpretationen und die Entwicklung eines persönlichen Artkonzepts - teils im Widerspruch zu Schlüsselkriterien. Ich hatte letztens mal geschaut, was es an Sequenzierungen von Peltigera in der Region gibt.

    Etwas älter ist Miadlikowska et al. 2000 (die Dame stamm aus Polen) https://www.researchgate.net/p…nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19

    neuer Jüriado et al. 2017 aus Estland https://www.researchgate.net/p…nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19

    Da werden eine ganze Reihe von Arten genannt (vermutet), die in den Schlüsseln gar nicht enthalten sind, wie neorufescens, neocanina oder fuscoponojensis


    Apropos membranacea, hast du dir die Bilder von Ingo-Sennepeilz dazu angeschaut? RE: Vermutlich doch nicht Peltigera membranacea


    LG, Bernd

    Moin moin, habe dieser Tage noch mal nachgeschaut, und bin zu dem Schluss gekommen, dass der erste Beleg, der unter 2) [2a] gezeigt wurde, doch P. praetextata zeigt, mit einfachen unverzweigten Rhizinen

    Deutlich abweichend davon P. membranacea [2b], wenigstens unterseitig. Von der Größe und dem Gesamteindruck von oben her nehmen die sich nicht viel.

    rechts am Rand ist noch eine andere Art mit kleineren, oben glatten Lappen

    LG, Bernd

    Hallo Martin, da du ja nun sowohl Kandidaten für neckeri und hymenina gezeigt hast - ist dir dazu aufgefallen, dass die eine Art eher recht dünne Lappen ("Thallus relativ schlaff - wenn dicklich und starr siehe P. neckeri" Wirth et al.) hat und die andere eher dickere?


    Meine glatten Exemplare waren alle eigentlich relativ dünn, ungeachtet aller sonstigen Unterschiede.


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    nach einigen verregneten Tagen hab ich mal gezielt nach möglichst grünen Peltigeras Ausschau gehalten, zum Vergleich eingepackt und gebadet habe ich eine rufescens. Die wird schon ähnlich grasgrün - also dürfen auch normale Nostoc Peltigeras das, so grün zu werden ...


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    aktuell hatte ich mir den Beleg 2b) noch mal näher angeschaut, um diesen mit diversen Neufunden zu vergleichen.

    Trocken sieht der so aus

    Nass so


    Auffällig sind die relativ erhabenen weißen Adern und die flaschenputzerartigen Rhizinen, die Ingo ( Sennepilz ) hier erwähnt und gezeigt hatte RE: Vermutlich doch nicht Peltigera membranacea auch sonst passt der gut zu den Angaben zu P. membranacea, womit ich den nun so abgelegt habe.


    LG, Bernd

    N'abend, in der Sandgrube hatte ich auch eine lädierte Peltigera gefunden, die in Vollsonne auf der Fahrspur rumlungerte. Grau und unscheinbar, relativ mickrig. Verdacht auf rufescens.


    Trotzdem habe ich mal versucht den Sand abzumachen und die Adern und Rhizinen freizulegen, was sich am besten im Wassereimer machen ließ. Und Überraschung - das Ding wurde grün.


    Stellt sich die Frage, ist das jetzt eine der grünen Peltigeras (aphtosa, leucophlebia, venosa) oder doch nur eine abartig grüne Variante von was anderem. P. venosa scheidet aus wegen der sattelförmigen Apothecien. Die anderen beiden Arten, von denen eine (welche der beiden erkenne ich aus den Fotos nicht) im Forum mal von Kauz gezeigt wurde Apfelflechte - Peltigera leucophlebia ? sollten Cephalodien haben (können die auch ohne?) und eigentlich an schattigen, feuchten Orten wachsen. Die Unterseite mit den sehr dunklen Adern würde dann auf P. leucophlebia deuten. Man müsste dann in den Lappen Grünalgen finden.

    Können irgendwelche anderen Peltigeras so grün sein?


    LG, Bernd

    Hallo Martin, ich hab aber nichts von der Flechte mitgenommen. Bei Gelegenheit fahre ich da schon mal wieder vorbei. Wie gesagt, war ich davon ausgegangen, dass man die Flechte mit dieser typischen schwarzen Umrandung makroskopisch ansprechen kann. Wahrscheinlich kann man das auch, wenn man sie schon mal gesehen hat.


    LG, Bernd

    Hast du geschaut, ob du noch ander Flechtenlager in der Nähe finden konntest, die vielleicht schon Apothecien gebildet haben?

    Hallo Martin, ich habe da eigentlich ganz woanders gesucht. Ich halte das für irgendwas aus dem Großraum Lecanora und die beigefarbenen runden Teile in der Mitte für die Apothecien.

    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    Du meinst dieses Buch, baumwachsende Flechten in Estland? https://www.myko-service.de/p/…c-macrolichens-of-estonia Ne, das habe ich nicht, und das würde wohl auch nicht weiterhelfen.


    Also Feldsteine gibt es ja schon hin und wieder und in Fundamenten, Friedhofsmauern oder Grabsteinen durchaus auch welche, die schon länger unbewegt sind. Dazu kommt der Betonbewuchs, die Asbestarten und die Ziegelstein- und Silikatsteinarten. Da kommt schon was zusammen :D Zudem unterscheiden sich die Findlinge natürlich von der Herkunft, was sicher für einige Variabilität sorgt.


    Es gibt zwei Bände zu litauischen Flechten, die habe ich aber nicht, und die verfügen auch nicht über Fotos.


    LG, Bernd

    Hallo Martin, da waren zwei von diesen Rosetten vor Ort. Eigentlich war ich der Meinung, dass ich die Flechten Deutschlands durchblättere und mir so eine charakteristische Art ins Auge springt. Oder mit Bildersuche bei einer Suchmaschine der Wahl - die zwar korrekt erkannt hat, dass es um Flechten geht - aber nichts ähnliches liefern konnte.


    Hier kann man erahnen, dass es zwei solcher Rosetten sind, eine Handbreit unterhalb der großen grauen Rosette oben. Der Stein sieht für mich aus, als läge der noch nicht länger als 5...10 Jahre im Freien. Die Sandgrube selbst wird seit mindestens 50 Jahren genutzt, kommunal - deswegen ohne Aufpasser und Zäune. Noch.

    Weil der Stein so frisch im Freien liegt, denke ich nicht an irgendwas seltenes (es gibt hier nämlich kein Gestein, also Felsen gar nicht, und die paar Steinchen, die es so gibt, das sind ausschließlich eiszeitliche Findlinge).


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, Samstag war ich in einem Wald mit bekannten Vorkommen von Peltigeras, Laubwald mit vereinzelnten Fichten und viel Totholz.


    Peltigeras gab es reichlich (mindestens 2 Arten), Lungenseitlinge auch, sonst eher nicht so viel an Pilzen.


    1) Riesenflatschen von P. praetextata

    2) gleiche Art in trocken

    3) ebenso, eine Unterseite, mit Beifang, den ich erst auf dem Foto gesehen habe - linksgedrehte Schnecken gibt es nur sehr wenige, also wohl Vertigo pusilla

    4) ein Kandidat für P. neckeri (die in diesem Wald vor ein paar Jahren von einem hauptamtlichen Lichenologen identifiziert wurde)


    5) und noch mehr praetextata, deutlich zierlicher gebaut

    6) inspiriert von der Sandkastentour von Ingo und Martin habe ich noch an einer Sandgrube angehalten, mit sehr bescheidenen Ergebnissen,

    an einem relativ frisch ausgegrabenen Stein in der Bildmitte

    gab es diese charakteristische Flechte, nicht mitgenommen, vielleicht hat ja jemand eine Idee - das ist sicher nichts seltenes.

    LG, Bernd

    Moin,


    eine ziemlich mickrige Peltigera am Hof (Kies, Vollsonne) ist voll mit unterschiedlich gefärbten kugelförmigen Knubbeln (50-100 µm).

    Der erste Eindruck der Peltigera war P. rufescens, wozu aber die reinweiße Unterseite mit nur dunklen Rhizinen nicht passt. Also entweder eine Zwergform von P. ponojensis oder P. didactyla.

    Makrofoto

    10er Objektiv


    Eine Anamorphe, mit Konidien variabler Größe (bis zu 20*6 µm), die teilweise einfach septiert sind.

    Die dicke Konidie unten links ist 20 µm lang


    Keine Ahnung, was das ist.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    so schöne Bilder wie bei Interhias sind mir natürlich nicht gelungen. Auch scheint mein Pilz nicht sonderlich üppig mit Cheilozystiden ausgestattet zu sein. Diese hier 26*13 µm sieht aber schon ganz ähnlich aus

    ansonsten gibt es vereinzelt noch ähnliche Strukturen, aber deutlich länger

    nachdem ich nun etliche Sporen vermessen habe, bleibe ich ich bei 5*6 µm - die längste vermessene war etwa 7 µm lang


    und dann habe ich noch den Hut unter die "Lupe" geschoben, mit dem 10er sehen die so aus


    Vor Ort waren das etwa 5-6 Pilze, die meisten schon etwas älter und stärker aufgewölbt bzw. Rand herabgebogen, spitz/kegelig - so wie der von Hias gezeigte - war keiner. Fotos habe ich leider keine gemacht von den anderen Exemplaren. Wiederfinden ist nicht ganz einfach, mit 30 km etwas zu weit für eine Raucherpause, zudem liegen da wirklich viele tote Eschen rum - das Waldstück hatte ich schon mal gezeigt Mischwald mit Mikado Aber das ist immer wieder Mal einen Besuch wert.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    am Freitag war ich mit Gästen mal kurz im Moor und hab vom Schwingrasen am Moorsee ein Pilzlein eingesteckt, das im Torfmoos wuchs.

    Stiel leicht keulig, unten heller und faserig

    Sporenabdruck erwartungsgemäß weiß

    Mikros in Wasser

    Sporen aus dem Abwurf mit etwas BWB

    die Sporen sind teils zipfelig, was wohl die anhaftenden Sterigmata sind? Größe gemessen habe ich nur bei unbezipfelten,

    die sind 3,5-4 * 8-10 µm groß


    Meine Literatur gibt dazu nicht viel her, aber laut Checkliste für das Baltikum (Urbonas et al. 1986) soll der (als Omphalina sphagnicola) in allen Arten von Mooren äußerst häufig sein.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, ich habe mir gerade die Bilder vom Hias angeschaut, der hirtosquamulosus sieht schon ganz passabel aus. Den C. lepidotoides würde ich ausschließen.

    Der Sporenabdruck ist erwartungsgemäß dunkelbraun, fast schwarz:

    die gestrige Probe habe ich abends nochmal angeschaut, nachdem sie ausgetrocknet war, da sind die Sporen sehr gut zu sehen

    und hatte ich eine Probe der Hutschicht in Kongrot angefangen, dann musste die Beleuchtung aber zum Strömlinge tanken ...

    mit'm 40er:

    Später dann weitere Bilder, leider habe ich kein Ammoniak, muss ich mal schauen, ob in der Haushaltschemie irgendwas passendes dabei ist.


    In der litauischen Lieratur (1999) habe ich nur Psathyrella populina gefunden, der jetzt wohl auch unter Cystoagaricus silvestris firmiert, mit einem Fund.


    LG, Bernd

    Hallo Matthias, zu dieser Gattung finde ich in der litauischen Literatur erstmal garnichts, muss ich erst mal schauen, was da die Synonyme sind. Auf die Schnelle habe ich Munoz et al. 2022 gefunden, das sieht schon sehr in diese Richtung aus. Die Sporen sind immer so kurz, reichlich vorhanden, teils doppelwandig. Die Mikroskopbilder waren nur ganz auf die Schnelle in Wasser. Zystiden habe ich dabei nicht gesehen (was nichts heißen muss), hier habe ich noch Basidien, die 4-sporig aussehen,



    viele Grüße und vielen Dank für den Wegweiser,

    Bernd

    N'abend,


    auf bemoostem Totholz von Esche wächst dieser kleine Pilz, bis 2,5 cm groß, die meisten schon angschrumpelt. Auffällig sind die dunklen Haare auf dem Hut speziell mittig, ganz ähnliche Haare gibts auch am Stiel, wenigstens im unteren Teil, der Stiel ist hohl, faserig, die Lamellen frei bis ausgebuchtet angewachsen, weißlich, mit Zwischenlamellen. Hutrand teils überhängend. Zu Geruch und Geschmack kann ich nichts sagen, indifferent. Den Hut habe ich zum Aussporen abgelegt. Die Sporen sind leidlich rund bis Kartoffelförmig, etwa 5-6 µm groß.

    Könnte das ein Dachpilz sein?

    LG, Bernd

    N'abend, über Nacht hat es etwas geregnet und der Pilz aus Bild 2, 4 und 5 - der größere - ist bis auf 25 mm Durchmesser gewachsen, nachdem er vorher 3 Tage mehr oder weniger unverändert in Hitzestarre war (oder so). Die Basidien sind 4-sporig, ohne Schnallen. Auch sonst sind keine Schnallen zu finden.


    Die gealterten Exemplare sind dunkel geworden, wie auch schon im Eingangspost zu sehen.


    Hat jemand eine Idee was diese Harpunenartige Etwas ist? Gehört das zum Pilz?



    LG, Bernd

    Moin, mit rechter oder linker Maustaste kriege ich auch ein 403, mit der mittleren Maustaste ("öffnen im neuen Fenster") öffnen sich alle Links. Ansonsten kann man ja die Webadresse noch kopieren und in einem neuen Fenster eingeben.


    LG, Bernd

    N'abend miteinander,


    aus Pionierkiefernwald (~30 a) auf magerem Boden (Sand, Kies, kalkhaltig) auf (ehemaligen?) Ameisenhügeln stammt diese kleine Entoloma. Jährlich 1-2 Mal von den Schafen für ein paar Tage besucht.

    Diesmal eine Kollektion aus knapp 10 Exemplaren. Hut bis 10 mm groß, graufilzig, nicht durchscheinend, gewölbter Hut, genabelt, auffällig abgesetze Hutkrempe. Lamellen weit herablaufend. Stiel faserig, leicht weißlich faserig/bereift, am Ansatz deutliches weißes Myzelfilz.

    das mikroskopierte Exemplar

    Cheilozystiden kann ich keine erkennen. Das Exemplar was ich mitgenommen habe, hatte keine Sporen mehr an den Basidien, ich konnte nicht erkennen wievielsporig die sind. Da müsste ich noch ein jüngeres Exemplar untersuchen. Sporen 7-9 (10)*5-6 vieleckig, variabel. Eindeutige Schnallen habe ich nicht gesehen.

    sieht verdächtig aus, aber wohl dennoch keine Schnalle links?

    schlangenförmige Objekte in der HDS

    Also wieder irgendwas Richtung E. rusticoides agg., das wohl unbestimmt bleiben wird.


    LG, Bernd