Die Wirkung von Asbest beruht nicht auf dessen chemischen Eigenschaften, sondern auf der physikalischen Struktur, der Feinfaserigkeit. Asbest ist an sich nicht schädlich, wenn es verbaut und solide versiegelt (etwa in Asbestbeton) ist. Schädlich wird es erst, wenn man es mit Trennschleifer etc. pp. bearbeit. Dann bilden sich feine Feserbruchstücken, die bis in die Lungenbläschen gelangen können und diese mechanisch beschädigen, was zu Entzündungen führt. Augrund der geringen Größe können diese auch die meisten Masken passieren und außenluftunabhängiger Atemschutz ist angeraten. Einen nahezu analogen Effekt hat man bei Dieselrußpartikeln (den ganz feinen, die den Filter passieren), das sind Ketten aus feinen, ca. 10-60 nm großen Kugeln, die oft verzweigen (im TEM sehr schick aussehen) und in den Lungenbläschen wie Nadeln wirken. Ob diese genannten Partikel in irgendeiner Form in der Lunge auch wieder abgebaut werden können / ausheilen / vernarben, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das Material von Masken enthält zahlreiche Kunstfasern. Je kleiner die zu filternden Partikel sind, desto enger muss das Netz sein und desto feiner die Fasern. Bruchstücke davon sind dann in der Größenordnung der vorgenannten Partikel mit dem entsprechenden Schadensbild.
LG, Bernd
