Beiträge von Peter

    Hallo "Cognacmeister",


    versuche doch mal, die Fruchtkörper so zu entnehmen, dass auch die Stielbasis komplett(!) vorhanden ist.

    Dann fehlen leider wichtige Hinweise auf die Beschaffenheit der Manschette, Geruch, Huthaut, .... usw.

    Ohne vernünftige Beschreibung und aussagekräftige, scharfe Fotos wird das wieder nur Raterei bleiben können.


    Vielleicht hilft dir das: Angaben zur Pilzbestimmung


    Gruß

    Peter

    Hallo "Schnuppi"(?),


    Speisepilze werden zuerst bei kleiner Temperatur getrocknet (gedörrt bei unter 50 Grad). Das kann man z. B. mit einem Dörrapparat oder im halboffenen Backofen erledigen.

    Die dann rascheldürren(!) Trockenpilze können anschließend zu Pilzpulver vermahlen werden.


    Dieses Pulver ist nicht zum Rohverzehr gedacht. Für Würzzwecke in Suppen, Saucen etc. wird es dann in der Flüssigkeit mitgekocht. Dabei wird es automatisch mit erhitzt. Das ist vollkommen ausreichend.


    Die Vorsichtsmaßnahme "lange erhitzen" rührt daher, dass man Angst hat, hitzelabile Giftstoffe bei einigen wenigen Arten könnten sich nicht vollständig "zersetzt" haben. Ob dies bei Pilzpulver tatsächlich begründet ist, kann ich nicht beurteilen.


    Einfacher gesagt: Wer Pilzpulver nicht roh frisst, braucht auch keine Angst davor zu haben. :saint:


    Gruß

    Peter

    An der jetzigen Wissenschaft in der Form wie es gehandhabt wird hat es mich schon immer gestört dass nur weil es keine Studien dazu gibt, automatisch ein "Nein" angenommen wird statt ein "man weiß es einfach nicht".

    Das ergibt in einigen Situationen Sinn in einigen wenn es jedoch um das ausweiten von Wissen geht aus meiner Sicht ist es eher hinderlich. Irgendjemand muss das Geld als auch das Personal bereitstellen.

    Hallo Finalforce,


    ich finde deine spontanen Ideen immer "überraschend und spannend". :)


    Probiere es einfach aus mit der Pillenherstellung.

    Heilpilzverkäufer machen mit solchen Pillen von allerlei leicht züchtbaren Arten schon seit Jahren richtig Kohle und brauchen schließlich auch keine nachprüfbaren Forschungen dazu. Wichtig ist, dass die Konsumenten glauben, dass die Dinger Wunder bewirken können, wenn sie ihr Geld dafür hinlegen. Das ist völlig ausreichend.


    Wenn du es schaffst, bei deinen Pillen eine (einigermaßen) wissenschaftlich fundierte Studie (Versuchsreihe) mit nachprüfbaren Ergebnissen (welcher Art auch immer) zu präsentieren, wirst du vielleicht sogar mich überzeugen können.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    also das Einzige, zu dem ich mich hinreißen lassen würde ist: Es ist ein Pilz. :kaffee:


    Aufgrund der wenig aussagekräftigen Fotos und fehlender Beschreibung geht da nicht mehr als (sinnfreie) Raterei.


    Gruß

    Peter

    Es ist sicher ein Knollenblätterpilz und er ist eindeutig weiß.

    Hallo,


    zu genaueren Aussagen würde ich mich auch nicht verleiten lassen. ;)


    Leider fehlen:

    - genauere Darstellung der Knolle mit einer evtl. vorhandenen Scheide (oder auch deren Beschreibung)

    - Geruchsangaben

    - evtl. vorhandene Fleischverfärbung im Schnitt


    Somit bleibt alles Raterei. :saint:


    Gruß

    Peter

    Hallo Gorbert,


    der "Pilz" lässt sich aufgrund des Bildes nicht bestimmen.


    Ich dachte immer, Vogelspinnen fressen nur Lebewesen, die weglaufen können und keine Pilze. :saint:

    Insofern verstehe ich nicht, warum du das Terrarium neu einrichten möchtest.


    Gruß

    Peter

    Hallo flipstar,


    die Pilze auf deinen zwei Bildern lassen sich per Ferndiagnose nicht bestimmen. Dazu sind die Fruchtkörper zu alt, die Bilder schlecht beleuchtet und unscharf.

    Das Internetbild, das die beiden Arten vergleichend darstellen soll, ist sehr unglücklich gewählt. Das Stockschwämmchen ist erkennbar, beim Gifthäubling sind die typischen, silbrigen Stielfasern nicht zu erkennen. Die Bilder taugen nicht zum Vergleich.


    Zur Bestimmung braucht es frische, typische Fruchtkörper. Da kann man dann die Stielbeschuppung gut sehen und den "Stockschwämmchengeruch" wahrnehmen.


    Ein Pilzsachverständiger ist angehalten, alle(!) Pilze eines "Esskorbes" durch zu sehen. Sollte er dies nicht tun, handelt er fahrlässig!


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    die Vermutungen, die wir abgeben, entstehen aufgrund unserer Vorerfahrungen mit uns bekannten Porlingen im Felde. Da haben wir teils unterschiedliche Erfahrungen gemacht und eben auch unterschiedlich im Hirn abgespeichert. Deshalb können auch verschiedene Antworten kommen.


    Wenn du mikroskopierst, gewinnen wir mehr Sicherheit:

    - Löwengelber P. hat Schnallen an den Hyphen, P. badius nicht

    - Löwengelber hat Sporenlängen über 9 µm, P. badius darunter

    Da bietet das Mikroskop mal eine sinnvolle Ergänzung.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    jetzt habe ich die "versteckte" Datei auch gesehen. :) Ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor.

    "Inkrustationen" sind an den Zellwänden außen anliegende körnige, amorphe oder sonstwelche Partikel.


    Und an deinem Mikrobild erkenne ich die dunklen Inhalte innen. Die Hyphenwand ist außen glatt. Insofern passt das.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Renato,


    ich denke, du liegst mit dem Ochsenröhrling ganz richtig. Das passt alles recht gut. Schöner Fund!

    Auffallend fand ich immer das schwere Gewicht der Fruchtkörper bereits beim Aufnehmen. Unsere Funde stammen aus dem Schwarzwald.

    Boletus torosus


    Wie du auf inkrustierte Huthautzellen kommst, weiß ich nicht. Ich kann nirgends finden, dass er die haben sollte. Peintner et al. (1999 in Öster. Zeitschr. f. Pilzk.) sprechen von "etwas welligen Hyphen, deren ... Pigmente konnten nur intrazellulär beobachtet werden, die Hyphenwand erscheint glatt".

    Huthauthyphen


    Selbst konnte ich dies genau so auch bestätigen bzw. nachvollziehen.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Dass man versucht ist, an dem in "Pilze der Schweiz" abgebildeten Ochsenröhrling Zeifel anzumelden, kann ich aufgrund des Bildes zwar ein wenig nachvollziehen. Die mikroskopischen Untersuchungen der Eksikkate zeigten jedoch, dass die Kollektion "mikroskopisch nicht zu unterscheiden" ist von den von Peintner (1999) untersuchten Fruchtkörpern, die in Rotholz gefunden wurden.

    Hallo Jeniche,


    deine Frage nach Fliegenpilzen habe ich schon oft gehört.

    Die Motivation reichte von

    - will ich mal in echt sehen

    - will ich meinen Kindern zeigen

    - da sollen auch Steinpilze stehen

    - da kriege ich Geld dafür (gab es tatsächlich mal, als eine Firma die Wirkstoffe untersuchen wollte)

    - will mal Zwergenwein probieren (Wasseransammlung auf alten, kelchartig geformten Pilzhüten)

    - brauche ich für einen aufgesetzten Schnaps (hat tatsächlich ein Russe immer für sich gemacht, soll gesund sein...)

    - ...


    Warum hier im Forum von manchen (beinahe gebetsmühlenartig) immer gleich irgendwelche Intentionen zum Drogenmissbrauch unterstellt werden, kann ich nicht nachvollziehen. Irgendwie scheint es sich um Reizworte zu handeln, die solche Reaktionen auslösen, ähnlich wie beim Pawlowschen Hund. :saint:


    Neulich habe ich mir im Laden ein neues, langes Küchenmesser gekauft. Was bin ich froh, dass der Verkäufer mir glaubte, dass ich das Teil nur in der Küche einsetzen will. ;)


    Zu deiner Frage: Du wirst die Pilze finden, wenn du im Herbst häufig in (egal welche) Wälder gehst. Irgendwann wirst du auf sie treffen. Aber dass daneben auch Steinpilze stehen, trifft nur selten zu.


    Gruß

    Peter

    Hallo Gero,


    ich denke, bei 80°C werden sich wohl noch viel mehr Bewohner deines Terrariums verabschieden. :saint:


    Gruß

    Peter

    Hallo Raphael,


    danke für die Vergleichsbilder deiner Versuche. Das sieht gut aus.

    Ich habe mir mal erlaubt, dein heliconfocus Bild B mit 2 weiteren Klicks bei Photoshop zu bearbeiten (automat. Verbesserung, schärfen).


    https://www.pilzforum.eu/attachment/431753-2022-06-25-22-19-41-b-r8-s4-jpg/


    Und das ginge mit Sicherheit noch besser, wenn man sich näher mit Bildbearbeitungsprogrammen beschäftigt.

    Die Originalbilder wurden damals mit einer einfachen CANON-A520 durchs Okular geknipst.


    Sandra hat mit ihrer optimierten mikroskopischen Ausrüstung für sich selbst das passende Equipment gefunden und kann dies perfekt einsetzen.

    Wer hofft oder sogar denkt, dass er mit der gleichen Ausrüstung automatisch auch solche Bilder hinbekommt, der wird schnell feststellen, dass da deutlich mehr dazugehört, als das, was man für schnöden Mammon erwerben kann.


    Das Mikroskop und die Kamera alleine machen nur einen Bruchteil dessen aus, was man am fertigen Bild sehen kann. Mindestens so wichtig sind:

    - ein einwandfreies Präparat (nicht zu dick, zu dünn, sauber gefärbt, nicht zu stark gequetscht...)

    - Kenntnis der Mikrostrukturen (was sehe ich denn da, was will ich sehen?)

    - korrekte Einstellung von Blende und Beleuchtungsstärke

    - Übung beim Mikroskopieren (üben, üben, üben ....., das hört nie auf ...)

    - Umgang mit Bildverarbeitung (erlernen, austesten, sachgerecht anwenden)

    - ...


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Einen so schön aufgeräumten Arbeitsplatz habe ich schon lange nicht mehr gesehen. :saint:

    Hallo Raphael,


    zum Ausprobieren hänge ich dir hier mal 8 gemachte Aufnahmen an, die ich vor langer Zeit von Sporen der Sommertrüffel gemacht habe. Diese wurden in verschiedenen Schärfeebenen bei fast ganz geöffneter Blende geknipst.


    Wenn du diese in das Stackingprogramm lädst (evtl. erst zwischenspeichern) kannst du selber die Stackingprogramme testen. An den Ergebissen besteht hier sicher Interesse... ;)


    Freundliche Grüße
    Peter


    Hallo Raphael,


    mit dem Mikroskop stacken, dazu braucht es keinen automatisierten Vorschub. (Kann man machen, muss man aber wirklich nicht.)


    An Software für das Stacking kann ich zwei Programme empfehlen, die ich selbst nutze:

    - picolay: sehr mächtig, kostenlos, wird ständig aktualisiert, kann 3D- Bilder erstellen (Nachteil die englische Sprache, es gibt aber auch eine Anleitung auf deutsch)

    - heliconfocus: leicht bedienbar, kostenlose Probeversion, (Nachteil evtl. der Anschaffungspreis)


    Beide Programme nutze ich gerne. Die Ergebnisse beider Programme sind leicht unterschiedlich, wobei ich nicht schlechter/besser sagen könnte.


    Viel Spaß beim Ausprobieren!


    Gruß

    Peter

    Hallo Alis,


    ich finde es schön, wenn du dich um eine Aufenthaltsmöglichkeit kümmerst, danke dafür. :daumen:

    Wie schon signalisiert, bin ich gerne dabei. Nur für eine Massenunterkunft mit Schlafräumen für mehrere Personen bin ich nicht geeignet. Das will ich mir und den anderen nicht (mehr) zumuten.

    Ansonsten aber gerne.


    Liebe Grüße

    Peter

    Hallo Dirk,


    über den Beobachtungszeitraum der letzten 4 Jahre mag dein Eindruck in deiner Region zutreffen. Das heißt aber nicht, dass die Pilze verschwunden sind. Es könnte durchaus sein, dass die Myzelien weiterhin im Boden existieren und auf bessere Zeiten warten.


    Sollten mal wieder geeignete Bedingungen auftreten, sind vielleicht die Fruchtkörper plötzlich wieder da.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    ich kann Eberhards Gedanken sehr wohl nachvollziehen und finde seine Einstellung voll in Ordnung.


    Es geht mir selbst ähnlich. Im Internet fehlt mir etwas der direkte persönliche Kontakt zu den Zuhörern, das Feedback in den Gesichtern, vergleichbar dem, was Eberhard die soziale Komponente nennt. Ich mache gerne den ein oder anderen Vortrag hier - rein aus "Spaß an der Freud".


    Wenn ich sonst Vorträge mache, sind die nicht umsonst. Es geht mir nicht ums Geldverdienen, aber gerade hier im Schwabenland gilt "was nix koscht, isch nix wert".


    Freundliche Grüße

    Peter