Beiträge von Peter

    Hallo Martin,


    der passt aufgrund der Bilder und deiner guten(!) Beschreibung eher in die Nähe "Spindeliger Rübling".


    Wenn du den Stiel zwischen den Fingern rollen kannst und er ist noch nicht ab, sollte dies ein Rübling sein.


    Gruß

    Peter

    Hallo "Pilzsuppä",


    du scheinst es nicht verstehen zu wollen. Gerade weil sich Leute hier auskennen, werden diese sich nicht festlegen wollen auf eine bestimmte Pilzart. Seriöse Pilzbestimmung nur anhand von ein paar Bildern, so funktioniert das nicht.


    Was bringt es denn, wenn dir komplett fremde Personen hier eine Bestimmung vorgaukeln. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass du dir die Teile irgendwie zuführen möchtest. Hättest du da echt Vertrauen?


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    ich füge diesmal direkt ein, was irgendwie für Pilzbestimmungen notwendig ist:

    (Angaben zur Pilzbestimmung)


    "Die Kurzversion für Angaben:

    Da Bestimmungen nach Bild oftmals sehr schwierig sind, weil man zusätzliche Angaben wie Standort, Geruch, etc. am Bild nicht erkennen kann, bitte ich Euch einige Merkmale und Beschreibungen so gut wie möglich gleich mitzuliefern.


    - Größe der Fruchtkörper

    - Beschreibung Hut

    - Beschreibung Fruchtschicht (das sind die Lamellen oder Röhren)

    - Beschreibung Stiel

    - eventuelle Verfärbungen bei Druck und im Schnitt

    - Geruch (erst unverletzt, dann angekratzt)

    - evtl. Geschmack (nur für Kenner der wichtigsten Giftpilze)

    - Begleitbäume, Substrat

    - evtl. Bodensäuregehalt (sauer oder basisch)

    - evtl. Sporenpulver (vor allem bei Täublingen)


    Beim Fotografieren solltet ihr auf Folgendes achten:


    Bild des Pilzes:

    - von oben

    - von unten

    - komplett samt Stielbasis

    - Querschnitt

    - am Fundort


    Um so mehr Angaben gemacht werden, desto präziser werden die Antworten sein."



    Bei den von dir eingestellten Bildern - wieder mal ohne jegliche weitere Angaben - macht es mir einfach keinen Spaß, Antwort zu geben (auch wenn ich das in diesem Falle könnte).


    Gruß

    Peter

    Hallo Alis,


    mache dir keine Gedanken über das Substrat. Eigene Funde hatte ich - wenn auch selten - bereits auf Zapfen von Douglasie und Fichte.

    Was soll der arme Pilz denn machen, wenn er keine Kiefer findet?


    Gruß

    Peter

    Hallo Daniel,


    auch wenn du diese "Angaben zur Pilzbestimmung" bei der Erstellung jedes Beitrags vorher jedem zur verpflichtenden Kenntnisname vorgeben würdest, ich befürchte, es würde wenig nützen.

    Man muss sich nur manche "Bestimmungsanfragen" selbst langjähriger Teilnehmer ansehen. :saint:


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    Jan hat schon geschrieben, dass eine korrekte Bestimmung nur nach den oben gezeigten Bildern nicht möglich ist.

    Zum Unterschied von Röhren und Poren:


    Röhren bestehen aus vielen winzigen, aneinander geklebten Makkaronistückchen (Spaghetti mit Löchern), die unten an einen Pilz geklebt wurden, so dass die Löcher nach unten zeigen. Die lassen sich auch wieder trennen (die Makkaronis waren al dente und der Kleber taugt nichts).

    Poren werden hergestellt, indem (meist nachts) irgendwelche Waldkobolde mit Stecknadeln Löcher (Poren) in die Unterseite der Pilze stechen. Diese "Pilzstecher" sind unterschiedlich fleißig. Teils gibt es viele, regelmäßige kleine Poren, bei den etwas fauleren eben weniger, große unregelmäßige Poren.


    Komischerweise konnte sich nach dieser "Aufklärung" im Pilzkurs jeder - auch nach Jahren - noch den Unterschied merken. :saint:


    Gruß

    Peter

    Die hierzulande wachsenden Sommertrüffel (Tuber aestivum) sehen zwar aus wie die teuren Edeltrüffel (z. B. Tuber uncinatum oder Tuber melanosporum), haben aber so gut wie kein Aroma, eignen sich also höchstens zum Abzocken unerfahrener Trüffelgourmets.

    Hallo Oehrling,


    da geht es jetzt ein wenig durcheinander, was ich so nicht stehen lassen möchte:


    Sommertrüffel Tuber uncinatum = synonym zu Tuber aestivum (also eine Art)


    Diese kommt nicht selten und fast überall in Deutschland vor, wenn der Kalkgehalt des Bodens und entsprechende Begleitbäume passen. T. aestivum erscheint in sommerlichen Monaten bereits ab Juni und entwickelt sehr wenig Geschmack. Als T. uncinatum wird die später im Jahr auftretende Form der gleichen Art (auch des gleichen Myzels) bezeichnet. Diese Form besitzt eine dunklere Gleba und auch deutlich mehr Geschmack als die früher erscheinenden Fruchtkörper der Sommertrüffel mit heller Gleba. Da kann man dann tatsächlich von gutem Trüffelaroma sprechen, das auch seine Liebhaber findet.


    Das Aroma von Tuber melanosporum ist überhaupt nicht vergleichbar und eine Klasse kräftiger.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    so ist das mit der Pilze-Raterei, keiner hatte recht, nicht mal so richtig in der Nähe sind wir gekommen.

    Christine hatte mir ein Stückchen der vermeintlichen "Trüffel" zukommen lassen, das ich mikroskopieren konnte. Zunächst gab es wenig zu sehen. Einige kugelige Sporen fanden sich im ersten Präparat. Nachdem diese keinerlei Farbe und auch keine strukurierte Oberfläche aufwiesen, dachte ich an ein unreifes - und damit unbestimmbares - Exemplar.


    Bei weiteren Präparaten wurde ich dann stutzig. Es ließen sich auch zylindrische, monoseriate Asci (Sporen einreihig angeordnet) erkennen. Damit waren schon mal alle Arten der Gattung Tuber (echte Trüffeln) raus.



    Alle Sporen wiesen in etwa die gleiche Größe auf (ca. 24-28 µm im Durchmesser). Keine hatte ein Ornament.



    Die Art musste in der Nähe der Genea-Arten zu finden sein.



    Der Vollständigkeit halber noch einen (schlampigen) Peridienschnitt gemacht, bei dem ich viele Haare fand.

    Beim Mikroskopieren entwickelten die winzigen in Wasser aufgelösten Stückchen einen intensiven üblen Geruch. Er erinnerte mich an Gülle oder faulige Eier. Da kam mir dann wieder eine Art in den Sinn, die wirklich so riecht:


    Gelbe Seidentrüffel = Stephensia bombycina


    Hier passte nun alles, die makroskopischen Merkmale, die man in Christines Bildern erkennen kann, der Geruch (der teils als fauliger Kohl oder Zwiebeln beschrieben wird), die farblosen, kugeligen Sporen, die haarige Außenseite.


    Nochmals besten Dank an Christine für die guten Makrobilder und Zusendung!


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Hier gibt es noch ein paar zusätzliche Infos mehr zur Art allgemein und zur Bestimmung.

    Gelbe Seidentrüffel (Stephensia bombycina) - Trüffel / Trüffelsuche / Trüffelhund - www.trueffelsuche.de

    https://www.trueffelsuche.de/images/Hypogaeenschluessel1_3.pdf

    Hallo Christine,


    auch wenn man die Mäandertrüffel ausschließen kann (Gleba nicht gut passend, Peridie braun) bleibt der Rest nur Raterei. Einen Tipp würde ich abgeben, wenn dein Hund kein ausgebildeter Trüffelhund ist:

    Tuber rufum (Rotbraune Trüffel) riecht etwas nach geräuchertem Schinken. Den Geruch liebt wohl jeder Hund.


    Aufklärung bringt nur die mikroskopische Untersuchung. Dann sollten sich große, stachelige Sporen finden lassen.


    Gruß

    Peter

    Hallo

    Nein, das ist keiner zum Verwechseln.

    Zu so einer definitiven Aussage würde ich mich lieber nicht verleiten lassen....


    Vor ein paar Jahren hatten sich einige Pilzsammler vergiftet, weil ihnen die verspeisten, selbst gesuchten Maronenröhrlinge nicht gut bekamen. Sie stellten sich im Nachhinein als Kopfige Kernkeulen Elaphocordyceps capitata heraus. :)


    Gruß

    Peter

    Hallo Daniel,


    bei deinen Wünschen brauchst du ein Buch, wie das von Flammer (2014): Giftpilze. Da findest du die Angaben, die du suchst. Das ist dann aber kein Pilzbestimmungbuch. Wenn auch dieses Buch nicht durchgängig ganz ohne (kleinere) Fehlerchen sein wird, so ist das eine seriöse Quelle.


    Dein Vertrauen in Webseiten, die Pilze behandeln, ehrt dich. Leider werden dort häufig sinn- und kritiklos irgendwelche Aussagen vom Hörensagen übernommen und dargestellt. Eigene, echte Recherchen gibt es selten, viel schneller ist es, irgendwo etwas abzuschreiben.


    Gruß

    Peter

    Hallo Noah,


    wenn du ein Neugerät haben möchtest, dann verweise ich gerne auf: https://www.mikroskopie.de/ Die Motic Mikroskope sind gut (nicht nur das Panthera) und die Zeiss sind auch nicht schlecht :) . Herr Linkenheld hat schon einige Pilzler mikroskopisch ausgestattet und weiß, was gebraucht wird. Zudem bekommst du hier alles zusammenpassend aus einer Hand und wirst nicht allein gelassen, wenn du Probleme hast.


    Wenn du vorher schon wissen solltest, welche Ansprüche du hast, ob du z. B. auch fotografieren möchtest, und welches Budget du einplanst, kann dir besser geholfen werden.


    Auch deine Vorkenntnisse wären wichtig zu erfahren. Vielleicht hast du schon ein Mikroskop und willst lediglich ein neues?


    Gruß

    Peter