Beiträge von Clavaria

    Hallo zusammen


    Ich bin auf der Suche nach einer möglichst umfangreichen morphologischen Beschreibung von Strobilurus albipilatus.

    Die Art wurde ja inzwischen in Europa nachgewiesen, ergo will ich nächstes Jahr danach Ausschau halten.

    Dazu muss ich aber wissen, ob und wie man die Art morphologisch erkennen kann.


    Folgendes habe ich bereits:

    - die sehr knappe Original-Beschreibung von Collybia albipilata (Peck 1896)

    - Die Umkombinierung zu Strobilurus (V.L. Wells & Kempton 1971)

    - Ein paar Erwähnungen in einer molekularen Studie (Qin et al. 2018)


    Leider finde ich nirgends eine neuere, vollständige Beschreibung. Hat ja irgendjemand etwas?

    Eine Abbildung ist sekundär, ich nehme nicht an dass es konstante makroskopische Unterschiede zu anderen Strobilurus-Arten gibt.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Hier noch einige Funde aus meinem Hauswald von der gestrigen Mittagstour.


    Für einen habe ich bereits ein Portrait erstellt, den wiederhole ich jetzt nicht:

    Paralepistopsis amoenolens


    1: Die Becherkoralle

    Artomyces pyxidatus


    Sporen in Melzer, amyloid



    2: Eine Knacknuss

    Dieser LGM (little gray mushroom) trieb mich fast in den Wahnsinn. Beorn kann das vermutlich nachvollziehen, nachdem ich sein Portrait dieser Art studiert habe.


    Der Sporenabdruck war sehr dünn, nicht weiss, aber schwer zu beurteilen.

    Die Sporen erinnern irgendwie an einen Dachpilz, aber natürlich ist das keiner.

    Breit elliptisch, und wenn man genau schaut sind sie dickwandig.


    Cheilozystiden hat er auch, die sind ganz merkwürdig. Teilweise septiert und vielgestaltig.


    Das vorderste Element der Zystiden ist oft fein punktiert. Pleurozystiden gab es keine.


    Die HDS ist eine unordentliche Kutis aus teilweise grob inkrustierten Hyphen.

    Pileozystiden gibt es nicht. Schnallen übrigens auch nicht.


    Schliesslich gibt es noch kettenförmige Kaulozystiden.


    Wenn man nun nicht merkt, dass einzelne Sporen minimal eckig wirken, endet jede Bestimmung im Nirvana.

    Und dass man die genaue Farbe des Sporenpulvers nicht kennt, ist auch kein Vorteil ("nicht weiss" grenzt zu wenig ein).

    Aber wenn man dann endlich die Gattung raus hat, ist es einfach: Clitopilopsis (Rhodocybe) hirneola.



    3 und 4: Noch mehr Rhodocybe s.l.

    Ohne weitere Details, weil es spät ist...


    Clitocella mundula


    Rhodophana nitellina



    5: Mal was am Holz

    Crepidotus subverrucisporus


    Sporen deutlich warzig


    Cheilozystiden zylindrisch, schwach lageniform oder gegabelt.



    6: Ein Schüppling

    Auch makroskopisch gut ansprechbar. Pholiota lucifera.


    7: Noch ein Schüppling

    Den schmuggele ich hier rein, der ist eigentlich von letzter Woche in einem Auwald.

    Pholiota conissans


    Sporen in KOH


    Cheilo- und Chrysozystiden


    8: Ein kleiner Dachpilz

    Klein, braun, mit leicht runzeligem Hut.


    Die Sporen sind nichtssagend.


    Die Cheilozystiden sind gross und zahlreich, aber auch nicht hilfreich.


    Gröger versucht anhand der Breite des Pleurozystiden-Apex etwas zu schlüsseln, das finde ich recht grenzwertig.


    HDS eng gepackt aus birnenförmigen Zellen (keine anderen).


    Das "einfachste" Merkmal ist wohl: Man reibt leicht über den Hut. Wenn er matt bleibt wie in meinem Fall, ist es Pluteus phlebophorus.

    Wenn der Hut nachher glänzt, wäre es Pluteus nanus. Der wäre wohl in seiner typischen Form auch deutlich dunkler.



    9: Ein Graublatt

    Tephrocybe ist ein ziemliches Schreckgespenst, weil es kaum Literatur und wenig greifbare Merkmale gibt.

    Sporen elliptisch


    Basidien siderophil


    HDS teilweise inkrustiert.


    Ich würde jetzt gerne Tephrocybe striipilea dran schreiben. Vielleicht hat jemand hier eine Meinung dazu.




    Danke fürs Mitkommen... Korrekturen wie immer gerne.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Nachdem im Forum immer alle von ihm reden und er mir heute vor die Kamera lief, dachte ich mir ein Portrait von diesem Giftpilz kann nicht schaden.


    Paralepistopsis amoenolens (Malençon) Vizzini 2012

    = Clitocybe amoenolens Malençon 1975

    Parfürmierter Trichterling


    Paralepistopsis amoenolens. Standort Leuk CH, Pfynwald, bei Pinus sylvestris.


    Hut:

    30-100 mm im Durchmesser, jung konvex, dann ausgebreitet und oft unregelmässig verbogen. Teilweise mit stumpfem Buckel.

    Cremebeige, an frischen Exemplaren mit typisch dunklerer, rötlichbrauner Mitte. Im Alter rotbraun fleckig.

    Oberfläche glatt, matt. Rand glatt oder kurz gerippt.


    Lamellen:

    Cremefarben, nach Literatur später auch dunkler; deutlich herablaufend; leicht ablösbar (wie bei Lepista-Arten).


    Stiel:

    40-80 x 5-12 mm, meist nach oben leicht erweitert; jung voll, dann hohl; hutfarben oder etwas heller, meist zur Basis etwas dunkler.

    Oberfläche fein faserig.


    Fleisch:

    Weiss, ziemlich dick und fest. Geruch stark parfürmiert-fruchtig, erinnert an Inocybe fraudans. Geschmack süss, mild.


    Sporen:

    4.0-5.5 x 3.5-4.5 µm, Q = 1.3-1.7, breit elliptisch, glatt, inamyloid, acyanophil, in Kongorot meist mit einem grossen Tropfen.

    Sporenpulver weiss.


    Basidien:

    Viersporig, bis etwa 40 µm lang.


    Zystiden:

    Nicht vorhanden, lediglich einige fadenförmige Marginalzellen an der Lamellenschneide.


    HDS:

    Eine Kutis aus dünnen Hyphen (bis 4 µm dick). Pigment intrazellulär und intraparetial, Schnallen vorhanden.


    Habitat:

    In der Nadelstreu auf kalkigem Boden. Nach Literatur bei Pinus, Cedrus, Larix, Picea.

    Leicht thermophile Art mit mediterranem Verbreitungsschwerpunkt.


    Verwechslungsgefahr:

    Paralepista flaccida: Ohne parfürmierten Geruch und mit warzigen Sporen.

    Infundibulicybe gibba: Ohne parfürmierten Geruch, Sporen mehr tropfenförmig.


    Speisewert:

    Stark giftig. Enthält ein Neurotoxin, das erst mehrere Wochen nach Verzehr schwere Vergiftungssymptome hervorruft.

    Symptome: Finger und Zehen schwellen an, werden rot und schmerzen heftig. Die Symptome treten wellenartig auf, eine Behandlung ist nicht bekannt.


    Sporen in Kongorot


    Literatur:

    Ludwig, E. 2001. Pilzkompendium Band 1.

    Vizzini A. & Ercole E. 2012. Paralepistopsis gen. nov. and Paralepista (Basidiomycota, Agaricales). Mycotaxon 120, 253-167.

    Eyssartier G. & Roux P. 2017. Le guide des champignons, France et Europe.

    Ja richtig, das ist auf Bildern immer schwer einzuschätzen, wenn man es selber am Mikroskop sieht ist es klarer.

    Aber nach dem was du jetzt schreibst würde ich deinen Fund auch Flammulina fennae nennen.


    Gruss Raphael

    Hallo Schupfi


    F. fennae ist ein Chamäleon, die kann schon auch so dunkel sein, solange der Hutrand elfenbeinweiss ist.

    Mit dem Sporenkoeffizient bleibt wirklich nicht viel anderes übrig.


    Du könntest aber nochmal die HDS genauer anschauen. Auf den Bildern sieht man einige Ixohyphidien.

    Die Frage ist, ob es etwas weiter unten noch eine hymeniforme Grundstruktur aus keuligen Zellen gibt.

    Vermutlich nicht, dann wäre es wirklich F. fennae.


    Mit welchem Schlüssel hast du gearbeitet?

    In Christoph's Flammulina-Schlüssel sind die HDS-Strukturen gut abgebildet.


    Gruss Raphael

    Leider nicht, aber Clémençon hat ja keine eigene Beschreibung verfasst sondern sich an die OB gehalten und diese lediglich kommentiert.

    Andererseits ist die OB zu collina von Velenovsky so dürftig, dass man nicht sicher sein kann was er wirklich in der Hand hatte. Die spätere ausführliche Beschreibung von Klan könnte demnach auch etwas anderes sein. Ich weiss nicht ob der Typusbeleg noch existiert und bereits nachuntersucht oder sequenziert wurde.


    Gruss Raphael

    Hallo Peter


    Schön von dir zu hören, ich hatte mir schon Sorgen gemacht.

    Clitocybe cyanolens hatte ich nicht auf dem Radar, danke für den Hinweis. Der Standort passt recht gut, wie es der Zufall will war ich auf dem Bollenberg.

    Allerdings hatte die Kollektion (wie auch die andere Spodocybe) einen stark mehligen Geruch, nicht zyanidisch, obwohl auch recht alte Fruchtkörper dabei waren.

    Auch nach einem Tag im Kühlschrank war der Geruch noch konstant mehlig.


    Bei der zweiten Spodocybe bist du ganz sicher? Ich habe neuere Literatur hier ausser Acht gelassen und mich nach Clémençon 1984 orientiert, später wurde ja C. herbarum meistens als Synonym von collina gesehen.

    Mit diesem Sporenmassen, der HDS-Struktur und sogar den Basidienmassen passt das eher zu S. herbarum.

    Leider habe ich keine anderen vertrauenswürdigen Beschreibungen von der Art.


    Gruss Raphael

    Hallo Ditte


    Ich muss das Thema von letztem Jahr nochmal aufwärmen.

    Die Nummer 3 hatte ich als Pseudosperma rimosum s.l. ad acta gelegt. Allerdings habe ich diese Kollektion im Rahmen eines Kartierungsprojekts gemacht und der Beleg wurde sequenziert. Ich habe mir zunächst nur die Resultate in der Projektliste angeschaut, da stand einfach "Inocybe rimosa". Aber wenn ich selber mit der Sequenz suche, kommt fast zuoberst Pseudosperma spectrale.


    Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Deshalb habe ich deine Beschreibung dieser neuen Art herausgeholt und studiert. Ich bilde mir nun ein, dass das recht gut passt:

    - heller, blass strohfarbener Hut

    - Mittelwerte der Sporen passen sehr gut (bei mir 11.9x7.1 µm vs. 12.1x7.0 µm in deiner Beschreibung)

    - Viele Zystiden sind schwach kopfig, allerdings nicht so oft wie man anhand deiner Beschreibung vermutet.

    - Habitat auf trockenem, kalkhaltigem Boden bei Kiefern würde auch passen.


    Vielleicht hilft das hier auch, ich habe leider zu wenig Ahnung von Sequenzierung und der Interpretation der Ergebnisse.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Den Preis von gebrauchten Parey's vestehe ich auch nicht. Ok er ist handlich und man bildet sich ein damit 1500 Pilze bestimmen zu können, was ein riesiger Irrtum ist.

    Meiner liegt seit Jahrzehnten unberührt im Schrank. Will ihn jemand? Ausgabe 1988, Zustand durchschnittlich, aber noch viele Jahre benutzbar.

    Preisvorstellung: Gratis. Vielleicht korrigiert sich diese irre Preisvorstellung im Internet dadurch ein wenig.

    Ist weg :)

    Hallo zusammen


    Das hier gibt es in Kürze auch auf Deutsch: https://prestations.vapko.ch/p…pignons-guide-de-terrain/

    Enthält nicht ganz so viele Arten wie der Pareys, aber ehrlich, wer bestimmt mit so einem Buch auch kleine Telamonien oder Risspilze...


    Den Preis von gebrauchten Parey's vestehe ich auch nicht. Ok er ist handlich und man bildet sich ein damit 1500 Pilze bestimmen zu können, was ein riesiger Irrtum ist.

    Meiner liegt seit Jahrzehnten unberührt im Schrank. Will ihn jemand? Ausgabe 1988, Zustand durchschnittlich, aber noch viele Jahre benutzbar.

    Preisvorstellung: Gratis. Vielleicht korrigiert sich diese irre Preisvorstellung im Internet dadurch ein wenig.

    "verkauft"


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Was soll das denn alles. Entspannt euch doch einfach und lasst die Leute machen wie sie wollen.

    Bei nicht regelkonformen Bestimmungs-Anfragen sind doch auch alle entspannt oder schreiben rasch einen netten Hinweis. Warum muss das im Marktplatz anders sein?

    Das hier ist ein privates Forum und kein professionelles Antiquariat.


    Stellt euch vor: Die Angehörigen eines verstorbenen Pilzfreundes können mit seinem Hobby nichts anfangen und wollen die Bücher lieber verkaufen als wegwerfen.

    Sie haben keine Ahnung was die für einen Wert haben und wollen auch nicht Stunden damit verbringen das zu recherchieren. Verbannen wir die aus dem Forum? Lieber gar kein Angebot als eines ohne Preise? Bitte, hört doch auf.

    Oder ein anerkannter Mykologe opfert sich auf, um den Nachlass eines Kollegen von 200 Büchern und 300 Zeitschriften zu verwerten. Muss sich der Arme nun wirklich für jedes einzelne Buch einen Preis überlegen, mit anderen Angeboten vergleichen, Neupreise längst vergriffener Bücher herausfinden, damit ja nicht irgendwer meint es sei zu teuer oder zu billig? Und wo genau findet man Referenzpreise, wenn es keine Allerwelts-Werke sind? Und für 400 der 500 Bücher/Hefte macht er das vergeblich, weil sie (unabhängig vom Preis) sowieso niemand kauft. Ist doch Schwachsinn sowas. Wenn da tatsächlich einer Interesse an einer Serie von Zeitschriften aus dem 60er Jahren hat, soll er sich melden, und man wird sich ganz schnell einig.

    Oder machen wir dann in solchen Fällen eine Ausnahme? Wie genau präzisiert man diese Ausnahme, nach welchen Kriterien? Muss der Anbieter erst einen formellen Antrag stellen und sich erklären und rechtfertigen?

    Wenn man anfängt zu regulieren, dann werden es Schritt für Schritt immer mehr Regeln, Ausnahmen und Ausnahmen der Ausnahmen, weil sich immer irgendwer ungerecht behandelt fühlt.


    Und: Wenn man Regeln aufstellt, die nachher jeder Forianer durchsetzen darf/soll, wimmelt es hier von Besserwissern und jedes Angebot artet in eine Streitdiskussion aus, weil nie alle gleicher Meinung sein werden. Am Ende sind es dann doch die Mods, die eingreifen müssen.


    Ganz ehrlich: Was ist so schlimm daran, ein Angebot für ein Buch zu machen? Habt ihr Angst davor, dass ihr zu hoch bietet? Ich war schon mehrmals froh um diese Möglichkeit, immerhin kam ich so an "meinen" Boudier und andere Raritäten. Nur weil man ein Angebot machen muss, heisst es nicht automatisch dass man zu teuer kauft.

    Lasst die anderen doch einfach machen, wenn es euch stört geht weiter zum nächsten Thema, es gibt genug zu lesen.


    Die einzige Regel wäre meiner Meinung nach folgende:

    - Angebote im Marktplatz werden von niemandem öffentlich kommentiert / schlechtgemacht (das gehört sich einfach - kann man leider nicht mehr bei jedem voraussetzen)

    Das würde ich begrüssen.


    Gruss Raphael

    Hallo Ditte


    So, nun komme ich endlich dazu mir deine Antwort in Ruhe anzuschauen und alles nachzuvollziehen.


    Bei I. mixtilis hatte ich mich wohl zu sehr an die Höhe der Höcker im Schlüssel geklammert, es ist immer so verlockend einfach irgend etwas zu messen.

    Wenn man das Gesamtbild aller Merkmale betrachtet, passt mixtilis wirklich besser.


    Zu der tigrina gibt es wohl nicht mehr viel zu sagen.


    Die Mallocybe lagere ich mal ein und hoffe auf bessere Zeiten, fürchte allerdings dass eine morphologische Bestimmung da immer sehr schwierig sein wird.


    Lg, Raphael

    Hallo Ingo


    Ich habe aus dem nahegelegenen Kiefernwald eine Kollektion, ich ich ursprünglich als Tr. pessundatum bestimmt hatte, inzwischen aber eher für Tr. stans halte.

    Keine Ahnung ob dir das weiterhilft. Man erkennt gut den gerippten Rand und die radialen Fasern.



    Lg, Raphael

    Allerdings kann ich mir wirklich nicht vorstellen, wie die beiden unter (4) gelisteten Kollektionen zur gleichen Art gehören sollen. Das wäre selbst dann eine arg extreme Variationsbreite, wenn man von unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Fruchtkörper ausgeht.

    Hallo Pablo


    Wem sagst du das... drei von uns haben Material heim genommen und alle kamen unabhängig voneinander zum gleichen verwirrenden Ergebnis.

    In FNE5 wird eine Kollektion dargestellt, die farblich zumindest in die Nähe kommt. Ohne das wäre ich hoffnungslos in der Sackgasse gelandet.

    Es gab auch noch eine dritte Übergangskollektion mit dunklen Farben aber kaum bereiftem Stiel:



    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Vergangenes Wochenende war ich mit unserem Verein im Elsass. Es war die weite Reise wert...


    Bitte korrigiert mich wenn ich irgendwo falsch liege, viele von euch kennen diese Wälder und Pilzarten viel besser als ich.


    Am ersten Tag gab es einen ausgedehnten Spaziergang durch einen Wald mit verschiedenen Bäumen. Buchen, Kastanien, Eichen, Hainbuchen, Fichten.

    Ich habe viel Standard-Zeug mitgenommen was ich in "meinen" Wäldern hier nicht finde, damit langweile ich euch nicht.

    Deshalb nur diese zwei:


    1: Ein wunderschöner Schirmling

    Lepiota ignivolvata


    Sporen in Melzer...


    Cheilozystiden keulig...


    HDS aus sehr langen Elementen, dazwischen kürzere keulige.



    2: Ein Langfüsser

    Helvella macropus


    Sporen in Wasser



    Am zweiten Tag war es dann viel interessanter, wir waren auf einem ausgedehnten Trockenrasen.


    3: Ein Traum?

    Floccularia straminea


    Was soll ich sagen... da stand ein riesiger Hexenring von denen, sicher über 50 Stück, alle waren schon reif und hatten gründlich abgesport.

    Deshalb haben wir uns erlaubt, einige für ein hübsches Foto zusammenzustellen.



    4: Ein merkwürdiger Helmling

    Wir hatten alle keine Ahnung was das sein könnte und es gab die wildesten Theorien.

    Einige Meter entfernt standen diese hier:


    Mycena pseudopicta


    Mikroskopisch stellte sich dann heraus, dass beide Kollektionen Mycena pseudopicta sind.


    Sporen fast zylindrisch


    Zystiden koralloid



    5: Eine Infundibulicybe

    Das war ein Massenpilz. Mit diesen rotbraunen Farben halte ich es für Infundibulicybe glareosa.


    Sporen tropfenförmig


    HDS deutlich inkrustiert pigmentiert.



    6: Spodocybe die erste

    +

    Chinesische Mykologen haben die Gattung Spodocybe letztes Jahr von Clitocybe getrennt.

    Das hier müsste wohl Spodocybe collina sein.


    Die Sporen sind sehr klein, selten über 5 µm lang.


    Die HDS ist braun pigmentiert, mit vielen halb aufgerichteten, keuligen Endzellen.



    7: Spodocybe die zweite


    Ich dachte erst das sind einfach kleinere Exemplare von der anderen Spodocybe.

    Zum Glück habe ich sie mitgenommen, ich denke nämlich das ist die ähnliche Spodocybe herbarum.


    Die Sporen sind viel schlanker, bis über 6.5µm lang, und mehr zylindrisch geformt.


    Auch die HDS hat eine völlig andere Struktur.



    8: Kein Trichterling

    Viele dieser braunen Pilze sind seitlich gestielt, und die braunen Lamellen verraten ihn auch: Pleurotus nebrodensis.


    Sporen in Wasser


    HDS intrazellulär pigmentiert.


    Danke fürs Mitlesen.


    Lg, Raphael

    Hallo Thomas


    Die Sporen und Zystiden erinnern an einen Risspilz aus der Gattung Mallocybe.

    Der Standort passt aber nicht. Man sieht ja immer wieder bodenbewohnende Pilze auf stark überwachsenem Holz (z.B. Täublinge).

    Ich würde deshalb nicht zwingend nur bei Holzpilzen suchen.

    Aber die meisten Mallocybe-Arten wachsen in Pioniervegetation, nicht im Moos.


    Kriegst du noch ein besseres Bild der Zystiden hin? In KOH, nach und nach etwas mehr quetschen bis sie einzeln rumschwimmen.

    Ich kann so nicht erkennen ob die Zystiden septiert sind oder nicht, und was die dominante Zystidenform ist.


    Gruss Raphael