Beiträge von Werner Edelmann

    • Für die zweite Art geistern drei Namen herum, die sich als Synonyme herausgestellt haben: M. strictipes ist wie ich jetzt sehe der älteste und somit gültige Name, M. subalpina und M. substrictipes sind jüngere Synonyme.
      Es spricht also nichts dagegen, den Fund als Melanoleuca strictipes zu kartieren. Im Florapp findest du alle drei Namen, das ist taxonomisch nie auf dem neusten Stand.

    GriasDi Raphael,

    das wusste ich nicht, dass die jetzt als synonym angesehen werden.

    Aber schön, dass nicht immer alles weiter aufgespalten wird und es auch mal in die andere Richtung geht.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Benjamin,

    klar...wenn jemand keinen Obstler mag,

    dann empfindet er den Geruch so wie Du ihn aus den Quellen zitiert hast.🙂

    Bei mir ist das anders.🙃

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Benjamin,

    bei Nr.1 könnt ich mir C. elegantior, Strohgelber Klumpfuß, vorstellen. Da müsste man aber zumindest die KOH- Reaktionen testen.

    Zu Nr.2 sag ich so ausm Stegreif nix. Cortinarius saginus hat aber auch jung keine blauen Lamellen. Der ist es also nicht.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    anbei eine Bestimmungsanfrage von H. Ostrow von der PKA Coburg.

    Es spricht viel für L. meleagris.

    Vllt habt ihr den schon mal gehabt und könnt die Bestimmung bestätigen.



    Funddaten:


    Gewachsen auf einem Haufen verrottenden Laubholzmaterials (wahrscheinlich Salix sp.)

    Beschreibung von H. Ostrow


    Fk: büschelig wachsend

    Hüte: 4-6cm breit, zunächst glockig, dann ausgebreitet, Oberfäche mit zentral dichten, nach außen locker verteilten, eingewachsen kleinen braun-schwarzen Schüppchen, Hutrand durchscheinend gerieft

    Lamellen: weiß, später mit blassgrünem Schimmer, dicht, frei am Stiel ansitzend


    Stiel: 6-8cm lang, 0,5cm dick, weiß, mit vielen braun-schwarzen Schüppchen besetzt, deutlicher aufsteigender Ring, bei Berührung stark orange-rot färbend, später schwärzend;

    Fleisch: weiß


    Sporen: 8-12/5-7µ, Form und Größe sehr variabel, elliptisch, glatt, dextrinoid (MR),

    Cheilozystiden: dünnwandig, bauchig mit apikalem dünnem Anhängsel

    Zunächst dachte ich an L. badhamii, doch sind die Sporen zu groß und zu breit. Nach den Untersuchungen würde ich den Pilz als Leucoagaricus meleagris ansprechen.


    Bei solch seltenen Pilzen bleibt immervein Restzweifel. Vllt kann den ja jemand ausräumen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    schaut mal genau hin. Die Milch gilbt sehr wohl! Der hat halt wenig Milch. Im Schnittbild ist das Gilben am Übergang Lamelle-Hutfleisch und auch am Stielrand zu sehen. Und beim Bild von der Hutunterseite sind die Milchtropfen deutlich gelblich.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Benjamin,

    Cortinarius sanguineus seh ich auch so.

    die stattliche Nr.4 ist Cortinarius saginus.

    Ein guter Speisepilz übrigens.

    Für typische C. anomalus fehlen mir bei Nr.2 die auffälligen ockerfarbenen Velumbänder am Stiel.

    Nr.3 kann schon C. brunneus sein. Da gibt's aber ein paar sehr ähnliche. Die Größe würd mich nicht stören.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Vielen Dank ihr beiden.

    Nicht Unterarten, echte Arten!

    Eine sichere Unterscheidung zu z.B. C. citrinofulvescens, oder C. tophaceoides geht wohl makroskopisch gar nicht. Das ist was für Spezialisten.

    Danke Werner. Ich finde die Arten C. citrinofulvescens oder C. tophaceoides auf Pilze 123 und im Fungi of Temperate Europe gar nicht. Sind diese nur in spezieller Schleierlingsliteratur genauer beschrieben? Haben diese denn auch den speziellen Geruch?

    Schau Dir auf der Seite vom Hias (interhias.de) mal seine Dokumentationen an. Da sind 3 als C. callisteus bestimmte Funde, ein als C. tofaceus bestimmter Fund und ein C. infucatus (das ist ein neuer Name für C. citrinofulvescens) dabei.

    Da kannst Du dir selbst ein Bild dieser schwierigen Gruppe machen.

    Dein Fund tendiert demnach wegen der weißlichen Huttrama eher zu C. citrinofulvescens / infucatus. C. callisteus sollte orangefarben durchgefärbte Trama haben. Inwiefern das von der Durchwässerung des Fleisches abhängig ist, weiß ich nicht.

    So jetz geht's aber ins Bett.

    Nicht Unterarten, echte Arten!

    Eine sichere Unterscheidung zu z.B. C. citrinofulvescens, oder C. tophaceoides geht wohl makroskopisch gar nicht. Das ist was für Spezialisten. Evtl wurde der Komplex schon in noch mehrere Arten aufgedröselt.

    Wenn Du ihn kartieren willst, sollte er deshalb als Bestimmung auf Aggregatsebene gekennzeichnet sein. Für eine spätere etwaige Nachbestimmung solltest Du aber dann auch einen Beleg machen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Benjamin,

    ja genau.

    In dem Komplex verbergen sich aber mehrere sehr ähnliche Arten. Wenn Du also noch ein "s.l." oder "Agg" dahinter machst, passt das. Der Geruch hat was von "U-Bahnschacht", "bremsende Tram" oder "heißem Blech"

    Schön, dass Du die Unterschiede zu C. limonius nachvollziehen konntest.

    An liabn Gruaß

    Werner