Ach ja, ein Schleimpilz. Da wäre ich definitiv nicht drauf gekommen ![]()
Ok, jetzt habe ich dazu auch etwas gefunden. Ein Stelzenschleimpilz vermutlich?
Ach ja, ein Schleimpilz. Da wäre ich definitiv nicht drauf gekommen ![]()
Ok, jetzt habe ich dazu auch etwas gefunden. Ein Stelzenschleimpilz vermutlich?
Sorry, hatte schon ohne Anhang gesendet, jetzt noch mit Bildern...
Hallo zusammen, bei einem heutigen Fund bin ich nicht mal sicher, ob es sich überhaupt um einen Pilz handelt. Auf Baumstamm in Moos. Könnt ihr mal draufschauen und mir eure Einschätzung sagen. Bei Berührung haben die Körper jedenfalls gestäubt.
LG Sebastian
Hallo Karl,
Vielen Dank für die vertiefende Erläuterungen. Die Auflistung im Schlüssel bietet einen schnellen Überblick. Auch den Hinweis, dass die Reaktion generell in der Sektion Conocybe zu finden sind, finde ich aufschlussreich.
Also nochmals vielen Dank
Gruß Sebastian
Hallo Karl,
zwecks tetraspora/tetrasporoides hatte ich mich schon gefragt, also unterschiedliche Taxa.
Ganz herzlichen Dank für das weiterführende Material, sehr aufschlussreich und anschaulich. Werde es bei Gelegenheit noch vertiefend studieren. Auch für den Schlüssel!!
Habe heute noch eine weitere Conocybeart im Wald gefunden und erstmal makro- und mikroskopisch festgehalten. Werde die nochmal in Ruhe schlüsseln bei Gelegenheit. Dann kann ich die neuen Erkenntnisse gleich mal ausprobieren. Anbei schon mal ein paar Bilder.
Muss noch rausfinden, wie genau man die Ammoniak-Reaktion überprüft. Bei Ludwig ist zu lesen, dass sich im mikr. Präparat an den Lamellenbruchstücken in Ammoniak feine lange Kristallnadeln ausbilden. Habe mir Bilder im Netz angeschaut. Bedeutet also die Lamelle in 25% Ammoniak einlegen. Bin etwas vorsichtig was Ammoniak anbetrifft.
LG Sebastian
Hallo Pablo,
vielen Dank für diesen wertvollen Tipp mit dem leicht verdünnten BWB, das werde ich so unbedingt bei Gelegenheit ausprobieren. Ich hatte noch Teile des Pilzes aufgehoben und auf einen Objektträger gelegt. Leider ist der Pilz nach zwei Tagen quasi vollständig mit dem Glas "verschmolzen" ![]()
... Deswegen bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als auf das nächste Exemplar für einen Versuch zu warten.
LG Sebastian
Guten morgen ihr zwei und danke für eure Rückmeldungen,
Karl: ich habe den Schlüssel aus dem Ludwig verwendet, nachdem klar war, dass es sich um Conocybe handelt. Ich hätte vielleicht noch erläutern sollen, weshalb ich anfangs verschiedene Arten betrachtet habe. Dazu muss man wissen, dass ich gestern 1. das allererste Mal überhaupt eine Conocybe unter dem Mikro hatte und 2. das erste Mal überhaupt Conocybe geschlüsselt habe. Bis gestern Mittag war mir quasi unbekannt, das lecythiforme Zystiden überhaupt ein so wichtiges (Alleinstellungs?)Merkmal der Gattung Conocybe ist. Das diese Form dort vorkommt war über entsprechende "Pilzanatomische" Literatur jedoch schnell rausgefunden.
Im Ludwig habe ich dann erstmal im Bildband geblättert, habe makroskopisch verglichen und das Vorkommen und Auftreten etwas quergelesen. In diesem Zusammenhang stößt man natürlich dann zum Beispiel schnell auf so Sachen wie C. juliana. Erst danach habe ich mich an die systematische Erfassung der Mikromerkmale gemacht und systematisch heißt in dem Fall, dass ich durch ständiges Querlesen im Schlüssel und unter den Arten überhaupt ersteinmal lernen musste worauf es ankommt. Ich denke, heute wäre ich bereits schneller unterwegs.
So bin ich am Ende genau zu deiner Einschätzung auch gekommen (siehe erster Beitrag). Die drei erstgenannten muss man ausschließen, nur C. subpubescens weisst weitestgehende makro- und mikroskopische Überschneidungen auf. Vorallem ist auch die Rötfärbung der 0,5-0,8µm dicken Sporenwand im Ludwig fettgedruckt.
Ansonsten weist der Ludwig in seiner Orientierungshilfe zur Bestimmung für Conocyben unter 4.3 insgesamt 4 Arten aus mit "Stiel mit einer ausgewogenen Mischung aus lecythiformen und nichtkopfigen Elementen". Von diesen scheiden drei aus, weil in wesentlichen Elementen nicht passend (Makroskopisch und von den Kaulos z.B. wäre auch C. pulchella denkbar, aber der hat ja noch größere Sporen und ist in KOH nicht rötlich). So bleibt C. subpubescens übrig, als eine Art, die in weiten Teilen passt. Aber ich sehe es wie du, eben nicht vollständig. Da komme ich eben an die Grenzen meiner Möglichkeiten. Daher die Frage, ob noch eine Idee besteht.
Die Sporengröße war schon ziemlich einheitlich, habe an verschiedenen Stellen immer wieder 10µm in der Länge gemessen. Aber eine ganz genaue Dokumentation der Streubreite hatte ich tatsächlich nicht mehr angefertigt.
Matthias: vielen Dank dir auch für den Hinweis auf C. tetrasporoides. Im Ludwig wird Conocybe tetraspora als Synonym für C. subpubescens aufgeführt. Sollte diese "Varietät?" ggf. noch kleinere Sporen haben und sonst gleich sein, wäre das natürlich möglich. Auf jeden Fall bin ich doch dann scheinbar ganz in der Nähe gelandet.
Herzliche Grüße
Sebastian
So, hier noch ein Pilzchen aus dem Garten,
entpuppte sich unter dem Mikroskop schnell als Conocybe, da lecythiforme Cheilozystiden (s. Bilder). Ansonsten gestaltet sich die Bestimmung schwer:
Sehr kleiner Fruchtkörper (0,5cm) , blass, milchkaffeeartig, eher nicht gerieft.
Vorkommen: Gartenwiese, ungedüngt. Gesellig zu zweit ![]()
Mikromerkmale: Sporen 10x5(6)µm mit Keimporus, relativ dickwandig, in KOH aus meiner Sicht rotbraun (siehe Bilder)
Basidien 4-sporig
Cheilos und Kaulozystiden lecythiform (siehe ebenfalls Bilder), Kopf wenige µm, Körper etwa 7µm
Zudem auch an Stielbekleidung aus meiner Sicht keulige Elemente mit Schnalle an Basis (vereinzelt)
dicke und dünnere Stielhyphen, letztere auch mit Schnallen.
Tja, für Conocybe juniana sind nach Ludwig die Cheilos und deren "Köpfe" viel zu klein; Ochrostriata passt von Hut und Kaulozystiden nicht. Hellere Arten wie pseudocrispa haben 2-sporige Basidien und scheiden daher aus. C. subpubescens kommt den Mikromerkmalen nahe, sollte aber nicht im Garten wachsen, wenn ich das richtig lese. Für den würde aber die Rötung der 0,8µm dicken Sporenwand in KOH sprechen.
Habt ihr noch Ideen?
Beste Grüße Sebastian
Das ist eben bei unreifen Sporen im Ascus sehr schwer zu beobachten
Hallo Pablo,
ja ich denke, das hat es schwierig gemacht, es waren keine freien (reifen) Sporen zu finden. Und meine Ansicht in Baumwollblau sah so aus wie der Teil deines Fotos, wo der ganze Schlauch blau ist. Da ist ja im Gegensatz zu den anderen Sporen nicht viel zu erkennen. Dieses schön herausgearbeitete zarte cyanophile Ornament (super Hinweis) wie auf deinem Bild konnte ich bei mir nicht entdecken.
Beste Grüße
Sebastian
Hallo folgende Peziza fand ich auf kalkreichem Boden bei Buchen:
Größe ca. 8cm, bräunlich, innen dunkler, außen rauh (siehe Bilder).
Geruch wie bei arvernensis beschrieben: Mein erster Gedanke im Feld war tatsächlich Richtung spermatisch (wird auch für arvernensis beschrieben), nach weiterlesen sofort klar: gummiartiger Geruch, wirklich deutlich (auch für arvernensis beschrieben).
Mikromerkmale: Sporen (ausgereift!?) 15x6µm (kleinere Sporen vielfach vorhanden, vermutlich unreif, große Streubreite der Sporengröße, siehe auch Bilder, z.B. _160410), Oberfläche rauh.
Asci im unteren Teil dextrinoid, Füße der Asci haben markante Form, Operculum deutlich amyloid.
Einfache Paraphysen
Zellstrukturen globos (für arvernensis subhymenial beschrieben)
Ich würde den bei P. arvernensis einordnen, obgleich da die Sporen noch etwas größer angegeben werden. Die Oberfläche scheint mir rauh, wirkliche Warzen (mit 0,5µm) sehe ich da aber nicht. Anfärben in Baumwollblau ist mir nicht gelungen bzw. hat für mich keine weiteren Erkenntnisse gebracht. Gerade wegen der Sporen besteht also etwas Unsicherheit. Was meint ihr?
LG Sebastian
Hallo Claus, sehr spannend, hat der einen Geruch. Marxmüller schreibt zum gelben romellii: schwacher Brotgeruch, später, am Exsikkat sehr intensiv.
vielleicht könnte das noch einen kleinen Hinweis bieten?
Beste Grüße Sebastian
Vielen Dank nochmals für eure Tipps und Ausdauer ...
Beste Grüße
Sebastian
Hallo Uwe,
Das war der erste Versuch und bestimmt lässt sich der Vorgang optimieren.
In der Tat habe ich die getrocknete Huthaut vorab nicht eingeweicht, sondern direkt in Karbolfuchsin auf Objekttger eingelegt für 8 Minuten. Habe dann das Präparat mit Wasser gespült und dann in mehreren Tropfen Lactoglycerol durch hin- und herbewegen mit der Pinzette entfernt. In jedem Tropfen etwa 20sec "geschwenkt". Danach in Wasser gequetscht und mikroskopiert.
Zerzupft habe ich es auch mit Präpariernadeln.
Nach einem zweiten Durchgang "Schwenken" des gleichen Präparates und direktem Mikroskopieren in Lactoglycerol nur dezent besser (siehe Bild)
Sooo, Lactoclycerol angekommen.
Das sind dann wohl die inkrustierten Primordialhyphen ...
Das sieht nach der Gattung Amanita aus, Fuss leider abgeschnitten, das wäre ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Einige Hinweise deuten in Richtung Perlpilz, die rötlichen Farben, die geriefte Manschette. Lamellen eng, weiss mit rosalichen Hauch (?). Eine endgültige Bestimmung ist natürlich nicht möglich. Die wichtigsten Merkmale könntest du noch besser in Szene setzen.
Herzliche Grüße Sebastian
Hallo Oehrling, vielen Dank für die ergänzenden Erläuterungen. Denke ich habe es jetzt doch nochmal besser verstanden. Jetzt gilt es glaube ich die Dinge mal selbst sichtbar herauszuarbeiten. Hab mir noch Huthaut aufgehoben, so dass ich hier schon mal die Chance habe IPH im eigenen Mikroskop zu sehen.
Beste Grüße Sebastian
Du weißt aber, dass du von hier keine Speisefreigaben bekommst?
Herzliche Grüße
Sebastian
Hallo Uwe, deinen Beitrag hatte ich irgendwie übersprungen, wahrscheinlich durch paralleles Schreiben. Danke auch dir für die Hinweise. Ja, beim Schärflichen war dann wohl etwas Einbildung dabei, wenns doch nun so eindeutig ist. Das hat mich dann beim Schlüsseln auch vom Weg abgebracht schätze ich.
Claus und Uwe, ja mit der Zuordnung der HDS Elemente tue ich mich noch schwer. Woran ihr jetzt genau IPH erkannt habt, bleibt mir verborgen.
Claus, ich denke Zeit lassen ist ein guter Tipp. Man muss die Elemente vielleicht auch mal deutlich gesehen haben, um sie dann sicher zuzuordnen ...
Beste Grüße Sebastian
Hallo Claus, vielen Dank für deine / eure Hinweise,
Wenn ich die Lieferung bekomme, werde ich die Primordialhyphen noch in Angriff nehmen.
Von der Schärfe könnte ich Stein und Bein schwören, dass der nach längerem Kauen eine leichte Schärfe gezeigt hat, in der Tat aber nur schwach ausgeprägt von mir wahrgenommen. Das passt dann aber gar nicht zum eindeutig Entlarvten. Tja, wie erklärt sich das jetzt
... vielleicht mit einer Geschmacksverirrung ![]()
Beste Grüße
Hallo Oehrling,
also, der Stiel liegt bereits einen Tag, daher nur ein Foto durch die Lupe vom angetrockneten Stiel (wahrscheinlich nicht wirklich aussagekräftig). Ich würde aber eher zu rau tendieren.
Das SV auf dem Stiel zeigt sofort eine kräftige (purpur)rote Reaktion. Sehr eindrücklich.
Karbolfuchsin habe ich, nach eurem Input habe ich mir noch Lactoglycerol bestellt, damit ich die Inkrustinationen dann auch herausarbeiten kann. Ich hatte dich so verstanden, dass die Einlage nur in Karbolfuchsin nix taugt. Die Huthaut habe ich aber getrocknet konserviert, vielleicht kann man das ja nachholen, falls die Lieferung nicht zu lange dauert.
Herzliche Grüße
Sebastian
Vom ersten Blick her dachte ich direkt an candolleana, vom Vorkommen, dem büscheligen, ja rasigen Wuchs und der Größe der Hüte, den Lamellen durchaus möglich. Scheint auch zurzeit verbreitet. Irritiert hat dann der Ring. Ludwig schreibt, das das Velum selten auch als unvollkommener Ring am Stiel zurückbleibt. Es gibt wohl noch den selteneren leucotephra. Also insgesamt sehr schwierig, wäre wohl aber auch bei Psathyrella gelandet. Mit etwas gutem Willen kann man denke ich sehr dunkle Sporen am Stiel erkennen.
Interessant wäre noch ein Schnitt durch den Hut. Lamellen schmal und insgesamt sehr dünnfleischig bei P.candolleana.
LG Sebastian
Hallo zusammen,
anbei präsentiere ich eine weitere Russula, deren Bestimmung mir leider nach wie vor sehr schwer fällt. Obgleich ich mittlerweile die CD von Marxmüller mit dem Schlüssel von Bresinsky vorliegen habe, tue ich mich sehr schwer. Hier die Details:
Russula mit leuchtend rötlich-orangenen Farben, in der Hutmitte dunkler (Richtung purpur?). Stiel fest, weiß, nach oben verjüngend. Lamellen eng gegabelt, cremefarben (Leider die Bilder aus dem Feld, verwackelt, habe Sie wegen der Farben dennoch mal angehangen).
Reaktion auf Guajak nur langsam, dann typisch blaugrün; Eisensulfat orange-bräunlich (ist auch nicht mehr das frischeste Eisensulfat). Huthaut zu etwa 1/3 abziehbar.
Geschmack erst nach längerem Kauen leicht schärflich, aber schon deutlich wahrnehmbar.
Sporenpulver würde ich 1b zuordnen (max. 2a, eher aber 1b), leider immer schwierig das aufs Bild zu transportieren.
Vorkommen: Bei Buchen, Wegrand im Wald, bekannt für sehr kalkhaltigen Boden.
Mikromerkmale: Sporen amyloid, 7(8)x8(7) µm mit zahlreichen Verbindungslinien.
HDS (tja, da waren Sie wieder, meine Probleme), ich meine Haare erkannt zu haben (siehe Bilder, leider nicht schärfer), in SV zeigen sich Zystiden, eine deutliche Schwarzfärbung sehe ich jetzt nicht, die Zystiden heben sich aber deutlich ab, keulig und mit Inhalt. Sind das dann Pileozystiden? Ich bin nach wie vor unsicher.
Tja, nach dem Schlüssel von Bresinsky bin ich Richtung R.aquosus: Standort passt nicht; R. atropurpurea: Sporenpulverfarbe und Farben passen auch nicht ganz; R.artrorubens: Farben zu hell, deutlich Scharf, passt auch nicht), in der Sektion „„Emeticinae““ hatte ich mich noch umgeschaut, da will aber so recht auch nix passen, zumindest springt nichts ins Auge.
Auf eure Einschätzungen freue ich mich,
Beste Grüße Sebastian
Ach Claus, nun auch noch gesehen ... auch dafür herzlichen Dank, werde mich einlesen ...
Hallo Oehrling,
ganz herzlichen Dank für deine umfangreichen Darstellungen. Damit verstehe ich schon deutlich mehr. Zu der Prozedur mit dem Entfärben hatte ich glaube ich schon mal eine Anleitung in Bildern gesehen, konnte das jedoch nicht richtig zuordnen.
Vor Kongorot bin ich wegen der gesundheitsgefährdenden Eigenschaften etwas zurückgeschreckt. Ich denke generell ist beim Einsatz der Chemikalien größte Vorsicht geboten, dennoch klingen die Warnhinweise im Zusammenhang mit Kongorot nochmal gefährlicher (so zumindest mein Eindruck), du schreibst es ja auch nochmal.
Die von dir beschriebenen DZY sind jene, die man (im Zusammenhang mit der Hutdeckschicht) auch als Pileozystiden bezeichnet, richtig?
Dank deines Beitrages ist mir der Einsatzzweck der unterschiedlichen Reagenzien, die Zielstellung und die Einsatzweise nun doch viel verständlicher. Dafür meinen ganz herzlichen Dank!
Beste Grüße
Sebastian
