Beiträge von Marcel

    Hallo Claus,

    eine wunderschöne Dokumentation.

    Meine Versuche farbechte Fotos von Russula vesca zu erstellen, brachten bisher deutlich schlechtere Ergebnisse!

    Die zurückgezogene Huthaut sieht man übrigens zumindest auf Bild 3 sehr deutlich:

    Du siehst da einen markanten Hutrand, der sehr deutlich ein Stück Lamelle freigibt.

    Viel deutlicher ist das bei denen, die ich so finde, selten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    ich habe mich entschlossen, hier noch ein wenig von meinem Halbwissen zum Thema gesundheitliche Schäden durch radioaktive Belastung weiterzugeben.

    Wer mehr weiß, möge mich gerne korrigieren. Ich habe Elektrotechnik studiert, keine Physik und keine Biologie oder schon gar keine Strahlenbiologie.

    Jede Strahlung, der man ausgesetzt ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krankheiten wie Krebs oder Blutkrebs zu erkranken.

    Dabei ist es nicht von Belang, ob die Strahlenbelastung aus natürlich Quellen (z.B. haben Gegenden um den in meiner Nähe gelegenen Donnersberg eine natürlich erhöhte Strahlung), beim Arzt beim Röntgen, beim Interkontinentalfliegen oder durch einen Kernkraftunfall ausgelöst wird.

    Es gibt eine Dosis, die die meisten Menschen nicht lange überleben. Die Belastung durch den Verzehr von Pilzen ist aber davon um Größenordnungen entfernt, selbst wenn man Pilze aus der dem Katastrophenort nahe gelegenen Staaten verzehrt.

    Es bleibt aber das Risiko, dass man zu denen gehört, die erkranken und nicht erkrankt wären, wenn sie die Pilze nicht gegessen hätten.

    Man kann vielleicht schätzen, dass von 100000 Menschen einer erkranken wird und ob es einein selbst trifft, hängt vom Zufall ab.

    Vor Tschernobyl stritten viele in der Öffentlichkeit die negative Wirkung geringer Strahlungsbelastung komplett ab. Sie erklärten sie sogar für gesundheitsfördernd.

    Man machte dann Untersuchungen im Umkreis von Gebieten mit natürlich erhöhter Radioaktivität und fand keine erhöhten Erkrankungsraten. Später hat sich herausgestellt, dass man nur genügend kleinteilig messen muss. Die Stellen mit erhöhten natürlicher Belastung sind nämlich eher klein. Wenn man da einen 50 Kilometer Kreis drum herum legt, findet man keinen Effekt.

    Nun war die radioaktive Belastung in Deutschland durch den Regen nach dem Tschernobylunfall sehr unterschiedlich. Die Belastung in Bayern allgemein und in bestimmten besonders betroffenen Gebieten in Bayern war um Größenordnungen höher als in den meisten anderen Teilen der Republik.

    In der Südwestpfalz gibt es auch einen Strahlungshotspot und da werden immer noch die Strahlenbelastungen der Wildschweine gemessen und man findet immer noch so hoch belastete, dass sie vom Verzehr ausgeschlossen werden müssen. Bei den Wildschweinen liegt das übrigens daran, dass die Hirschtrüffel verzehren, die Cäsiumsammler sind.

    Die Messungen in Bayern sind ein Anhaltspunkt dafür, wie sich die Situation in anderen Landesteilen entwickelt haben könnte, aber nicht mehr.

    Für die Bioverfügbarkeit der Radionuklide ist auch der Boden relevant, ich kenne dazu aber keine Studien, die dem systematisch nachgehen.

    Ich würde die Karte des radioaktiven Niederschlags ansehen und keine der bekannten Cäsiumsammlerarten (Maronen, Lacktrichterlinge etc.) aus einer besonders betroffenen Gegend verzehren.

    In Kaiserslautern gab es eine Belastung, die weit über dem lag, was wir sonst so abbekommen, aber das Risiko des Verzehrs dieser Pilze trage ich. Vom Verzehr von Pilzen aus dem betroffenen Gebiet in der Südwestpfalz nehme ich Abstand und in Bayern würde ich so etwas schon gar nicht verzehren.

    Gruß,

    Marcel


    .

    Hallo zusammen,

    leider gibt es für das angefragte Gebiet keinerlei Informationen.

    Die angeführten, von der DGFM veröffentlichten, geben für den Fragenden nichts her.

    Alle Orte, wo regelmäßig Proben genommen werden, befinden sich in Bayern.

    Man kann sich die Karte des radioaktiven Niederschlags nach Tschernobyl ansehen, die auch in dem Bericht enthalten ist, und schauen was damals das angefragte Gebiet abbekommen hat und das war es dann.

    Cäsium hat eine physikalische Halbwertszeit von ca. 30 Jahren.

    Ich habe mich damals recht intensiv mit den biologischen Folgen der radioaktiven Exposition auseinander gesetzt. Man muss da solche Dinge wie die biologische Halbwertszeit beachten - wie lange bleibt das Zeug im Körper.

    Die wiederum variiert sehr stark nach Radionuklid. Plutonium behält man bis zum Tod, Cäsium wird großenteils nach wenigen Tagen ausgeschieden.

    Menschen meiner Generation haben von den amerikanischen Atomwaffenversuchen lebenslang radioaktives Strontium in den Knochen.

    Um die Gesundheitsgefahren beim Pilzverzehr zu beurteilen, müsste man in dem angefragten Gebiet Proben nehmen und alle Radionuklide messen. Das macht keiner.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Luiz,

    bei Pilzen die roh bitter schmecken, intensiviert sich das häufig nach Zubereitung.

    Das zubereitete Gericht wird dann üblicherweise von den Essern verschmäht. Es gibt aber immer wieder Menschen, die nach dem Motto: "Es wird gegessen was auf den Tisch" kommt vorgehen. Die können sich dann auch Vergiftungserscheinungen zuziehen.

    Das Bittere sind Abwehrstoffe des Pilzes, die sollen aber nach Forschungen vor allem dazu dienen die Springschwänze vom Fressen abzuhalten.

    Die fressen nämlich sowohl Pilzfruchtkörper als auch Myzel.

    Bestimmungstechnisch könnte das dann laut Literatur ein

    Gelbblättriger Weißtäubling sein.

    Mit den Weißtäublingen habe ich aber eher wenig Erfahrungen.

    Grund: Die bleiben unter Umständen viele Wochen mumifiziert stehen und bei solchen halb verwesten Teilen nehme ich dann doch eher Abstand vom Kosten. zumal da keine lohnenden Speisepilze darunter sind.

    In der Literatur werden immer mal bestimmte scharfe Täublinge als giftig bezeichnet, aber in der Praxis schmecken die dann dermaßen unangenehm, dass man nicht so große Mengen verschlucken kann, dass es gefährlich wird. Deshalb heißen manche auch Speitäublinge.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Luiz,

    ich sehe nirgendwo Milch, würde also auf einen Täubling, konkret auf einen der Weißtäublinge tippen.

    Das ist aber nur geraten:

    Ein gewöhnlicher Weißtäubling könnte so aussehen, aber einiges anderes auch.

    Ich kann aber noch nicht einmal sicher einen Milchling ausschließen. Wenn das Teil schon seit Wochen vor sich hin trocknet, kommt da unter Umständen keine Milch mehr.

    Außerdem kann das auch ein ausgeblasster ursprünglich farbiger Täubling sein - ich sah neulich sogar Fliegenpilze, die nur noch Spuren von Rot zeigten.

    Der Habitus deutet aber auf Russula subgen. Compactae hin.

    Wenn ich den in der Hand hätte, würde ich eine Geschmacksprobe nehmen.

    Das ist ungefährlich, wenn Sprödblättler sicher erkannt ist.

    Der schmeckt dann mild (nach nichts), nussig, sofort scharf, verzögert scharf, pikant, nach Zedernholz oder bitter.

    Das alles noch in verschiedenen Nuancen.

    Um das zu beurteilen, braucht man aber einige Erfahrung.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Luiz,

    das zweite Bild zeigt einen

    Purpurfilzigen Holzritterling.

    Beim ersten solltest Du zunächst klären, ob das denn ein Sprödblättler ist.

    Die Konsistenz des Stiels kann man leider nicht per Foto detektieren.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Sebastian,

    der Meixner schreibt für turci:

    "Cy(Cysidien) in SV (Sulfovanillin)"

    "Höchstens an der Spitze blau; Str(Stielrinde) meist fast -"

    Zu amethystina und SV schreibt er nichts: da konnte er keine Reaktion feststellen heißt das normalerweise.

    Quelle:

    Meixner:Chemische Farbreaktionen von Pilzen 1975.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Norbert,

    mir war schon klar, dass der violacea in Laubwäldern vorkommen soll. Ich finde aber keine Quelle, in der jemand sicher behauptet, dass das immer so sein muss.

    Ich kann so etwas bei mir schlecht kontrollieren, denn mindestens irgendeine Birke finde ich bei mir immer, wenn ich gründlich genug suche.

    Aus meinen Bergurlauben weiß ich außerdem, dass viele Täublinge auch mit Pflanzen wie Zwergweiden oder Silberwurz können.

    In den Höhenlagen gibt es nämlich keine Bäume mehr. Mein Rekord für Täublingsfunde ist 2800 Meter auf einer Moräne.

    Sardonia glaube ich zu kennen. Sowohl was die Farben als auch was den Geschmack angeht, sehe ich Unterschiede.

    Der sollte schon auffälliger schmecken als nur scharf.

    Ich versuche immer auch bei den scharfen die Nuancen zu erfassen.

    Die Lärchen gehen bei mir üblicherweise nicht fremd, die sind von Gold- und Hohlfußröhrlingen belegt.

    Wobei es bei den Hohlfüßen noch drei verschiedene Farbvarianten gibt und jedes Myzel seine Farbe hat.

    Dann hoffen wir mal, dass sich das noch irgendwann klären lässt.

    Ich kann das nachfühlen: ich habe da auch noch einen Fall, bei dem ich das seit Jahren nach einer korrekten Bestimmung suche.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Norbert,

    für

    RUSSULA VIOLACEA

    wird angegeben

    Fleisch mit Guajak blau, Ammoniak (NH3) rosa, selten auch negativ.

    steht auch in meinem Meixner "Chemische Farbreaktionen von Pilzen"

    FL L rosa

    Fleisch Lamellen rosa

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Dominik,

    RHODOCOLLYBIA MACULATA = Gefleckter Rübling fällt mir da als erstes ein.

    Der schmeckt impertinent bitter und riecht auch schon sehr unangenehm.

    Ich hätte aber denn doch gerne den Lamellenansatz gesehen und da sind deine Bilder leider unscharf.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Pilzfranke,

    ich vermute, dass deine Bestimmung korrekt ist.

    Um Bestimmungen bei Täublingen abzusichern, muss man vor allem eine Geschmacksprobe machen.

    Der Buckeltäubling schmeckt nicht scharf. Insbesondere die Huthaut schmeckt aber merklich bitter.

    Wenn Du beides nachvollziehen kannst, kannst Du die Bestimmung als gesichert abhaken.

    Der Buckeltäubling ist streng an Kiefern gebunden, da muss also irgendwo eine gestanden haben, wenn es denn einer ist.

    Meines Wissens ist der Buckeltäubling der einzige Täubling, der einen solch deutlich sichtbaren Buckel ausbildet.

    Es können aber immer mal Wuchsabweichungen bei anderen Täublingen auftreten, die dann ähnlich aussehen.

    Es hilft ungemein, wenn da noch mehr Fruchtkörper desselben Myzels herumstehen, mit denen man dann prüfen kann, ob das ein Merkmal der Art oder des Einzelfruchtkörpers ist.

    Der wattige Stiel passt übrigens. Bei mir sind die öfter hohl und da wohnen dann Myriaden von Springschwänzen.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Claudia,

    Hallo Rudi,

    der Paracelsus hat natürlich Gültigkeit.

    Ich vertrete hier aber nicht meine Meinung, sondern das was ich von meinen Eltern und meinen Lehrern in der Schule gelernt habe.

    Insofern hat mich das schon verblüfft, dass das offensichtlich anderswo völlig anders gesehen wird und vor allem so heftige Reaktionen auslöst.

    Ich bin da emotionslos:

    Ich habe auch noch nie einen Fall einer Kahlen Krempling Vergiftung gesehen - obwohl die bei uns viel gesammelt wurden - aber wenn die Autoritäten vor der Gefahr warnen, akzeptiere ich das. Ich schau mir vielleicht noch die Quelle an, aber das war es dann.

    Außer dem Paracelsus kommt aber noch etwas hinzu:

    Ich könnte aus dem Stegreif eine ganze Menge Fälle aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis nennen, bei denen bestimmte Menschen auf bestimmte Pflanzen sehr heftig reagieren:

    Mein Vater konnte keine Bohnen mit der bloßen Hand angreifen, das löste bei ihm (Jahrgang 1928) heftige Hautreaktionen aus. Meine Haut zeigt keinerlei Reaktion.

    Eine Sportkameradin bekommt schwere Entzündungen beim Kontakt mit Brennesseln. Ich laufe denselben Weg und bis ich zu Hause bin, ist die Hautreizung weg..

    Ein Kollegin reagiert heftigst auf Erdnüsse.

    etc. etc.

    Wenn ich also irgendwo etwas lese, dass eine Vergiftung mit einer Pflanze auch mal schwerer ausfallen kann, schließe ich für mich daraus, dass ich das zwar für mich in Kauf nehmen kann, diese Entscheidung aber nicht für andere treffen kann.

    Genau so sahen das offensichtlich auch früher meine Lehrer.

    Ich bin da übrigens auch Erleidender:

    Weil es Menschen gibt, die so heftig auf Erdnüsse reagieren, kann ich im Bioladen keine Erdnusskekse mehr kaufen. Die Fabrikanten verzichten aus diesem Grund auf die Produktion.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Maria,

    bitte nehme Stellung zu meiner Aussage:

    "deine Verbreitungskarte ist sicherlich sehr interessant, aber,

    Sie endet 1996"

    Du schreibst

    "Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt."

    Dies ist schlichtweg falsch und außerordentlich schlecht recherchiert! Völliger Blödsinn sozusagen. Sorry Marcel."

    Ich nenne mal eine Quelle, die ich mittlerweile befragt habe:

    Marquardt / Schäfer / Barth Toxikologie:

    "Eine der bekanntesten Saponinpflanzen ist die Rosskastanie."...

    "Die Saponine werden häufig wenig oder gar nicht resorbiert. Infolge der grenzflächenaktiven Eigenschaften reichern sei sich in den Schleimhautzellen des Gastrointestinaltraktes.und führen zu Schädigungen in den Membranen der Schleimhautephitelzellen des Gastrointestinaltraktes und führen zu Schädigungen und starken Reizerscheinungen, die im Mund und Rachenraum zu einem Kratzen und Brennen, ferner zu Husten, Niesreiz, Speichel- und Tränenfluss führen. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen ... kann zu schweren Diarrhoen und zu schweren Elektrolytverlusten führen .. In schweren Fällen kann der Tod durch Schock eintreten"

    Die von Dir benannte Quelle zur Rosskastanie enthält einen kostenpflichtigen Artikel und dann so interessante Teile wie:

    Die Biergartenkastanie - eine Liebeserklärung an einen "bayerischen" Baum - LWF-

    Eine typisch objektive Quelle also.

    Ich habe zum Beispiel am Anfang Wikipedia zitiert, die sagt alle Teile der Rosskastanie giftig. Nun kann man über Wikipedia auch gerne diskutieren, aber dann bitte mit Hilfe besserer Quellen. Mein Römpp weiß dann noch was von verschiedenen Stoffen in den verschiedenen Pflanzenteilen, die offizinal sind.

    Ich sehe aber wenig ein, dass ich hier Quellen wälze während anderer Leute nur ihre nicht begründete Meinung weitergeben und mich dabei persönlich angreifen.

    Gruß,

    Marcel


    .

    Hallo Maria,

    deine Verbreitungskarte ist sicherlich sehr interessant, aber

    Sie endet 1996.

    Mir ist auch nicht ganz klar, wie das zu interpretieren ist:

    Ich finde:

    Im Quadrant Kaiserslautern kein Fund - in den umliegenden Quadranten 1-3 Funde.

    Das ist nicht so rasend viel, das würde ich für 1996 aber glauben.

    Ich habe zu dieser Zeit aber in Hessen (Hanau) gelebt und da gab es noch ganze Alleen mit Rosskastanien, so dass ich für dort genannten kleinen Zahlen nicht so ganz nachvollziehen kann.

    Dort waren das aber keine gewöhnlichen Rosskastanien, sondern rotblühende, da bräuchte man eine Aufschlüsselung, da gibt es aber wohl auch Hybride.

    Ich halte diese Karte also für wenig aussagekräftig.

    Ich habe übrigens nicht behauptet, dass Rosskastanien kontaktgiftig sind, das hieße man gesundheitliche Probleme bekommt, wenn man sie angreift. Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt.

    Rein praktisch ist das bei der reifen Frucht eher kein Problem, die Stoffe müssen ja erst mal an der Hand haften, bei der unreifen Frucht oder der grünen Samenschale ist das viel wahrscheinlicher.

    Ich weiß nicht wie das anderswo ist:

    Bei uns kann bei der Pflanzung von Bäumen im Stadtgebiet nicht einfach einer vom Gartenbauamt sagen, mir ist heute mal danach diese oder jene Art zu pflanzen.

    Der Stadtwald wird von der Reichswaldgenossenschaft bewirtschaftet und zählt zum Pfälzer Wald und der geht bis zur französischen Grenze.

    Für Bäume in der Stadt gilt: Das entscheidet der Stadtrat und das Ergebnis wird dann anschließend breit in der Presse diskutiert.

    Da wird leidenschaftlich diskutiert. Zunächst einmal muss das Teil in der städtischen Umgebung gut gedeihen. Viele Bäume aus dem umliegenden Wald eignen sich dafür nicht.

    Andere Bäume kommen mit unserem Sandboden nicht zurecht.

    Dann möchte niemand giftige Pflanzen haben, aber auch solche, die bei anderen Menschen Allergien auslösen z.B. Platane sind nicht mehr gerne gesehen.

    Vor Jahren gab es eine größere Diskussion, ob man Silberlinden pflanzen dürfe (Hummelsterben).

    Ich verfolge das seit den 1980er Jahren in der Zeitung. Eine Anpflanzung von Rosskastanien vorzuschlagen, hat sich in der Zeit keiner gewagt.

    Bei uns auf dem Friedhof lebt zum Beispiel eine starke Population von verwilderten Katzen. Wenn Du da etwas giftiges pflanzt, musst du mit heftigen Reaktion der Katzenfreunde rechnen.

    Du darfst übrigens auch in deinem Privatgarten nichts anpflanzen, was die Stadt nicht haben möchte.

    Die Aktivitäten eines bestimmten Automobilklubs, der sich beklagte, das wild gewordene Bäume harmlose Porschefahrer erschlagen würden, trug übrigens eher mehr zum Verschwinden der Alleen bei als die Krankheiten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    "Wenn also jemand behauptet, dass diese Webseite verlässliche Angaben über die mengenmäßige Verteilung von Baumarten in einem definierten Gebiet angibt, oder dies so darstellt, dann ist dies nicht ganz die Wahrheit, oder"
    Niemand hat so etwas behauptet.

    Lesen heißt das auf aufnehmen, was da steht und nicht das hineindenken, was man erwartet.

    Diese Seite stellt eine Datenbank für alte Bäume dar und von alten Bäumen hatte ich gesprochen.

    Die mengenmäßige Verteilung von Baumarten für den Pfälzer Wald findet man z.B. hier:

    Pfälzerwald – Wikipedia

    Wie man leicht feststellen kann, taucht da Edelkastanie mit 1% auf, aber nicht die Rosskastanie.

    Bei den Forstleuten findet man da möglicherweise auch noch Daten, aber die behandeln natürlich keine Solitaire, die irgendwo auf dem Dorf stehen.

    Ich frage mich natürlich, warum wir so wenige Rosskastanien haben.

    Dazu finde ich folgendes:

    Botanikus: Rosskastanie

    "Tiergiftig:

    Giftig für Pferde, Hunde und Katzen sowie für Hasen und Kaninchen. Die Symptome einer Vergiftung sind Pupillenerweiterung, starker Durst, die Tiere werden unruhig und leiden unter Magen- und Darmkrämpfen mit Durchfällen, Muskelzucken und Benommenheit. Der Tod ist bei starker Vergiftung bei Pferden nicht ausgeschlossen.

    "

    Man pflanzte in der Vergangenheit eher ungern Bäume, die Pferde umbringen können.


    Gruß,

    Marcel

    Hallo Harald,

    unter

    Gewöhnliche Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) in Rheinland-Pfalz

    sind 3 Rosskastanienbäume in Rheinland-Pfalz aufgeführt und die sind alle mehr als 100 km von mir weg.

    Deutschlandweit sind 194 Bäume aufgeführt.

    Mit "alte" Rosskastanie meinte ich die in dieser Datenbank aufgeführten.

    Die Rosskastanien, die wir hatten, standen bei Straßen.

    Ich weiß nicht wie das bei Euch läuft, aber sobald ein Baum sichtbar krank ist und der an einer Straße oder in der Nähe eines bewohnten Gebäudes steht,wird der gefällt.

    Wir haben vor ein paar Jahren auf diese Art und Weise eine uralte Eiche verloren. Verkehrssicherheit! Wie man hinterher sah, hätte die Eiche noch 100 Jahre stehen können.

    Nachtrag: Laut einer Broschüre des Landrats des Kreises Kaiserslautern gab es in Gerhartsbrunn - 31km entfernt - eine "junge alte" Rosskastanie, ob die aber noch steht, weiß ich nicht. Die Broschüre ist leider nicht datiert.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Mischa,

    wenn Du etwas nicht verstehst, mach dich erst mal schlau.

    Du behauptest, dass Dinge falsch sind, hast aber keine Ahnung und willst auch kein haben.

    Zitat Wikipedia:

    Maiglöckchen

    Vergiftungserscheinungen: Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze treten Haut- und Augenreizungen auf.

    Ich bringe Argumente, Du wirst beleidigend, pöbelst rum und sonderst nicht begründete Aussagen ab.

    Ich finde, dass Menschen die nicht in der Lage sind, Argumente für Ihre Meinung vorzubringen, schweigen sollten.

    Gruß,

    Marcel


    Hallo Claudia,

    ich habe die Angelegenheit mit den Maiglöckchen erwähnt, weil die für Kinder sehr attraktiv, aber relativ gefährlich sind.

    Der Ratschlag an uns Kinder war: Passt auf, die sind giftig, wenn ihr die angelangt habt, unbedingt die Hände waschen oder in der Not an irgendetwas abreiben.

    Wenn das nicht möglich ist, nicht die Hand zum Mund führen.

    Ich habe erlebt, dass andere Kinder Rosskastanien gekostet haben und auch geschluckt haben. Die mussten sich dann in der nächsten Stunde einmal kräftig übergeben und das war es dann.

    Wer die gleich angeekelt ausspuckt, wird den Effekt schon mal nicht haben.

    Rosskastanien werden auch in der pharmazeutischen Industrie genutzt, enthalten also potente Inhaltsstoffe.

    Ich mache heute Lauftraining mit erwachsenen Menschen und früher - als ich selbst noch Kind war - machte ich das mit jüngeren Kindern als Aufsichtsperson. In unseren Wiesen und Wäldern gibt es zahlreiche recht potente Giftpflanzen z.B. Fingerhut. Bei Kinder hat man immer das Problem, dass die Dinge auch mal anfassen wollen und wenn man Kinder dabei hat, denen niemand gesagt hat, dass das nicht immer gut ist, wird das als Aufsichtsperson stressig. Man kann kaum mehr als 3 Kinder gleichzeitig im Auge behalten. Wenn eines der Kinder einen gerade mit Beschlag belegt, nutzt gerne eines der anderen die Gelegenheit irgendwelchen Unfug zu machen.

    Die Erwachsenen weise ich übrigens auch auch die Giftpflanzen hin, wenn man da einen dabei hat, der das als Kind nicht gelernt hat, wird das auch gefährlich.

    Ich habe da durchaus auch mal Menschen aus anderen Ländern dabei, die die Pflanzen noch nie gesehen haben.

    Gruß,

    Marcel


      

    Hallo Mischa,

    ich wüsste nicht, was Dich dazu berechtigen würde, hier beleidigend zu werden.

    Du hast offensichtlich keine Argumente für deine Meinung und müsstest einsehen, dass Du Unrecht hast.

    Kleiner Tipp:

    Einfach mal den Mund halten und nachdenken, wenn einem die Argumente ausgehen!

    Ich hoffe, dass Du keine Verantwortung für Kinder hast!

    In meiner Kindheit, gab es einige schwere Vergiftungen von Kindern mit Maiglöckchen - Maiglöckchen sind deutlich giftiger als Rosskastanien, auch kontaktgiftig.

    Jeder Mensch, der sich nicht in einer Großstadt wie z. B. Berlin bewegt, sondern in die Natur geht, sollte frühzeitig lernen, was er da zu tun und zu lassen hat.

    Und was man da zu lassen hat, ist giftige Dinge ohne Handschuhe anzufassen, oder gar zu kosten.

    Selbst in der Großstadt sollten Kinder aber zum Beispiel begreifen, dass man die Hinterlassenschaften von Drogennutzern nicht angreift.

    In meiner Kindheit konnte es durchaus passieren, dass jemand seine Drogenreste an der Bushaltestelle weggeschmissen hatte, wo man als Schulkind in den Bus einstieg.

    In Parkanlagen, wo Rosskastanien in manchen Städten anscheinend noch stehen, würde ich schon mal gar nichts unnötig anfassen.

    Nicht nur wegen der Drogenreste:

    In meiner Kindheit gab es auch öfter mal Kinder, die eine intensive Entwurmungskur benötigten, weil sie Kontakt mit Hundekot hatten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Rudi,

    ich habe habe keine Kinder.

    Warum genau fragst Du das?

    Es gab damals durchaus auch andere Kindern, die haben sich an die Verbote nicht gehalten.

    Die mussten sich dann die Angelegenheit noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

    Sie haben natürlich versucht zu vermeiden, dass die Eltern das herausbekommen.

    Das gelang meistens auch, denn mit einmal würgen war das erledigt.

    Wiederum andere Kinden haben Fliegenpilze gegessen, um mal zu probieren, was passiert, wenn man die Verbote missachtet.

    Denen fiel das schwerer, denn das endete in Krankenhausaufenthalten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Harald,

    Rosskastanien wirst Du, wo ich wohne, im Umkreis von hundert Kilometern keine mehr finden. Man hat die von Kastanienminiermotte befallen Bäume gefällt. Wie geschrieben: Es gibt noch drei alte in ganz Rheinlandpfalz.

    Hallo Claudia,

    Rosskastanien habe ich nie probiert. Man hat man uns Kindern in den 1960er Jahren natürlich beigebracht, dass man giftige Pflanzen noch nicht einmal anfasst, geschweige denn kostet!

    Ich finde es verantwortungslos, mit Kindern Rosskastanien zu sammeln.

    Wie möchtest Du verhindern, dass ein Kind die anfasst und dann die Hand zum Mund führt?

    Ich kann nicht verstehen, wie man auch nur auf den Gedanken kommen kann.

    In einer Gegend, wo man mit dem Wald lebt, fiele das niemanden ein.

    Nur ein Beispiel: Jeder weiß bei uns auch, dass man Bucheckern in kleiner Mengen essen kann - wurde in Notzeiten auch getan - aber nicht zu viel, denn die sind ebenfalls erheblich giftig.


    Gruß,

    Marcel

    Hallo Oehrling,

    vielleicht sollte man den Rosskastanienbestand als schützenswertes Biotop anmelden?

    Nach Rosskastanienminiermotte und Bakterium Pseudomonas syringae werden da immerhin für ganz Rheinlandpfalz noch 3 alte Bäume gemeldet.

    Der Threaderöffner schreibt:

    "Beim Kastaniensammeln mit den Kindern mitten in der Stadt"

    Wer sammelt denn mit Kindern Rosskastanien?

    Bekanntermaßen gilt:

    "Alle Teile der Rosskastanien sind schwach giftig"

    Ich kenne auch niemanden, der sich in der Stadt eine Rosskastanie gepflanzt hat, hingegen viele die eine kleine Kastanie im Garten haben.

    Die bringt allerdings - wie beschrieben - nur kleine Früchte.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo,

    in der Vorderpfalz gibt es größere Esskastanienwälder, bei uns im Kaiserslauterer Wald Einzelexemplare.

    Die Einzelexemplare gibt es nach Überlieferung deshalb, weil da Viehhirten aus Langeweile "Guerilla farming" betrieben haben und Kastanien

    vergraben haben.

    Solche Bäume bringen aber in der Regel kleinfrüchtige Kastanien.

    Wer die Kastanien verkaufen will, muss veredeln.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Oehrling,

    wenn ich nach "imleria badia" googele habe ich deutlich weniger Treffen als für Maronenröhrling.

    Für mich ist nach Nennung eines neu geschaffenen wissenschaftlichen Namens statt eines altbekannten deutschen Namens oft Schluss:

    Den wissenschaftlichen Namen findet man nur in Spezialpublikationen, auf die der Normalmensch keinen Zugriff hat.In den bei mir recht zahlreich vorhandenen Büchern findet man schon mal gar nichts.

    Früher formte man Gattungen auch wesentlich nach dem Aussehen der Pilze. Das hatte den enormen Vorteil, dass man, wenn man sich die benannte Gattung ansah, auch gleich alle möglichen Verwechslungspartner hatte. Wenn dann in der Gattung eine neue Art beschrieben wurde, konnte man mit bisher vorhandenen ähnlichen Arten vergleichen.

    Mit der Einordnung nach Genetik fällt all das weg. Man findet auch nur sehr mühsam irgendetwas zu den neu geschaffenen Gattungen.

    Der Aufwand herauszufinden, wie das Teil oder seine früheren Verwandten mal hießen, ist erheblich und das kann ich mir oft zeitlich nicht leisten.

    Wenn ich es mache, kann ich dann meine alten Bücher zu Rate ziehen, in denen die Beschreibungen oft um Längen besser sind als in den aktuellen.

    In den alten waren die Pilze von "Kopf- bis Fuß" beschrieben inklusive der Variationsmöglichkeiten.

    Gruß,

    Marcel