Ich wußte nicht, dass es im Winter soviele Pilze gibt.

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 1.592 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Beorn.

    • Offizieller Beitrag

    MoinMoin!


    Den Ritterling würde ich auch so sehen, da ist der Geruch dann auch sehr wichtig.

    Ich könnte mir hier aber gut vorstellen, daß der beim Rumliegenlassen rötet bzw. an der Stielbasis blaue Flecken bekommt, und gelbliches Basismycel hat.


    Nr. 3 könnten ganz gut alte Mönchsköpfe (Infundibulicybe geotropa = Infundibulicybe maxima) sein.



    LG; Pablo.

  • Hallo Brigitte,

    den Magen sollten deine Prüflinge beim Geschmackstest auch nicht erreichen.

    Kleines Stückchen zum Beispiel mit dem Pilzmesser entfernen. Vorsichtig draufbeißen, ausspucken. Für Vorsichtige: Mund mit mitgebrachtem Wasser ausspülen.

    Bei den Erdritterlingsähnlichen gibt es auch nichts, was wirklich schlimm schmeckt - wie zum Beispiel bei den Täublingen.

    Man sollte sich nur sicher sein, dass es kein Tigerritterling ist, aber wenn man die Probe wie beschrieben macht, passiert da auch nicht viel.

    Ich hatte noch nie Probleme nach Geschmackstests bei Pilzen, obwohl ich immer mal wieder Zeug koste, von dem ich weiß, das es übel schmeckt - wie zum Beispiel grünblättrige Schwefelköpfe.

    Mir wurde aber mal recht übel, als jemand im Zug ein paar Sitze weiter einen rohen Paprika auspackte und verzehrte. Paprika ist für mich schon als Geruch unerträglich.

    Die Geschmackskomponente gibt es auch bei manchen scharfen Täublingen.

    Gruß,

    Marcel

    • Offizieller Beitrag

    MoinMoin!

    Da hat Marcel natürlich unbedingt recht, du aber auch, Brigitte:
    Kauproben / Geschmacksproben sollte man in der Tat nur dann nehmen, wenn man sich in der optischen Voreinschätzung des Pilzes sicher ist. Also genau weiß, in welche Gattung und in welche Sektion ein Pilz gehört, und ob bzw. was eine Geschmacksprobe bringen soll. :thumbup:
    Ansonsten macht es keinen Sinn, darum ist das schon richtig so, Brigitte, daß du da nicht einfach reingebissen hast.

    Wobei man auch keine Scheu haben muss, wenn man eine Kauprobe fach- und kunstgerecht durchführt: Da passiert auch dann nichts, wenn man es mit einem Pilz von der Giftigkeit eines Tigerritterlings zu tun hat.
    Aber es kann auch anders unangenehm werden: Tricholoma sciodes zB (Schärflicher Ritterling) finde ich eine unangenehme Art, obwohl die Schärfe bei der Kauprobe sich nur langsam aufbaut, und auch moderat bleibt, hat man hin und wieder noch lange Zeit danach ein komisches, kratzendes Gefühl im Mund. Hydnellum compactum (Derber Krokstacheling) funktioniert ähnlich.
    Ist letztlich harmlos, aber eben unangenehm.



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,

    dummerweise ist es leider so, dass der von Dir beschriebene Geschmackseindruck beim sciodes das entscheidende Bestimmungsmerkmal ist.

    Da gilt dann halt: Wer bestimmen will, muss leiden.

    Und da bei starker Durchnässung der Geschmack auch mal nur schwach ausfallen kann, muss man das üben.

    Früher habe ich bei "leicht" überständigen Goldröhrlingen vor dem Sammeln zum Verzehr einen Geschmackstest gemacht.

    Das ist vom Geschmackseindruck für mich deutlich schlimmer.

    Heute lasse ich bei Goldröhrlingen alles stehen, was nicht perfekt aussieht. Wenn man genau hinsieht, ist das Fleisch der übel schmeckenden gegenüber guten Exemplaren leicht verfärbt.

    Gruß,

    Marcel

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Marcel!


    Theoretisch ja. Wobei ich einigermaßen ideal ausgeprägte Kollektionen von sciodes inzwischen auch ohne Kauprobe einordnen kann - ideal meint aber auch, daß sie in der richtigen Umgebung wachsen sollten.



    LG; Pablo.