Beiträge von Steigerwaldpilzchen

    Hallo,


    Wow, ich bin sprachlos angesichts der tollen Zusammenstellung. Da wäre ich schon froh über einen Riesen-Rötling. Aber auch der Gelbflockige Wulstling, Runzelige Zwergmilchling und Glänzende Dotter-Täubling sind toll.

    Vielen Dank dafür, Karl. Ich glaube ich muss mal in die Eifel fahren =O.


    LG Thiemo

    Hallo Andy,


    Im Zweifel könnte man auch schnell mikroskopieren; Der Queraderige hat riesige Sporen und konstant zweisporige Basiden.


    Dass an diesem Standort beide durcheinander wachsen ist prima um die kleinen makroskopischen Unterschiede zu beobachten.


    VG Thiemo

    Hallo Jörg,


    Darf der auch Grübchen auf der Stieloberfläche haben? Die hatten meine Funde von gestern. Sie standen zwar unter einer Hainbuche aber Birken waren auch in der Nähe. Da käme dann Lactarius trivialis ins Spiel. Die Grübchen habe ich leider erst bei der Bilderschau entdeckt.

    Ich habe gerade mal ein paar Aufnahmen recherchiert und dabei einen L. circellatus mit 1-2 Flecken/Grübchen am Stiel entdeckt. Wäre für mich kein klares Ausschlusskriterium. Es gibt auch Fichtenreizker die hier und da ein Grübchen haben, obwohl das ja nicht sein soll. Wichtiger ist die deutliche Zonierung und der eher basische Standtart für L.circellatus, im Gegensatz zu dem sauren Birken/Fichten Standtort des meist nur konzentrisch gefleckten L.trivialis.


    Riesen-Scheidenstreifling Amanita ceciliae:

    Den in einem Park zu finden ist ja toll. Ich kenne ihn nur aus Mittelgebirgswäldern unter Rotbuche.

    Ich bin kein Amaniten-Profi, wüsste aber nicht was das sonst sein soll. Ich finde der hat so viele typische Merkmale (Größe, Velumfarbe, Stielnatterung), das ich mich getraut habe diesem Scheidenstreifling einen Vornamen zu geben.


    Dem jage ich auch schon seit Jahren hinterher und habe mir vorgenommen ihn in dieser Saison zu erlegen. Mit dem "Mendachs" hat es ja auch schon geklappt :D .

    Dafür fehlt mir noch so ein klarer Mendax.

    Edit: Ich habe noch ein vollständiges Schnittbild der Glatten Hexen hochgeladen.

    VG Thiemo

    Hallo,

    Bei dem momentanen Wetter gibt es ja zuhauf Pilze. Warum nur in die Wälder schauen, wenn doch so Parkanlagen auch ganz toll sind, stimmts Hannes2 ? :)

    Pilze wie gesät, man musste wirklich aufpassen nichts zu zertreten.



    Ich kann nur einen Teil der Funde zeigen, da ich irgendwann aufgehört hatte Bilder zu machen. =O

    Es gab in Scharen:

    1. Milder Kamm-Täubling Russula insignis




    2. Eichen-Heringstäubling Russula graveolens



    3. Gelbfleckende Speitäublinge Russula luteotacta


    Aber auch die MIlchlingsfraktion war nicht unterrepräsentiert:

    4. Gebänderter Hainbuchenmilchling Lactarius circellatus




    5. Schöner Zonenmilchling Lactarius zonarius - Trotz der queraderigen Lamellen, man beachte den flaumigen Hutrand!





    6. Im direkten Vergleich mit dem Queraderigen Milchling Lactarius acerrimus - ohne flaumigen Hutrand und mit dunklerem Sporenpulver!


    Kommen wir zu den Amaniten:

    7. Grüner Knollenblätterpilz Amanita phalloides (Bild leider nicht farbecht)




    8. Riesen-Scheidenstreifling Amanita ceciliae




    Und zum Schluss die Röhrlingsfraktion:

    9. Wurzelnder Bitterröhrling Caloboletus radicans




    10. Und mein persönlicher Erstfund:
    Glattstieliger Hexenröhrling Suillellus queletii




    Rotes Stielfleisch in der Basis




    Edit: Natürlich habe ich auch ein vollständiges Schnittbild:




    Amyloid mit Jod





    Sporen gedrungen




    VG Thiemo

    Hallo,


    Man muss nicht zwingend alle Täublinge probieren. Leicht kenntliche Arten kann man lernen und nach einiger Zeit auch ohne Geschmacksprobe ansprechen.


    Einen Apfeltäubling zeigt meiner Meinung nach keines deiner Bilder. Für konkrete Vorschläge braucht es aber ein paar zusätzliche Infos.


    VG Thiemo

    Bei der 1. Art keine Schärfe bemerkt, auch nach längerem Kauen

    Gut, dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten für die du dich entscheiden musst:

    - Milder Kammtäubling Russula insignis: Vollständig mild
    - Kratzender Kammtäubling Russula recondita: Mild aber beim kauen im Hals kratzend

    Beide kann man auch anhand der Stielbasis unterscheiden, jedoch ist diese abgeschnitten.

    EDIT: Beitrag aufgrund von geänderter Angabe hinfällig

    VG Thiemo

    Hallo Benjamin,


    meiner ganz persönlichen Meinung nach ist das Werk von Frau Marxmüller das beste deutschsprachige. Der in der CD-Version enthaltene Schlüssel von Bresinsky ist übrigens (nahezu?) identisch im Einhellinger gedruckt, um diese Überschneidung noch zusätzlich zu erwähnen.

    Der Einhellinger bietet dafür mehr an Beschreibung und Diskussion, auch in in puncto Verwechslung zu den dort vorgestellten Arten. Dies muss man im RUSSULARUM ICONES den (grandios gemalten) Bildern oft selbst entnehmen. Letzteres ist nun mal mehr als Iconographie als ein Bestimmungsbuch gedacht gewesen, nehme ich an. Trotzdem gibt es ja einen kurzen Text in dem Marxmüller auf makroskopische Feinheiten hinweist, die mikroskopischen Merkmale beschreibt sie ja in jedem Fall und meist zusätzlich noch einen Kommentar in französisch von Romagnesi (da gab im Internet auch eine deutsche Übersetzung davon). Mir persönlich reicht das in Kombination mit den Infos aus dem Schlüssel oft aus.

    Ansonsten schaue ich als zweite Anlaufstelle in den Sarnari, bevor Einhellinger oder der alte Romagnesi rausgezogen wird.

    VG Thiemo

    Hallo Rika,


    Marxmüller zeigt in Russularum Icones eine Kollektion Russula cutefracta, die sich im Nachgang bei der molekularbiologischen Untersuchung durch Felix und seine Kollegen als nicht konspeziefisch mit Russula cyanoxantha herausgestellt hat. Dort werden auffällige Merkmale wie ein sehr hartes Fleisch, das bräunen an Druckstellen, schmale gedrängte Lamellen und eine ausnehmend schwache Eisen(II)sulfat Reaktion (erst nach Stunden grünlich) neben der oft weniger farbenprächtigen, felderig aufgerissenen Hutoberfläche beschrieben.

    Ob Felix schon konstante makroskopische Merkmale ableiten konnte, kann ich nicht sagen.
    Sicherheit bei der Bestimmung bietet wohl momentan eine Sequenz.

    VG Thiemo

    Hallo,


    der Grüngefelderte ist ein ganz hübscher Täubling und meiner Meinung nach auch der kulinarisch Beste seiner Gattung. Leider finde ich ihn nicht jedes Jahr und dann auch nur einzeln.


    Russula cutefracta gibt es. L. Felix stützen molekulare Daten die Annahme, dass es mindestens zwei gute Arten der Frauentäublinge gibt. R.cutefracta lässt sich wohl klar von R.cyanoxantha abtrennen. Allerdings wird von Rika UmUlmHerum vielleicht nur eine Russula cyanoxantha mit aufgerissenem Hut gezeigt. Das gibt es nach wie vor auch noch. ;)

    VG Thiemo

    Hallo,


    Sehr interessant, was hier alles so geschrieben und gemutmaßt wurde. Letztlich gibt es wohl keine Patentlösung, daher kann man wirklich nur empirisch also durch Ausprobieren an die Sache rangehen um das ideale Ergebnis zu erhalten.


    Irgendwo hatte ich gelesen, dass ein Deckel eher hinderlich wäre weil wohl gelten soll:


    „Damit eine chemische Reaktion:

    A + B -> C + D

    vollständig stattfindet, müssen C und D ständig entfernt werden.“


    Dies trifft zum einen nicht auf alle chemischen Reaktionen zu und zum anderen hindert der Deckel das entweichen der Energie, fördert und beschleunigt also sogar den Garprozess. Das dann Wasser länger zurückbleibt ist klar, weil verdampfte Flüssigkeit durch Kondensation am Deckel zurückfließt aber doch nicht hinderlich, denn dadurch lässt sich länger garen ohne, dass etwas anbrennt.


    VG Thiemo

    Hallo,


    In jedem Fall ist das ein untypisches Exemplar.


    Auf dem ersten Bild wirken die Velumreste pyramidal auf mich, daher meine Vermutung. Die Knolle irritiert mich aber ebenfalls weiterhin, nur bin davon ausgegangen, dass die fehlenden Flocken abgewischt oder abgefallen sind.


    Mit dem Grauen Wulstling kann ich mich nicht so ganz anfreunden, da ich desen nur mit gräulichem und grobscholligem Velum kenne.

    Eher noch mit Haralds Vorschlag, wobei auch hier das Velum für mich untypisch wirkt.


    Viele Grüße

    Thiemo

    Hallo Karl,


    Danke fürs anschauen!

    Ja ich gestehe, um den Stiel habe ich mich gedrückt. Das stand auch im Gröger drin. Hier fehlt es noch etwas an Präpariertechnik. Bei den Risspilzen hab ich’s schon mehrfach versucht mir die Stieloberfläche anzuschauen jedoch vergeblich ohne Zystiden zu erkennen.


    Daher hatte ich mich auf die Cheilos gestürzt. ;)


    Viele Grüße

    Thiemo