Beiträge von Erich T

    Liebes Forum,


    wieder einmal wende ich mich ratlos an euch, da ich bei der Bestimmung dieses Pilzes nicht weiterkomme.

    Gefunden auf einem morschen, am Boden liegenden Birkenzweig, DM 4 cm (Bild 1 und 2). Das Hymenium ist stachelig ausgebildet. Makroskopisch lande ich bei einer Steccherinum Art, vielleicht S. boudotti.

    Die mikroskopischen Merkmale lassen mich aber zweifeln. Ich finde keine enkrustierten oder mit Kristallen besetzten Zystiden, die bei dieser Gattung doch vorhanden sein sollten. Die Stacheln sind bis 3mm lang, die Sporen messen 4,9-5,5x2,2-2,5µm und sind amyolid.


    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3: Hymenium in Kongorot


    Bild 4: Stachelspitze


    Bild 5: einige verzweigte Hyphen


    Bild 6: Schnalle?


    Bild 7: Sporen


    Vielleicht kann mich jemand auf die richtige Spur bringen,


    Liebe Grüße

    Erich

    Also ihr laßt jetzt einen völlig ratlosen Laien zurück. Am aussagekräftigsten erschient mir jetzt die makroskopische Beurteilung von Werner. Mikroskopische Merkmale sind, zumindest für mich, jetzt keine verlässlichen zu erkennen - die fehlenden Sporen einmal ausgenommen.

    Schon interessant, dass man nicht einmal die Gattung eindeutig benennen kann. Auf die Genetik werde ich mich natürlich nicht einlassen.

    ratlose Grüße

    Erich

    Hallo Werner,

    danke für deine Bilder, damit kann ich P. laevigatus ausschließen. Mein Pilz wuchs am vertikal stehenden Stamm und ist eindeutig rein resupinat.

    Christoph: hallo Christioph, ich bedanke mich für die wirklich interessante und aufschlussreiche Erklärung zu den Septen. In dem dichten Hyphengewirr iat es mir aber nicht gelungen etwas zu erkennen. Meine Beurteilung als dimitisch begründete sich auf mein letztes Bild. Da glaubte ich 2 verschiedene Arten von Hyphen zu erkennen:

    1. etwas oberhalb der Bildmitte eine ungefärbte Hyphe mit Septum und weiterem Durchmesser

    2. am unteren Rand des hellen Bildteiles schmälere, braune Hyphen. Ob die Septen besitzen traue ich mich nicht beurteilen.

    Vielleicht interpretiere ich die Bilder auch völlig falsch.

    Auf jeden Fall freue ich mich über eure Antworten, ich lerne allein aus der Art euren Überlegungen, worauf ich achten muß und versuche einen Blick für das "Wesentliche" zu bekommen.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Werner,

    habe mir nochmals alles angeschaut, Sporen konnte ich leider nicht finden, auch nicht mehrere Porenschichten. P. rhamnus ist sicher ein heißer Kandidat. Der könnte wirklich passen und Faulbaum ist durchaus möglich. Das Holz hat nicht nur unter dem Fruchtkörper, sondern im ganzen Querschnitt einen rosalichen Ton. In meinem Bestimmungsbuch "Poroid fungi of Europe" sind die Seten sind mit (16)20-30(40) x 6-8(11)µm angegeben. Meine gefundenen Seten wären dann zwar am unteren Spektrum anzusiedeln, aber noch im möglichen Bereich.

    rudi: auch hier sollten die Seten größer sein, sonst könnte er auch in Frage kommen.

    Eigentlich würde alles passen. Die Setengröße würde aber besser zu P. laevigatus passen, könnte auch der in Frage kommen?. Ich glaube aber, dass es sich tatsächlich um Faulbaum handelt.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Werner,

    ich weiß nicht was du mit geschichtet meinst. Und ich war der Meinung, dass P. punctatus keine Seten besitzt, kenn mich aber nicht wirklich aus bei dieser Gruppe.


    LG

    Erich

    Hallo Pablo,

    anhand dieses Bildes glaube ich, dass man den Pilz als dimitisch eistufen kann - d.h. also Phellinus sp.


    Ohne Sporen wird man wohl nicht weiter kommen in der Bestimmung.


    LG

    Erich

    Hallo Andreas,

    von den Seten her hätte ich auch Phellinus in die engere Wahl gezogen. Ich war mir aber nicht sicher, ob es auch da rein resupinate Pilze gibt.

    Danke auf jeden Fall für deinen Hinweis.

    LG

    Erich

    Liebes Forum,

    an einem stehenden, toten Laubbaumstamm (DM 4cm) auf einem Moorstandort fand ich diesen resupinaten Porling (Bild 1). Er wächst auf der Borke, ist bis 4mm dick und weist 4-5 Poren pro mm auf (Bild 2 und 3), Sporen konnte ich keine finden. Die Farbe würde ich als leicht lila, mit weißlichem Überzug beschreiben. In den Poren finden sich Seten, ca 20x8 µm (Bild 4). Ob es sich bei den "flaschenähnlichen" Zellen in Bild 5 um Zystiden handelt trau ich mich nicht zu entscheiden. Eine Basidie ist in Bild 6 zu sehen. In Summe komme ich bei meinem Bestimmungsversuch am ehesten zu Inonotus, ev. I. hastifer.

    Vielleicht kann mir jemand von euch mehr dazu sagen.


    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3:


    Bild 4:


    Bild 5:


    Bild 6:


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    ich habe die Funga Nordica benutzt. Darin ist C. ellisii gar nicht gesondert aufgeführt. Nach deinen Angaben scheint es, aufgrund der Sporengröße, klar C.ellisii zu sein


    LG

    Erich

    Liebes Forum,

    Am Rande eines Auwaldes auf einer Wiese fand ich zwei Tintlinge. Die Höhe war 10 bzw. 7,5cm, DM 4,5 bzw. 5cm. Stiel DM 4-5-mm. Die Hutoberfläche zeigte flockige Velumreste, der Hutrand begann bereits sich aufzulösen. Die Sporen 7,6-8,3 x 3,6-4,1µm zeigen einen zentralen Keimporus und sind ornamentlos.

    Für eine weitere Bestimmung fehlt mir das Fachwissen, mein Bestimmungsversuch führte zu Coprinellus domesticus - mit großer Unsicherheit.


    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3: Lamellen in beginnender Auflösung


    Bild 4: Stieloberfläche (Caulozystiden?)


    Bild 5: Velumflocken von der Hutoberfläche


    Bild 6: Velumflocken von der Hutoberfläche


    Bild 7: Basidie


    Bild 8: Sporen in Melzer


    Ich hoffe mit diesen Angaben kann jemand etwas anfangen und zu einer Bestimmung gelangen. Danke und liebe Grüße

    Erich

    Hallo Felli,

    bin nach deiner Methode vorgegangen, habe aber wieder nur sehr häufige, mehrzellige Sporen, wie in Bild 9, gefunden. Werde das in ein paar Tagen nochmals wiederholen, vielleicht ändert sich noch was.

    Auf jeden Fall danke,

    lg

    Erich

    Liebes Forum,

    bei meinem neuerlichen Versuch zu einer Bestimmung zu kommen, habe ich ein Perithecium in PEG eingebettet und geschnitten. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass ihr recht hattet mit der Vermutung, dass es sich bei meinen Bildern um zwei Pilze handelt. Ich konnte allerdings keine Ascien oder Sporen finden. Dass die Pilze unreif sind kann ich mir aber auch nicht vorstellen. Sie sind jetzt bereits 3 Wochen in der feuchten Kammer und größer als die untersuchten Exemplare werden sie nicht. Soweit ich das beurteilen kann, könnte es in Richtung Echinosphaeria gehen (wie Felli bereits angedeutet hat). werde das also als Vermutungsnamen verwenden, da ich nicht weiß wie ich weiterkäme.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Ingo,

    ich glaube, je mehr Exemplare man gesehen hat, desto leichter erkennt man die Unterschiede und die Variationsbreite der beiden Arten. Leider fehlt mir genau diese Erfahrung, werde aber in Zukunft mehr darauf achten.

    Danke für die hilfreichen Tipps.


    LG

    Erich

    Hallo Stefan,

    diese Gebilde in Bild 3 habe ichnicht deuten können. Deshalb habe ich auch mit dazu genommen. In den nächsten Tagen werde ich noch einmal eine Probe nehmen. Mal sehen ob man dann mehr sagen kann.

    Danke vorläufig und

    liebe Grüße

    Erich

    Hallo Felli,

    das kann ich nicht ausschließen. Die Probe stammt wie gesagt aus einer feuchten Kammer. Einen Schleimpilz vom selben Stück Holz hab ich schon vorgestellt. Wer weiß was sonst noch alles drauf wächst. Ich werde nochmal eine Probe nehmen, aber dass das Perithecium noch völlig unreif war glaub ich nicht.


    Auf jeden Fall danke und liebe Grüße

    Erich

    Liebes Forum,

    als erstes: ich weiß nicht, ob die Bitte um Bestimmungshilfe hier in der Kategorie Artenporträts richtig ist, oder ob sie besser im allgemeinen Teil der Bestimmungshilfen untergebracht wäre. Ich starte mal hier, bitte verschiebt den Beitrag, wenn nötig.


    Nun zu meinem Problem. Auf einem Ästchen, ca 2 Wochen in feuchter Kammer fand ich folgenden Pyrenomyceten.

    Perithecium ca 3 µm DM, schwarz

    Seten: septiert, transparent

    Asci: 8 Sporen, 70-100 x 7 µm

    Sporen: bin nicht sicher ob das doppelzellige Sporen sind (Bild 6 und 6) oder in Teilung befindliche?

    Die etwas dünkleren Hyphen in Bild 6 und 7 kann ich auch nicht zuordnen. Die ebenfalls dünkleren Sporen in diesen Bildern sind 1 - 3 -zellig. Sind das Konidien?


    Bild 1: Perithecium schwarz, DM ca 3µm;


    Bild 2: Perithecium gequetscht


    Bild 3:Seten septiert, weiss (transparent)


    Bild 4: Asci in Kongorot H20


    Bild 5:


    Bild 6: Sporen in den Asci


    Bild 7: Hyphen


    Bild 8:


    Ich bin ratlos und finde keinen Anhaltspunkt, der mich zu einer Bestimmung führen könnte. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Ulla,

    Vielen Dank für deine Bestätigung. Hat mich einige Zeit gekostet zu dieser Bestimmung zu kommen, umso mehr freut es mich, dass ich nicht völlig daneben lag. Ich finde es sehr spannend, was sich allesso entwickelt auf einem willkürlich gesammelten Ästchen.

    Liebe Grüße

    Erich

    Liebes Forum,

    nachdem ich gerade viele Informationen zum Sammeln und Aufbewahren von Schleimpilzen erhalten habe (siehe dieses Forum) möchte ich auch den Grund meiner Anfragen vorstellen.

    Fundort: ein kleiner Laubholzast, seit 2 Wochen in einer feuchten Kammer.


    Bild 1: Höhe der Fruchtkörper bis 1,5mm


    Bild 2: ein einzelner Fruchtkörper


    Bild 3: Sporen (7.32) 7,88 (8,47)µm, Capillitium


    Bild 4: Stiel des Fruchtkörpers


    Würde mich freuen, wenn jemand die Bestimmung bestätigen oder verwerfen kann.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    Gott sei Dank ist noch nicht alles auf moderne technische Geräte (z.B.: Feuerzeug) umgestellt. Das gibt Hoffnung. Man sieht welch weite Kreise solche Dinge ziehen können. Weder Streichholzherstellern, noch -benutzern wird jemals klar gewesen, sein welche Konsequenzen eine totae Umstellung haben könnte. Der Zusammenbruch der Schleimpilzforschung!

    ;)

    Spaß beiseite, danke für deinen Hinweis und liebe Grüße

    Erich

    Hallo Ulla,

    Das werde ich wirklich versuchen, mal sehen ob das gelingt. Gibt es überhaupt noch Streichholzschachteln? Werde mich bei rauchenden Kollegen umhören. Ich finde es schon wert, diese Funde zu bewahren, auch aus Vergleichszwecken mit weiteren Funden.

    Auch dir danke für deb fachlichen Input.


    Liebe Grüße

    Erich