Beiträge von Erich T

    Liebes Forum,

    da diese Pilzgruppe der Ascomycota im Forum noch nicht vorgestellt wurde, möchte ich Laboulbenia vulgaris, aus der Familie der Laboulbeniaceae vorstellen. Gefunden habe ich ihn auf dem Laufkäfer Bembidion properans. Die Laboulbeniaceae leben parasitisch auf Arthropoden (meist Insekten, manche auch auf Spinnentieren und Tausendfüsslern). Sie können dort in sehr großer Anzahl vorkommen, scheinen den Wirt aber nicht nenneswert zu beeinträchtigen. Manche Arten sind sehr spezifisch und kommen nur auf einer einzigen Wirtsart vor, manche scheinbar nur bei einem Geschlecht, oder nur auf bestimmten Körperpartien.


    Bild 1: Gesamtgröße: 300µm, wobei die Exemplare noch nicht völlig ausgereift sind.


    Bild 2:


    Bild 3: rechts sieht man den äußeren Anhang, links davon die kürzeren Anhänge mit den Antheridien, links außen das Perithecium in dem die Ascosporen gebildet werden.


    Viel Spaß beim Anschauen, vielleicht finden manche von euch diese Gruppe ja auch so interessant wie ich.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Ulla,

    danke für deine Erklärung. Nun wird es auch für mich verständlich. Ich finde es super, dass du die Geduld hast auch auf die Fragen eines Laien einzugehen. Ich profitiere sehr davon und finde, dass in diesem Forum auch Fragen gestellt werden können, die für die Fachleute trivial sind.

    Also macht euch auf weitere Anfängerfragen meinerseits gefasst!

    Liebe Grüße

    Erich

    Liebe Ulla und Pablo,

    jetzt bin ich vollkommen verwirrt. Dass Schleimpilze, wenn sie Sporocarpien bilden auch zelluläre Strukturen bilden, leuchtet mir ein. Ich glaube aber nicht, dass die von mir gefundenen Strukturen Sporocarpien darstellen. Ein skletotisiertes Stedium klingt für mich wahrscheinlicher, weiß aber nicht, ob das die zelluläre Struktur erklärt.

    Hebe jedenfalls das Ganze in eine feuchte Kammer gegeben. Es hat sich bisher nichts verändert, außer dass erste Spuren von Schimmelbildung auftreten.

    An Dacromyces glaube ich eher nicht mehr, da ich keinerlei Hyphen oder andere Strukturen eines Basidiomyceten finden konnte.

    Auf alle Fälle danke für eure Kommentare, mal sehen vielleicht ergeben sich noch neue Hinweise,


    liebe Grüße

    Erich

    Hallo Beli,

    vielen Dank für deinen Hinweis. Also doch kein Schleimpilz. Die zelluläre Struktur hätte mich gleich darauf hinweisen sollen.


    Liebe Grüße

    Erich

    Liebes Forum,

    an einem morschen, am Boden liegenden Laubbaumast (vermutlich Ahorn) fand ich diesen kräftig orangeroten Pilz. Ich vermute, dass es ein Schleimpilz ist, bin mir aber nicht einmal darüber sicher.

    Vielleicht kann mir jemand von euch mehr dazu sagen, und eventuell auch darüber worauf ich achten sollte um zu einer näheren Bestimmung zu kommen.


    Bild 1: Ast mit Pilz


    Bild 2: Pilz, auch in die Leitungsbahnen des Holzes eindringend


    Bild 3: Schnitt durch einen Pilz (nur ein Zelltyp zu finden)


    Vor allem der Schnitt durch den Pilz sagt mir überhaupt nichts. Er sollte doch aus einem Plasmodium bestehen und nicht aus einzelnen Zellen (Also doch kein Schleimpilz?)

    Hoffe auf eure Hilfe um ein klein wenig schlauer zu werden.


    Liebe Grüße

    Erich

    Liebe Mitglieder,

    gestern fand ich auf der Schnittfäche eines umgeschnittenen Ahorns folgende kleine Fruchtkörper. Durchmesser ca 0,6 mm. Ich würde sie unter Ascocoryne sp. einordnen, bin mir aber sehr unsicher.


    Bild 1: Fruchtkörper auf Ahorn

    34527480gm.jpg


    Bild 2: Fruchtkörper

    34527481wn.jpg


    Bild 3: Ascus: DM 17,2µm

    34527484bd.jpg


    Bild 4: Konidie?: L=38µm, DM=9,2µm

    34527485pl.jpg


    Vielleicht ist es möglich anhand dieser Angaben auf eine Art zu kommen, oder es kann mir jemand sagen welche Details sonst noch nötig dafür wären.


    Liebe Grüße

    Erich

    Liebe Forumsmitglieder,

    habe in einem Fichtenwald diesen Röhrling gefunden, den ich nicht zuordnen kann.


    Hut: dunkelbraun, DM 3,5cm, H: 8cm,

    Stiel DM: 1cm, mit braunen Längsstreifen (erscheint mir nicht als Netzzeichnung?)

    Röhren gelb, leicht ablösbar

    Schnittbild: im Bereich des Hutes eine sehr schwache bläuliche Verfärbung

    Geruch und Geschmack: angenehm nach Pilzen

    Sporenabwurf: oliv - graubraun

    Sporen: länglich, spindelförmig, (17,6-19,2) 18,5 x (5,99-6,9) 6,5µm


    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3: Schnittbild


    Bild 4: Sporenabwurf (in natura etwas olivtöniger)


    Bild 5:


    Irgendwie komme ich auf keinen grünen Zweig bei der Bestimmung. Sind weitere Details nötig?

    Bin gespannt, was das ist.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Tuppie,

    hab mir deinen Tipp zu Herzen genommen und einen Bratversuch gemacht. die Bitterkeit kommt dann wirklich deutlich zum Vorschein.

    Werde ihn also als Wurzelnden Bitterröhrling benennen.


    Danke an alle für Ihre hilfreichen Kommentare.


    Liebe Grüße

    Erich

    Danke für eure Rückmeldungen. Habe nach euren Anmerkungen auch eine Geschmacksprobe gemacht. Könnte man eventuell als leicht bitter bis neutral beschreiben. Ich bin aber nicht sehr gut im beschreiben von Geruch oder Geschmack. Jedenfalls schmeckt er nicht angenehm pilzig.


    LG

    Erich

    Gestern afnd ich folgendenPilz auf einer Wiese. Daneben ein Ahorn und eine Linde. Der Stiel ist deutlich genetzt, aber keine Spur von Rot. Der Querschnitt bläut sehr stark, am unteren Fuß aber eher rötliche Verfärbung. Auch die Huthaut bläut bei Verletzung, sowie die Röhren. Beim Abtrennen der Röhren vom Hut ist höchstens innen in Stielnähe ein Anflug von rosa zu erkennen. Die Röhren sind ganz außen rötlich gefärbt. In Zusammenschau halte ich ihn für einen Netzstieligen Hexenröhrling.








    Heute fand ich, 2 - 3 Meter entfernt weitere Röhrlinge, die ganz anders ausschauen. Ich habe keine Ahnung was das für welche sein könnten. In der Nähe dieses Standortes wächst auch eine Birke.

    Der Hut ist heller als der andere und bläut nicht. Der Querschnitt bläut sehr schnell und verliert seine Farbe nach ca 15min wieder vollständig. Der Stiel ist weiß, ich kann keine Flockung oder Netzzeichnung erkennen. Die Röhren sind gelb, fast zitronengelb.







    Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.


    Liebe Grüße

    Erich

    Ich möchte mich bei allen bedanken die sich die Mühe machen mir meine Anfängerfragen zu beantworten. Besonders aus euren Diskussionen kann ich viel lernen. Es ist mir vieles klarer geworden, einiges verstehe ich aber noch nicht ganz.

    -Sind auf meinen Bildern gar keine Aeciosporen zu sehen

    - kommen Aecio- und Uredosporen gleichzeitig und im selben Sporenlager vor?

    - welchen Sinn habe Uredosporen bei einem Pilz, der gar keinen Wirtswechsel macht. Es sind doch beide dikaryot und dienen der Verbreitung.


    Ich hoffe, dass ich mit diesen Fragen eure Geduld nicht überstrapaziere, aber ich versuche das wirklich zu verstehen.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    danke nochmals für deine Erklärungen, besonders hinsichtlich Aecio-/Uredosporen. Wahrscheinlich braucht man bei diesem Pilz mehr Erfahrung als ich besitze, um diese unterscheiden zu können.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    danke nochmals für deine Erklärungen, besonders hinsichtlich Aecio-/Uredosporen. Wahrscheinlich braucht man bei diesem Pilz mehr Erfahrung als ich besitze, um diese unterscheiden zu können.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    danke für deine Hinweise, ich bin froh, dass ich nicht völlig daneben liege. Mit den Uredosporen meinst du die Gebilde in Bild 6, die ich als Paraphysen angesprochen habe? Du siehst, ich bin noch nicht ganz firm mit der Nomenklatur dieser Organismen. Das mit den Fremdsporen habe ich mir fast gedacht, jetzt weiß ich es halt sicher.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    danke für deine Hinweise, ich bin froh, dass ich nicht völlig daneben liege. Mit den Uredosporen meinst du die Gebilde in Bild 6, die ich als Paraphysen angesprochen habe? Du siehst, ich bin noch nicht ganz firm mit der Nomenklatur dieser Organismen. Das mit den Fremdsporen habe ich mir fast gedacht, jetzt weiß ich es halt sicher.


    Liebe Grüße

    Erich

    Diesen Rostpilz fand ich, am 22.7.2018 am Wegrand eines Auwaldes, auf Rubus sp.(Brombeere). Zur näheren Bestimmung der Wirtspflanze fehlt mir aber Geduld und Wissen. mit Hilfe von KLENKE/SCHOLLER: Pflanzenparasitische Kleinpilze, bin ich auf Phragmidium violaceus gekommen. Erstens bin ich mir bei der Bestimmung nicht ganz sicher (auch Ph. bulbosus käme in Frage) und zweitens kann ich einige Strukturen die ich fand nicht sicher interpretieren.


    Bild 1: Blattoberseite von Rubus sp.


    Bild 2: Blattunterseite von Rubus sp.



    Bild 3: Phragmidium violaceum auf Blattoberseite, DM ca. 1,1mm


    Bild 4: Aecien auf Blattunterseite


    Bild 5: Aeciosporen 47,3x39,5µm-37,0x31,0µm in KOH)


    Bild 6: Aeciosporen (und Paraphysen?)


    Bild 7: Teliosporen??


    In Bild 6 sind neben den Aeciosporen Strukturen z sehen, die ich als Paraphysen deute, ist aber eher geraten. Die dunklen Gebilde in Bild 7 sind meiner Meinung nach zu klein für die Teliosporen, da ich aber keine Ahnung habe was sie sonst sein könnten nenne ich sie vorläufig so. Ich hoffe jemand kann mir dazu ein paar Hinweise geben.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Stefan,

    dieses Buch werde ich mir wohl zulegen, da mich diese Organismen sehr zu interessieren beginnen. Auch wenn es für einen Hobbymykologen nicht immer möglich ist einen Pilz bis zur Art bestimmen, aber wie du anmerkst, ist das auch für Fachleute nicht immer einfach.

    Auf jeden Fall bedanke ich mich, dass ihr so viel Zeit aufgewendet habt, einem interessierten Laien weiterzuhelfen.


    Liebe Grüße

    Erich

    Liebe Julia

    Das ist in der Tat äußerst verwirrend. Man müsste also den gesamten Lebenszyklus, inklusive Wirtswechsel eines Pilzes verfolgen um eine Art genau ansprechen zu können. Und selbst dann: wenn ein Wolfsmilchrost auf zwei verschiedenen Zweitwirten wechseln kann - ist das einfach im Rahmen seiner Variationsmöglichkeiten, oder sind es dann 2 verschiedene Arten?

    Ich möchte die nomenklatorische Diskussion gar nicht weiterführen, da mir ohnehin das Basiswissen fehlt, sondern nur meine Verwirrung zum Ausdruck bringen.

    Auf jeden Fall danke für deine Bemühungen mir ein wenig Klarheit zu verschaffen.

    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Julia,

    vielen Dank für deine Erklärungen. Du hast mir die Fragen worauf es mir ankommt beantwortet: die mir unbekannten Zellen sind also Zellen der Pseudoperidie. Zur Nomenklatur hätte ich noch eine Frage. Du nennst den Pilz Aecidium petasites, der dann auf Gräser wechseln kann und dann Puccinia poarum heißt. Ich weiß, dass diese Pilze einen Wirtswechsel machen und auch unterschiedliche Strukturen auf den Wirten ausbilden. Aber rechtfertigt das auch einen Wechsel des Namens, oder ist das bei dieser Gruppe üblich.

    Ich hoffe das sind nicht allzu dumme Fragen, aber du siehst, ich habe hier nicht viel Erfahrung.


    Liebe Grüße

    Erich

    Hallo Pablo,

    danke für den Hinweis, dass die Bilder nicht sichtbar waren. Habe das nun korrigiert und hoffe es funktioniert jetzt. Werde mir auch das Phyto Forum ansehen, das ich bis jetzt nicht kannte.


    Liebe Grüße

    Erich