Beiträge von frank2507

    So, gestern habe ich mit Zuehli zusammen einen richtigen Gold-Täubling gefunden. Beigefügt die Fotos mit dem gelben Hutfleisch, den chromgelben Lamellenschneiden und Stiel. Der zweite Fund dieser seltenen Art, mein Erstfund liegt viele Jahre zurück.


    Grüße,


    Frank


    Hallo Daniel!


    Dieses Jahr habe ich auch schon mehrere Riesenboviste gefunden. Wenn Du etwas tiefer in die kulinarischen Möglichkeiten des Riesenbovists einsteigen möchtest, empfehle ich Dir diesen ausführlichen Bericht:


    The Giant Puffball – Nordic Food Lab Archive


    Leider in englischer Sprache, aber allem Anschein nach haben die sich speziell mit dem Riesenbovist intensiv beschäftigt.

    Hier im Forum gibt es geteilte Meinungen über die kulinarischen Qualitäten. Böse Zungen behaupten sinngemäß


    sieht aus und schmeckt wie Styropor.


    Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Nach vier Jahren Fruktifikationspause konnte ich heute zwei junge Königskinder entdecken:



    Heute gab es aber noch weitere bemerkenswerte Funde, hier ein Strubbelkopfröhrling:



    Keine wirkliche Rarität, aber auch nicht sooo häufig:



    Seltener als der Strubbelkopfröhrling ist - zumindest hier in Mittelhessen - der Riesenrötling Entoloma sinuatum. Im wärmebegünstigten Süddeutschland mag das anders sein, in Frankreich soll er gar für einen erheblichen Teil der Pilzvergiftungen verantwortlich sein. Der Geruch ist angenehm süßlich-mehlartig, ohne die unangenehme ranzige Komponente des Maipilzes.



    Ein "Perser" ist dieser raue Wulstling Amanita franchetii, den ich zunächst nicht zuordnen konnte ( .... wat is das denn? Grauer Wulstling mit gelben Velumflocken? Varietät?). Danke an Zuehli für die prompte Aufklärung!



    Die Feuchtigkeit der vergangenen Wochen hat wirklich tolle Funde im (kalendarischen) Hochsommer ermöglicht. An eine solche Artenvielfalt schon Mitte Juli kann ich mich nicht erinnern.


    Beste Grüße,


    Frank

    Nicht unerwähnt bleiben sollten auch gelegentlich vorkommende Albino-Formen von A. phalloides. Letztes Jahr im November hatte ich einen Hexenring voller A. phalloides unter der Hainbuchen-Hecke von einem Supermarkt-Parkplatz gefunden. Ein reinweißes Exemplar war dabei. Olivbraune Exemplare, bei denen die typisch grüne Farbe kaum noch wahrzunehmen ist, sind mir auch schon untergekommen.


    Gruß,


    Frank

    Danke für den Hinweis mit der goldgelben Farbe unter der Huthaut, diesen Test kannte ich noch nicht. Dass FeSO4 mit derart vielen Täublingen eine Farbreaktion ergibt, war mir ebenfalls unbekannt. Ich muss mir unbedingt Phenol und Guajak besorgen, damit ich zusätzliche Tests durchführen kann.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Vor ca. 20 Jahren hatte ich einmal Gold-Täublinge in voll ausgereifem Zustand gefunden. Diesmal habe ich ein einziges junges Exemplar unter Buchen-Eichen-Mischwald gefunden, das ich ebenfalls für einen Gold-Täubling halte. Lamellenschneiden zwar nicht chromgelb, aber schon mit deutlichem Gelbstich. Geschmack völlig mild auch nach längerem Kauen.


    Laut Wikipedia soll Eisensulfat eine rosa bis blass brau-graue Farbreaktion verursachen, das dürfte passen (letztes Foto). Guajak und Phenol zur weiteren Absicherung habe ich leider nicht. Gibt es denn ersthafte Zweifel oder kann ich den für die Kartierung melden?


    Beste Grüße,


    Frank



    Hallo und Danke für die Rückmeldungen. Vor ein paar Jahren hatte ich in etwa 1,5 km Entfernung Tintenfischpilze gefunden. Hexeneier haben etwa Walnussgröße oder noch größer, diese Exemplare etwa Kirschgröße. Leider konnte ich nix zum blauen Basalmycel finden, das halte ich für sehr markant. Oder hat jemand sowas schon mal gesehen?


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen,


    heute habe ich in einem Buchen-Eichen-Kiefern Mischwald an einer sonnenexponierten Stelle mehrere kleine Hexeneier gefunden. Zwei Exemplare habe ich entnommen und durchgeschnitten, dabei ist mir hellblaues Basalmycel aufgefallen, habe ich so noch nicht gesehen.


    Für ein Stinkmorchel-Hexenei erscheinen mir die Exemplare zu klein. Kann man schon jetzt eine Bestimmung vornehmen oder muss ich mich noch ein paar Tage gedulden, um die Entwicklung der verbliebenen Exemplare zu beobachten?


    Beste Grüße,


    Frank



    Hallo Wolfgang!


    Danke für den heißen Tipp. Leider habe ich weder Mikroskop noch tiefer gehende Literatur, eine Google Suche führte mich aber zu einer englischsprachigen Webseite, darin wurde E. rhodopolium wie folgt beschrieben:"

    before the gills turn pink it could perhaps be mistaken for a Buttercap, Rhodocollybia butyracea.

    "


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen,


    heute habe ich wieder mehrere Stellen mit jeweils dutzenden Fruchtkörpern einer (vermutlich) Entoloma-Art gefunden. Eichen-Hainbuchen-Habitat, basischer Basaltboden, ca. 270 Meter über NN.


    Größe der Fruchtkörper bis ca. 12 cm Durchmesser, Stiel innen hohl oder zumindest wattig, junge Fruchtkörper zunächst dunkelbraun bis dunkelgrau, dann ausblassend, oft radialfaserig, teilweise hygrophan wirkend. Kein auffälliger Geruch festzustellen. Lamellen zunächst weiß, dann zunehmend rosa bis sogar fast rostfarbig gefleckt.


    Ist das überhaupt eine Entoloma??


    Bei Marcel Bon konnte ich nix passendes finden, bin - wie immer - ratlos ...


    Grüße,


    Frank


    @ Tuppie: bei der Fülle und Artenvielfalt nehme ich die 40 km Fahrtstrecke (ich komme aus der Nähe von Gießen) gerne in Kauf.


    Hannes2: im Jahr 2006 oder 2007 hatte ich schonmal ein Massenvorkommen an "Spätsommertrompeten" im August. Den Hasenröhrling habe ich auch letztes und vorletztes Jahr gefunden, allerdings in Mainfranken. Mittlerweile kenne ich vier Standorte, nachdem ich jahrzehntelang vergeblich gesucht hatte (ich interessiere mich seit den 1980er Jahren für Pilze).

    Hallo zusammen!


    Viel Regen kann katastrophale Folgen haben, wie einige Orte schmerzlich erfahren mussten. Andererseits kann reichlich Regen auch ein Segen für den Wald und das Pilzwachstum bedeuten, wie ich heute bei meinem Rundgang im Bereich Herborn/Dillenburg feststellen konnte. Schon beim Aussteigen aus dem PKW wurde ich von zwei grüngefelderten Täublingen "begrüßt". Dann ging es "Schlag auf Schlag", so viele Pfifferlinge habe ich noch nie an einem Tag gefunden, nur vereinzelte Schnappschüsse gemacht. Highlights waren für mich die "Sommertrompeten" am 15. Juli (so früh wie noch nie), mehrere Hasenröhrlinge und die (leider nicht fotografierten) Brätlinge.


    Grüße,


    Frank



    Hallo Harald!


    Bin gerade aus Bayern zurück und habe das Exemplar geerntet und beschnuppert. Ist dank feuchtwarmer Witterung noch ein ganzes Stück gewachsen. Geruch deutlich wahrnehmbar, kann man durchaus als "halogenartig" bezeichnen, allerdings nicht so stechend wie das bei Chlor oder Brom der Fall ist. Möglicherweise steuern die Erdanhaftungen etwas zum Aroma bei.


    Morgen muss ich sowieso nach Wetzlar und könnte dir eine Probe vorbei bringen, wenn du magst. Ein kleines Stück würde ich mal gut durchbraten und probieren. Roh sehr giftig, ich weiß, soll aber gut durchgebraten Speisemorcheln geschmacklich nicht nachstehen.


    Beste Grüße,


    Frank


    Servus Harald!


    Den Morchelbecherling wollte ich nicht abschneiden und bei den Fotos bin ich nicht allzu dicht mit der Nase heran. Wenn das Exemplar am Freitag noch intakt ist, werde ich genau schnuppern.


    Beste Grüße,


    Frank

    Einen schönen guten Abend,





    heute ist dieses kapitale Einzelexemplar zwischen Efeuhecke und Feige in meinem Garten aufgetaucht. Oval, Abmessungen ca. 14 x 9 cm. In ein paar Meter Entfernung stehen diverse Rosaceae (Apfel, Kirsche, Pfirsich und Zwetschge). Schnittbild, Geruch, Geschmacksprobe etc. werde ich noch nachreichen. Ich stand ziemlich unter Zeitdruck und konnte vor meiner Fahrt nach Bayern nur schnell ein paar Fotos machen, kurz zuvor hat es geregnet.





    Jetzt in Bayern angekommen, versuche ich die Bestimmung allein anhand der paar Fotos und lande beim Morchelbecherling. Irgendwelche Einwände bzw. Verbesserungsvorschläge?





    Beste Grüße,





    Frank



    Danke für die prompten Rückmeldungen. Den Schwefelporling hatte ich gar nicht auf dem Schirm, weil mich das Hymenium in die Irre geführt hat.


    Ja, klar, je älter desto heller der Hut beim Schwefelporling. Da die Exemplare schon ein paar Monate auf dem Buckel haben, können die fast weiß werden.


    Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Nach monatelangem Lockdown mit den damit verbundenen Bewegungseinschränkungen habe ich den trockenen Sonntagnachmittag für eine Radtour entlang des bayerischen Untermain zwischen Aschaffenburg und Miltenberg genutzt. Nach Pilzen wollte ich gar keine Ausschau halten und hatte auch weder Sammelkorb, Messer noch Fotoausrüstung dabei, nur mein Handy für Notfälle.


    Unverhofft kommt oft, etwa 50 Meter vom Radweg entfernt haben helle Flecken auf einem riesigen Baumstumpf (fast zwei Meter Durchmesser, Weide?) meine Neugier geweckt.


    Der Zustand dieser "Pilzleiche" ist natürlich alles andere als gut. Könnte das mal ein dorniger Stachelbart gewesen sein? Was besseres fällt mir gerade nicht ein. Geruch unauffällig, Fleisch nicht zäh, Geschmack habe ich natürlich nicht geprüft.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Tuppie!


    Die Amselpopulation hat in den letzten Jahren wegen dem Usutu-Virus in einigen Regionen Deutschlands drastisch abgenommen, hinzu kommt das von dir völlig zu Recht angesprochene Katzenproblem. Letztes Jahr musste ich im Sommer mehrere tote Amseln einsammeln, diese Kadaver habe ich an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg geschickt, dort läuft aktuell ein Usutu-Monitoring-Programm:


    BNITM - Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin - Presse: Amselsterben durch Usutu-Virus erstmals in Hamburg


    Seit die Katze von der Nachbarin das zeitliche gesegnet hat und mein Grundstück nicht mehr unsicher macht, habe ich deutlich mehr Gäste. In den letzten Tagen gesellen sich zu den Amseln auch reichlich Stare. Meine Futtermischung besteht aus zarten Haferflocken aus dem Supermarkt, die ich mit Sonnenblumenöl tränke. Dazu kommen noch ungeschwefelte Rosinen, von dieser Mischung habe ich in wenigen Tagen mehrere Kilogramm verfüttert. Gehackte Erdnüsse und geschälte Sonnenblumenkerne werden dagegen nicht so gerne angenommen. Gleiches gilt für die mit Kokos- oder Palmfett zubereiteten käuflichen Futtermischungen.


    Der Schnappschuss ist vom vergangenen Wochenende.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo und Danke der Nachfrage, mir geht es bestens *rülps*


    Natürlich habe ich die überständigen Exemplare ausgemustert, siehe beigefügte Fotos.


    Beste Grüße,


    Frank


    ... hat Schwiegermutter gestern beim Waldspaziergang eine kleine Portion für die Bratpfanne gefunden. Die erste Pilzmahlzeit dieses Jahr.


    Grüße,


    Frank


    Hallo Andreas!


    Könntest Du den Geruch der Dünen-Stinkmorchel beschreiben? Wikipedia schreibt dazu :


    "Die Dünen-Stinkmorchel verströmt einen starken Geruch, riecht jedoch, im Gegensatz zur Gemeinen Stinkmorchel nicht nach Aas."


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Das ist ein Lichtreflex auf der feuchten Hutoberfläche, der Steinpilz ist m.E. in einem guten Zustand. Anders ist die Sache bei den Semmelstoppelpilzen, da musste ich einige Frostschäden (wässrig-glasige Konsistenz) wegschneiden.


    Grüße,


    Frank