Beiträge von frank2507

    Hallo Thomas!


    Der Hut sollte schleimig-flutschig sein, trifft das auch zu?


    Vor einigen Jahren hatte ich diese Exemplare gefunden, die mit Natronlauge eine gelbbraune Farbreaktion ergaben:



    Es wäre vermessen von mir, wenn ich hier eine "sichere Artbestimmung" konstatieren würde.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Thomas!

    Auf den ersten Blick sieht es schon danach aus, allerdings sollte man bei Cortinarien auch einen zweiten und dritten Blick drauf werfen.


    Nehme mal ein reifes/aufgeschirmtes Exemplar und breche ein Viertel vom Hut bis hin zum Stiel ab, der Stiel darf dabei aber nicht beschädigt werden. Dann müsstest du einen violettlichen Hauch am Stiel in der Nähe der Lamellen sehen.


    Du kannst auch auf das Fleisch ein paar Tropfen Natronlauge oder Kalilauge geben, falls du sowas zur Verfügung hast. Das müsste dann eine gelborange bis gelbbraune Farbreaktion geben.


    Gruß,


    Frank

    Mausmann: Weder Ironie, noch Sarkasmus oder Häresie. Das sind schlichtweg alternative Fakten!


    Glaubst du nicht?


    Dann schau mal hier:



    Wie du siehst, wachsen die Pilze bevorzugt am Wegesrand und fühlen sich zwischen Beton und Asphalt wohl. Zum Pilze sammeln muss man überhaupt nicht in den Wald gehen.


    Quod erat demonstrandum ;)

    Hallo Freier Sachse!

    Sieht schon danach aus, scharf schmeckende Röhrlinge gibt es nicht so viele.

    An der Eignung als getrockneter Pfefferersatz habe ich so meine Zweifel, auch wenn das in manchen Pilzbüchern zu lesen ist. Ich habe schon ein paar Exemplare in einer Mischpilzpfanne mitgebraten und keinerlei Pfefferaroma feststellen können.

    Gruß,

    Hallo!


    Neue Erkenntnisse zur Biologie der Pilze habe ich dem Manuskript des DJV entnommen.


    Pilze brauchen Licht, um zu wachsen.


    Jawoll, neuerdings mit Chlorophyll!


    Neu ist mir auch, dass alle heimischen Pilze unter Artenschutz stehen.


    Hallimasch und Hausschwamm wird´s freuen, dass sie neuerdings gesetzlichen Schutz genießen!


    Schließlich wachsen die Pilze bevorzugt auf Waldwegen, damit sie vom Pilzsammler bequem gefunden werden, ohne das Wild in seinen Einständen zu stören.


    Abseits der Waldwege findet man praktisch keine Pilze!


    Auf die Pilze, fertig, los! - Tipps für die Pilzjagd
    Berlin (ots) - Anmoderationsvorschlag: Die Pilzsaison in eröffnet. Nach der langen Trockenheit hat es endlich ausgiebig geregnet. Und der Regen lässt auch die…
    www.presseportal.de


    220915_Manuskripte_Pilze.pdf



    Nachtrag: Dieser Beitrag von mir soll ein Denkanstoß sein. Eine Plausibilitätskontrolle und Überprüfung der Motive von Autoren können nie schaden.

    Mausmann: Dieses Jahr habe ich zwar noch nicht sooo viel gefunden, aber es waren schon ein paar atypische Exemplare dabei. Dieser Hexenröhrling sah äußerlich normal aus, hatte aber einen sehr ungewöhnlichen Stielaufbau. Nein, das war kein Käferfraß.

    Vielleicht ist das eine Folge der extremen Trockenheit?

    Ich könnte mir vorstellen, dass sowas durchaus Einfluss auf das Geschmackserlebnis hat.

    Gruß,

    Frank


    Hallo Gabber!


    Willkommen im Forum. Die Nomenklatur und Taxonomie der Pilze wird natürlich im Lichte der wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter entwickelt. Neuere wissenschaftliche Untersuchungsmethoden führten dazu, dass Umgruppierungen und Neuordnungen erfolgten, weil der genetische Aufbau/Zusammensetzung früher nicht bekannt war.


    Dass es für ein Ding verschiedene deutsche Bezeichnungen gibt, ist doch völlig normal:


    Krawatte – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Der Semmelstoppelpilz beispielsweise wird in neuerer Zeit in verschiedene Arten aufgespalten. Es gibt noch zahlreiche andere Beispiele, siehe z.B. hier:


    Brätling – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Jetzt noch ein Bericht über die kulinarischen Erfahrungen mit dem Sklerotien-Stielporling. Nach dem persönlichen Erstfund, den ich hier

    vorgestellt habe, mussten die drei Exemplare in der Bratpfanne schwitzen.


    Beim Zerlegen zeigte sich, dass das größte Exemplar doch schon ein zäher Bursche war. Nicht nur der Stiel, sondern auch die Stielumgebung wurden weggeschnitten, bei den beiden jüngeren Exemplaren war die Hutmitte noch brauchbar.


    Der Pilz hat keinen sooo einladenden Geruch, die Schnittflächen riechen ähnlich wie junge Schopftintlinge.


    Über der Bratpfanne war dann recht bald ein leicht holzig-harziger Geruch wahrnehmbar, der nach wenigen Minuten verschwand. Ob das mit dem Wachstumsort Nadelwald zusammen hängt? Nach dem Abkühlen war ein Geruch ähnlich wie Semmelbrösel wahrnehmbar.


    Geschmacklich aus meiner Sicht nur Durchschnitt, die Konsistenz ist für mich etwas zu bissfest und ich hatte beim Kauen den Eindruck, dass die Hutschuppen besonders zäh sind. Für Freunde bissfester Pilzspeisen einen Versuch wert, ich würde höchstens junge Exemplare in einer Mischpilzpfanne verarbeiten.


    Gesamtnote 5/10 Punkten


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Veronika und Christoph,


    vielen Dank für den Tipp. Passt sehr gut, soweit ich das im Schnelldurchgang mit den Angaben im Internet vergleichen konnte. Allzu häufig scheint er nicht zu sein, im großen BLV Pilzführer ist er nicht erwähnt.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!

    Eine bisher hier noch nicht probierte Art habe ich gemeinsam mit meiner Frau verköstigt und wir sind sehr begeistert.


    Der Wollige Scheidling Volvariella bombycina wird - soweit man danach das Internet durchsucht - sehr unterschiedlich bewertet.

    Da wir heute zwei Exemplare davon gefunden haben und eines noch in einem brauchbaren Zustand war, haben wir einen kulinarischen Versuch gewagt.


    Der Stiel ist faserig-zäh und wurde nicht verwertet. Der Pilz sitzt auch wie festgedübelt im vermulmten Baumstumpf.


    Der Geruch des rohen Pilzes ist nicht gerade einladend, irgendwie etwas muffig. Die Huthaut lässt sich aber prima abziehen und so wurde der eine Pilzhut mit etwas Rapsöl in der Pfanne beidseitig gebraten. Alsbald war der unangenehme Geruch verschwunden und bis zur Stufe "well done" recht gut durchgebraten.


    Das erfolgte aus Sicherheitsgründen, denn von zu stark gebratenen Pilzen bekommt man kaum Probleme, von zu schwach erhitzten Pilzen schon.


    Richtig lecker!


    Wir vergeben beide 9/10 möglichen Punkten. Sehr angenehmes Aroma! Nur etwas Rapsöl und eine Prise Salz als Zutaten , sonst nix, volles Aroma!


    Ob man den aus Artenschutzgründen sammeln sollte, ist eine andere Frage. Angeblich soll der Pilz kultivierbar sein. Das überreife Exemplar werde ich mal in Weichholz verimpfen und schauen, ob sich was entwickelt.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Evelyn!


    Herzlich willkommen im Forum. Neben dem Bienenwaben-Porling gibt es auch noch den weitlöcherigen Porling und ein paar andere Arten. Aktuell scheinen Porlinge gerade einen Schub zu haben, denn es sind heute mehrere Bestimmunganfragen hier im Forum, auch von mir.


    Gruß,


    Frank

    Hmmm. Bei meinen drei Sklerotien-Porlingen sind die Poren deutlich kleiner. Ob die rote Farbe wirklich zum Pilz gehört? Beim vorletzten Foto sieht man die rote Farbe auch am Holz in der Nähe vom Pilz. Es gibt ja auch noch den weitlöcherigen Porling und andere seltene Arten ...


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Einen Bestimmling habe ich noch ....


    Heute gefunden in einem Nadelwald (hauptsächlich Kiefer und Lärche) auf einem vermulmten Holzstumpen. Als Mykophage muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich derlei Exemplare in aller Regel geflissentlich übersehe, wenn die Auswahl und Beute für die Bratpfanne groß genug ist.


    Im Moment ist aber (noch) nicht so viel los im Wald und man ist froh, wenn man überhaupt mehr als ein paar Mumien zu Gesicht bekommt. Da kam mir dieser Farbtupfer gerade recht und ich dachte, den müsste ich doch alleine auf Grund der markanten Farbe bestimmen können.


    Pustekuchen!


    Neben der markanten Farbe ist auch noch ein markanter Geruch festzustellen. Würzig, schwer zu beschreiben. Etwas an Krause Glucke erinnernd, etwas harzig und auch eine leicht unangenehme Komponente. Denkbar wäre natürlich auch, dass das von Zersetzungsprozessen im Holz kommt, denn davon habe ich etwas mit abgeschnitten.


    Hat jemand einen Namensvorschlag?


    Beste Grüße,


    Frank



    Besten Dank für die Rückmeldungen. Eigentlich fand ich die Bestimmung relativ eindeutig, aber ob die mir zur Verfügung stehende Literatur aktuell und vollständig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.


    Dafür gibt es ja zum Glück das Forum :daumen:

    Hallo zusammen,


    der erste Waldspaziergang nach der laaaangen Dürre hat sich gelohnt. Neben einigen Glucken, zwei (leider zu alten) Schwefelporlingen und zwei wolligen Scheidlingen konnte ich diese drei Exemplare finden, die ich gerne als Sklerotien-Porlinge benamsen würde.


    Problem: alle drei Exemplare waren im Nadelwald zu Hause.


    Hin und wieder waren zwar ein paar Buchen eingestreut, aber nicht in der näheren Umgebung. Laut meiner schnellen Literaturrecherche wächst der aber auf Laubholz.


    Frage: kann der ausnahmsweise auch auf Kiefer/Fichte wachsen?


    Die Holzreste waren derart mumifiziert, dass keine Identifikation mehr möglich war. Denkbar wären natürlich Reste von Holzfäll-/Rückearbeiten.


    Oder bin ich komplett (Achtung: Wortspielerei) auf dem Holzweg und es ist gar kein Sklerotien-Porling?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!

    Vergangenen Monat hatte ich 50 Früchte an das "Zwetschkenreich" in Österreich (Naturpark Attersee-Traunsee) für das dort im August stattfindende Zwetschkenfest übersandt.


    Frau Dr. Braun-Lüllemann war dort anwesend und konnte die Sorte bestimmen, es handelt sich um "Oullins Reineclaude".


    Damit ist das Rätsel gelöst.


    Hier noch ein paar Impressionen vom diesjährigen Zwetschkenfest im Naturpark Attersee-Traunsee:


    PA_Zwetschkenfest im Naturpark des Jahres 2022
    Shared with Dropbox
    www.dropbox.com


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Simon!


    Bei mir darfst du auch ohne Trüffelsuchlizenz dein Glück versuchen, ganz legal, wie Stefan bereits erwähnte:



    Du musst dich aber noch ein paar Jahre gedulden ....


    Beste Grüße,


    Frank

    Danke für diese Informationen! So schnell kann man falsche Schlüsse ziehen ...


    Ihr beide habt ja viele Jahre praktische Erfahrung und ich sammele erst seit einigen Jahren wieder verstärkt unbekannte Arten, nachdem ich mich viele Jahre als Mykophage zuallererst auf essbare Arten konzentriert hatte und nur gelegentlich "Bestimmlinge" mitgenommen habe.


    Die Datenbank ist auch ein Spiegelbild der Sammel-, Bestimmungs- und vor allem Meldeaktivität. Bei dieser Art scheint die Aktivität überdurchschnittlich hoch.


    Beste Grüße,


    Frank


    P.S.: Der soll für Mykophagen interessant und sogar kultivierbar sein. Vor elf Jahren gab es jedenfalls hier im Forum eine diesbezügliche Diskussion:




    Mal sehen, ob ich irgendwo noch ein paar geeignete Weichholzstücke auftreiben kann....

    Hallo Uwe!


    Im BLV Pilzführer von E. Gerhardt steht zwar "relativ selten". Pilze Deutschland hat jedoch 598 Datensätze zu dieser Art, für den nur einen Steinwurf über den Main entfernten Ort Klingenberg ist bereits eine Fundmeldung kartiert.


    Aber immerhin für mich ein Erstfund ....



    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Angesichts der Dürre ist man froh, überhaupt einen Pilz zu finden. Von daher habe ich mich über gleich zwei Exemplare gefreut, auch wenn sie schon deutliche Trockenschäden aufweisen. Normalerweise würde ich sowas nicht ins Forum stellen, aber wir haben ja keine Normalbedingungen.


    Fundort 63939 Wörth am Main, Weinbauklima, Lehmboden auf Buntsandstein, ca. 160 Meter über NN, extreme Hanglage, stark vermulmter Baumstumpf (möglicherweise Pappel). Leider schon Zersetzungsgeruch und über eine Geschmacksprobe wollen wir lieber nicht reden .


    Die Gattung Scheidlinge würde ich angesichts der freien Lamellen, ringlosem Stiel, Lamellenfarbe und der markanten Stielbasis schon fast als sicher ansehen. Bei der Artbestimmung mit meinen Standard-Pilzbüchern lande ich beim Wolligen Scheidling Volvariella bombycina.


    Den hatte ich noch nicht in den Händen und ob es in irgendwelchen Monografien nicht doch noch eine besser passende Alternative gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Kann man den trotz Trockenschäden so gesichert ablegen oder liege ich mit meiner Vermutung daneben bzw. es bleiben Fragezeichen?


    Beste Grüße,


    Frank