Beiträge von frank2507

    Hallo zusammen!

    Diese Kollektion von Macrolepiota habe ich heute in einem Auwald in der Nähe von Herborn gefunden. Neben einigen Eschen und Ahorn standen noch diverse "exotische" Nadelbäume, die ich leider nicht identifizieren konnte. Boden basischer Basalt, ca. 300 Meter über NN, SEHR nasser Standort, durch Bachlauf praktisch dauerfeucht. Geruch schwach, angenehm. Im Schnitt innerhalb weniger Sekunden orangerot bis orangebraun verfärbend, ähnlich wie der Safranschirmling.


    Vorschläge erbeten, als Arbeitshypothese wurde schonmal Chlorophyllum molybdites genannt.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Pablo!


    Danke für die Aufklärung. Die Fundstelle werde ich die nächsten Wochen gründlich beobachten und hoffe auf weitere Fruchtkörper. Wenn ich noch was finde, werde ich es natürlich besser dokumentieren (Makro-Aufnahmen direkt am Fundort) und hier hochladen.


    Ich war der irrigen Annahme, dass diese Art recht variabel daher kommt (so wie der grüne Knolli, von grün, oliv über braun bis fast weiß).


    Grüße,


    Frank

    Hallo Pablo!

    Fundort war ein Eichen-Hainbuchen-Mischwald, Nadelholz oder Pappeln weit und breit keine. Boden eindeutig basisch (grüngelbes Gallertkäppchen, Gold-Täubling etc.)


    Ich guck mal nach dem Zustand der beiden Exemplare und werde sie ggfs. bei Raumtemperatur trocknen. Vielleicht will ja jemand einen Blick durch das scharfe Glas werfen ...


    Gruß,


    Frank

    Hallo Andreas,


    vielen Dank für die detaillierte Antwort. Eine Frage habe ich noch: gibt es einen chemischen Schnelltest für die Abgrenzung Mehlräsling und giftige Trichterlinge? So wie z.B. der Wieland-Test auf Amatoxine?


    Letztes Jahr hatten mich einzeln stehende Exemplare vom weißen Büschel-Rasling genarrt. Werner hatte mich auf die Eisen (II) sulfat-Reaktion hingewiesen, damit kann man schnell Klarheit schaffen. Sowas ähnliches für die Abgrenzung Mehlräsling und Trichterlinge wäre prima.


    Den Geruch vom Mehlräsling habe ich mir zwar eingeprägt, aber das ist immer so eine Sache (Nässe und Kälte, unterschiedliche individuelle Wahrnehmung, Schnupfen usw.).


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Pablo,

    Hallo Harald,


    beigefügt die Detailfotos von den vermeintlichen T. sejunctum. Bei den beiden radialfaserigen Exemplaren war ich mir sicher, bei dem anderen Pärchen habe ich angesichts der deutlich abweichenden Hutfarbe und fehlenden Radialfaserung mittlerweile Zweifel. Was könnte es sonst sein? Da ich diese Art erst zweimal gefunden habe, kenne ich nicht die gesamte Erscheinungs-Bandbreite aus eigener Anschauung.


    Gruß,


    Frank


    P.S. Leider haben die den ganzen Tag in der Sonne geschmort, ich wollte die in der Biotonne versenken.


    Hallo Beli,

    Servus Werner,


    der Sporenabwurf ist in Arbeit und wird hoffentlich Klarheit bringen, morgen wissen wir mehr. Gibt es zusätzlich eine chemische Reaktion zur Absicherung?


    C. torvus soll einen einzigartig süßlichen Geruch haben (laut 123 Pilze, ob das stimmt?), den konnte ich nicht wahrnehmen. Die KOH-Reaktion (blassbraun auf braunem Hut) scheint mir auch etwas problematisch, trotzdem werde ich das morgen ausprobieren.


    So, jetzt muss ich in die Falle, morgen ruft die Arbeit.


    Beste Grüße,


    Frank

    Einen schönen guten Abend,


    die neuesten Funde mit Fragezeichen vom heutigen Tage möchte ich noch schnell präsentieren. Fundort Eichen-Buchen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basaltboden, ca. 300 Meter über NN in der Nähe von Herborn/Hessen.


    Diese weißlich-hellgrauen Exemplare halte ich für irgendwelche giftigen Trichterlinge. Auffällig ist der bei Feuchtigkeit schmierige Hut und der intensiv mehlig-gurkige Geuch.




    Diese einzeln stehende Cortinarie (ist doch eine, oder?) ist mir wegen dem felderig gerissenem Hut und der markanten Lamellen aufgefallen. Geruch unauffällig.




    Zu guter letzt lehne ich mich ganz weit aus dem Fenster und gebe diesem Exemplar den Arbeitstitel Honig-Schleimfuß. Nicht nur der Hut, sondern auch die untere Stielhälfte ist ein Schleimbatzen. Beim Quetschen verströmt ein schwach süßlicher Geruch nach Honig, ähnlich wie ganz junge grüne Knollis, aber ohne die aasartige Komponente.




    Anmerkungen und Korrekturen sind willkommen!


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Laut Wikipedia soll es einige - sehr seltene - Doppelgänger geben. Mangels eigener persönlicher Erfahrung kann ich nichts dazu sagen. Wie "stark bitter" empfunden wird, ist sicher individuell unterschiedlich. Außerdem soll es Personen geben, die die Bitterstoffe nicht richtig wahrnehmen können. Darauf alleine würde ich keine Bestimmung stützen, es ist immer die Summe bzw. der Gesamteindruck.


    Gruß,


    Frank

    Karl: Der Fund sieht meinem tatsächlich sehr ähnlich, auch wenn sich die Habitate grundlegend unterscheiden. Bei mir war nur Laubwald in der Umgebung und der basaltreiche Boden basisch.


    sebastian: Harald ist über das Wochenende nicht zu Hause, kann sich also erst nächste Woche damit beschäftigen. Ich werde mir die Exemplare in den nächsten Tagen nochmal anschauen und mit besserer Kamera fotografieren. Dann werde ich mir ein kleines Stückchen mitnehmen für Sporenabwurf, KOH-Probe und diverse andere Tests (Geschmack, Geruchsveränderung beim Trocknen usw).


    Dieses Jahr wird artenreich wie schon lange nicht mehr :)

    Hallo Sebastian!


    Danke für die umfangreiche Mail, es wird verzwickter mit der Bestimmung als gedacht. Bei der Handvoll Arten mit Stacheln kann das doch nicht so kompliziert sein, war meine blauäugige Ersteinschätzung der Lage.


    Ein reiner Bildervergleich ist nicht zielführend, Mikroskop habe ich nicht. Gestern habe ich ein Stück vom Pilz Zuehli gebracht, der wird die Nuss hoffentlich knacken. Klar ist aber, dass das eine seltene Gattung/Art ist.


    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Abend in die Runde,

    schon wieder ein "Perser", diesmal ein Korkstacheling. Meine Literatur ist für Hydnellum nicht so umfangreich, ein Bildervergleich führte mich zum Grubigen Korkstacheling. Stimmt das oder gibt es Verwechslungspartner? Angenehm würziger Geruch, Geschmack nicht probiert, in einem Eichen-Hainbuchen-Wald auf basischem Basaltboden gefunden. Leider nur die schlechten Handyfotos gemacht, aber vielleicht reicht das ja für eine Bestimmung. Beste Grüße, Frank


    23. April? Wow, ist das ein Irrläufer? Gefühlt kommen die Cortinarien eher am Ende der Saison. Das betrifft natürlich nur die Funde der Handvoll Flächen, die ich halbwegs regelmäßig beobachte und die ich als solche erkenne.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Heute war ich wieder in meinem neuen Lieblingsterrain (Eichen-Hainbuchenwald auf Basaltboden) unterwegs. Es gibt ja reichlich die verschiedensten Arten, insbesondere Täublinge und Milchlinge, sogar Herbsttrompeten hatte ich letzte Woche schon gefunden.


    Bislang habe ich aber dort noch keine Cortinarie finden können, obwohl es dort reichlich Mycel davon gibt.


    Ist dieses Exemplar vielleicht die Vorhut? Schon ziemlich angetrocknet/angefressen und wahrscheinlich nicht näher bestimmbar, die Gattung würde mir schon reichen....


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Harald,


    genau deshalb hatte ich Zweifel. Im Gerhard BLV Pilzführer, 3. Auflage 2020, steht zwar "seltener direkt an Holz", aber das dort abgebildete Exemplar sieht doch deutlich anders als mein Fund aus.


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend!


    Heute habe ich mich über vermeintliche Schwefelporlinge gefreut, die ich aus großer Distanz zu erkennen glaubte. Zu früh gefreut ...


    Ist das ein Kiefern-Braunporling? Was besseres fällt mir gerade nicht ein, Druckstellen der Oberfläche verfärben sich relativ schnell von gelb nach braun.


    Beste Grüße,


    Frank


    Wow, volle Punktzahl :thumbup:


    Beide Pilze komplett frei von Madenfraß, festfleischig, ganz dezenter angenehmer Duft etwas an Parasol erinnernd. In der Bratpfanne nur mit Olivenöl, Pfeffer und Salz:



    Schließlich möchte ich den Eigengeschmack der Pilze wahrnehmen und komme zu folgendem Ergebnis:


    Die sind lecker!


    Beste Grüße,


    Frank

    Servus Werner,


    es gibt halt auch immer "Krisengewinnler", in diesem Fall der Klimakrise. Hast Du die schon mal verkostet? Die beiden Exemplare sind frisch und in top Zustand. Wikipedia schreibt "guter Speisepilz, sollte aber eher geschont werden". DGfM Positivliste, 123 Pilze Wertigkeit 1.


    Ich werde mal eine kleine Portion braten und verkosten. Bei nicht so häufigen Pilzen bin ich immer etwas vorsichtig, es soll ja auch individuelle Unverträglichkeitsreaktionen geben. Meine Frau verträgt Schopftintlinge nicht so gut, sie bekommt schon von kleinen Mengen ein pelziges Gefühl im Mund.


    Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Das ist heute mein dritter Fund dieser schönen und großen Amanita, die sich anscheinend in Ausbreitung befindet. Fundort 63939 Wörth am Main, Weinbauklima. Etwa einen Kilometer entfernt hatte ich vor ein paar Jahren schon einmal ein Einzelexemplar gefunden, der persönliche Erstfund war vor ca. 10 Jahren im botanischen Garten in Gießen.


    Viele Grüße,


    Frank