Beiträge von frank2507

    So, nachdem sich meine Zungenspitze "abgekühlt" hat, waren die anderen Kandidaten zur Verkostung an der Reihe. Nummer eins schmeckt völlig mild und leicht mehlartig. Nummer drei ganz schwach bitterlich-ranzig. Dann habe ich noch KOH, Guajak und Formaldehyd ausprobiert, leider ohne Erfolg. Weder Stiel, noch Hut oder Lamellen haben irgendeine Reaktion gezeigt. Formaldehyd soll mit dem rötenden Erdritterling T. orirubens an der Stielbasis sofort rot verfärben (Quelle: Fredi Kasparek, Über graue Ritterlinge, Der Tintling 4(01), Seite 46).


    Blaue Flecken an der Stielbasis konnte ich bei Nummer eins nicht finden.


    Besten Dank für die Hinweise!


    Gruß,


    Frank

    Hallo Stefan und Danke für das Feedback! Sollte der Tiger nicht nach Mehl riechen? Also ich kenne Maipilze und habe heute auch einen Riesenrötling gefunden, das würde ich als Mehlgeruch bezeichnen. Oder muss ich jeweils einen Fruchtkörper etwas "quälen", damit das besser zur Geltung kommt?


    Gruß,


    Frank

    Hallo Stefan und Danke für das Feedback! Sollte der Tiger nicht nach Mehl riechen? Also ich kenne Maipilze und habe heute auch einen Riesenrötling gefunden, das würde ich als Mehlgeruch bezeichnen. Oder muss ich jeweils einen Fruchtkörper etwas "quälen", damit das besser zur Geltung kommt?


    Gruß,


    Frank

    Hallo Nobi!


    Den Backofen stelle ich zwischen 180 und 190 Grad. Es ist wirklich eine Gratwanderung, denn dunkelbraun = bitter = bäääh. Wenn die Schopftintlinge aber noch zu feucht sind, kommt das Aroma nicht richtig zur Geltung. Meines Erachtens ist der Schopftintling ein hocharomatischer Speisepilz, der viel zu wenig Beachtung findet.


    Ich habe eine stark eutrophierte Ackerfläche, die wurde vom Voreigentümer zur Gülleentsorgung missbraucht. Da schütte ich seit letztem Jahr regelmäßig meine Schopftintlingsreste hin in der Hoffung, dass er dort zwischen all den Brennnesseln Fuß fasst ...


    Beste Grüße,


    Frank

    Einen schönen guten Abend,


    heute war ich wieder in meinem Lieblingsrevier zwischen Herborn und Dillenburg unterwegs. Basischer Basaltboden mit Eichen-Hainbuchen-Mischwald und vereinzelt eingetreuten Buchen.

    Gleich drei Ritterlinge wollen benamst werden, Nummer eins hat schonmal den Arbeitstitel Seidiger Ritterling T. columbetta. Dass die Exemplare teilweise schon etwas angetrocknet sind, macht die Bestimmung nicht einfacher :-/




    Nummer zwei mit auffälligen Stielschuppen und grauen Lamellen:




    Nummer drei ist druckempfindlich und verfärbt sich orangebraun:



    Geruch bei allen drei Exemplaren nicht lecker, schwer zu beschreiben. Irgendwo zwischen muffig-moderig und chlorartig, wobei der Geruch bei Nummer eins am schwächsten ausgeprägt war. Geschmacksprobe habe ich mir verkniffen (vor zwei Wochen hatte ich den Tigerritterling nicht richtig erkannt!), dafür könnte ich mit Eisensulfat, KOH, Formaldehyd o.ä. dienen, falls das was nützt.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo! Von mir kommt eine unkonventionelle Zubereitungsart a la Chips. Ich halbiere die Fruchtkörper, bepinsele sie dünn mit Olivenöl, wenig Salz und noch weniger Pfeffer und schiebe sie auf dem Backblech in den Backofen. Dort bleiben sie bis sie fast trocken und goldbraun sind, so wie Kartoffelchips.


    Durch den Trocknungsvorgang auf dem Backblech wird das Aroma konzentriert, so schmecken sie mir am besten.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Dieses sonderbare Gebilde habe ich gestern im Eichen-Hainbuchen-Wald gefunden. Zunächst dachte ich an einen Tigerritterling, aber der müsste doch nach Mehl riechen? Der Geruch ist muffig-unangenehm und erinnert mich an den Geruch des Seifenritterlings. Was könnte es sonst sein?


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Abend!


    Da ich keinen Arbeitstitel/Hypothese für diese Bestimmlinge finde, habe ich einfach die beiden markanten Merkmale kombiniert. Vielleicht könnte man noch "schleimiger" davor schreiben, jedenfalls im feuchten Zustand. Fundort war basischer Basaltgeröllhang, ca. 370 Meter über NN, mit Mischwald und in unmittelbarer Nähe war noch eine Weide (?), siehe letztes Foto. Geruch unauffällig, Geschmack habe ich nicht probiert.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Gestern habe ich im Eichen-Buchen-Kiefern-Mischwald mit Lehmboden auf Buntsandstein diese relativ großen (Durchmesser 8 cm) Inocybe mit markantem Geruch gefunden. Der inocybe-typische Geruch wird von einem chlorartigen Geruch überlagert, ähnlich wie der Morchelbecherling. Eigentlich sind die Bodenverhältnisse eher sauer, die Exemplare wuchsen aber unmittelbar am basaltgeschotterten Waldweg. Nur wenige Meter entfernt hatte ich vor einiger Zeit Cortinarius alkalinophilus geunden, was für einen örtlich angehobenen pH-Wert spricht.


    Kann man anhand der Fotos und etwas atypischen Geruch eine Eingrenzung vornehmen oder ist es, wie so oft bei Inocybe, ohne Mikroskop aussichtslos?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo zusammen!


    Heute habe ich etliche Semmelstoppelpilze gefunden, die ich eigentlich zubereiten wollte. Einige Exemplare zeigen jedoch an den Schnittstellen/Druckstellen eine extrem schnelle Braunverfärbung und augenscheinliche Zersetzungsprozesse, die ich in diesem Ausmaß und Geschwindigkeit noch nicht gesehen habe. Alle gezeigten Pilze wurden am heutigen späten Nachmittag gesammelt und gleich gelagert, hat jemand dafür eine Erklärung?


    Gruß,


    Frank


    Das in der Bildmitte könnte ein Butterpilz sein, sowas kann auch Beschwerden verursachen. Fälle individueller Unverträglichkeiten sind dokumentiert und nicht allzu selten. Ohne ein Foto von der Hutunterseite bleibt es aber bei einer Vermutung.


    Gruß,


    Frank


    Hallo!

    Bei den Pfifferlingen liegt eine Rotkappe, diese ist roh verzehrt oder ungenügend erhitzt giftig. Kann es sein, dass die Pilze nicht richtig durchgebraten wurden? Daneben soll es - gerade beim Parasol - gelegentlich individuelle Unverträglichkeiten geben. War das die erste Parasolmahlzeit überhaupt oder wurde diese Pilzart früher schonmal verzehrt ohne Beschwerden zu verursachen?


    Gruß,


    Frank

    Hallo Azalee!


    Deine goldgelbe Koralle scheint mir eher der klebrige Hörnling bzw. Schönhorn zu sein. Korallen haben brüchige Fruchtkörper, der klebrige Hörnling eine gummiartig zähe Konsistenz. Damit kannst du das ganz leicht überprüfen.


    Gruß,


    Frank

    Update: Werner hat - wie fast immer - einen Volltreffer gelandet. Ich wollte das Teil gerade in der Biotonne versenken und habe nochmal daran geschnuppert. Der muffige Kartoffelkeimgeruch und auch die Rettichnote sind praktisch verschwunden, er riecht deutlich nach Kakao. Nicht nach Kaba oder die anderen vanillinverpanschten Instantgetränke, sondern nach Kakaopulver (wie man ihn zum Backen verwendet).


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Noch ein Bestimmling, den ich vorgestern in meinem Lieblingsrevier (Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basaltboden) gefunden habe. Der Geruch ist komplex, vorherrschend ist ein kartoffelkeimartiger Geruch ähnlich gelber Knollenblätterpilz mit einer Rettichnote und einem Hauch von Kakao.


    Hebeloma ist ja eine artenreiche Gattung und oft kommt man ohne Mikroskop und Spezialliteratur nicht weiter. Kann man anhand der Fotos und Geruch wenigstens eine Eingrenzung auf bestimmte Arten vornehmen?


    Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Diese Exemplare habe ich im Eichen-Hainbuchen-Wald auf basischem Basaltboden gefunden. Geruch deutlich mehlartig, ähnlich wie Maipilz, aber nicht so intensiv und auch etwas angenehmer (nicht so ranzig-ölig). Meine Bestimmungsversuche führten mich zum Waldschnecking Hygrophorus nemoreus. Allerdings habe weder weiter führende Literatur, noch einen Gesamtüberblick über die möglichen Verwechslungspartner. Kommentare und Korrekturvorschläge sind daher willkommen.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Falls du Natronlauge oder Kalilauge zur Verfügung hast, könntest du den Porling damit bepinseln und die Farbreaktion mit meinem Fund vergleichen:


    Semmel-Porling?


    Farblich wäre ich eher beim Semmelporling als beim Schafporling. So oder so ist das ein recht seltener Fund.


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend!


    Vor vier Jahren und vor vierzehn Jahren konnte ich diese Art mit dem deutschen Namen leuchtender Wurzelbecherling oder gestielter Orangebecherling schon zweimal finden, sie wurde von Uschi/Gelbfieber mikroskopisch abgesichert. Etwa 150 Meter von der damaligen Fundstelle entfernt konnte ich heute drei kleine Büschel mit Fruchtkörpern finden. Eichen-Hainbuchen-Wald (und eine einzelne Kiefer) auf basischem Basalt, südwestliche Hanglage, dünne Humusschicht, ca. 300 Meter über NN. Es gibt nur ganz wenige Fundstellen in Deutschland laut DGfM-Datenbank.


    Beste Grüße,


    Frank