Beiträge von frank2507

    Guten Abend!

    Heute habe ich diese Exemplare in einem Buchen-Kiefern-Mischwald am Wegesrand in Hanglage gefunden. Auffallend ist der angenehm-süßliche Geruch nach Marzipan. Zusammen mit dem Ring soll die Art "unverkennbar" sein. Passt das oder habe ich wieder einmal daneben gegriffen? Die Wachstumsansprüche dieser Art sollen ja ganz speziell sein.


    Beste Grüße,


    Frank


    Moin Harald!

    Da habe ich mich wohl zu früh gefreut. Alle Exemplare haben bräunliches Stielfleisch, so wie beim Tonweißen Schüppling beschrieben. Allerdings konnte ich keinen rettichartigen-schärflichen Geschmack feststellen, dafür aber die cortina-ähnliche Ringzone. Wikipedia schreibt zum Tonweißen Schüppling "Geruch unbedeutend", das kann ich wiederum nicht bestätigen. Der Geruch ist ausgesprochen erdig-muffig, aber keinesfalls süßlich.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen,


    gestern war ich zwischen Herborn und Dillenburg auf basischem Basaltboden unterwegs. An der Grenzlinie zwischen Buchen und einem kleinen Nadelwaldstück (Douglasie, Lärche und Fichte) habe ich auf stark zersetztem Nadelholz diese mutmaßlichen Träuschlinge gefunden. Nordhanglage, ca. 350 Meter über NN.


    Ein Bildervergleich und Beschreibung (Gerhardt, 3. Auflage) führt mich zum Üppigen Träuschling Stropharia hornemannii. Meine Kollektion hat zwar keinen oberseits gerieften Ring, der kann laut Gerhardt aber bei gewissen Populationen fehlen.


    Gibt es besser passende Alternativen oder kann ich den tatsächlich als Erstnachweis für Hessen eintüten?


    Beste Grüße


    Frank


    Hallo Potzermoggl,


    gestern habe ich diese beiden Exemplare gefunden und heute der Frischpilzausstellung in Bad Dürkheim spendiert. Nach der DGfM Webseite ist das seit 2014 keine Varietät, sondern eine eigene Art (Neoboletus junquilleus).


    Gruß aus Unterfranken,


    Frank

    Hallo Harald!


    Wenn nix dazwischen kommt, fahre ich morgen nach Bad Dürkheim. Mal sehen, was die Experten dazu sagen. Ich war schon mehrere Jahre bei keiner Frischpilzausstellung mehr. Heute war ich in Wörth am Main unterwegs und habe allerlei eingesammelt. Ein paar Funde können hoffentlich die Ausstellung bereichern, damit nicht alles ungenutzt in die Biotonne wandert.


    @ Werner: besten Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Wenn ich mich recht erinnere, waren nur Eichen und Hainbuchen in der Nähe. Allerdings habe ich die in ziemlicher Zeitnot eingesackt, weil es schon früher Abend und dämmerig war.

    Bodenverhältnisse sind deutlich im basischen Bereich, ganz dünne Humusschicht auf den Basaltbrocken.


    Gruß,


    Frank

    Moin Harald!

    Gibt es ausser dem Mikroskop noch andere Unterscheidungsmöglichkeiten? Für H. discoideus passt das Habitat nicht, denn laut Literatur soll der im Nadelwald (besonders bei Lärche) wachsen.

    Gruß,


    Frank

    Hallo Werner,


    der H. persoonii wird in meinem Pilzbuch zwar genannt, aber leider nicht beschrieben. Manche Schnecklinge kann man durch KOH-Reaktion voneinander unterscheiden. Weißt du zufällig, ob und ggfs. wie die beiden Arten mit KOH reagieren?

    Gruß,


    Frank

    Guten Abend,


    diese Schnecklinge habe ich heute im Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basaltboden gefunden. Nach einem schnellen Literaturabgleich passt Hygrophorus mesotephrus sowohl vom Habitat als auch optisch am besten. Weil meine Literatur aber nicht allumfassend ist, insbesondere keine Hygrophorus-Monografie, möchte ich mal anfragen, ob ich da irgendeine besser passende Art übersehen habe.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Pablo!

    Danke für den Hinweis. Das Holzstück liegt - zusammen mit dem Rest der Sal-Weide - frei bewittert in meinem Garten und hat die letzten Stunden reichlich Regen abbekommen.


    Vermutlich wird es dem Myzel nicht "schmecken", dass ich den Wirtsbaum gefällt habe.


    Jedenfalls bekommt das Myzel eine Chance, nochmal Fruchtkörper und Sporen zu bilden.


    Eigentlich wollte ich die Sal-Weide nächstes oder übernächstes Jahr verheizen, aber unter mykologischen Gesichtspunkten erscheint mir gerade Weidenholz zu schade dafür. Da verbrenne ich lieber die frisch gefällte Scheinzypresse und versuche, auf dem Weidenholz so Sachen wie Samtfußrübling und insbesondere Wolliger Scheidling anzusiedeln.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Phillip!

    Dieses Jahr habe ich erstmals Wollige Scheidlinge gefunden und auch hier im Forum präsentiert. Weil der Speisewert dieser Art sehr unterschiedlich bewertet wird, habe ich eine Einzelverkostung gemacht und auch hier in der gemeinsamen küchenmykologischen Liste veröffentlicht.


    Meiner Frau und mir schmecken die Pilze hervorragend!


    Zwei Exemplare habe ich getrocknet und sende dir gerne ein paar Stückchen vom Hut/Lamellen zu, damit du experimentieren kannst. Falls deine Experimente erfolgreich sind, würde ich mich über etwas Brut/Myzel sehr freuen.



    Adresse für den Versand bitte per PN an mich, falls Interesse besteht.


    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Morgen Werner und vielen Dank für deine Erklärung. Bei mehreren Dutzend Helmlingen war ich mir nicht sicher, ob der angesichts des Gesamthabitus alternativlos ist. Ich bin schon froh, die Gattung richtig erkannt zu haben.

    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Werner,


    den Blut-Helmling hatte ich letztes oder vorletztes Jahr schonmal und da war der Milchsaft deutlich dunkelrot. Ist die Farbe des Saftes derart variabel? Ich kann da keine Spur von rot sehen ...


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend Werner und vielen Dank für den Tipp. Dann werde ich das Holzstück beiseite legen und mir die Entwicklung in den nächsten Wochen anschauen. Wikipedia hat mir gerade verraten, dass diese Art als Bioherbizid gegen die spätblühende Traubenkirsche verwendet wird.


    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Abend!

    Diese winzigen zartlila Farbtupfer sind mir heute auf einer Sal-Weide aufgefallen. Keine zwei Zentimeter lang und wenige Millimeter breit. Wegen der markanten Farbe habe ich sie fotografiert und weiß überhaupt nicht, in welche Gattung sowas gehört. Asche auf mein Haupt, als Mykophage ignoriere ich sowas geflissentlich.


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Abend!


    Heute musste ich eine bruchgefährdete Sal-Weide fällen. Auf einer Astgabel habe ich dieses kleine Pärchen gesichtet und gleich gesichert. Mit der Pinzette wollte ich ein Exemplar komplett heraus ziehen, dabei ist der Stiel abgerissen. Sofort ist ein dunkelbraun-schwarzer Tropfen Flüssigkeit ausgetreten. Ich dachte an den Blut-Helmling, aber auf einem Taschentuch aufgesogen sieht das nicht rot, sondern braun aus.


    Hutdurchmesser und Huthöhe ca. 1 cm.


    Kann man dem ohne Mikroskop einen Namen geben?


    Beste Grüße,


    Frank


    Nach dem Foto zu urteilen jedenfalls nicht. Ehrlich gesagt habe ich mit rosa Lamellen zumindest am Hutrand gerechnet. Bei meinen Funden vergangene Woche ging das rasend schnell, am Nachmittag gesammelt und am Abend schon rosa ...


    Gruß,


    Frank

    Hallo Menedemos!

    Meines Wissens versuchen die meisten Pilze, ihre Sporen optimal zu verbreiten. Dazu gehört bei Röhrlingen, dass die Röhren Richtung Erdmittelpunkt zeigen, um quasi mit der Schwerkraft zu arbeiten. Geotropismus. Wenn eine Marone umkippt oder gar auf dem Hut liegt, wird es mit dem Sporenauswurf deutlich schwieriger.


    Und ja, ich habe sowas auch schon gemacht. Aus genau den von dir genannten Gründen. Ich wüsste nicht, dass sowas schädlich ist. Über den tatsächlichen Nutzen kann ich freilich nur spekulieren. Vielleicht hat hier ein Forenmitglied nähere Informationen?


    Beste Grüße,


    Frank

    Einzelverkostung kleiner Wald-Champignon.


    Gestern konnte ich einige Exemplare in einer Fichtenschonung finden, die in einem brauchbaren Zustand waren:



    Nach dem Putzen ist die Menge geschrumpft, denn die blinden Passagiere haben über Nacht weiter gearbeitet:



    Der Geruch der rohen Pilze ist zwar nicht so einladend wie z.B. von Anis-Champignons, aber in der Bratpfanne ändert sich das gewaltig! Die ganze Wohnung - nicht nur die Küche - ist in einer Aromawolke eingehüllt. Das würde ich als die hervorstechende Eigenschaft dieser Art bezeichnen. Im Gaumen mundet der Pilz zwar auch, kann vom Geschmack aber leider nicht ganz mit dem Duft mithalten. Etwas würzig, ein Hauch von harzig-herb, aber leider nicht der süßlich-aromatische Geschmack, den der Duft verspricht.



    Meine Frau findet den kleinen Wald-Champignon ganz ok, besser als der Durchschnitt, aber eben nicht Spitzenklasse. Wir vergeben 7/10 Punkten.

    Guten Morgen Craterelle!

    Wenn ich die Schopftintlinge putze, schabe ich die Oberfläche mit einen Messer ab, um den anhaftenden Schmutz und Erde zu entfernen. Gerade die Hutspitze entfaltet dabei einen irgendwie ammoniakähnlichen Geruch, den ich als nicht gerade einladend empfinde.


    In der Bratpfanne verschwindet der unangenehme Geruch aber alsbald und der Pilz ist - goldbraun gebraten - einer meiner Favoriten, gehört zu den top 10 in meiner Beliebtheitsliste.


    Der wollige Scheidling hat auch einen eher unangenehmen Geruch (nicht ammoniakähnlich, schwer zu beschreiben) beim Abziehen der Huthaut, ist aber zubereitet ebenso lecker. Schade, dass der so selten ist. Die Putzreste habe ich in Weidenholz verimpft, diese Art soll relativ leicht zu kultivieren sein.


    Gruß,

    Frank

    Junge Exemplare, gut gebraten, sind eine gute Alternative zur Tinte. Obwohl die roh ziemlich anstrengend riechen, entfalten sie nach ausreichender Hitze in der Bratpfanne (oder in dünne Scheiben geschnitten im Backofen bis zur knusprigen Konsistenz) ein überaus leckeres Aroma.


    Seit zwei Jahren verteile ich regelmäßig die Putzreste und zu alte Exemplare auf meinem stickstoffreichen Acker und hoffe auf baldige Ansiedlung ...


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend!

    Im Kiefern-Buchen-Birken Mischwald habe ich diese Exemplare gefunden. Lehmboden auf saurem Buntsandstein, Weinbauklima bayrischer Untermain. Zuerst dachte ich an den narzissengelben Wulstling, aber es gibt ja auch noch A. eliae. Entscheidend für die Abgrenzung soll die Hutriefung sein. Allerdings habe ich auch schon Fotos von A. gemmata mit ansatzweise erkennbarer Hutriefung gesehen, falls die abgebildeten Exemplare richtig bestimmt wurden.


    A. gemmata soll mit KOH auf den Lamellen gelborange reagieren. Ist das bei A. eliae auch oder nicht der Fall?


    Beste Grüße,


    Frank