Beiträge von frank2507

    Guten Abend!


    Heute war ich mit Frau und Schwiegermutter im Wald unterwegs. Im Semmelstoppel-Areal haben wir nicht mehr gemeinsam, sondern jeder für sich eingesammelt, damit es schneller geht. Zu Hause angekommen ist mir dann dieses Exemplar aufgefallen, was wohl im Eifer des Gefechts versehentlich eingesackt wurde. Daher kann ich leider nix zur konkreten Auffindesituation sagen und auch keine Fundortfotos präsentieren. Wald war überwiegend Eiche und Buche auf Lösslehm, allerdings mit vereinzelt eingemischten Kiefern und Lärchen. Weinbauklima am bayrischen Untermain, ca. 200 Meter über NN.


    Vom Habitus / Gesamterscheinung würde ich den bei den Schnecklingen verorten, allerdings wird da beim Anfeuchten des Hutes gar nix schleimig oder flutschig. Im Gegenteil, auffällig ist die schorfig-kleiige Huthaut.


    Geruch ist wenig auffällig, Geschmack völlig mild.


    Ist das überhaupt ein Schneckling?


    Beste Grüße,


    Frank


    Also ich habe jetzt nicht die genaue Literaturquelle griffbereit, aber nach meiner Erinnerung wurde die Herkuleskeule als bitter und ungenießbar bezeichnet, während die abgestutzte Keule als essbar/minderwertig genannt wurde.


    Gruß,


    Frank


    P.S.: Wobei das Pilzbuchwissen aus vergangenen Zeiten natürlich nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen muss. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es da noch die eine oder andere Überraschung gibt (siehe Grünling & Co.). Das gilt natürlich insbesondere für solche Arten, die eher selten vorkommen/gesammelt werden. Vielleicht hat dein Bekannter brandaktuelle Informationen? Frag´ ihn doch mal nach seiner Quelle, das würde mich sehr interessieren!

    Hallo Claudia,


    an den Dachpilzen bin ich bislang eher desinteressiert vorbei gegangen. Es gab ja fast immer sooo viele andere interessante Funde. Wenn dann aber Anfang Oktober - eigentlich Hochsaison - weitgehend Ebbe in den Wäldern herrscht, ist man über jeden Fruchtkörper dankbar.


    Für mich ist nicht der Dachpilz neu, sondern die Bandbreite dieser Art. Mit 16 cm Durchmesser habe ich wohl ein XXL Exemplar erwischt.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!

    Wenn es im Wald nicht so viele Pilze gibt, richtet sich der Blick fast zwangsläufig auf andere interessante Sachen. Bei den letzten Touren habe ich diese beiden "Krabbeltierchen" gesichtet, deren Namen mich interessieren würde:



    Dieser kleine schwarze "Skorpion" war mir nur aufgefallen, weil ich den alten großen Stäubling näher angeschaut habe. Einen Fühler hat er wohl verloren:




    Leider kenne ich mich mit derlei Getier überhaupt nicht aus .


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!

    Dachpilze habe ich heute auch gefunden, so sehen die nach meiner bisherigen Anschauung aus:




    Aber man lernt ja nie aus. Schon wegen der Größe und Habitus sowie Hutfarbe hätte ich das Exemplar woanders verortet.


    Jedenfalls vielen Dank für den Hinweis!


    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Abend allerseits,


    nach der Pilztour im Wald habe ich auf der Rückfahrt dieses große Einzelexemplar (15 x 16 cm) einige Meter neben dem Straßengraben auf einer Wiese mit stark vermulmten Holzresten gefunden. Bäume waren in der Umgebung nicht vorhanden, gut 10 Meter entfernt war Gestrüpp (Schlehenbüsche o.ä.). An der Wuchsstelle war eine quadratische Holzkonstruktion, völlig verrottet, also kein natürlich gewachsener Baumstumpf.


    Ein Sporenabwurf wird hoffentlich bis morgen zeigen, ob das - wie ich vermute - ein Rosasporer ist. Die Flecken auf den Lamellen finde ich jedenfalls verdächtig. Stielfleisch ist in der Basis ganz schwach gelblich. Vielleicht hat schon jetzt jemand den passenden Namen parat?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Sandra!


    Den Fundort habe ich mir jedenfalls gemerkt und werde die nächsten Tage nochmal schauen, ob da was nach kommt. Hier in Churfranken/Unterfranken ist es allerdings ziemlich trocken, seit Monatsbeginn hat es gerade einmal 10 mm Niederschlag gegeben, in den nächsten Tagen ist keine grundsätzliche Änderung zu erwarten :(


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Werner,


    dann kann der es nicht sein. Es gab halt vorgestern nicht so viele interessante Funde und ganz ohne Beute mag ich nach zweieinhalb Stunden nicht nach Hause gehen ...


    Beste Grüße,

    Frank

    lyd Das wäre sicher eine Option. Das charakteristische Dreieck vermag ich beim Längsschnitt aber nicht zu erkennen. Ob das immer gut erkennbar ausgeprägt ist? Ich habe schon öfters deformierte und atypisch gewachsene Fruchtkörper gesehen, die nicht wie im Pilzbuch beschrieben aussehen.


    Kücki Das ist wohl ein Bucheckern-Fruchtbecher, der da vom Pilz (genau so wie die Grashalme) umschlossen wurde.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Bernd!


    Den hatte ich zufällig vor ein paar Tagen erstmals gefunden und der sah anders aus.

    Gruß,


    Frank


    Edit:


    Hier der unmittelbare Vergleich:


    Hallo!


    Heute habe ich auf einem Rückeweg im Mischwald dieses komische Gebilde entdeckt, was ich zunächst überhaupt nicht einordnen konnte. Kein Holz im Boden feststellbar, aber feine Baumwurzeln. Könnte das ein ganz junger Kiefern-Braunporling sein, der durch seinen Standort mehrere Meter von der nächsten Kiefer entfernt getarnt ist? Konsistenz ist relativ weich, letztes Foto ist Schnittbild.


    Beste Grüße,


    Frank


    Also über mangelndes Pilzwachstum kannst du dich nicht beklagen. In weiten Teilen der Republik sieht es deutlich schlechter aus. In den vergangenen Stunden hat es zwar quer über der Mitte von Deutschland geregnet, aber viel wird nicht nach kommen die nächsten Tage. Ich habe so meine Zweifel, ob es noch ein gutes Finale dieses Jahr gibt.


    Beste Grüße,

    Frank

    Hallo Cornelius!

    Danke für deine detaillierte Beschreibung mit Ortsangabe. Heute hat es am Nachmittag in Hessen und Unterfranken ordentlich geregnet, aber nur ein paar Stunden, das Regengebiet ist durch.


    Allzu viel wird die nächsten Tage nicht nach kommen und die Prognosen gehen von über 20 Grad tagsüber aus. Bei diesen Temperaturen verdampft das auch deutlich schneller, d.h. kürzere Einwirkzeit.


    Die Vorsaison im August war ja ganz ordentlich und ich habe interessante Funde verbuchen können, das war es aber auch schon ?(


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Heute habe ich nochmal eine Runde durch den viel zu trockenen Wald in Unterfranken gedreht und einen Bestimmling mitgenommen. Habitus erinnert an die Stielporlinge, das Hymenium ist labyrinthartig - querverbunden, wie nennt man das? Merulioid, daedaloid oder wie sonst?


    Wuchsort war ein grasiger Rückeweg, scheinbar auf dem Erdboden. Tatsächlich düften die Fruchtkörper aber auf stark zersetztem Holz wachsen, wie meine Bergungsversuche der Stielbasis zeigten. Rundum war Mischwald, Eichen, Buchen, Kiefern, Douglasien etc. . In dem Rückeweg hat sich anscheinend eine feuchte Kuhle gebildet, trotz langer Trockenheit sind die Fruchtkörper saftig-frisch.


    Durchmesser knapp 10 cm mit schwach süßlich-honigartigem Geruch.


    Geschmack habe ich nicht geprüft.


    Beste Grüße,


    Frank



    Hallo zusammen!

    In den vergangenen Tagen war ich in Mittelhessen und Churfranken unterwegs, die Ausbeute war sehr mager. Besonders auffällig finde ich, dass die beiden typischen Massenpilze Grünblättrige Schwefelköpfe und Hallimasch praktisch nicht zu finden sind.


    Anfang Oktober ohne Hallimasch kenne ich praktisch nicht. Schwefelköpfe waren nur vereinzelt zu finden.


    Ist das in anderen Ecken der Republik genau so oder nur ein "Ausreißer" speziell in meinen Sammelgebieten?


    Nicht dass ich diesen beiden Arten nachtrauere, Forstwirte können auf den Hallimasch sowieso gerne verzichten, aber ich finde das für Holzbewohner bemerkenswert. Eigentlich sollten die doch mit Trockenheit besser zurecht kommen?


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Uwe! Kein Pilzbuch ist perfekt, das erwarte ich auch gar nicht. Wichtig ist mir eine etwas vertiefte Literatur, weil der Parey mir nicht mehr ausreicht und auch schon in die Jahre - genauer gesagt Jahrzehnte - gekommen ist.


    Ohne Mikroskop bleiben oft Fragezeichen. Mangels Geld und Zeit kann ich mir derzeit sowas leider nicht zulegen.


    Beste Grüße,

    Frank

    Hallo Uwe!


    Danke für die Klarstellung, da habe ich mit den vielen Fotos ein ziemliches Durcheinander produziert. Das nächste Mal werde ich die Anfrage besser strukturieren. Ich habe die Exemplare gemäß Gunnars Empfehlung getrocknet und archiviert.


    Beste Grüße,

    Frank

    Hallo und vielen Dank für die fachkundigen Ausführungen.

    Dass man den Internet-Angaben nicht (uneingeschränkt) vertrauen kann, hat Stefan ja schon ausgeführt.


    Dass der Parey aber auch ordentlich daneben liegen kann, ist mir neu.


    Ich habe sämtliche Exemplare gestern innerhalb von einer Fläche von einem Quadratmeter eingesammelt und es sah für mich so aus, also ob das zusammen gehört. Deshalb hatte ich die auch nicht durchnummeriert, sorry.


    Das ganz junge dunkelviolette Exemplar mit den ebenso gefärbten Lamellen ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schleiereule? Wow, damit hätte ich nach den vorherigen Posts und den mir zugänglichen Informationen nicht gerechnet.


    Jedenfalls muss ich augenscheinlich literaturtechnisch aufrüsten. Ich dachte da an Winkler/Keller "Pilze Mitteleuropas", was ja das aktuellste deutschsprachige Werk ist. Wie sieht es denn nach eurer fachkundigen Meinung bei diesem Werk mit den Cortinarien aus? Oder gibt es Alternativen, die deutlich besser sind?


    Dann würde mich noch interessieren, welche Internet-Seiten vertrauenswürdig und zuverlässig sind, was die Artenbeschreibungen angeht. In diesen Fall speziell für Cortinarien. Die Cortinarien sind schon so schwierig und umfangreich genug. Wenn man dann noch Falschinformation im Internet UND Literatur hat, kann das nur in die Hose gehen :(


    Beste Grüße,


    Frank