Servus beinand,
mit den Grautönen auf dem Hut kann das gut und gerne Chroogomphus mediterraneus sein. Chroogomphus rutilus s.str. sollte jung keine grauen Hüte haben. Wie gesagt, die Zeiten, in denen man nur zwischen zwei Chroogomphusarten unterscheiden muss, sind vorbei.
Es ließe sich am Beleg leicht nachprüfen, da bei Chroogomphus mediterraneus die Lamellentrama nicht bzw. zumindest nicht durchgehend amyloid ist. Die Lamellen zeigen zudem einen Orangeton, finde ich, was auch typisch wäre. Das Basalmyzel sieht hier aber weiß aus, was dann wieder eher zu Chroogomphus rutilans passen würde, da Chroogomphus mediterraneus ockergelbes oder ocker-cremefarbenes Basalmyzel hat. Da wäre die Frage, ob das Basalmyzel überstrahlt ist bzw. wie die Farbe wirklich war.
Mir fehlt logischerweise auch die Erfahrung, was die Makroskopie der sechs Arten angeht, da ich mich bisher nicht wirklich um die Gattung gekümmert habe. Ich hatte von Chroogomphus fulimeneus gewusst, das aber auch nicht weiter verfolgt.
Folglich kann ich den Pilz nicht makroskopisch bestimmen. Für mich wäre das hier Chroogomphus cf. mediterraneus unter der Einschränkung der genauen Farbe des Basalmyzels, welches dann nicht weiß sein darf (vielleicht kann Maria was dazu sagen). Ich werde aber zukünftig auch wieder mehr auf Gelbfüße achten - ich find`s sehr spannend.
Liebe Grüße,
Christoph
